Beiträge von Patirou

    Tag 4 - Der Donau entlang
    Route
    Landau an der Isar-Eichendorf-Vilshofen an der Donau-Passau-Ö/D-Donauschleife-Kobling/Obermühl an der Donau (Fähre)-Hühnergeschrei (ja gibt es wirklich, Beweisfoto kommt)-Rohrbach
    137 km, 730 hm+, 560 hm-

    Dank eines frühen Frühstücks und dem packen am Vorabend ging es sehr früh los Richtung Passau. Statt weiter dem Isarweg zu folgen ging es dem Vilstal entlang. Wie an den Tagen davor war Nebel angesagt, der sich langsam lichtete. Die Sonne blieb leider weg. Die Landschaft war geprägt von Feldern, Bierbänken und Bierschauckeln. Bier war leider keins dabei.


    Felder bei Eichendorf


    Die Bierbank. Eine Bierschaukel gab es auch, bin aber zu schnell daran vorbeigeraucht für ein Foto. Nur, wo ist das Bier ?

    In Vilshofen erreichte ich die Donau. Ein recht mächtiger Fluss. Vor allem im Nachhinein, wo ich diesen im Schwarzwald sehe !

    Ab hier geht es flach und schnell die Donau entlang. Hin und wieder entfernt man sich ein bisschen, was ein paar Höhenmeter hergibt. Man überholt einige E-SUVs, aber es hat recht wenig Leute. Man merkt, dass man in der Nebensaison ist. Was auffällt : Gasthöfe ohne Ende. ich mache mir also keine Sorgen eine Unterkunft für die Nacht zu finden.

    Relativ rasch komme ich kurz nach Mittag in Passau an. Die Stadt erhebt sich majestätisch aus dem Wald mit Ihren weissen Gebäuden. Auch die Landschaft drum herum wird wilder. Vom flachen Tal ist es richtig eng geworden. Passau ist umgeben von bewaldeteten, steilen Hügeln. Kurz nach Passau geht es über die Grenze nach Österreich. Ein kleines Schild und eine Tankstelle markieren den Übergang.



    Impressionen von Passau


    Und schwupps, in Österreich.

    Ab hier wird es richtig ländlich bzw. abgeschieden. Das Donautal ist richtig steil, nur kleine Burgen säumen den Weg. Die Topographie hat die Grenze wohl gut genug geschützt im Mittelalter. An einem riesigen Staudamm für ein Laufkraftwerg kommt man auch noch vorbei. Was auffällt wenn man es mit dem Rhein vergleicht : überhaupt keine Frachtschifffahrt. Nur ein paar Flusskreuzfahrer. Auch Brücken gibt es keine. Ich komme an der Donauschleife an, hier gibt es ein paar Leute, jedoch ist diese doch von unten recht enttäuschend. Man sieht gar nicht wirklich, wie die Donau den Kringel macht. Die Luftbilder die man sonst so sieht haben ein bischen zu viel Erwartung geschührt.


    Kleine Burg über der Donau, knapp hinter der Grenze


    Boaaah Ey ! Das ist Ingenieursarbeit vom feinsten.


    Donauschleife ohne Drohne.

    Kurz hinter der Donauschleife verlasse ich die Donau. Mit einer kleinen Fähre setze ich auf die linke Seite über. Der Fährmann kontrolliert noch schnell die Angeln, dann geht es los. Ich bin der einzige Passagier.


    Blick auf Obermühl


    Velo auf Fähre.

    Auf der anderen Seite geht es nun das Mühltal hoch. Früher hat mal hier dei Papierindustrie geblüht, jetzt gibt es nur noch eine Sägewerk in Betrieb. Die verlassenen Papiermühlen bilden Ruinen, welche von der Natur wieder eingenommen werden. Das Bild ist radikal anders : vom gut ausgebauten Radweg der Donau entlang geht es eine kleine Landstrasse entlang. Die Gaststätten sind verschwunden, und die Menschen auch. Ein paar Autos fahren an mir vorbei. Die Dörfer sind klein, und man merkt, dass der Exodus stattfindet.


    Verlassene Papiermühle - vermutlich in den frühen 90ern verlassen


    hab ich doch gesagt ! Skandalös : kein einziges Huhn gesehen !


