Beiträge von wilbo

    Mia im Zelt hat da so ihre Erfahrung gemacht mit einen TarpTent aus Silpoly (ich weiss jetzt nicht mehr, welches - ein Stratospire?), welches in Norwegen gerissen ist, als sie über eine der Zeltleinen gestolpert ist. Das war ja Silpoly, und mit Silnylon wäre das ev. nicht passiert.

    Soweit ich mich erinnere, ist das ein 20 D Material beim Stratospire gewesen. Da gibt es mit der Fadenstärke von 40 D schon Unterschiede in der Festigkeit. Mia im Zelt (War der Abspannpunkt am Saum eigentlich als solcher vorgesehen?)

    Das stimmt meiner Meinung nach so nicht. Das Tramplite Shelter von Colin z.B. war aus dem 34er DCF (0.75oz/yd²), und auch andere Hersteller verwenden es (z.B. ist das Bonfus Middus aus dem 0.75er DCF).

    Ich habe gerade gesehen, dass ich ein q statt einem g getippt hatte.
    Das 0.75 / 0.80 Laminat hat 26 g/qm, und ist im Gegensatz zum 1.0er mit 34 g/qm um einiges leichter. Ich kenne keinen Hersteller, der das 1.0er als Material für ein Fly verwendet. (Bestenfalls für den Boden)

    Wobei ich bei den Materialkosten ein solches Mid eher fertig kaufen würde, da dann der Schnitt auch bestimmt passt.

    Das gibt es eben nicht zu kaufen. ;)

    Ich dachte, das gäbe dann sehr unschöne Nähte, da die Dehnbarkeit auf beiden Seiten unterschiedlich ist.

    Ja, die Nähte drehen sich bei Zug ein. Die Frage ist immer, welche Kompromisse möchte ich beim Entwurf eingehen.

    VG. -wilbo-

    Es wird Käuferschutz angeboten. Das Geld geht auf ein Treuhandkonto und wird erst nach Freigabe durch den Käufer ausgezahlt.
    Hätte ich Verwendung für so ein Zelt, würde ich es sofort kaufen.

    Also, ich gehe jetzt mal von den Faktoren aus, von denen wir vermuten, dass sie belegt sind:

    • Der menschliche Körper strahlt Wärme einer gewissen Wellenlänge ab.
    • Infrarotstrahlung kann von einigen Materialien absorbiert, reflektiert oder durchstrahlt werden.
    • Hochglänzende Oberflächen neigen zu einem Prozentsatz zur Reflexion der Strahlung.
    • Polyamid 6.6 (Nylon) kann für bestimmte Wellenlängen der Infrarotstrahlung transparent sein.

    Daher nehme ich an, dass dies die Grundlagen sind, warum sehr leichte Luftkammermatten mit silberbeschichteter Folie besser »isolieren« als reine Luftmatratzen.

    VG. -wilbo-

    Moin!

    Da ich ein Mid wollte, dass auch in starken Wind stramm steht, ist Silnylon wohl grundsätzlich ungeeignet (ausser vielleicht bei einer Pyramide, die aus vielen Teilflächen zusammengenäht ist, quasi wie ein Tipi).

    Daher fragte ich nach dem Schnitt. So hätten wir mit unserem Schwarmwissen vielleicht etwas optimieren können ...

    Soweit ich mich erinnere, hat nivi bei seinem Lavvu abwechselnd, gerade an gerade und schräg an schräg genäht.

    Zitat

    Wenn ich ein Mid für extremen Wind bauen müsste, würde ich das nur mit einem steilen A-Frame Gestänge konstruieren.

    Bei einem rechteckigen Grundriss, hätte ich mir angeschaut, wie ich den Schnitt so ausrichten kann, dass die geraden Webkanten in die Ecknähte kommen. Das würde natürlich mehr Näharbeit erzeugen und keinen kostenoptimierten Schnitt nach sich ziehen.
    Im Gegenzug hätte man damit leider auf der großen Front- und Rückenfläche eine Naht mit viel Stretch. Diese würde ich etwas ausstellen und dann von innen mit dem A-frame Gestänge stützen.

    Soweit die Theorie.
    Ob so ein shelter im Starkwind / Sturm erheblich besser steht als das normalen Dou-Mid, wäre interessant zu Testen.

