Beiträge von wilbo

    Vor allem bei identischem Gewicht!

    Gestern habe ich nochmal geschaut.
    Mein Camo DCF Tarpez-Tarp wiegt ca. 200 g und dazu ein Katabatic oder Borah-Gear Bivy, mit ca. 225 g.

    Das Penta-Mid in Camo DCF wiegt 250 g und ein 3F-inner 360 g.
    (Das Tarp steht in 3 Minuten und das inner könnte gleich eingebaut bleiben ...)

    VG. -wilbo-

    Zitat

    ... vertrauen ihm für sein federndes wasserdichtes und atmungsaktives Pertex Shield+ Gewebe, das keine Kompromisse bei der Haltbarkeit eingeht. :/

    Ich finde leider keine Daten* zur Atmungsaktivität des verwendeten Materials. Habe aber so grob in Erinnerung, dass es bei allen wasserdichten Pertex-Laminaten nicht so pralle war.
    *(Der MVTR-Wert misst die Menge der verdunsteten Flüssigkeit in einem bestimmten Zeitraum, g/m²/24h.)

    VG. -wilbo-

    Hier die Frage: Eignet sich so ein Stoff? Vielleicht ein anderer? Angenehm auf der Haut und ausreichend luftig?

    Eigentlich keine schlechte Idee.
    Anfangs ist der Stoff etwas „steifer“. Aber das ist vermutlich nur Appretur und mit der Zeit wird er geschmeidiger.
    Ich würde in jedem Fall für Kleidung bei diesem Material bleiben, da es bei punktueller Belastung keine Laufmaschen zieht.
    Das Monofil gibt es übrigens auch in 24 g/qm. Das habe ich allerdings nicht getestet.

    Moin!

    Von daher meine aktuelle Idee: Könnte man ein bisschen Setup in Kauf nehmen und einen MYOG Biwak (ohne Sack) durch einen kleinen Aufbau erweitern? Die obere Lage Stoff muss ein paar Zentimeter hoch gehalten werden. Und dann benötigt es am Kopf- und Fußende Belüftungsmöglichkeiten, so dass die Luft durchziehen kann.

    Wenn Du den Stand nicht durch ein schweres Kreuzgestänge erschaffst, muss so eine Konstruktion abgespannt werden. Dann kann ich auch gleich ein Tarp aufbauen. ;)

    Ich überlege noch was das für den Alltag auf dem Trail bedeutet.

    Ich habe die beste Erklärung für den Taupunkt, die ich finden konnte, ins Wiki eingetragen.

    Wieso genau der Stoff? Einfach damit ich es verstehe und lerne.

    Zitat

    Vapor permeability: 50000+ g (suitable for high aerobic activity)

    Dieser Wert ist ungewöhnlich hoch.

    Ich muss zugeben, dass ich mir schon immer mal mehr zu seinen Baumwollprojekten angucken wollte. Habe ich immer noch nicht gemacht.

    Canvas, pure cotton
    Vorteile: Lange Lebenszeit, bei entsprechender Pflege. Hält der UV-Strahlung sehr gut stand. Sobald der Stoff nass wird, strafft sich das Gewebe und das Tarp…
    www.wildoor.de

    Das leichteste regendichte Baumwollmaterial ist 170 g/qm von Etaproof.
    (Von der Farbauswahl habe ich in dieser Grammatur bisher nur das braun oliv getestet)

    VG. -wilbo-

    Als Alternative würde ich mir ein Tarp / Bivy Setup zusammenstellen.

    ... ein simples 1,7 m x 3 m Tarp gibt einen passables shelter ab.
    Mein overnighter Set mit niedrigem Profil hat genau diese Maße.

    (30 D Silpoly Setup auf den Fernwandertagen, ca. 630 g).

    Das genaue Gewicht müsste ich morgen abwiegen.
    Man könnte zwar mit einem DCF Tarp nochmal gut 100 g einsparen, aber nur zu einem unverhältnismäßig hohen Preis pro Gramm.

