Werden die Stangenenden links und rechts vom Eingang mit Heringen fixiert? Sonst würde die Kuppel ja die "Grätsche machen".
Ja, genau, deswegen oben die Aussage, fass man mindestens zwei Heringe braucht.
Werden die Stangenenden links und rechts vom Eingang mit Heringen fixiert? Sonst würde die Kuppel ja die "Grätsche machen".
Ja, genau, deswegen oben die Aussage, fass man mindestens zwei Heringe braucht.
Blöde praktische Frage : taut es den Boden im Zelt denn nicht auf und verwandelt diesen in eine Sumpflandschaft ? Oder ist das nur minimal ganz lokal um den Ofen rum ?
Das kommt sicher immer darauf an. Wir haben zuerst den Boden weitgehend von Schnee befreit, nach etlichen Stunden Ofenbetrieb war der Zeltboden dann knuspertrocken. Brandenburg hat aber auch trockene Böden und wenig Sumpflandschaften, außer in Niederungen.
Ich sehe bei den Bildern des Innenraumes unten keine Strippen um die Stangen zusammen zu halten. Das Gestänge wird ja sicher als erstes aufgebaut und dann das Fly drüber gezogen?
Gut beobachtet! Nein, es gibt keine Schnüre am Boden, in denen garantiert jemand hängen bleiben würde, aber auch keine Gestängekanäle. Die Stangen werden durch jeweils 4 Schlaufen und eine Zentralschlaufe im First gefädelt, dann an einer Seite eingesteckt - und dann ist es gut, wenn man zu dritt ist, um das jeweils andere Stangenende in die Öse einzusetzen. Der Aufbau ist nicht völlig entspannt, weil man unter dem Zelt einfädeln muss, aber so schien es mir doch am praktikabelsten, weil die Bodenschnüre vermieden werden.
Prima, wenn der Ofen nur nicht son Brocken wäre.
Mein Ofen wiegt nur 1500 g, meine Mitcamper hatten mehr Gepäck dabei als ich mit Zelt, Ofen und Schaufel.
Welches Material hast Du verwendet?
Ich habe das von dir empfohlene Silnylon von esvocamping genommen. Das hat sicherlich eine gute Qualität, ist aber (anders als angegeben) genauso schwer wie das 40-den Silnylon von Extex und doppelt so teuer. Würde ich also nicht mehr nehmen. Aber so macht man seine Erfahrungen.
Zur Frage der Stabilität kann ich nicht viel mehr sagen, als dass es in der windstillen Nacht ohne jede Abspannung funktioniert hat. Als ich es erstmals im Garten aufgebaut habe, war es aber sehr böig. Mit den Abspannungen nach außen hat das super gehalten und wird sicher auch in Zukunft halten. Für mich sind Zelte, in denen ich zum Umkleiden nicht stehen kann, nichts mehr.
Pläne für ein neues Ofenzelt beschäftigen mich - wie einige hier wissen - schon seit Längerem. Das "alte" große Ofenzelt tut seit sieben Jahren seinen Dienst, hat uns in vielen kalten Nächten ein heimeliges Beisammensein ermöglicht - und wird auch weiterhin genutzt werden. Trotzdem haben mich etliche Punkte daran gestört:
- für die große rechteckige Grundfläche ließ sich oft kein ebener Platz finden, was dazu führte, dass das Zelt irgendwie windschief stand und einige Insassen hinten in der Ecke kaum Kopffreiheit hatten. Das sah dann manchmal so aus:
- wir waren immer darauf angewiesen, Aufstellstangen zu finden, weil das Zelt kein Gestänge hat.
- die zwingend nötigen Abspannschnüre sind sehr oft auch Stolperfallen (und haben bislang zum Verlust von etwa 20 Heringen geführt).
- Die Hauszeltform ist nicht die ideale Gestalt, wenn es darum geht, mit möglichst wenig Stoff einen Innenraum zu umschließen.
Dafür braucht es idealer Weise eine Halbkugel - und genau daran habe ich mich beim neuen Ofenzelt auch orientiert. In der Weihnachtszeit habe ich mit drei Gestängebögen im Wohnzimmer experimentiert und von diesem aufgebauten Modell die Flächenmaße abgenommen - wie ich das auch bei meinem DCF-Kuppelzelt gemacht habe. Meiner Ansicht nach ist das der einzige Weg, wie man zu einer perfekt passenden Form des Flys für das entsprechende Gestänge kommt.
Und so sieht das Ganze dann aus:
Das Zelt ist 1,86 m hoch, damit ich drin stehen kann, das Sechseck hat eine Seitenlänge von 1,45, die lange Diagonale misst 2,90 m, die kurze Diagonale 2,50 m. Zum Aufstellen sind neben den drei Stangen von 5,14 m nur die beiden Heringe am Eingang nötig. Damit ist das Zelt stolperfrei zu begehen, im Bedarfsfall kann man aber auch alle sechs Ecken abspannen und darüber hinaus noch Verankerungen bei Wind anbringen.
Innen ist Platz für maximal sechs Leute.