    Silpoly möchte ich wegen der geringeren Reissfestigkeit nicht verwenden, ...

    Die Diagonal-Drehung ist mit Silpoly vielleicht etwas geringer als bei Silnylon, aber immer noch deutlich vorhanden.
    Silnylon hat schon eine etwas höhere Weiterreißfestigkeit, aber wie viel Lastreserve brauche ich für meine Konstruktion?

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Für mich ist die geringe wasseraufnahme des Gewebes ein wesendlicher Faktor für die Wahl meines Stoffes.

    ... und DCF auch nicht unbedingt... :/

    Wenn ich ein Bombproof shelter bauen müsste, würde ich das 34 q/qm DCF wählen. Das nimmt nur niemand in Betracht, da es vom Gewicht so nah an den guten Geweben liegt, aber kostenmäßig um ein Vielfaches teurer ist.
    Im Gegenzug bekomme ich reichlich eingebackene Dyneema-Fäden, die extreme Festigkeit erzeugen und nahe null Stretch in der Diagonalen.

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    VG. -wilbo-

    Auf der anderen Seite find ichs schon cool, besonders für jemanden der ohne Stöcke unterwegs ist.

    Die Trekkingstock-Vorrichtung ist mMn. der wesentliche Teil, welcher überhaupt zur Gestängestabilität beitragen kann. (Leider nicht seine Idee)
    Ohne deren Support in den Apsiden ist es ein reines Schönwetterzelt.

    Nicht im US-Sprachgebrauch! Wie oft sprachen Leute und Trail-Angel von einem "storm rolling in", was mich anfangs noch beunruhigte. Bis ich irgendwann gecheckt habe, daß die einfach nur meinten, daß es regnen sollte.

    Dies in Verbindung mit vollmundigen US-Marketing-Sprech, kann zu Missverständnissen führen.
    Vielleicht nicht ganz ungewollt ...

    Zitat

    With good skill in using guylines and deploying stakes, it can be used up to 70 km/hr.

    Hier gibt es keine Interpretationsbreite. 70 km/hr ist ein stürmischer Wind, Bft 8, aber nach der Definition noch kein Sturm.
    (Wie das Zelt dann aussieht, ist eine andere Sache)

    Zitat

    We do not recommend it above that, but it can be used higher than that with advanced skill and higher risk acceptance.

    Das würde ich mir gerne mal zusammen mit Herrn Durston anschauen. Natürlich bei einem Bier ...

    ch persönlich wäre davon ausgegangen, das der Wärmetransport in deiner Luma ausschlislich über Konvektion statt findet und bin verwundert zu höhren dass man so große R deltas durch reflektion raus holt, aber wie gesagt, Hosentaschenphysiker 🤓

    Das ist ja der Unterschied zwischen einer reinen Luftkammermatte, (wie die kalten aus meiner Kindheit) und den Matten mit silberbeschichteter Folie in den Kammern.

    Elektromagnetische Strahlung selbst (wo auch Wärmestrahlung dazu gehört) braucht grundsätzlich kein Transportmedium (den damals vermuteten Äther) und kann auch problemlos durch Festkörper durch oder innerhalb eines Festkörpers reflektiert werden, ...

    Wenn ich eine Stoffschicht direkt auf die reflektierende Silberschicht lege, geht die Infrarotstrahlung also durch das Material und wieder zurück? Ich bin skeptisch, dass diese Schicht keine abschwächende Wirkung haben soll. :/

    Ich wäre immer davon ausgegangen, dass damit die Konduktion reduziert wird was den eigentlichen Isolierteffekt hervorruft.

    Kennst Du Dich in Physik richtig gut aus?
    Ich bin ja immer dankbar für eine fachlich einleuchtende Erklärung wie, was funktioniert.

    Bisher war mein Erkenntnisstand, dass eine Rettungsdecke direkt auf der Haut nur die Kühlung durch Verdunstung verhindert. (Gleicher Effekt, wie wenn ich mir einen dünnen Zeltstoff auflege). Für die Reflexion von Wärmestrahlung braucht es doch einen „Luftraum“ um die Strahlungsenergie zurückzusenden. (Auf einer Rettungsdecke schlafen bringt, nach meinen jugendlichen Erfahrungen herzlich wenig) ;)

    Vielleicht können wir »die Physik der Alumatten« auslagern, um den Faden nicht zu verwässern?