    Ansonsten gäbe da noch das Penta-Mid mit kleinem footprint.
    Zusammen mit dem oben gezeigten Bivy wären das dann irgendwas knapp unter 500 g. Mit einem 3F-inner dann schon wieder 650 g.

    Irgendwas ist immer ... :P

    VG. -wilbo-

    N´Abend!

    Was ich mir tatsächlich schwierig vorstelle ist, wenn man triefend nass ist und dann sein Lager beziehen muss.

    Das ist tatsächlich das Kernproblem von Biwaksäcken.

    Meine Sorge Nummer Eins ist tatsächlich das Thema Kondensation.

    Nicht unberechtigt. Sobald die Oberfläche mit Wasser benetzt ist, geht die Atmungsaktivität in den Keller.
    Man braucht also eine sehr hohe Wasserdampfdurchlässigkeit, um halbwegs auf einen guten Schnitt zu kommen.
    Wenn ich einen leichten Bivy aus Kunstfaser nähen wollte, wäre dies Material meine erste Wahl.

    Ich entwickele gerade in Kooperation mit swissbushcraft einen Biwaksack aus Baumwolle. Der Schnitt kann aber genauso gut mit beschichteten Laminat-Stoffen realisiert werden. Wenn Du Interesse an einer myog Lösung hast, kann ich Dir gerne den Schnitt-Entwurf via PN zukommen lassen.

    Ansonsten gibt es nicht viele Bivys mit entsprechendem Material.
    Was mir noch einfällt, wäre der von Exped. Soweit ich mich erinnere, waren die Vorgängermodelle nur am Oberteil aus dem atmungsaktiven Material gefertigt. An der wasserdichten Fußbox hat sich dann natürlich Kondenswasser gebildet.

    VG. -wilbo-

    SeamGrip+WP sollte funktionieren.

    Eh Du die ganze Jacke damit behandelst, würde ich es an einer Stelle testen.
    Übernacht trocknen lassen und am nächsten Tag versuchen die Versiegelung abzurubbeln.

    Sonst ist die Freude kurz und der Ärger groß. ;)

    VG. -wilbo-

    Hast du für die etwas dickere Schnüre von 2,5 bis 3mm ein konkretes Produktbeispiel?

    2,5 & 3 mm Polyesterschnur

    Da es aus Nylon ist hätte ich auch gern noch zwischen Abspannpunkt und Abspannleine ein Stück Gummiseil dazwischen gemacht, damit sich das Zelt selbst nachspannt. Hast du vielleicht auch dafür einen Tipp?

    Das klappt mit einem kurzen Gummiband-Stück von Streckung leider nicht.
    Für Abspannungen am Saum habe ich bei unserem großen Nylon Tentipi einfach Schlaufen-Ringe aus Gummilitze eingeknotet.
    Geknotet wird der Ring mit einem Single Fisherman’s knot.

    VG. -wilbo-

    Hm,
    wieder etwas, was noch mehr Strom und Akkukapazität verbraucht ...
    Wie sieht denn der Verbrennungsprozess bei regennassem Brennmaterial oder etwas niedrigen Temperaturen aus?

    Zitat

    Hat das schon jemand gesehen?

    Ja, das gab es schon mal in groß.

    Turbo Hobo 1600
    Turbo Hobo 1600
    tschum.de

    Sack-schwer, unverwüstlich und brennt wie Hölle.
    Leider ist der Import, der Politik zum Opfer gefallen.

    Ich glaube eher dass der Anfangsreflex ist, sich Natur möglichst vom Hals zu halten, was für Double Wall Zelt spricht.