Oben ist ein hitzefester Durchlass für den Schornstein eingearbeitet. Das Fly wiegt etwas über 800 g - genausoviel wie die drei Stangen. Und damit komme ich zur
Einweihungstour,
auf die mich an diesem Wochenende vier Leute begleitet haben.
Wir entschieden uns wie schon öfter für einen See südlich von Berlin, bei den aktuellen Wetterbedingungen sieht es dort gerade aus wie in Brandenburgisch Kanada.
Und es ist dort nichts los - außer Tierspuren und ganz wenigen Spaziergängern.
Wir entschieden uns für eine (schon erprobte) Stelle ganz nah am See und befreiten den Platz vom Schnee.
Kurze Zeit später waren Zelt und Ofen aufgebaut. Erste Erfahrung: Zu Mehreren handhaben sich die drei Stangen viel leichter als allein.
Die Hängematte war auch schnell aufgebaut. Auf ein Tarp habe ich verzichtet, weil keinerlei Wind und Niederschlag angesagt war.
Danach konnte ich der Versuchung nicht widerstehen, das Eis zu betreten - und siehe da, es hielt
! Ich hätte ein Königreich für meine Schlittschuhe gegeben, aber wir hatten ja andere Pläne.
Und so galt es, Holz zu machen und den Ofen anzuwerfen.
Zum Einbruch der Dämmerung entfaltete sich das erste Mal Wärme im Zelt - und wir stellten sofort fest, dass man in diesem Modell viel weniger Holz benötigt, weil der zentral positionierte Ofen die Kuppel maximal effektiv aufwärmt.
Hier noch ein Eindruck von der Szenerie bei Sonnenuntergang.
Im Verlauf des Abends musste die Tür häufig offen stehen, damit die Wärme trotz strammer Minusgrade auf ein erträgliches Maß herabgeregelt wird.
Wie man sieht, ist es um die Kopffreiheit im neuen Zelt ziemlich gut bestellt.
Ein echt neues Raumgefühl, obwohl im alten Zelt wahrscheinlich insgesamt mehr Leute unterkommen.
Am schönsten ist die Nacht aber, wenn der Ofen aus ist: Impression gegen 4 Uhr.
Am Morgen war man aber wieder sehr froh, der klirrenden Kälte (-7 Grad) in eine kleine warme Zelle entkommen zu können.
Danach hieß es abzubauen, was mit dem neuen Zelt nicht viel länger dauert als mit dem alten.
Die letzte Ofenglut wird fachgerecht entsorgt.
Und hier ist alles wieder eingepackt - ich freue mich auf kommende Unternehmungen!
Als jemand, der auch in die USA liefert, habe ich mich schon manchmal gefragt, was die neuen Trumpschen Zolltarife für meine US-Kunden wohl bedeuten mögen. Bislang war es so, dass die Amerikaner für ihre Europa-Importe keinen Cent zahlen mussten - während wir in Europa (wie regelmäßig auch hier im Forum thematisiert) bekanntlich Einfuhrumsatzsteuer und Zoll berappen müssen, wenn wir etwas importieren. Als ich kürzlich für 60 Dollar ein paar Kleinteile in den USA bestellte, schlug das hier inclusive "Auslagenpauschale" von DHL noch einmal mit 18,99 € zu Buche.
Kürzlich habe ich einen meiner Kunden darauf angesprochen, was sich in der letzten Zeit diesbezüglich bei ihm geändert hat - und erhielt folgende Antwort: "In my experience so far the "tariffs" from Trump haven't caused me to not receive any international packages or to pay any sort of tariff to the post office and I have ordered multiple packages from China and Europe since the tariffs were supposedly started."
Aus der Perspektive eines amerikanischen Otto-Normalverbrauchers haben die Trumpschen Zölle also anscheinend überhaupt keine Auswirkungen auf private Importe. Mit allerdings einer Ausnahme: die hiesigen Versender haben die Trumpsche Zollpolitik zum Anlass genommen, richtig Kasse zu machen. Konkret bedeutet das, dass ich seit dem Sommer nur noch per DHL Express in die USA liefern kann. Für ein versichertes Päckchen bis 1 kg fallen dafür astronomische 76,20 € an. Dafür ist die Sendung dann zwar innerhalb von drei Tagen in Seattle, aber es scheint ganz so zu sein, dass etliche Profiteure der Trumpschen Politik hier in Europa sitzen.
Was ich in dem Artikel interessant finde, ist folgendes Zitat: „Im direkten Vergleich erzielen synthetische Polyesterfüllungen zwar niedrigere Tierwohlbelastungen, weisen aber doppelt so hohe Treibhauspotenziale auf, wenn End-of-Life-Szenarien unberücksichtigt bleiben.“
Wenn man am Ende der Nutzung ein sortenreines Recycling hinbekäme (was freilich schwierig zu machen ist), wäre die Bilanz der Daune noch besser.
🤔 Frage: Wo bekomme ich ul-Reißverschlüsse?
In jedem Kurzwarengeschäft, Extremtextil würde ich nicht empfehlen, dort sind Reißverschlüsse überteuert.