    VG. -wilbo-

    Ich wäre immer davon ausgegangen, dass damit die Konduktion reduziert wird was den eigentlichen Isolierteffekt hervorruft.

    Kennst Du Dich in Physik richtig gut aus?
    Ich bin ja immer dankbar für eine fachlich einleuchtende Erklärung wie, was funktioniert.

    Bisher war mein Erkenntnisstand, dass eine Rettungsdecke direkt auf der Haut nur die Kühlung durch Verdunstung verhindert. (Gleicher Effekt, wie wenn ich mir einen dünnen Zeltstoff auflege). Für die Reflexion von Wärmestrahlung braucht es doch einen „Luftraum“ um die Strahlungsenergie zurückzusenden. (Auf einer Rettungsdecke schlafen bringt, nach meinen jugendlichen Erfahrungen herzlich wenig) ;)

    Vielleicht können wir »die Physik der Alumatten« auslagern, um den Faden nicht zu verwässern?

    VG. -wilbo-

    Moin!

    Als dann noch die Uberlite Luft verlor hab ich in Eidfjord zum Glück so eine Autoscheibenmatte ergattern können und das hat überraschend viel gebracht. Es kamen die kältesten Nächte (Wasser war erstmalig gefroren) und es war dennoch angenehmer.

    War die defekte Matte richtig platt oder hat sie über Nacht nur Luft verloren?

    Hast Du am Ende der Tour mal zusammengerechnet, wie viel diese Kombi komplett gewogen hat?
    Ich bin ja ein Freund von Matten-Kombinationen. (Und die ganz leichte Uberlite gab es damals noch nicht).

    Bei Minus 8 Grad C könnte ich locker drauf sitzen und mich umziehen, ohne einen kalten Arsch zu kriegen.

    Hast Du auch drauf geschlafen?

    Soo übel ist die nicht! Und offenporig ist der Schaum bei meinen Abdeckfolien auch nicht.

    Ich habe gerade überlegt, warum ich von den Matten so enttäuscht war.
    Zum einen, weil sie in der Vergangenheit, als der Isolations-Hack schlecht hin gefeiert wurden, aber mir nicht die Werte geliefert hatten, die ich erwartet hatte. Das Isolations-Gewichtsverhältnis war so mau, dass ich am Ende lieber andere Feststoffmatten mitgenommen hatte.

    Hast Du eine Matte einmal zurechtgeschnitten und den Rand in Wasser getaucht? Meine tollen Matten haben sich vollgesogen wie ein Schwamm. :(

    VG. -wilbo-

    Moin!

    Als dann noch die Uberlite Luft verlor hab ich in Eidfjord zum Glück so eine Autoscheibenmatte ergattern können und das hat überraschend viel gebracht. Es kamen die kältesten Nächte (Wasser war erstmalig gefroren) und es war dennoch angenehmer.

    War die defekte Matte richtig platt oder hat sie über Nacht nur Luft verloren?

    Hast Du am Ende der Tour mal zusammengerechnet, wie viel diese Kombi komplett gewogen hat?
    Ich bin ja ein Freund von Matten-Kombinationen. (Und die ganz leichte Uberlite gab es damals noch nicht).

    Bei Minus 8 Grad C könnte ich locker drauf sitzen und mich umziehen, ohne einen kalten Arsch zu kriegen.

    Hast Du auch drauf geschlafen?

    Soo übel ist die nicht! Und offenporig ist der Schaum bei meinen Abdeckfolien auch nicht.

    Ich habe gerade überlegt, warum ich von den Matten so enttäuscht war.
    Zum einen, weil sie in der Vergangenheit, als der Isolations-Hack schlecht hin gefeiert wurden, aber mir nicht die Werte geliefert hatten, die ich erwartet hatte. Das Isolations-Gewichtsverhältnis war so mau, dass ich am Ende lieber andere Feststoffmatten mitgenommen hatte.

    Hast Du eine Matte einmal zurechtgeschnitten und den Rand in Wasser getaucht? Meine tollen Matten haben sich vollgesogen wie ein Schwamm. :(

    VG. -wilbo-