Beiträge von Kay

    Onkelchris Ich habe Ende August 2024 direkt an der Küste gecampt. Wenn man den Berg runterkommt sieht man schon mehrere Spots bei den Ruinen. Da gibt es einige. Nach den Ruinen bis kurz vor dem Camper Platz ist eher steile Küste. In der Not findet man vielleicht einen mehr oder weniger buckligen Biwakspot in der Nähe des Pfads. Ich hab allerdings nicht sehr weit gesehen wegen Nebel und Regen waagrecht. Auf dem Camperspot, da wo die Teerstraße südlich von Torrin anfängt kann man auch zelten. Sind vermutlich immer Auto Camper da. Nach Torrin am Meeresarm habe ich morgens einige Zelte stehen sehen. Ist halt direkt neben dem kleinen Teersträsschen. Ich war dann mit meiner Wahl gleich des ersten spots bei den Ruinen sehr zufrieden. Dort gibt es auch ein kleines Bächlein. Sind 9km von Broadford Busstation.

    Sobald ich etwas spüre "hot spot" oder Druckstelle: so schnell wie möglich Kinesiotape drüber. Das Tape und Mini Vic mit Schere habe ich immer ganz oben im Rucksack. So komme ich nicht in Versuchung das Thema zu ignorieren weil ich abgeneigt bin in meinem perfekt gepackten Rucksack kruschen zu müssen.

    Früher zur Bergstiefel- & Blasenzeit habe ich meist mit der Mini Vic Schere einen möglichst kleinen Schnitt gesetzt. Keine Desinfektionsroutine. Ging immer gut. Dann so Compeed Blasenpflaster drüber.

    Vielen lieben Dank für eure Ideen und Empfehlungen. Ich werde am Wochenende mir das alles genauer ansehen.

    Absolut ruhig muss es nicht sein. Ich war mal im Spessart oder Steigerwald (schon +15 Jahre her) da haben wir über zwei Tage fast dauernd die Autobahn gehört. Vielleicht war es nur Pech mit dem Wind, aber es hat halt alle leisen Naturgeräusche überdeckt. Blätterrascheln durch ein kleines Tier etc. Das hat mir nicht so viel Freude gemacht. Im Taubertal hatten wir ein Herbstwochenende lang andauernd Motorradlärm. Hatte ich auch letzten Herbst an einem Tag in den Vogesen. Wenn es geht, möchte ich so was vermeiden. Oder die Tage im Rheintal, so laut. Ich bin dann lieber in den Westerwald weitergereist. Und die Nacht in der Nähe vom Nürburgring ist auch nicht vergessen. Windräder, landwirtschaftliche Tätigkeiten oder Holzmaschinen machen mir wiederum gar nichts aus.

    Man ist halt schon seltsam gestrickt was das eigene Lärmempfinden angeht. ^^ Daher vielen Dank für eure Einschätzungen und Erfahrungen, das bekommt man halt nur hier in einem Forum. <3

    Ich kann dir von meinen Erfahrungen mit dem Xmid 1 ( Doublewall, Silpoly) berichten. Es erfüllt viele deiner Anforderungen, außer dem free standing. Freier Blick ohne Stange ist gegeben. Ich habe ein Solid inner, auch da kann ich raussehen, da das Solid sich nur auf den unteren Teil des Innenzelts bezieht. Ich schätze das solid inner weil es bodennahe Zugluft reduziert und ich das Außenzelt dafür nicht am Boden festtackern muss.

    Ein weiterer Nachteil ist der große Footprint/Fly Area von den Xmids. Ich bin in den Vogesen von Wissembourg bis Le Bonhomme gewandert und es hätte nur wenige Hütten gegeben, in denen das Xmid in voller Pracht gepasst hätte. Es gibt einen skinny pitch mit dem man die Absiden verkleinern kann. Und man könnte das Inner alleine aufstellen. Falls dir macgyvern nichts ausmacht, sollte es sich mit etwas extra Schnur im Gepäck und ein bisserl Steine suchen, gut bewerkstelligen lassen.

    Videotipp um die Dimensionen zu checken: Elli hikes auf YouTube, irgendein Video aus ihrer JoGLE Playlist ansehen. Sie teilt das Zelt sogar mit ihrem kleinen Hund und sie müsste in etwa deine Körpergröße haben.

    Und zum Schluss ein Screenshot von meiner Durston Übersicht. Vielleicht ist das für dich von Interesse. Alle Daten sind von seiner Website. Können veraltet oder fehlerhaft sein.