Ein Gedanke zur Öffnung oben - dass so die neugierige Blicke immernoch einsehbar ist, dass ein Rad - und ggf. ein teures ist, könnte man durch etwas offene Überlappung, durch die man hindurch greift unterbinden,
Deswegen habe ich meine Tasche mit Reißverschluss ausgestattet. Da ist dann alles zu und sauber verpackt.
Was mir bei meiner Lösung gefällt, ist, dass nur die Räder demontiert werden, was in 5 Minuten erledigt ist.
Mein Cover wiegt mit allen Gurten und Klettverschlüssen etwa 130 g.
Bei mir ist die Hängematte der Luxusgegenstand. Seitdem fühlt sich - vor allem mit Blick auf die nächste Nacht - das ganze UL-Trekking wie Luxus an. Und weil bei der Cross Hammock das Kopfteil verstellbar ist, braucht man auch kein Kissen. Aber ein Stuhl (Chair Zero von Helinox) muss natürlich auch noch mit.
Hast du in letzter Zeit nochmal in dem Shop bestellt?
Meine letzte Bestellung unter obigem Link ist ein Jahr her. Diese 95%ige Daune gibt es jetzt immer noch für knapp 40€ (200g). Verarbeitet habe ich sie noch nicht.
Ganz allgemein kann man sagen: Garn von Gütermann, Nadeln von Schmetz. Für deine Zwecke sollten 120er Allesnähergarn und 80er Microtexnadeln gut passen. Meine Hängematten und den kürzlichen Trocki habe ich mit 80er Garn genäht, weil die Nähte etwas mehr aushalten sollen. Aber es wäre auch mit 120er Garn möglich gewesen. Grundsätzlich: Garn wird mit höherer Zahl dünner, Nadeln werden mit steigender Zahl dicker. Wenn ich möglichst kleine Löcher haben will, nehme ich (z.B. für 7 oder 10den-Stoffe) 60er Microtexnadeln. Jeansstoff nähe ich mit 30er Garn und 100er Nadeln.
Er sollte wenigstens zu seinem Scheixx stehen, den er dort veranstaltet.
Das tut er ganz sicher - würde allerdings bestreiten, dass das, was er tut, diese Bezeichnung verdient.
Ich denke, man sollte darauf reagieren, indem man das Hin und Her zwischen den Foren weitgehend unterlässt und nur noch hier seinen Content und seine Diskussionsbeiträge postet. Die Zahl der aktiven angemeldeten Nutzer hier übersteigt die der im blauen Forum aktiven konstant um das doppelte. Irgendwann wird er auf seinem großen Berg alter Postings ganz alleine sitzen und zusehen müssen, dass die immer älter und weniger relevant werden, während sich die aktuelle Entwicklung und Diskussion hier abspielt.
Inzwischen hat der Trocki eine weitere Entwicklungsstufe genommen und ist so dicht, dass ich ihn demnächst draußen testen kann. Das Abdichten war allerdings ein aufwendiger Akt, denn es brauchte drei Durchgänge, bis ich ihn dicht bekommen habe. Die Verarbeitung des giftigen Aquasure ist mir eigentlich sehr zuwider, aber inzwischen bin ich mir sicher, dass es für MYOGer keine bessere Lösung gibt, wenn man absolute Wasserdichtigkeit erreichen will. Mehrmals habe ich diverse Bügelbänder ausprobiert, aber das Ergebnis ist jedesmal ernüchternd - viel Aufwand und ein geringer Nutzen, weil sich die mit Hausmitteln hergestellte Verbindung schnell wieder löst.
Aquasure verarbeitet sich demgegenüber zwar keineswegs komfortabel, aber schlussendlich bekommt doch man doch die luftdichte Isolation, die man für manche Zwecke einfach braucht.
Hier habe ich das Männeken aufgepustet (und würde wünschen, dass mein DIY-Packraft die Luft genau so gut halten würde).
Dafür habe ich mir eine Abdicht-Konstruktion gebastelt, und zwar aus einem Topf vom Trangia-Kocher (nie gedacht, dass ich den noch mal brauchen würde), einem alten Zahnputzbecher und der Kappe einer Spraydose, in die ich ein Packraft-Ventil eingeklebt habe.
Und weil ich einmal damit angefangen habe, bekam der UL-Trocki auch noch neue Füßlinge und eine neue Aquasure-Abdichtung. Allerdings musste ich dafür den Reißverschluss am Hals zusätzlich mit Klebeband abdichten, sonst wäre das so nicht möglich gewesen.
Ich finde, dass sich die Diskussion hier doch sehr weit vom Thema dieses Fadens und erst recht vom Gegenstand unseres Forums entfernt.
Metallsägeblatt funktioniert super. Die Rohre für den Carbon Tree säge ich immer mit der Kreissäge (mit Schutz).
in einem packraft oder Kajak würde das vermutl. stören, oder?
Ich hoffe mal nicht, dass der Zipper stört. Wer richtig paddelt, lehnt sich im Kajak sowieso nicht an, und der Reißverschluss verläuft außerdem oberhalb. Im Packraft könnte es sein, dass man ihn merkt, aber durch die Schwimmweste sollte auch das kein großes Problem sein.
Und na klar, ich werde davon berichten. Ich bin schon sehr gespannt darauf!