Beiträge von Jan234

    Noch ein wanderrelevantes Video zum Thema Ernährung. Vielleicht interessant für diejenigen, die leicht mit kalten Füßen und Händen zu kämpfen haben. Nur leider wohl schwierig in UL umzusetzen, außer durch Orangenfuttern beim Resupply... Man müsste rausfinden, ob getrocknete Zitrusschalen auch Hesperidin und die anderen relevanten Stoffe enthalten :/

    Die im Video zitierten Studien sind im Tab "Sources" darunter zu finden.

    Keeping Your Hands Warm with Citrus | NutritionFacts.org
    Phytonutrients in citrus, such as hesperidin, may increase blood flow sufficient to warm the hands and feet of those with cold sensitivity.
    nutritionfacts.org

    Interessant in dem Zusammenhang hier vielleicht die Wanderwach-und-Kaffee-Folge, in der Soulboy von der Entstehung des NST erzählt. Wandervereine und Dachverbände waren wohl größtenteils (mit Ausnahmen) nicht sehr kooperativ. Das Konzept des Weitwanderns und insbesondere Wildzelten passt scheinbar vielen nicht so.

    Soulboy, wie hast du den Nord-Süd-Trail etabliert? - Wanderwach & Kaffee
    Habt ihr euch eigentlich auch mal gefragt, wie das so geht, einen ganzen Trail zu etablieren? Seine GPS-Daten eines besonders tollen Trails auf einer…
    wanderwachkaffee.buzzsprout.com

    Das mit dem Imprägnieren wird so eigentlich nicht bestätigt. Ich erinnere mich an das Paar das für Patagonien extra Mittelchen eingepackt hatte und umsonst mitgenommen hatte.

    Bin gespannt, was Du nach längerer Nutzung berichtest. Bei mir war der Eindruck bei den ersten Einsätzen ähnlich gut, im Dauereinsatz dann weniger. Ich zumindest hab die Imprägnierung nicht mehr so gut hingekriegt wie am Anfang.

    Paramo interessiert mich auch sehr. Falls du dazu mal kommst, wäre ein Bericht toll.

    Ich hab die "Velez Light Jacket". War damals die "leichteste" (655 g in M!) Jacke in deren Sortiment, scheint es aber inzwischen nicht mehr zu geben. Im Prinzip dieser Smock hier, aber mit Frontreißverschluss:

    MEN'S VELEZ ADVENTURE LIGHT SMOCK - Paramo
    A lightweight and very versatile waterproof, ideal for very active men who want to travel fast and light in a variety of outdoor conditions. The smock uses…
    paramo-clothing.com

    Sehr angenehm zu tragen, da kein "Plastikgefühl" auf der Haut. Für längere Touren aber m.E. ungeeignet, da die Funktion wirklich von einer funktionierenden Imprägnierung abhängt. Sprich, man muss sehr oft waschen und nachimprägnieren. Bei längerem Dauerregen nässte sie dann doch irgendwann durch.

    Paramo hat eine ziemliche Fancommunity in GB und einen coolen Recyclingansatz. War mal in London im Laden, da kamen Leute mit ihrer 15 Jahre alten Jacke und haben sie gegen eine neue eingetauscht.

    Aber sie sind m.E. auch für britisches Wetter gemacht, spricht Wechsel von Sonne und Regen, nicht für Dauerregen. UL sind sie schon mal gar nicht. Und die "Pump Liner"-Wirkung wird, finde ich, auch übertrieben. Beruht meiner Meinung nach hauptsächlich auf Trocknung durch Wärme von innen und versagt dann halt auch, wenn es zu kalt wird und der Außenstoff gesättigt - wie bei einer Membran.

    Fazit: Sehr angenehm zu tragen im Alltag und bei Tagestouren, für Trails nehme ich sie nicht mehr.

    Naja, wenn die Wand idealerweise die Temperatur der Luft hat, wieso sollte da was kondensieren? Und die Isomatten die ich kenne sind alle wasserfest.

    Ja, aber dann wandert der Taupunkt eben weiter nach innen, sprich, in die Isolierschicht, und dort passiert dann die Kondensation? Irgendwo zwischen Körper- und Außenpunkt muss ja der Taupunkt liegen. Und wenn die Luft feucht genug ist, dürfte daran auch kein VBL was ändern. Aber vielleicht verstehe ich da auch was komplett falsch :)

    Was wenn man das Bivi isolierend und Wasserabweisend baut, man sollte deutlich weniger Kondens haben

    Hm, warum sollte man weniger Kondenswasser haben? Hat man nicht eher genau gleich viel, nur dass es eben weiter innen in der Isolationsschicht hängt - und damit schwerer zu trocknen?

