Beiträge von Hike-a-Bike

    Ich finde die Idee mein Bike als Teil des Zelts zu nutzen abgesehen von allen sonstigen Bedenken einfach grundsätzlich nicht gut. Es gibt einfach eine durchaus große Menge an Szenarien, in denen ich mein Zelt aufbauen und dann noch mit dem Rad fahren will.

    Ich baue meine Unterkunft gerne unter Zuhilfenahme des Rades auf, das ist mein Diebstahlschutz

    Als Option lasse ich mir das gefallen, als Pflicht möchte ich es nicht. Aber sicherlich auch Geschmackssache und v.a. vom ORt und den Umständen des Aufstellens abhängig.

    Mein Rücken ist auch ohne Rucksack nass. Aber klar, je enger was dichtes anliegt desto schlimmer bzw unangenehmer.

    Ich sehe eine leichte verbesserung mit dem Rückensystem von Salewa. Ultra Train 18 bzw 22 gehen in deine Richtung. Hat allerdings nur seitentaschen. Aber am träger lässt sich leicht was befestigen

    Bin als starker Schwitzer auch immer skeptisch was diese Belüftugnssysteme angeht. Sehe auch wenn überhaupt leichte Verbesserungen im Bereich von "da kommts dann auch nicht mehr drauf an" für mich. Daher habe ich mir jetzt auch gerade wieder einen neuen Day- und Alltagspack ohne Belüftung zugelegt, nachdem mein uralter Talon langsam aber sicher anfängt aufzugeben.

    Am Wochenende mal wieder so richtig gefailt: Nach 3 Wochen Wandern wollte ich mal wieder mit dem Rad los. Natürlich trotz ewig schon drüber nachsinieren nicht daran gedacht mal neue Reifen zu bestellen. Mit den Sommer-/Asphalt-Mänteln dann ständig Luft verloren auf teilweise groben Schotter und Single Trails. Ging aber erstmal alles mit Tubeless...bis es dann nicht mehr ging. Da ich wegen des Wetters erst spät losgefahren war, durfte ich dann noch eine Stunde durch den dunklen Wald schieben bis zur für die Übernachtung ausersehenen Schutzhütte, weil ich im Dunkeln nicht flicken konnte/wollte. Morgens dann nochmal vergeblich versucht das Loch zu schließen. Dann in den völlig mit Milch (und Dreck) verklebten Reifen einen Notschlauch eingezogen, mit dem ich dann auch tatsächlich bis ins nächste Dorf gekommen bin bis er wieder platt war. Dort dann alles Glück der Welt gehabt und von einem Anwohner einen Schlauch geschenkt bekommen. Der hat dann wiederum bis in den nächsten größeren Ort gehalten. Dort dann wieder ein Loch geflickt nur um direkt das nächste drin zu haben. Das war dann der Moment, in dem ich entschieden habe doch den Bus zu nehmen, statt noch 40km durchs nirgendwo zu fahren mit nur noch 2 verbleibenden Flicken.

    Unterm Strich: 2 Schläuche für 12,3km dürfte wohl die schlechteste Kosten-/Umwelt-/Nervenbilanz ever gewesen sein. Aber andererseits: Es gibt sie noch die netten und hilfsbereiten Menschen. Und die Hütte war wirklich sehr gemütlich :D

    Danke Hike-a-Bike

    Die Etappen plane ich nicht lange im Vorhinein, sondern erst ein bis drei Tage vorher, wenn ich auch das Wetter absehen kann. Ich werde in Bingen starten, da die Anreise dahin einfacher ist und ich an den Saar-Hunsrück-Steig anschließen möchte. Daher sind sowohl Teufelshütte als auch die Schutzhütte am Schanzenkopf für dem ersten Tag zu weit. Die Schutzhütte am Ohlingsberg nach rund 20km könnte gut passen, zumindest wenn die Bahn pünktlich um 12 Uhr ankommt... Die Lauschhütte hat leider bereits Ende Oktober geschlossen, daher fällt diese Option leider auch raus :(

    Habe übrigens eine Antwort vom Betreiber der Trekking-Camps bekommen. Leider eine Standardformulierung mit Informationen zu den Öffnungszeiten vom 1.4.-1.11. :rolleyes: Grund für die Schließung in der Nebensaison ist angeblich aufgrund der Gefahr durch Herbststürme, Schneebruch und die Jagd. Aha. Dann gibt es wohl im Sommer keine Stürme und die Jäger machen Jagd auf Camper... :/ Als Schließungszeit wurde "die Wintermonate" angegeben. Da der Winter in Deutschland vom 21.12.-20.03. geht, sind die Plätze nach deren Auskunft dazwischen weder geöffnet noch geschlossen. 8o Mir gefällt das System nicht und ich werde die Plätze lieber meiden.