    Dorf am Ende des Tals

    In Rohrbach finde ich eine Gaststätte (die einzigste übrigens in einem ziemlich weiten Umkreis). Im engen Tal habe ich Mühe, einen geeigneten Campingspot zu finden der weit genug von der Strasse ist, und die Dunkelheit kommt schnell. Leider kann der Gasthof keine Küche mehr am Abend anbieten, da Sie keine Leute mehr finden. Auch das Städtchen selbst bietet nur wenige Optionen an und hat bis auf ein kleines Dorfzentrum nicht viel zu bieten.. Vieles ist geschlossen, ich habe die Wahl zwischen Kebab, Italiener oder Chinese. Es wird der Chinese der günstig ein Büffet anbietet. Wie ein wildgewordener Panda futtere ich mich durch Shrimps, Ente, Rind Süss-Sauer !

    Tag 3 - An München vorbei und die Isar hinunter
    Route
    Landsberg am Lech-Inning am Ammernsee-München-Freising-Landshut-Landau an der Isar
    189 km, 500 hm+, 690 hm-

    Früh ging es los, die Route war ein schneller Hügel am Anfang, und dann fast nur noch runter. Das Zelt wird noch halb feucht eingepackt, es nebelt stark und es gibt keine Chance das Zeug anständig zu trocknen. Der Nebel gibt aber der Route einen richtigen Flair.


    Fischerhütte am Ammernsee im Nebel.

    Gegen 10 Uhr komme ich dann in den Speckgürtel von München. Ein kurzer Stopp im Supermarkt um die Snacks aufzufrischen war nötig. Hier rächt sich ein bisschen meine saloppe Routenplanung. Ich kriege von der Stadt so gut wie nichts mit, da die Velorouten einen über die Ringstrassen leiten. Ich dachte ich könnte die Nymphenburg sehen, leider versperrt eine Mauer den Blick auf diese von der Parkseite. Durch den Olympiapark rausche ich Themengemäss im Windschatten eines Rennrad-Fahrers, der mir das an einer roten Ampel nach einem netten Plausch angeboten hat. Der konnte sich gar nicht ein vor Staunen wie wenig Gepäck ich dabei hatte. War die Einfahrt nach München hässlich über eine Ausfallstrasse, war die Ausfahrt jedoch recht schön. Nach dem Olympiapark am Englischen Garten vorbei und Schwupps, stand ich dann auch schon an der Isar. Ein Grossaufgebot der Polizei suchte etwas in Gummistiefeln und stecken, was ein bisschen surrealistisch war. Die Durchfahrt durch München dauerte richtig lang. Vom Ammernsee bis an die Isar habe ich knapp 3 Stunden gebraucht.

    Ab der Isar gleite ich dann über schöne Kieswege. Mal Breit, mal schmal. Ortschaften sieht man kaum, da diese immer ein bisschen Abseits sind. Wenn, dann sieht man Sie durch die Auenwälder.

    Blick auf Freising

    Eine Infotafel klärt mich dann auch auf wieso dem so ist. Die Isar war früer mindestens 5x so breit mit mehreren parallel laufenden Flussbetten, und wurde irgendwann in ein einziges hineingelegt. Als Hochwasserschutz dienen die neuen Freiflächen.

    Landshut ist die erste grössere Ortschaft, die man wirklich durchquert. Eingebettet mit Stauseen, ist das eine richtig schöne Stadt mit Flair. Viele Zugvögel sieht man an den Stauseen, und die Sonne ist jetzt auch wieder da, was es alles noch mal magischer macht.

    Stausee um Landshut, welches nun Vogelreservat ist.



    Impressionen von Landshut

    Kurz zögerte ich, ob ich die Nacht noch bleiben möchte. Ein kurzer Blick auf die Karte zeigt aber Landau als bessere Option, auch für den nächsten Tag. Daher ging es weiter.

    Auch hinter Landshut gab es einige Stauseen, und mit dem langsamen Sonnenuntergang gab es Fotomotive ohne Ende. Meine Smartphone Kamera hat zwar nicht alles eingefangen. Aber der Weg war ein echter Genuss.

    Einsetzender Sonnenuntergang bei Mamming inklusive Spiegelung.

    Langsam meldeten sich jedoch meine Beine und hintern mit der Anfrage ob ich noch alle Tassen im Schrank habe, diese so zu schinden. Rettung nahte mit der Ankunft in Laundau, wo es zu meiner Überraschung hoch hinauf ging. Übernachtet wurde in einem kleinen, günstigen, aber feinem Landhotel mit angeschlossenem Mexikaner.

