Tag 4 - Der Donau entlang
Route
Landau an der Isar-Eichendorf-Vilshofen an der Donau-Passau-Ö/D-Donauschleife-Kobling/Obermühl an der Donau (Fähre)-Hühnergeschrei (ja gibt es wirklich, Beweisfoto kommt)-Rohrbach
137 km, 730 hm+, 560 hm-
Dank eines frühen Frühstücks und dem packen am Vorabend ging es sehr früh los Richtung Passau. Statt weiter dem Isarweg zu folgen ging es dem Vilstal entlang. Wie an den Tagen davor war Nebel angesagt, der sich langsam lichtete. Die Sonne blieb leider weg. Die Landschaft war geprägt von Feldern, Bierbänken und Bierschauckeln. Bier war leider keins dabei.
Die Bierbank. Eine Bierschaukel gab es auch, bin aber zu schnell daran vorbeigeraucht für ein Foto. Nur, wo ist das Bier ?
In Vilshofen erreichte ich die Donau. Ein recht mächtiger Fluss. Vor allem im Nachhinein, wo ich diesen im Schwarzwald sehe !
Ab hier geht es flach und schnell die Donau entlang. Hin und wieder entfernt man sich ein bisschen, was ein paar Höhenmeter hergibt. Man überholt einige E-SUVs, aber es hat recht wenig Leute. Man merkt, dass man in der Nebensaison ist. Was auffällt : Gasthöfe ohne Ende. ich mache mir also keine Sorgen eine Unterkunft für die Nacht zu finden.
Relativ rasch komme ich kurz nach Mittag in Passau an. Die Stadt erhebt sich majestätisch aus dem Wald mit Ihren weissen Gebäuden. Auch die Landschaft drum herum wird wilder. Vom flachen Tal ist es richtig eng geworden. Passau ist umgeben von bewaldeteten, steilen Hügeln. Kurz nach Passau geht es über die Grenze nach Österreich. Ein kleines Schild und eine Tankstelle markieren den Übergang.
Ab hier wird es richtig ländlich bzw. abgeschieden. Das Donautal ist richtig steil, nur kleine Burgen säumen den Weg. Die Topographie hat die Grenze wohl gut genug geschützt im Mittelalter. An einem riesigen Staudamm für ein Laufkraftwerg kommt man auch noch vorbei. Was auffällt wenn man es mit dem Rhein vergleicht : überhaupt keine Frachtschifffahrt. Nur ein paar Flusskreuzfahrer. Auch Brücken gibt es keine. Ich komme an der Donauschleife an, hier gibt es ein paar Leute, jedoch ist diese doch von unten recht enttäuschend. Man sieht gar nicht wirklich, wie die Donau den Kringel macht. Die Luftbilder die man sonst so sieht haben ein bischen zu viel Erwartung geschührt.
Kleine Burg über der Donau, knapp hinter der Grenze
Boaaah Ey ! Das ist Ingenieursarbeit vom feinsten.
Kurz hinter der Donauschleife verlasse ich die Donau. Mit einer kleinen Fähre setze ich auf die linke Seite über. Der Fährmann kontrolliert noch schnell die Angeln, dann geht es los. Ich bin der einzige Passagier.
Auf der anderen Seite geht es nun das Mühltal hoch. Früher hat mal hier dei Papierindustrie geblüht, jetzt gibt es nur noch eine Sägewerk in Betrieb. Die verlassenen Papiermühlen bilden Ruinen, welche von der Natur wieder eingenommen werden. Das Bild ist radikal anders : vom gut ausgebauten Radweg der Donau entlang geht es eine kleine Landstrasse entlang. Die Gaststätten sind verschwunden, und die Menschen auch. Ein paar Autos fahren an mir vorbei. Die Dörfer sind klein, und man merkt, dass der Exodus stattfindet.
Verlassene Papiermühle - vermutlich in den frühen 90ern verlassen
hab ich doch gesagt ! Skandalös : kein einziges Huhn gesehen !
In Rohrbach finde ich eine Gaststätte (die einzigste übrigens in einem ziemlich weiten Umkreis). Im engen Tal habe ich Mühe, einen geeigneten Campingspot zu finden der weit genug von der Strasse ist, und die Dunkelheit kommt schnell. Leider kann der Gasthof keine Küche mehr am Abend anbieten, da Sie keine Leute mehr finden. Auch das Städtchen selbst bietet nur wenige Optionen an und hat bis auf ein kleines Dorfzentrum nicht viel zu bieten.. Vieles ist geschlossen, ich habe die Wahl zwischen Kebab, Italiener oder Chinese. Es wird der Chinese der günstig ein Büffet anbietet. Wie ein wildgewordener Panda futtere ich mich durch Shrimps, Ente, Rind Süss-Sauer !