    Da bin ich ganz bei Dir.
    Bei mir war in der Vergangenheit der Wunsch nach einem Rundumschutz extrem hoch. Damals war ich allerdings fast nur in Nordskandinavien unterwegs und anfangs recht unerfahren.
    Für mich in 80ern war das Shelter der Wahl ebenfalls eine Kuppel. (Leider extrem schwer).

    Ich würde nicht mit Tarp anfangen wollen, und es auch keinem raten wollen

    Es kommt auf das Tarp an.
    Die meisten verbinden mit einem Tarp-Aufbau dieses unselige gehassel beim 3×3 Tarp. Dass es deutlich simpler und schneller geht, ist den meisten bedauerlicherweise nicht bekannt. Meine Bestzeit beim Trapezo-Mid sind 2,5 Min.
    (Ich muss mehr Aufbau-Videos machen!)

    VG. -wilbo-

    Ansonsten sind 2,50 m Länge für einen Unterschlupf auch ausreichend:

    Moin!

    Für mich mit 1-85 eben leider nicht. (Geht die Tiefe vom Poncho-Tarp über 1-45 hinaus?)
    Am Kopf- und Fußteil braucht es nur ein wenig Wind und man muss sich irgendwas Zusätzliches zum Schutz einfallen lassen.
    Mit einem Regenschirm kann man so ein Shelter halbwegs regensicher gestalten, aber ohne alles ist dies eher ein Schönwetter-Tarp.

    Ich habe noch einen Entwurf für ein klassisches A- Frame und etwas "Pyramidales", aber das zeichne ich euch später auf.

    Ich bin gespannt!

    Interessant ist dieser Schnitt aber IMHO für überbreite Stoffbahnen wie das 1,75 m breite Silpoly von Adventureexpert.

    Das 20 D Gewebe hat eine recht hohe Diagonal-Dehnung. Alle Verbindungen, wo Gerade an Schräg liegt, sind extrem anspruchsvoll zu nähen. :(

    Auf der anderen Seite, gibt ein simples 1,7 m x 3 m Tarp einen passables shelter ab. Mein overnighter Set mit niedrigem Profil hat genau diese Maße.


    (30 D Silpoly Setup auf den Fernwandertagen)

    VG. -wilbo-

    Zitat

    questor | hangloose
    Spannender finde ich aber eigentlich auch die Beobachtungen von wilbo bezüglich - ich nenne es mal 'Tarpangst' - oder 'Zeltfetisch' ?(

    Ein komplettes dw-tent ist vom Gewicht so dicht an einem Tarp + inner Setup dran, dass die meisten einfach auf Nummer sicher gehen und das fertige Produkt wählen. Die Probleme kommen, (wenn überhaupt) erst bei Anwendungen, die ein wenig anspruchsvoller werden.

    Aber auch eine „normale“ Halb-Kuppel kann man so verbasteln, dass sie nur mit etwas mehr Kompetenz richtig aufgebaut werden kann.
    Auf dem Treffen hatte ich zusammen mit Jan (w.o.t.w.s.) eine sehr nette Aufbauberatung für eine Besitzerin von einem Sea-to-summit Zelt. Das Teil war ziemlich verfrickelt und ohne Anleitung leicht misszuverstehen.
    Das Vorschuß-Vertrauen in die Hersteller ist einfach sehr groß in der Meinung, dass schon alles für den Kunden vorab getestet wird.
    Dafür ist bei dem schnellen Produktwechsel aber beim besten Willen keine Zeit. Und wenn man im Rahmen bestimmter Parameter bleibt, von Herstellerseite auch keine Einsicht zur Notwendigkeit vorhanden.

    Dass ein Tarp-Setup einfacher als ein Zelt aufzubauen sein kann, widerspricht dem klaren Menschenverstand. :S

    Moin!

    Mir fällt auf, dass immer weniger hinterfragt wird, welchen realen physischen Schutz ein Shelter tatsächlich bietet.

    Bei Zelten werden zwar etablierte Normdaten wie die Wassersäule vom Außenzelt und Boden abgefragt, doch bei der Analyse der Konstruktion hört es meist schon auf.