    Die Chance wurde ergriffen, das Zelt sowie den Schlafsack durchzutrocknen.

    Tag 2 - Über die Hügel des Allgäus Richtung München
    Route
    Friedrichshafen-Kressbronn am Bodensee-Langnau-Wangen im Allgäu-Leutkirch im Allgäu-Memmingen-Türkheim-Landsberg am Lech
    165 km, 1'110 hm+, 870 hm-

    Wie erwartet gab es keinen Regen mehr und das Wetter hellte langsam auf. Es wehte ein leichter Föhn von Süden her. Erst dachte ich super, das wird ein sonniger Tag, aber je mehr ich in den Allgäu reinfuhr, desto mehr kam der Wind von Westen. Es blieb zwar trocken, aber bewölkt und Grau. Der Start war wieder langsam. Das packen der Taschen habe ich noch nicht so drauf und ich brauche knapp über eine Stunde bis ich nach dem aufwachen das Camp abgebrochen habe. Auch weil ich nicht sonderlich motiviert war, im dunkeln zu fahren. Den Bodensee liess ich kurz hinter Friedrichshafen hinter mir und fuhr ins Allgäu hinauf. Es ging über asphaltierte Landstrassen, die jedoch einspurig und wenig befahren waren. Die Route war schön, hügelig und anstrengend, aber abwechslungsreich durch Wälder, Täler, und Weiden sowie kleinen Städtchen.


    Letzter Blick Richtung Bodensee - es klart auf durch den Föhn


    Leider nicht in die Richtung wo ich fahre. See Nähe Kressbronn am Bodensee.


    Kleine Kirche in Wangen im Allgäu. Sehr markant sind fast alle Kirchen in den Dörfern von einer Art Stadtmauer eingezäunt

    Erst hinter Wangen, klart es ein wenig auf und die Sonne kommt so richtig zum Vorschein. Leider nur kurz. Ich spüre, dass ich nicht genug esse, habe aber keine grosse Lust. Eigentlich wollte ich in einen Biergarten - aber Skandal ! alles zu ! Da fährt man durch das ganze Allgäu ohne Möglichkeit auf eine Einkehr !


    Pause bei ein wenig Sonnenschein Nahe Kisslegg


    Höchster Punkt der Route im Allgäu bei Leutkirch

    Ab Memmingen wurde es dann auch richtig Mühsam. Der Zuckermangel macht sich richtig bemerkbar. Bei Landsberg am Lech finde ich einen Campingplatz der was bietet. Die Stadt ist auch schön, leider keine Fotos weil ich zu spät ankomme. Der Campingplatz ist ein bisschen abseits der Route, und hier merke ich den Nachteil, mit der Garmin Uhr zu navigieren. Schnell mal Route anpassen ist nicht. Die Vorteile überwiegen aber klar.

    Am Campingplatz verdrücke ich dann einen Heringssalat Russischer Art (anscheinend sind die Pächter von dort) sowie ein Riesenschnitzel. Das tat dann richtig gut !

    Anscheinend nutzen ein paar den Campingplatz als Wohnsitz, sehr früh gingen die ersten raus zur Frühschicht. Die Idee, sich in der Nähe des Sanitärhäuschens niederzulassen war zwar am Abend schön praktisch, bedeutete aber relativ viel Verkehr schon ab 4 Uhr morgens. Na ja, dann startet man halt früh Richtung München.

    Tag 1 - Ein regnerischer Start
    Route
    Brugg AG-Zurzipass-Bad Zurzach/Rheinheim (CH/D)-Erzingen(D/CH)-Schaffhausen-Thayingen/Ebringen (CH/D)-Singen-Ludwigshafen-Überlingen-Meersburg-Friedrichshafen
    141 km, 1'070 hm+, 1'000 hm-

    Eigentlich wollte ich früh los, daraus wurde leider nichts. Am Abend davor hatte ich noch eine Atemschutz-Feuerwehrübung im Brandcontainer (war richtig cool !), die mich einerseits ziemlich geschlaucht hat, andererseits auch nicht für einen erholsamen Schlaf gesorgt hat (zu aufregend). Auch der Job hat mich die Tage richtig gestresst, dass ich gar nicht so richtig in Stimmung kam. Dazu noch der trommelnde Regen auf den Fensterscheiben, und ich kam einfach nicht in die Hufe. Gegen 8 war endlich alles gepackt, mein Hintern auf dem Sattel, der Frau Auf Wiedersehen gesagt und los ging es Richtung Deutschland, einen Weg den ich inzwischen fast auswendig kenne.