    Tja da möchte man als deutscher Trekker eine Tour in der Nebensaison machen ohne dabei umweltschädigend in den Flieger steigen zu müssen und es wird einem in DE schwer gemacht. :(

    Vlt Teufelsfels für Nacht 2. Ansonsten was Martin sagt. Würde mir keine allzu großen Sorgen machen in den dunkleren Jahreszeiten findet sich immer ein Plätzchen.

    ...die Gabel war mit geborgten Cargo-Cages belegt, die mich aber nicht überzeugen konnten. Die Nachtfahrt war auch nur kurz früh morgens zum Bahnhof; da hat das so ausgereicht! Ich versuche längere Nachtfahrten wo es geht zu vermeiden......;)

    Danke nochmals für den Tipp mit der Ortliebtasche; hat sich bewährt.:thumbup:

    Wenn gar nix geht, geht ansonsten auch immer Kopf-/Helmlampe.

    Hier mal unsere Urlaubsküchenbewertung:

    Beef and Potato Stew (Summit to eat): Lecker und sättigend. AUch guter Fleischgeschmack, allerdings etwas länger ziehen lassen, sonst bleibt das Fleisch sehr crunchy. 4/5

    Chicken Tikka with Rice (Summit to eat): Ebenfalls geschmacklich gut, aber auch hier brauch das Fleisch etwas länger zum Rehydrieren. Insgesamt das klar zweitbeste Tikka (s.u.). 3,5/5

    Salmon and Broccoli Pasta (Summit to eat): Leider sehr geschmacksarm und mit bröseliger Konsistenz. 2/5

    Original Mexican Chilli Meal (Radix Nutrition): Lecker gewürzt und mit z.B. Sonneblumen- und Kürbiskernen aufgepeppt. Eher nicht so wirklich "original Mexican" aber hat uns gut gemundet. 4/5

    Pasta Carbonara (Adventure Food): Die italienische Oma wäre sofort in eine Million Teile explodiert und ihr Geist hätte den Erfinder dieses Essens für immer verfolgt... aber eigentlich ganz lecker, aus irgendeinem Grund u.a. mit Paprikastücken versehen, ergibt sich ein frisch anmutendes Gericht, das allerdings wirklich wenig mit Carbonara zu tun hat. 3/5

    Chicken Tikka Masala (Real Turmat): Etwas teurer als die anderen Marken, aber geschmacklich wirklich top und auch die Konsistenz des Fleischs stimmte hier perfekt. 5/5

    Orzo Pasta Bolognese (Firepot): Geschmacklich sehr lecker, aber von der Konsistenz etwas bröckelig. (3,5/5)

    Hot Chocolate Pudding (Firepot): FÜr die besondere Gelegenheit gegönnt. GUT RÜHREN! Geschmacklich top mit kleinen Schoko- bzw. Kakaostücken und heiss genossen herrlich für kalte Tage. (4,5/5)

    Sonstige Empfehlungen für GB-Urlaube: Quaker Porridge Golden Syrup (sind eigentlich keine Frühstücksmenschen, aber das ging jeden Morgen gut rein), Kaffeefilterbeutel (zwei in eine große Tasse geben ordentlichen Kaffee), in Schottland Irn Bru trinken (um quasi local zu sein) :D

    Hi,

    ich plane den Soonwaldsteig in Kombination mit einem Teil vom Saar-Hunsrück-Steig in der ersten Woche im November zu gehen. Für den Soonwaldsteig plane ich 2,5 Tage ein. Ist jemand von euch den Weg in der Nebensaison gegangen und kann berichten? Leider sind die Trekkingcamps nicht mehr geöffnet, auch die Lauschhütte hat laut Website bereits geschlossen. Die Betreiber der Schutzhütten habe ich angeschrieben zwecks Nutzung der Camps in der Off-Season, warte aber noch die Antwort ab. Die Schutzhütten habe ich mir alle notiert. Daher ist vermutlich ein freistehendes Zeit ratsam oder?