    Mein Lieblingsbeispiel ist das Kuppel-Zelt:

    Um beim Gewicht mit Pyramiden-Zelten mithalten zu können, werden Stangendurchmesser und Denier Stärken der Gewebe immer geringer, ohne die Konsequenzen für die Statik zu berücksichtigen.
    Die Hersteller kümmern sich größtenteils nicht einmal darum, das eingesparte Gewicht durch ein cleveres Design auszugleichen. Stattdessen wird einfach der nächst geringere Materialwert genommen, und dann schaut man, wie es sich verkauft. (Es ist ja „nur“ ein Campingzelt.)

    Auf der anderen Seite habe ich als Kunde ein scheinbar vollwertiges Shelter vor mir. Die gängigen Daten sind schnell überprüft, und schon geht es um den praktischen Wohnwert. Damit beurteile ich als Käufer vor allem das, was ich sehen und anfassen kann. Ob das Shelter draußen unter bestimmten Bedingungen seinen Wohnwert behält, ist zunächst zweitrangig. (Das hat ja der Hersteller erledigt, sonst würde er es ja nicht anbieten) ;)

    Ich kann das Zelt ja offensichtlich komplett schließen und mir damit mein abgeschirmtes Schneckenhaus schaffen – so, wie ich es von zu Hause her kenne. Doch in Wirklichkeit ist das eher ein mentaler Schutz vor den Unbilden der Natur als ein real physischer. Diese statisch fragwürdige, mit einem dünnen Häutchen überzogene Kapsel darf nicht übermäßig strapaziert werden, ohne dass sie ihren Wohnwert teilweise oder sogar ganz einbüßt.

    Es ist ein wenig wie beim Outdoor-Schlafen: Irgendwie wird erwartet, dass man draußen genauso schläft wie zu Hause. Dass dies allein schon durch die völlig andere Umgebung gar nicht funktionieren kann, wird oft nicht wahrgenommen oder bewusst verdrängt. Stattdessen versucht man permanent, den scheinbaren Mangel mit immer neueren, ausgefeilteren Produkten auszugleichen.

    Ebenso vermittelt ein abgeschlossener Raum das Gefühl von Vertrautheit, wie wir es aus unserem heimischen Umfeld kennen, doch ist dies eine kleine Illusion.

    Die Mehrzahl der User machen sich nicht klar, dass ein extrem leicht gebautes shelter viel weniger Schutz bietet als man sich wünschen würde. Auf der anderen Seite wird das einseitig offene Tarp sofort mit Schutzlosigkeit gleichgesetzt.
    Ich glaube inzwischen, dass der psychologische Schutz von geschlossen outdoor-sheltern emotional viel höher bewertet wird als reale Nutzwert.

    Der Mensch ist schon ein seltsames Geschöpf ...

    Yep, deswegen gefiel mir das MSR Freelite, ...

    Da regnet es in den Eingangsbereich rein.
    Eine nicht glückliche Userin mach sich Gedanken um eine Lösung:

    Tarp-Vordach fuer ein Zelt, hier z.B. UL 2PAX Zelt
    Guten Tag allesamt, ich bin neu in eurem Forum und wende mich an euch mit einer fuer die meisten sicher ganz dummen Frage. Leider bin ich diesbezueglich eine…
    www.ultraleicht-trekking.com

    Möchte den ständigen Wind nicht am Kopf da ich keinen Kapuzenrucksack nehme. Sturmhaube NUR für Notfall (und dann hast ja den Wind immer noch im Gesicht). Gibts nicht so was leichtes wie das Plex Solo mit ner anderen Belüftung?

    Im Prinzip alles, was sich boden-bündig abspannen lässt.
    Nur kommt man meist mit Liegelänge dann nicht mehr. (Das ist halt der Trick beim hohen Aufbau). ;)