    Der Regen war nicht mehr ganz so fies, dafür nebelte es und es war feucht. Langsam war ich dann so in meinem Rythmus und es kam nun richtig Vorfreude auf das grosse Abenteur auf. Der erste Pass kam dann auch schon (also ein kleiner Pässli - nix spektakuläres) und zack war ich an der deutschen Grenze. Beim hochfahren habe ich das Mehrgepäck schon gespürt, aber ich kam gut voran.


    Der Zurzipass im Nebel.

    Die Rheinquerung hinter mich gelassen ging es nicht am Rhein lang zum Bodensee, sondern erst an der Küssaburg vorbei in ein Paralleltal Richtung Schaffhausen. Erst relativ flach, wurde es um Schaffhausen, und insbesondere danach, recht hügelig. Hinter Thayngen mühte ich mich richtig ab. Erst kurz vor Ankunft sah ich zum ersten Mal den Bodensee. Erst weit weniger spektakulär als in meinen Erinnerungen, dies aber weil ich am kleineren Untersee angekommen bin, und auch relativ viel Bebauung da war.


    Über ein Seitental Richtung Schaffhausen - es nebelt immer noch.


    Kurzer Blick in die Altstadt Schaffhausen


    Es hügelt um Schaffhausen


    Endlich freie Sicht über den Bodensee, hinter mir eine kleine Klosterkirche.

    Durch die kleinen und schönen Städtchen am Bodensee ging es dann weiter. Meersburg hat mich beeindruckt, die Burg hoch oben auf dem Fels, die Weinreben über den Hang. Leider war es ein bisschen überlaufen. In Friedrichshafen habe ich den Tag dann beendet. Die Möglichkeit, am nächsten Tag noch mal Flach zu starten, bevor es hoch ins Allgäu geht hat mich überzeugt. Am Campingplatz bin ich untergekommen (relativ teuer) und am Bodensee mit Aussicht meine Wraps ausgepackt. Der Sonnenuntergang deutete darauf hin, dass die Wolken sich verziehen und es morgen trocken sein wird, was auch eingetroffen ist.

    Sonnenuntergang in Friedrichshafen

    Allen in allem eine schöne Etappe. Wenig spektakulär, im nachhinein ein schöner Start in die Tour.

    Hallo zusammen

    Die Route
    wie in einem anderen Thread angekündigt, habe ich diesmal einen Kurztrip in östlichere Gebiete unternommen. Die Route führte von meinem Heimatort Brugg AG in der Schweiz über den Bodensee und Allgäu nach München, von dort die Isar und die Donau hinab bis nach Passau, wo ich kurz nach der Österreichischen Grenze von der Donau abbog und dann über den Böhmerwald an die Moldau gelangte. Von dort bis nach Prag und der Elbe lang bis Dresden. Meine Cousine in Leipzig besucht, wo ich dann auch einen Zero eingelegt habe, und dann einen kurzen Abstecher der Saale lang nach Weimar, wo Trinolho mich netterweise eingeladen hatte. Volle Dampf Südwest geht es dann über den Thüringer Wald, den Frankenwald, und das LSG Fränkische Schweiz (hey jetzt mal ehrlich, wieso muss gefühlt jedes 2. Mittelgebirge den Zusatz "Schweiz" bekommen ?) und Entlang des Main-Donau Kanals Richtung Nürnberg, die ich im Westen umfahre. Dann den Geopark Ries überquert und somit zurück an der Donau. Über Tuttlingen-Blumberg zurück in den Schwarzwald und dann der Wutach lang zurück zur Grenze, von wo es nur noch 20 km bis nach Hause in Brugg sind. Insgesamt waren es knapp über 2000 km, wovon ich ein kurzes Stück mit dem Zug zurückgelegt habe, da es zwischen Dresden und Leipzig dunkel wurde und ich nicht um Mitternacht ankommen wollte (siehe Tagesbericht)