    Hello,

    es gibt neben den Camps auch noch einige weitere Rastplätze und Schutzhütten an denen laut einigen Gesprächen, die ich geführt habe, das Campieren zumindest geduldet wird. Empfehlen kann ich die Teufelsfelshütte, allerdings fragt sich ja, wie du die Etappen planst, wobei die Hütte glaube ich nach 24km kommt, die auch einige fiese Höhenmeter beinhalten, womit das für Anreisetag ja vielleicht passen würde. Die Hütte bietet selbst wenn sie geschlossen sein sollte eine schöne überdachte Terasse, die mit oder ohne Zelt nutzbar sein sollte. Nach 51km kann ich dann noch den Schanzenkopf empfehlen, auch da gibt es sowohl eine einfache Schutzhütte als auch eine Grillhütte mit überdachter Terasse. Beide Spots kommen mit Sonnenuntergang- und im Falle das Teufelsfels auch mit SOnnenaufgangblick.

    Die Frage nach den Socken und Schuhen bereitet mir noch etwas Sorgen.

    Mit „It‘s okay to have wet feet“ bin ich leider nicht so gut gefahren.

    Ich werde wohl meine Altras ohne Membran anziehen. Da ich jedoch oft mit Wasser von oben oder unten rechne, liebäugle ich derzeit mit Neoprensocken, statt normaler Socken.

    Wir waren gerade in Schottland eigentlich recht zufrieden mit unseren Sealskinz in den Altras("Raynham") solange das Wasser nicht bei wirklich tiefen Crossings von oben rein kam (selbst dran schuld...), waren die Füße damit trocken.

    Habe mir zuletzt mal eine ordentliche gegönnt mit der Supernova Airstream 2. Soweit sehr zufrieden. Rücklicht benutze ich das Fenix BC05R-D v2.0 Rotlicht. Kann blinken daher nicht StVZO ... aber who cares. Dafür kommt es mit Halterung für Sattelstütze und Klemmhalter für z.B. Arschrakete.

    Noch ein paar allgemeine Dinge:

    Camping/Übernachtung:

    (Wild-)Zelten ist legal, aber weniger einfach als man vlt denken sollte bei den offenen Landschaften Schottlands. Einige Täler (Glen Derry, Glen Feshie...) bieten viele wunderschöne Spots an Fluss und Bächen, aber wenn man dann mal wirklich in die Hills kommt werden Spots die gleichzeitig flach, trocken und unbewachsen sind durchaus schon mal rar. Dazu kommt, dass es durchaus stürmisch sein kann, was Spots weiter oben dann auch vermiesen kann. Dafür gibt es mit den Bothys (bei denen sich zusätzlich zur Übernachtung in der Hütte meistens auch Zeltspots finden) eine tolle Alternative. Es gibt zudem einige kommerzielle Campingplätze, Jugendherbergen und auch relativ erschwingliche Hotels.

    Wasser:

    Einen Spot zu finden, der 200m von einem Fließgewässer entfernt ist, sollte eine deutlich schwierigere Aufgabe sein als das Auffinden von Wasser. Gerade die größeren Bäche (und umso mehr nach starkem Regen) weisen dabei eine bräunlich gelbliche Färbung auf. Gefiltert ist das Wasser aber unbedenklich zu trinken, auch wenn man sich an "Schottlands feinsten Whiskey" erstmal gewöhnen muss.

    Proviant: 

    Das Gebiet ist WIRKLICH dünn bzw. gar nicht besiedelt. Will man die Gegend im Kernbereich erkundigen sollte man mit zumindest 3-5 Tagen ohne Nachschub rechnen. In den Orten gibt es eigentlich immer Gastronomie und kleinere Läden, in Pitlochry und Aviemore auch Supermarkt und Outdoorläden mit einem gewissen Angebot an Gefriergetrocknetem.

