Bei den zwei zusammen gelegten Bahnen des Camo-DCF kommt es in der Mitte immer zu den Verschiebungen der Foto-Laminatfolie.
So ist es. Aber das ist kein wirkliches Problem, denn der Fehler betrifft nur die 'Farbgebung'. Die DCF-Fasern selbst sind an diesem Knick, an dem man die werksseitig gelieferte 18-Meter-Bahn des Camo-DCF in zwei 9-Meter-Bahnen teilen muss, nicht unterbrochen. Ich selbst ignoriere beim Zuschnitt diese 'Farbaussetzer' und beim fertigen Tarp fällt das meistens auch überhaupt nicht auf. Bisher hat sich auch noch niemand beschwert. Wenn auf einem Tarp mal eine weiße Ecke ist, lege ich immer ein großzügiges Patch bei, mit dem die Leute dann individuell diese optische Irritation überkleben können - oder sie bewahren das Patch für Reparaturzwecke auf.
Inzwischen müsste es ja auch einige Leute hier im Forum geben, die zum Zustand und Alter ihrer DCF Shelter was sagen können müssten.
Ich nutze DCF intensiv seit sechs Jahren und habe seither alle Qualitäten verarbeitet - mit Ausnahme der leichtesten Grammatur von 12 g/m2. Vom 18 g/m2 habe ich zwei Rollen zu Tarps verarbeitet, das 26g/m2 Camo ist mein Lieblingsmaterial, von dem ich etwa 5 Rollen zu Tarps verarbeitet habe. Auch das normale 26, das 35er, das 42er eVent, das 50er, 102er und 180er habe ich jeweils mit mehreren Metern zu Zelten, Rucksäcken, Bikepacking-Taschen und Stuffsacks verarbeitet. Dazu kommt noch eine Rolle als Ausschuss bezeichnetes DCF von 17 g/m2, aus dem ich mehrere Tarps und ein Hot Tent gefertigt habe.
Vor dem Hintergrund dieser Erfahrungen kann ich sagen, dass DCF ein Top-Material ist, wenn man es großflächig für Tarps und Zelte einsetzt. Bei Rucksäcken bin ich etwas skeptischer, weil dort das Laminat an den Knickstellen bei jahrelanger Nutzung brüchig wird. Und ganz und gar nicht empfehlen kann ich DCF für Stuffsacks, gleich gar, wenn diese gewickelt werden. Dann sieht das Material nach ein paar Jahren so aus.
Da könnte man zwar immer noch mal draufpatchen, aber es ist offensichtlich, dass in dem Fall ein Silpoly- oder Silnylonmaterial einen viel bessren Dienst verrichten würde. Die Gesamtbilanz würde ich aber trotzdem als positiv bezeichnen, auch Qualitätsunterschiede in der jeweiligen Grammatur sind mir über die Jahre kaum aufgefallen.