Beiträge von Lumberjack

    Ein für mich sehr leidiges Thema sind Einlegesohlen in Trailrunnern. In manchen sind ja schon ganz brauchbare drin. In manchen sind sie murx.

    Was ist euch wichtig? Welche könnt ihr für eure Ansprüche empfehlen?

    Ich trage zum Wandern Topo Terraventure und die Einlegesohlen sind für mich der letzte Scheiß, da sie wie kleine Schwämme gebaut sind und die Trocknungszeit der Schuhe enorm erhöhen. Wenn ich viel nass in denen laufe, lösen sie sich auch nach max. 800km auf. Von Topo gibts auch closed foam Sohlen (extra zu kaufen und in den Traverse standardmäßig drin, in den Pursuit2 glaube ich auch). Die haben aber ein blödes Obermaterial, das meine Socken killt und schnell durchscheuert (bei mir ca. 700km). Was wirklich gutes habe ich noch nicht gefunden. Die Sohle von Superfeet ("Hike" glaube ich), die ich bisher ausprobiert habe, erhöht die Sprengung enorm und ich brauche auch nicht so viel Gewölbe. Außerdem finde ich die unverschämt teuer.

    Meine Ansprüche sind:

    • Schnelltrocknend
    • Sprengung nicht wesentlich erhöhend
    • Langlebiges, nicht abbrasives Obermaterial und sockenschonend
    • Flach gebaut
    • So leicht, wie möglich
    • Weit unter 40 Euro

    Leider bisher unbefriedigt.

    Was ist euch wichtig? Worauf achtet ihr? Was könnt ihr empfehlen?

    Nobite hat als aktiven Inhaltsstoff Deet. Das ist richtig Kacke in Oberflächengewässern. Ich mache mir schon sorgen wenn ich nach Antibrumm Forte (auch Deet) Benutzung mir die Hände in Bach wasche und sei es nur beim Wasserschöpfen.

    Mache es trotzdem. Aber mit zu Recht schlechtem Gewissen (ich wäre wohl ein guter Katholik). Ich denke, im Sinne von Leave-no-trace sind physikalische Barrieren gegen Mücken und UV den chemischen vorzuziehen. Trotzdem finde ich es schwierig, ganz auf Chemie zu verzichten.

    Ich nehme gern Liod Sukoi (110g in L) als Leggins für Wärme in Kombi mit Shorts und OMM Halo rainpants. Damit komme ich gut klar bis so -10 Grad oder bei nordischen Dauerregen mit Wind. Liod wärmt auch gut wenn feucht und klamm. Halo und Liod lassen sich beide an- und ausziehen über die Schuhe. Wenn ich zivilisationsnah bin, ziehe ich die Shorts aus, dann die Liod an und die Shorts dann wieder drüber. Ansonsten: einfach drüber. Liod taugt gar nix gegen Mücken und UV, ist auch zu warm. Wenn Mücken und UV mag ich Patagonia Terrebonne Jogger, die sind aber 170g in L. Die sind auch bei Hitze erträglich. Auch gut gegen Bremsen. Zumindest wenn man in Bewegung ist und sie nicht spannen (z.B. Knie beim Sitzen). Da ich sie dann aber auch nicht ausziehe wenn ich sie mitnehme, ist das getragenes Gewicht. Dafür lasse ich dann die Liod daheim.

    WonderBär

    Genau. Beim Aufsteigen im Wind wars manchmal schwitzig.

    Ansonsten war ich meist mit Longsleeve+Buffs+Handschuhen zufrieden. Dann konnte ich ständig Temperatur anpassen von hochgeschobene Ärmel in der Sonne im Windschatten - zu Ärmel runter, Handschuhe an, Halstuch und ein Buff übers Cappi im Wind. Und das halt ohne anhalten zu müssen.

    Ich bin letztes Jahr den CDT gegangen. War vom 20.8. bis 15.9. in Colorado, also etwas später als du. Als ich in Colorado ankam war Monsoon gerade vorbei. Bis eine Woche vorher haben noch alle von täglichen fürchterlichen Gewittern berichtet. Die hatte ich in Wyoming. In Colorado nur sporadisch, dann aber auch heftig. Krass Wind. Ab Ende August hatte ich manchmal schon knackige Nachtfröste.