    Anspruch:

    Wenn man es wirklich will, kann man hier auch klettern. Will man es nicht, sind eigentlich alle Hills und Wege gut machbar bis auf das ein oder andere Geröllfeld. Allerdings finden sich abseits der Hauptrouten viele sumpfige, überwachsene und zugleich holprige Wege (oder auch mal geplant oder ungeplant gar keine), die vor allem die Sprunggelenke fordern können. Zudem sollte man mit nassen Füßen leben können, denn einerseits gibt es die eine oder andere Querung (bei Regen schwellen Bäche schnell an), andererseits ist der Boden meistens mehr oder weniger schwammig, wenn er nicht gerade felsig ist.

    Ka, wie sportlich und oder erfahren ihr seid, aber ich fand 20km auf der Lahn durchaus anstrengend (wobei ich dank eher schwächlicherer Freundin auch quasi alleine gepaddelt habe), es gibt da halt zu 90% so gut wie keinerlei Strömung, die mithelfen würde.

    Insgesamt haben die Cairngorms meine Erwartungen wirklich übertroffen. Die Highlights, die wir schon vorher kannten, haben nicht enttäuscht, aber vor allem die Strecken dazwischen haben viele viele weitere kleinere und größere Highlights geboten und kein Tag blieb ohne Überraschung. Außerdem waren die Landschaft und Natur viel abwechslungsreicher als ich es erwartet hatte. Dazu war das Wetter mit gerade einem wirklichen Regentag in 17 Tagen wesentlich besser als ich befürchtet hatte. Zuletzt muss ich nochmals die Bothys erwähnen, die nicht nur Platz für Rast oder Übernachtung bieten, sondern uns vor allem auch immer wieder nette Gespräche und Bekanntschaften beschert haben.

    Tag 16: Red House Bothy - Tarf Hotel (18,18km)

    Zum Start war erstmal wieder ein Crossing angesagt, bevor es vorbei an den Ruinen der Bynack Lodge und durch ein zunächst weites Tal ging. Nach dem Überschreiten der Wasserscheide dauerte es dann nicht mehr lange bis sich das Tal plötzlich zu einer engen Schlucht verengte, in das immer wieder seitlich weitere Schluchten einmündeten. Nach einigem auf und ab entlang des steilen Hangs erreichten wir dann die Falls of Tarf.

    Bevor wir wenig später auf eine steil ansteigende Gravel-Straße abbogen, um in einem weiten Bogen weiter oben an den River Tarf zurückzukehren.

    Dort ging es dann auf feuchten und Wegen entlang des Flußes und durch komplett wegloses Gelände bis zum Tarf Hotel.

    Dessen Lage wirklich den Eindruck völliger Einsamkeit vermittelt.


    Tag 17: Tarf Hotel - Blair Atholl (25,5km)

    Vor allem aufgrund des unwegsamen letzten Stücks entlang des Flusses entschieden wir uns für eine andere, wenn auch ebenfalls weglose, Alternative und stiegen auf direktem Weg zum benachbarten Braigh Coire na Conlaich auf, um die über den Gipfel führend Gravelroad zu erreichen.

    Oben war es zwar enorm stürmisch aber der Aufstieg war fast trockenen Fußes geschafft und der Weg am Gipfel tatsächlich gut begehbar. Außerdem gab es auch noch wunderbare Ausblicke zwischen Sonne und Wolken.

    Anschließend ging es teilweise steil abwärts zurück Richtung River Tilt.

    Vorbei an einem hübschen Bergbach erreichten wir auf dem letzten Stück wieder den Weg, auf dem wir am vorigen Nachmittag aufgestiegen waren.

    Der am Gipfel stürmische Wind blieb uns leider auch im Tal erhalten und wehte uns dort für die nächsten 15km frontal entgegen, was uns allerdings nicht davon abhielt, die Schönheit unseres letzten Wegabschnitts zu genießen.

    auch wenn nicht nur die zunehmend vorhandenen Schafe langsam aber sicher die Rückkehr in die Zivilisation ankündigten.

    Immerhin hatten wir uns nach 6 Tagen ohne Dusche oder Bett dann nochmal ein wenig Zivilisation verdient.