Von mir auch mal ein paar Gedanken zur Ausrüstung bzw. zum Trek allgemein. Wir sind ebenfalls von Süden nach Norden gelaufen und würde ich nochmal so machen. So hatten wir die Sonne im Rücken und so wie Bachstelze geschildert hat 1-2 Stunden Gegenverkehr und sonst unsere Ruhe.
Da ich mit meiner Partnerin unterwegs war, waren wir eher Light als Ultra Light, da sie dann doch immer etwas mehr Camp-Comfort einfordert und die Packliste am Ende immer ein Kompromiss ist.
Windjacke und Gamaschen sind definitiv die Must-Haves für die Tour. Eine Windweste hätte ich vielleicht sogar noch besser gefunden an den wärmeren Tagen.
Sofern kein freistehendes Zelt genutzt wird, war der Hinweis auf Sandheringe (fürs Wildzelten) auch sehr gut. Wir hatten leider keine dabei. Da wir aber nur 3x wild gezeltet haben und sonst auf Campingplätzen oder in Unterkünften waren, ging es klar. In einer Nacht konnten wir leider keine Steine finden, sodass ich am Ende u.a. unsere Titanlöffel und die Deuce of spades verwendet habe, da sogar die großen Groundhogs als Dead-Man-Anchor nicht halten wollten. Also irgendwie geht's immer, aber ist natürlich schöner, wenn nach einem langen Tag nicht noch groß improvisiert werden muss.
Generell würde ich mich aber auch nicht so sehr aufs Wildzelten verlassen. Es gibt auf jeden Fall geeignete Spots, aber auch nicht unbedingt auf jeder Etappe oder nach längerem Suchen. Entlang des Weges ist es echt windig und zudem vieles Naturschutzgebiet. Und Wasser gibt's eigentlich immer nur in Ortschaften, also muss dann das Wasser für den kompletten nächsten Tag zur nächsten Ortschaft gekauft werden. Haben uns den Stress dann entsprechend irgendwann gespart und Campingplätze angepeilt.
Hatte trotz der hohen Temperaturen diesmal zusätzlich zur kurzen Laufhose eine lange Hose dabei. Auf Empfehlung aus dem blauen, die Wadi Pants von Houdini und war sehr zufrieden. Nach dem ersten Sonnenbrand auf den Waden eigentlich nur noch die getragen. Immer in Kombination mit einem Sun Hoody von Smartwool.
Wir hatten als UH-Campschuhe und Alternative zu unseren Trail-Runnern die Z-Trail Sandalen von Xero dabei. War sehr positiv überrascht, wie gut das auf dem Sand dann doch ging. Bin am Ende eine ganze und zwei halbe Etappe mit denen gelaufen. Einziges Problem war, dass bei Nässe der Sand an den Gurten kleben blieb und das gescheuert hat.
Und zwischen Aljezur und Odeiceixe sind wir vom offiziellen Weg abgewichen und fast komplett an der Küste gelaufen. Es gibt immer einen kleinen Trampelpfad der auch in Outdooractive/Openstreet-Maps eingezeichnet ist. Es ist definitiv anstrengender und erfordert deutlich mehr Trittsicherheit als auf dem Hauptpfad, aber wir hatten Spaß. Bei einem oder zwei Stränden bin ich mir jedoch nicht sicher, ob man bei Flut durchkommt. Wir hatten Ebbe und es hat gut funktioniert.