    Die Tour habe ich knapp zwei Wochen vor Start über Komoot "hingerotzt", dass heisst ich musste Urlaubstage nehmen und schnell mal was an einem Abend planen. Dadurch ist eventuell nicht alles so optimal und mit mehr Zeit hätte man vielleicht schönere Routen wählen können. Das ganze habe ich in 13.5 Tagen gemacht. Diesmal war der Asphaltteil höher als bei meinen sonstigen Touren, da ich versucht habe, mich an den Flusssystemen zu orientieren. Ein paar längere Teilstücke ging es an Bundesstrassen lang, wobei es immer schön auf einem abgegrenzten Radweg war (ausser einmal, wo ich aber mit 80 km/h eher auf die Autos aufgeschlossen habe als dass ich überholt wurde). An Landstrassen waren es meist wenig befahrene Einspurige in den Mittelgebirgen, oder auch meist abgetrennt. Der Verkehr war somit kein Problem, ich habe aber nicht immer den schönsten Weg gefunden (nehme ich jetzt mal an). Für die kurze Planungszeit habe ich für mich eine schöne Reise hingekriegt. Einzige Schwierigkeit : manche Baustelle ist für Velofahrer nicht ausgeschildert, wo man jetzt eigentlich lang kann und hat zu ein paar Versuchen geführt.


    Die Route, zwischen Riesa und Leipzig den Zug genommen. Das .gpx hier mit Tagesetappen:
    Brugg-München-Passau-Prag-Dresden-Leipzig-Brugg.zip

    Übernachtungen waren nicht geplant - alles spontan. Das hat leider zu oft dazu geführt dass ich abends in Gegenden ankam, wo Zelten nicht so geil war (Nähe Bundesstrasse, direkt am Fahrradhighway am Fluss, intensiver Ackerbau etc.) Deshalb habe ich mich öfters als gewollt in Landgaststätten zurückgezogen.

    Auch dass die Nächte immer länger werden habe ich unterschätzt und haben die Tagespensen eher verkleinert.

    Daten
    vom 27.09. bis 11.10.2025

    Material
    Fast identisch zu meiner D-Querung die Ihr noch im alten Forum hier findet. Das Velo ist das Decathlon Riverside Touring 920, was super funktioniert. Diesmal mit 2.1" Reifen (hinten noch den Smart Sam, den ich bei der D-Querung Notgedrungen draufbauen musste, vorne den Vittoria Mezcal). Der Smart Sam ist durch, ich werde diesen demnächst auch durch den Vittoria Mezcal ersetzten, der funktioniert super, aber wieder in 2.25". Ist einfach komfortabler und scheiss auf die Aerodynamik. Der alte geht nach hinten, der neue wird dann vorne draufgezogen.

    Grössere Änderungen:

    Navigiert wurde diesmal mit der Garmin Fenix 8. Hat super funktioniert. Braucht ca. 25% Strom am Tag und ich habe noch nicht alles ausgeschöpft um Strom zu sparen. Für mich mehr als akzeptabel. In der Kombination mit dem Dynamo bin ich somit Stromautark.

    Hinten habe ich jetzt den Tailfin Aeropack- teure Sache aber funktioniert suuuuuuper ! Da bewegt sich nichts, und die Möglichkeit auf der ganzen Länge nach oben zu öffnen, ist einfach super. Innerhalb 10 Sekunden abgebaut, und transportierbar um ins Hotelzimmer zu kommen oder im Zelt zu verstauen.

    Das Zelt ist neuerdings das Middus 1P ohne Inner. Super leicht, lässt sich einfach stramm aufbauen. Nur das mit der Schnalle unten am Reisverschluss habe ich noch nicht ganz raus, wozu die nun genau da ist und wie man Sie nutzen soll. Die mitgeliferte Carbonstange hält was Sie verspricht. Spannend : Sie passt sowohl in den Aeropack sowie in die Rahmentasche.

    Als Unterlage habe ich diesmal spontan eine aufblasbare genommen, da ich die Schaumstoff einfach nicht untergekriegt habe. Es war die Therma-Rest Xlite Woman meiner Frau. hält warm, aber in Kombi mit einem 1P Zelt ist eine Schaumstoff einfach viel praktischer. Vor allem sich mal draufsetzen oder so war ich immer sehr zögerlich. Ich muss einen Weg finden, eine Schaumstoff ans Velo zu kriegen. Nächster Versuch: Die Akkordeon auf Torso Länge zurechtschneiden und dann eine Exped Doublemat o.ä. in ganzer Länge.