    Sehr schöne Gegend. Wie sah es mit der Lärmbelästigung durch Motorradfahrer aus? Ich war vor ein paar Jahren etwas südlicher an einem Wochenende unterwegs und fand den Lärm der aus den Tälern hochdringt teilweise als sehr störend.

    Ich habe gerade nochmal dein Essen angesehen. Ich finde 2400 kcal zu wenig für einen Tag in den Bergen mit ordentlich Höhenmeter und dann noch die Kälte. Ich würde mit min. 2600-2800 kcal rechnen. Ich komme mit einem Kalorien Defizit in den Bergen oder wenn es kalt ist nicht zurecht. Aber da ist natürlich jeder Jeck anders. Mir ist es wichtig ausreichend Essen dabei zu haben, da durch Mangel an Kohlenhydraten verursachte Müdigkeit, schlechtere neuromuskuläre Reaktion etc ein Sicherheitsrisiko darstellen. Szenario: Es ist kalt, man muss vom Berg runter. Dem Körper fehlen Kohlehydrate. Der Steig ist anspruchsvoll, verlangt saubere Tritte und meine Muskeln machen dicht oder meine Konzentration lässt nach? Nicht mein Wunsch Szenario. Oder man muss einen Tag schlechtes Wetter in einem Winterraum, Biwakhütte etc aussitzen. Eine extra Portion Essen oder eine Packung Fruchtleder sind für mich ein echter Moralbooster.

    Ich schau so genau hin, da ich für den Herbst 2026 eine im Umfang wahrscheinlich vergleichbare Tour im Piemont plane.

    Schöne schlanke Packliste!

    Kurz vorher sollte man das Wetter gut absehen können. Kaltfront im Anmarsch oder allgemein instabile Wetterlage: ich würde Spikes einpacken. Bei stabiler Hochdrucklage würde ich darauf verzichten und das "Risiko" auf mich nehmen ggf. absteigen und auf eine niedriger gelegene Route mit besseren Wegbedingungen zu wechseln. Daher noch der Tipp vorher dran denken offline Karten großräumig genug herunterzuladen.

    Mir wäre dein Schlafsetup zu kalt und zu riskant. Ich würde eine full size Xtherm und eine Halbkörper Evazote einpacken. 233er Apex wäre für mich vielleicht mit zwei Wärmflaschen und mit Puffy Pants machbar. Falls ihr in der Höhe übernachten wollt (und das ist doch der Charme solcher Routen) dann würde ich mit Temp unter Null rechnen plus Wind Chill plus sehr kalten Boden. Die Sonne kommt im September nicht mehr an alle geschützen Schlafplätze. Und an den weniger geschützten Plätzen ist es oft zugig und dann auch das Zelt ggf sehr laut. Warst du mit dem Plex auch in Island? So ein Zelt wäre für mich (sicherheitsorientierte Person) nicht meine erste Wahl im Herbst in den Alpen. Auch hier würde ich mich vielleicht an die Wettervorhersage kurz vorher orientieren. Die Evazote hilft dir eine Nacht mit ggf kaputter Matte zu überstehen, ist ein guter Temperatur Boost für die Xlite. Und du hast immer einen trockenen Platz zum hinsetzen untertags.

    Und noch eine Kleinigkeit: es ist kein Kabel bei der Elektronik aufgeführt?

    Mit etwas Wetter Glück wird das sicherlich eine super Herbstwanderung! Bin schon etwas neidisch. ^^

    Was ist denn so eine Gewichts-Hausnummer für ein sehr leichtes Drohen Setup? Drohne: 300g? Extra Powerbank: 150g Braucht man noch was?

    Ziel: vielfältigere Videos von Wanderungen für meine Eltern. Kein YouTube, kein Social, brauche auch nicht die beste Videoqualität. Das Ergebnis soll auf einem Fernseher ansehnlich aussehen.

    Bevor ich einen deep-dive in ein neues Hobby starte, möchte ich erstmal herausfinden, ob ich das Zeugs schleppen mag. Was wiegt euer Setup und wie groß ist das Volumen? Passt sowas in eine Bauchtasche ( fanny pack)?

    Danke schon mal!