    Ich hatte dabei und war damit zufrieden:

    . Für untenrum: Liod Sukoi, Regenhose ultradünn von Montane, Shorts. Sonnenschutz habe ich nicht mehr gebraucht. Mückenschutz chemisch mit DEET 90 (Mini Sprühflschen gibts im US Outdoorladen). In Montana hat auch Antibrumm forte aus D funktioniert. War aber dann halt alle.

    . Obenrum: EE Visp, Senchi 90, Senchi 60, dünnes Longsleeve, Handschuhe, 2 Buffs, Cappie. Kein Puffy, habe ich auch nicht vermisst. Windjacke habe ich mir oft gewünscht.

    . Nacht: Notch LI solid inner (also doublewall), WM AlpinLite long, TAR NeoAir (kurze Frauenversion mit R Wert über 5). Hatte in einer Nacht alles an außer Regenklamotten. War insgesamt also eher overkill.

    Hoffe, das kann dir helfen.

    Happy trails!

    Ich bin den Westweg dieses Jahr Ende Februar, größtenteils im Schnee, gelaufen. Fünf Nächte unsupported. Mit Zelt und ohne die Schutzhütten zu nutzen. Abgesehen von dem Rummel in den Loipen-Gebieten war ich so komplett alleine. Das war superschön.

    Ist hat immer so ein Ding von Bequemlichkeit, glaube ich. Je einfacher ein Trail (Bedingungen, Infrastruktur), desto mehr Leute sind halt da.

    Je mehr wir uns der Unbequemlichkeit aussetzen, desto schöner wirds. Das braucht aber halt auch die nötigen Skills. Für mich lohnt es sich vor Allem darum, an meinen Skills zu feilen und mich neuen Erfahrungen auszusetzen, auch wenn es mir manchmal mulmig dabei wird.

    Hatte auf meinem letztjährigen CDT Tru-Hike eine kleine Nagelschere von Rossmann dabei, 30g. Ziemlich schwer, aber dafür konnte ich damit auch meinen Bart gut pflegen, dass er mir nicht unhygienisch über die Oberlippe wächst. Das war dann in Kombi mit einem Opinel No 5 wo ich noch einiges an Holz abgeschliffen habe (Tipp von micha90 ).

    Für Touren ohne Bartpflege tuts für mich das Victorinox Classic SD. Mit dem kriege ich meinen Bart aber nicht gut hin. Dann sehe ich schon sehr nach Räuber Hotzenplotz aus.

    Eine gute, spitze Splitterpinzette hab ich eh zusätzlich dabei für Wundversorgung und Zecken. Das kriege ich mit der Victorinox Pinzette nicht gut hin.

    Ich habe meinen "WM AlpinLite Long"-Schlafsack gerade vom Outdoor Service Team zurückbekommen. Bin voll happy. Und den Preis finde ich angemessen. Habe 140 Euro für Waschen und 100g Daune mit 850 cuin austauschen gezahlt. Und schnell ging es auch, keine drei Wochen.

    War auch echt nötig, ich hab mich schon ein bischen vor dem Sack geekelt.

    Schön dass es euch gut gefallen hat! Wie lange seid ihr unterwegs gewesen?

    Wir haben es seeehr langsam angehen lassen und sind von Freitag Abend bis Montag Früh unterwegs gewesen. Viel eingekehrt und untergestellt bei Schauern. Dadurch nur ein Mal richtig nass geworden.

    Ich bin über Pfingsten die "Hochrhöner Runde" mit meiner Frau und dem Hund gegangen. Das sind die zu einer Runde verbundenen zwei Varianten des Hochrhöners. Also "Lange Rhön" und "Kuppenrhön". Knapp 90km und wirklich super schön. Gestartet sond wir in Gotthards, so kamen die langweiligsten km am Schluss. Das hat gut gepasst.

    . Intakter, schöner Laubwald, kein Borkenkäfer Massaker

    . Tolle Ausblicke

    . Fast kein Asphalt, viel Wirtschaftswege, wenig Singletrail. Trotzdem kams mir weniger langweilig vor als andere Mittelgebirge.

    . Blütenpracht auf den Wiesen. Die sind echt der Schatz der Rhön.

    . Wenig Zivilisationskontakt, selten Straßenlärm.

    . Wenig los (allerdings hatten wir auch echt schlechtes Wetter, die großen Wanderparkplätze waren alle leer)

    . Die Schutzhütten, die sich zum Schlafen eignen sind eher rar. Gute Zeltplätze zuhauf (Achtung, viel Naturschutz und Biospärenreservat und so)

    Ich fand den Weg wirklich empfehlenswert.