    Statt der Yakwolldecke ist es diesmal der normale Quilt geworden. Viel zu warm (-6°C), aber ich habe nichts anderes. Auch bei Frost war ich deutlich zu warm und musste ein bisschen Zug schaffen. Die Yakwolldecke wäre sicher nicht genug gewesen.


    Kleidung ist im Grunde gleichgeblieben. Habe noch die lange Unterhose (Merino Decathlon) und das Puffy (Haglöfs Less is more) zusätzlich mitgenommen. Habe ich auch beides gebraucht.


    Zusammengepackt sah das alles so aus:

    Poser Bike am Vodni Nádrz Lipno, Böhmischer Wald, Tschechien


    Was hat nicht so funktioniert:
    Wie schon angesprochen die Luftmatte. Schaummatte ist für mich einfach besser und praktischer. Man muss nicht acht geben. Ausklappen und hinlegen und zack, parat für die Nacht.

    Die Hinterradfelge ist gerissen. Ist eine bekannte Schwachstelle beim Velo. Werde mir neue Laufräder kaufen. Wollte sowieso ein Upgrade machen und ich habe das Velo bis nach Hause gebracht.

    Jo, nicht so schön

    Die Radlerhose war komplett durch und es hat gewolft. Eine neue in Weimar gekauft und zack, war alles viel besser. Habe einiges an Nivea und Antireibungscreme gebraucht. Hätte ich von Anfang an eine geeignete Hose gehabt, wäre das wahrscheinlich kein Problem gewesen.

    Ihre Arbeit ist getan. Ruhe in Frieden.


    Sonst noch so zu berichten:
    Ich habe gegessen wie eine Sau, trotzdem knapp 4kg über die 2 Wochen abgenommen. Insgesamt hatte ich Schwierigkeiten soviel zu essen wie ich gebraucht hätte. Gegen Ende des Tages wurde es immer schwieriger, vor allem Bergauf. Da muss ich mir noch mal überlegen, wie ich das besser hinkriege.


    So und jetzt zu den Tagesberichten.

    Vaseline eingeriebene Baumwollbällchen als Feuerstarter dabei.

    Kann ich bestätigen, funktioniert super und kaum günstiger/leichter hinzukriegen. Wichtig : ohne Vaseline brennt Baumwolle zu schnell, als dass es als Feuerstarter herhalten kann. Statt Vaseline kann man auch Paraffinwachs benutzen, ist teurer schmiert aber weniger als Vaseline.

    Woran liegt das? Ist outdooractive eher in den Alpen stark?

    Das liegt am Darstellungsmodell.

    Je nachdem worauf der Anbieter seinen Fokus legt, passt er das Darstellungsmodell an.

    Beispiel:
    Gewisse Features werden erst ab einem anderen Massstab angezeigt.
    Manche Features gar nicht oder anders.

    Das entscheidet der Hersteller der Kart ab den Rohdaten.


    EDIT: ich bin jetzt davon ausgegangen, dass alles auf OSM Daten beruht.

    Auch mit Ölen unterwegs. Dabei nur ganz wenig benutzen (1 kleiner Tropfen pro Rolle - nach einer Nacht wieder durch Tuch ziehen)


    Was ich noch nicht so drauf habe : wie mache ich das unterwegs ? Kettenreiniger habe ich nicht dabei, dass heisst meistens Überöl ich einfach wieder nach ca. 1 Woche (solange es eher trocken bleibt - sonst nochmal mit dem Tuch die Kette abwischen und sofort überölen). Soll man eigentlich nicht machen, aber Spüli, Kettenreiniger und Zahnbürste mitnehmen würde mich anscheissen.


    Wichtig : Neue Kette tue ich immer sofort entfetten. Da ist soviel dran, da verklebt alles sofort mit Dreck.

    Die Meldepflicht ist in Österreich (auch in D) ziemlich normal und ist der Grund warum man immer seinen Ausweis vorzeigen muss, der gerne auch kopiert wird.