    PS: ich habe mich schon mit Flugrestriktionen beschäftigt. Muss sich keiner mehr dazu in diesem Thread auslassen. 8)

    Jo, also vorweg mal, ich bin Laie, habe keinerlei medizinische Ausbildung. Und ganz wichtig, ich zweifel nicht deine Schmerz- und Körpererfahrung an. Niemand kennt deinen Körper so gut wie du. Du fragst nach Ideen und das finde ich auch einen guten Ansatz in deiner Situation und trage gerne bei.

    Ich denke, dass die Muskelverhärtung sonst wo herkommt. Tagesform, ein seltsamer Schritt, normale Anpassungsreaktion auf einen neuen Schuh oder Passform mit zwei Socken. Vielleicht ist es auch eine unbewusste Nervosität vor einer Wanderung. Ich selber habe regelmäßig die freakigsten Schmerzen kurz vor längeren Touren, die dann am Tag 1 plötzlich in Luft ausgelöst sind. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Sockenanzahl /- dicke bei gut passenden Stiefel dauerhaft Schaden auslöst.

    Ich hab einen neurologischen Defekt, der vor allem Schmerzen in den Extremitäten auslöst. Daher habe ich mich etwas in die Themen Schmerz und Nozizeption eingelesen. Daraus habe ich gelernt , dass nicht jeder Schmerz ein Schaden am Körper ist. Und aus persönlicher Erfahrung kommen und gehen muskuläre Triggerpunkte ohne dass ich ihnen bestimmte Auslöser zuweisen kann. Und daher kommt meine obige Einschätzung der Situation.

    Ich würde in dieser Situation versuchen noch mehrmals mit der neuen Kombi Kilometer zu machen. Wenn ich zurück denke an meine Hanwag Bergstiefelzeit, dann wurden die eher nach 200 km bequem. Wenn ich dann kurz vor dem Aufbruch Zweifel hätte, würde ich auf das alte System zurückspringen. Eine Sarektour ist nun mal eine andere Hausnummer als kurz mal den Heidschnuckenweg zu laufen.

    Ich wünsche dir alles Gute!

    Handschuhe: mir reichen bis tief in den Winter ganz dünne Handschuhe, ich glaube sie werden als Laufhandschuhe vermarktet. Tchibo hat so was regelmäßig, die Discounter und Decathlon sicher auch. Manche haben Smartphone Finger, wenn nicht schneide ich einen Schlitz auf Höhe des ersten Fingergelenks. Mein Lieblingspaar seit einem Jahr sind jedoch welche aus Liods besten Polypropylen. Robust genug für etwas Felskontakt, warm, auch bei Nässe und Wind (nicht winddicht!), schnell trocknend, super leicht. Aber ich empfinde sie auch nur eine Nuance besser als diese billig Laufhandschuhe.

    Hose: absolut die kurze Hose mitnehmen und dann Lagen. Die Herbstsonne auf den Waden ist mir eine besondere Wohltat. Mein Lagen: Windhose (schnell griffbereit), Regenhose und Leggings (für die kalten Tage). Alternativ, wenn es nicht so warm aussieht: eine leichte lange Hose, die sich gut krempeln lässt, Windhose, Regenhose.

    Was outdoorrama sagt. Ergänzend dazu, es kommt manchmal auch zu mehrtägigen Wetterlagen mit viel kalten Regen. Da ist es vielleicht gut einen Alternativplan parat zu haben. Oft ist das Wetter in Ost zu West Alpen oder nördlich - südlich vom Hauptkamm anders und man kann sich mit minimalen Aufwand in bessere Gebiete begeben. Ausrüstung: kurz vor der Abreise checken, ob eine Schlechtwetterfront mit Schnee auf deiner Wanderhöhe angesagt ist und dann Microspikes einpacken (Alternativ das Gebiet, die Höhenlage wechseln). Manchmal ist es nur der erwünschte Puderzucker auf den Gipfeln, aber es ist auch nicht gänzlich unwahrscheinlich, dass für mehrere Tage Schnee auf deinem Weg liegen. Genügend Wärmereserven mitnehmen. Nach Sonnenuntergang, im Schatten, nordseitig, bei Wind wird es schnell frostig. Also Handschuhe, Mütze oder gut sitzende Kapuze finde ich als Pflicht. Sonnencreme und Sonnenbrille nicht vergessen.

    Meine Erfahrungen basieren auf über einem Dutzend Herbsturlauben südlich des Alpenhauptkamms mit Tagestouren (und FeWo). Nur in den Dolomiten war ich noch nicht, weil überlaufen, aber in so gut wie allen benachbarten Gebirgszügen außen rum.