    Ich wage mich vor in die Welt der Tarps und habe mir eine S2S Ultra Sil Poncho-Tarp zugelegt. Bin totaler Rookie was das angeht. Ich will das erstmal vor allem als Not-Dings im Sommer nutzen und schauen, wie ich damit zurecht komme. Ich würde das gern bei starkem Regen als Dackelgarage/A-Frame aufbauen, an der Wetterseite weiter runtergezogen (siehe Bild).

    Frage eins: Kommmt die Kapuze nach innen oder nach außen (wie auf dem Bild)? Nach außen scheint mit die Gefahr von Durchregnen geringer, aber auch Faltterei im Wind, oder?

    Ich keine Lust, einen Biwaksack mitzuschleppen. Habe auch nix im Rucksack, was als Beak zu nutzen wäre. Ist ja gerade die Idee von dem Poncho, dass ich den Regenrock und Schirm und so daheim lasse. Meine Idee: Mein Groundsheet (Tyvek Hardstructucture, 54g/m2) unten umschlagen und an den Seiten vernähen und verkleben, dass eine Art wasserdichte footbox entsteht. dann könnte ich mit den Füßen ganz an den unteren Ausgang und hätte im Kopf genug Überdachung, um nicht nass zu werden. Die Maße, die mir vorschweben:

    Trap: 265cm lang, Ich: 185cm lang, Groundsheet 75cm breit, 210cm lang, Footbox 75 cm lang.

    Frage  zwei: Funktioniert das? Hat das schon mal jemand probiert? Oder ist das eine doofe Idee und es gibt eine einfache Lösung, auf die ich nicht komme? Denkt ihr, die Maße passen so?

    Freue mich auf Hilfe.

    Variante 1: Majo, Tunfisch, Chipsbrösel "Cheese and Onion". Das hat mich nach krassem Gewichtsverlust langsam wieder aufgebaut. Ordentlich Eiweiß und Kalorien.

    Variante 2: Frischkäse, Frühlingzwibeln, Tunfisch

    Variante 3: Erdnussbutter und Nutella

    Ich bin im letzten Jahr den CDT mit einem Notch LI Solid Inner gelaufen und mag es gern. Habe das im blauen Forum gebraucht gekauft. Hatte dazu 6 MSR Groundhog Mini, die Abspannpunkte sind aber nicht besonders flexibel wählbar. Sehr sturmsicher, habe zwei dolle Schneestürme gemütlich drin gepennt. Einigermaßen belüftet. Erfüllt auch sonst deine geäußerten Ansprüche. Durch die Konstruktion kommt man mit dem Schlafsack auch nicht so leicht an die Zeltwand. Solid Inner gibt gut 3-5 Grad zusätzlich im Zelt (ich bin 1,85m).

    Was mir an dem Zelt nicht gefällt ist das doofe Packmaß wegen den eingebauten Stangen. Bei langen Resupply Carries habe ich es darum mit zwei Gummis unten an den Rucksack gemacht um genug Stauraum zu haben. Das ging mit dem DCF Packsack, in dem es kommt ganz gut.

    Die Handy- und Brillentaschen innen sind ne Katastrophe. Da fällt alles raus. Hab die umgenäht.

    Insgesamt ein sehr solides Zelt. Für das etwas höhere Gewicht bekommt man schon ordentlich was geboten, finde ich.

    Ich habe eine ältere Iniu 20.000mAh. Bei ungehemmtem Verbrauch mit Navi, Foto, Musik, Hörbuch, Telefonieren und so reicht mir das 5 Tage, lässt sich ohne weiteres auf 9 Tahe strecken. Was mir an der gefällt ist

    . Preis (30e vor 4 Jahren)

    . Gute, tatsächlich recht zuverlässige Anzeige in Prozent, wieviel noch drin ist

    . angenehme Form und Haptik wenn ich sie in der Footbox oder unter der Jacke habe.

    Doof finde ich

    . Könnte schneller laden (20W glaube ich)

    . Zwei kleinere wären besser: Redundanz, doppelt so schnelles Laden mit entsprechendem Ladegerät, weniger schleppen auf kurzen Touren.

    . Nicht die leichteste bei 340g