Naja, gewichtsmäßig ist das ganze Konzept einen Hottents eine Katastrophe. 1200g Zelt + 600g Ofen + 92g Säge = 1892g!
Mit einem guten Kunstfaserschlafsack wäre ich deutlich leichter unterwegs, wie wilbo ja auch schon richtig aufgezeigt hat.
Man erkauft sich mit dem Gewicht natürlich andere Vorteile. Ob es einem das wert ist, muss jeder selbst entscheiden.
Mein DCF-Zelt wiegt nur etwas über 400 g, insofern hält sich die „Katastrophe“ in Grenzen. Ich finde, ohne Ofenzelt hat man im Winter nach Einbruch der Dunkelheit - also momentan ⅔ des gesamten Tages keinen rechten Spaß am Draußensein.
Auch das mag vielleicht Ansichtssache sein, aber es kommen eine Reihe handfester Vorteile zusammen, die die Mitnahme einer solchen Ausrüstung lohnen. Der springende Punkt ist aber, dass die Outdoorindustrie, die uns mit einer Unzahl oft fragwürdiger Gadgets überhäuft, in dieser Hinsicht kaum etwas anzubieten hat.
Winnerwell, Pomoly & Co. scheinen zwischenzeitlich ebenfalls nur noch in China zu fertigen. Seek Outside womöglich noch in den USA, wobei mich deren stümperhafter Gewindestangen-Aufbau sehr irritiert. Das könnten wenigens schöne, auf Maß abgedrehte Stäbe mit ordentlicher Auflage sein.
Ich finde auch, dass die Seekoutside-Öfen ziemlich benutzerunfreundlich sind, um das mindeste zu sagen. Aber sie haben als einziger Hersteller ein möglichst geringes Gewicht im Blick und verwenden folglich nur 0,35 mm dickes Blech fürs Außenmaterial, das sich im Lauf der Zeit natürlich verbiegt. Aber das ist nur ein ästhetisches Problem, ein Ofen von Pomoly hingegen wiegt in seiner kleinsten Ausführung über 2 kg, was die Mitnahme auf Tour für meine Ansprüche unmöglich macht.
Ich habe schon drüber nachgedacht, einen Ofen aus dünnerem Blech selbst zu konstruieren, aber dafür wäre soviel teures Werkzeug nötig, dass davon wieder Abstand genommen habe.