    (§14 Meldegesetz Österreich, in Deutschland §29 BMG)

    Ich finds immer lustig welche "ausländischen" Überwachungspraktiken immer einen Aufschrei hervorrufen die hier völlig alltäglich sind. An der Grenze die Lücken zu kontrollieren, geht warsch Datenschutztechnisch nicht... 😉

    Es gibt schon einen kleinen Unterschied. Man muss als Ausländer nicht Lückenlos nachweisen können, wo man war. Ein Hotel muss aber nachweisen können, wenn ein Gast übernachtet hat.
    Wenn du irgendwo zeltest oder bei Freunden übernachtest wird hier keiner das beanstanden - dort schon. Die Meldung geht meines Wissens auch nicht automatisch, an die Behörden, sondern nur auf Nachfrage. Korrektur: Hotelgäste werden vom Hotel an den Staat automatisch weitergemeldet. Wobei in DE der Staat wahrscheinlich nichts mit der Informationsflut anfangen kann, so wie der digitalisiert/föderalisiert ist (im Gegensatz zu China).
    Privatbesuche müssen in der Regel erst nach 2/3 Monaten Aufenthalt gemeldet werden.

    Und noch ein Audiobeitrag zum Mangel im Ehrenamt der Sportvereine.

    In der Schweiz hat man es oftmals so gelöst, dass Leute mit Funktionen einen Obulus bekommen - so als Wertschätzung.

    Beispiel Freiwillige Feuerwehr (kenne ich jetzt am Besten): pro Übungsstunde 20 CHF, pro Einsatz 50 CHF/h. Bezahlt über Stadt, Gebäudeversicherung und je nach Einsatz auch den verantwortlichen (oder dessen jeweilige Versicherung). Bevor sich die Leute über die hohen Beträge wundern : es ist die Schweiz, das ist weit unter Minimallohn, aber trotzdem am Ende auch Ausdruck von Wertschätzung. Fürs Geld macht man es nicht (dafür ist es zu wenig), aber man freut sich doch wenn es Anfang des Jahres ausbezahlt wird.

    Auch im Rugby-Verein bekommt der Trainer/Präsident etc. eine Unkostenpauschale - bezahlt über den Vereinsbeitrag. Damit konnten wir langfristig Personen sichern, die Bock auf den Job hatten und auch die unangenehmeren Seiten des Vereinslebens (immer die gleichen Nörgler, das Feilschen mit der Verwaltung/Platzwart etc.) voll angegangen sind. Wenn der Verein von einem nur fordert aber nichts zurückgibt, dann ist halt irgendwann der Tank leer. Über die Höhe kann ich jetzt nicht Auskunft geben.

    Habe den Kumo, dadrunter schwitzt man halt schon wenn es draussen entsprechend warm ist (wie bei jedem eng anliegenden Rucksack). Für Tagestouren ist er eigentlich schon zu gross, dann eher den Murmur, bzw, den schon erwähnten Cima ?


    Der Kumo ist mein Standardpack für längere Touren ohne grosse Ansprüche und ich schaffe da bis zu 3-4 Tage Essens-Autonomie und -6°C Quilt.

    Hallo zusammen,

    dieses Wochenende starte ich meine neue Tour. Da ich diesmal ein bisschen anders unterwegs bin (viel am Fluss entlang und dadurch mehr städtiche Umgebung) und das Wetter eher ins regnerische umschlägt, wäre ich eventuell froh über ein paar Trailangels wo ich mich trocknen könnte ? So im Stil von onenitetent ? Zelt habe ich dabei und könnte im Garten aufstellen.

    Die Route führt von meinem Heimatort (Brugg AG), über folgende Ortschaften ganz Grob (es sind keine Stopps, nur wo ich durchfahre)
    Brugg AG -> Rhein hoch
    Bodensee -> Sprung zur Isar
    München -> Isar runter bis Donau
    Passau von da an Sprung über die Moldau
    Prag -> Elbe runter
    Dresden
    Leipzig von da an Querfeldein über Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale
    Fürth -> Donau/Main Kanal und dann Donau hoch
    Ulm -> weiter die Donau hoch bis Sprung zu Wutach, und dann runter zum Rhein
    Brugg AG


    Die komplette Route ist hier einsehbar:
    Route

    Ziel ist es, dass ich bis 04.10./05.10 in Leipzig bin (da habe ich Unterbringung), alles andere steht noch in den Sternen und ist eher spontan. Es wird einfach losgeradelt.
    Es darf natürlich das Material was ich dabei habe angeschaut werden 8o

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