    Meine Überlegung ist gerade Bivy + darin 2 Quilts übereinander, der äußere eher dünn: Die Kondensation verteilt sich dann auf die zwei äußersten, dünnen Schichten, die sich separat und somit schneller trocknen lassen.

    Danke an alle, die hier posten! Als jemand, der ohne größere körperliche oder psychische Beeinträchtigungen durch die Welt gehen kann, nehme ich trotzdem aus euren Geschichten sehr viel mit. Finde es wirklich beeindruckend und lehrreich, eure Perspektiven zu lesen.

    P.S.: Das Für und Wider von Membranen wurde in diesem Faden schon ausführlich diskutiert – wer also dazu etwas sagen möchte, bitte lieber dort 😄

    mars_hikes
    19. November 2024 um 11:54

    Regenjacken und -hosen mit Membran müssen ja nach einer gewissen Zeit nachimprägniert werden, da die Funktion von einer funktionierenden DWR abhängt. Ultraleichte womöglich sogar häufiger, weil die Leistung stärker von der DWR abhängt als bei schwereren Modellen.

    Was funktioniert bei euch, was nicht?

    Ich selber bin noch nicht wirklich zufrieden. Meine Gedanken, Erfahrungen und Fragen:

    Welches DWR-Mittel?

    Lange schien ja Nikwax der Marktführer bei PFAS-freier Imprägnierung zu sein. Nachdem es ja jetzt auf ein PFAS-Verbot zumindest in der EU hinausläuft (aus gutem Grund, wie ich finde), scheint es auch mehr Konkurrenz zu geben. Klar ist, dass PFAS-freie Mittel öfter erneuert werden müssen als solche mit. Aber richtig gute Vergleiche/Tests findet man nicht; oft unterscheidet sich die Auswahl der getesteten Mittel ziemlich, und ich frage mich, ob nicht jeweils ein Hersteller "den Anstoß" zum Test gegeben hat. In einem deutschen Test schnitt ein deutsches Mittel am besten ab, in einem Schweizer Test ein schweizerisches, in einem schwedischen ein schwedisches. Hmm....

    Ich hab lange Nikwax TX Direct verwendet und teste gerade OrganoTex Wash-in. Bei beiden Herstellern gefällt mir der umweltschonende Ansatz, wobei wohl nur OrganoTex auch nachweislich biologisch abbaubar ist. Mit der Leistung bin ich aber noch nicht zufrieden, das mag aber auch an weiteren Faktoren liegen (s.u.).

    Waschmittel.

    Klar ist, dass die Imprägnierung nur bei regelmäßigem Waschen funktioniert, und auch jeweils vor dem Nachimprägnieren, wenn es dann nötig ist, wasche ich erst mal. Man kann ja auch im feuchten Zustand, also direkt nach dem Waschen, ganz gut testen ob das Wasser abperlt.

    "Praktischerweise" liefert jeder Hersteller auch das passende Waschmittel. Aber braucht man wirklich das jeweils passende? Oder kann man da einfach das billigste nehmen, solange es eben nicht oberflächenaktiv ist und für DWR geeignet ist?

    Wash-in oder Spray-on?

    Soweit ich das verstanden habe, vertragen manche Membranen (z.B. aus PU) eine direkte Behandlung mit DWR nicht, sondern verstopfen dann. Da braucht es ein Spray-on für das gezielte Auftragen von außen.

    Ich finde aber, dass sich Mittel zum Einwaschen viel gleichmäßiger verteilen. Bei Spray-ons hatte ich nach dem Trocknen schon weiße Rückstände.

    Wärmebehandlung.

    Die meisten Mittel scheinen von Wärmebehandlung zu profitieren. Nur Nikwax schreibt explizit, dass es das nicht braucht. Ich frage mich, ob das auch das Geheimnis ist, warum die industrielle DWR, mit dem ein Kleidungsstück am Anfang kommt, meistens so viel länger hält. Meine Montbell Superdry Peak Shell z.B. hat eine PFAS-freie DWR, die bis jetzt wirklich sehr gut hält. Vermutlich kommen die in eine Trockenkammer nach der DWR-Behandlung.

    Aber wie machen, wenn man wie ich keinen Trockner zuhause hat, und keinen Waschsalon in Reichweite? Ich hab Bügeln mit Küchenhandtuch dazwischen probiert, das ging komplett in die Hose (Abperlwirkung nicht mehr vorhanden danach) – ich vermute, der Großteil des flüssigen DWR-Mittels wurde ins Handtuch gesaugt.

    Nächste Option wäre Trocknen mit dem Föhn (müsste ich mir aber dafür auch extra zulegen 😜). Hat das schon jemand probiert?

    Hm, das widerspricht ja allem, was zumindest ich bisher glaubte. Ist Daune dann doch besser als gedacht?

    Ich meine, auch hier im Forum hätten Leute immer wieder Mal von kollabierenden Daunenquilts berichtet?