Ich bin auch verwundert dass das erst ab km 30 grob auftaucht. Ich kann mir das nur erklären dass der Kunststoff durch die Tour am Vortag derartig gestaucht wurde und sich über Nacht nicht mehr entspannen konnte. Kann das sein? Das kann mir dann aber mit jedem Schuh passieren. Die Kante an dem Schuh ist auch blöd da viel zu hart.... Oder ist das ein Topo Problem?
Aber wie ist das mit Trailrunnern generell? An sich sind das Jogging schuhe mit griffigerer Sohle?
Probleme tauchen dich meist erst nach einiger Zeit/Distanz auf. Da drückt etwas erst unmerklich auf eine Stelle aber über die vielen tausend Belastungen (zB Schritte) wird das immer mehr, bis eben mal was überreizt, wund oder sonst was ist. Das selbe Prinzip gilt ja meist bei Blasen. 10km in einem Schuh der minimal an der Ferse reibt mögen in Ordnung aein aber wenn du 30km lang an der selben Stelle reibst, bildet sich plötzlich eine Blase.
Ich kenne nicht alle Topo Modelle aber ich kenne welche, die schon sehr minimal gepolstert sind und bei denen Hartplastikteile der Schuh"wanne" schon recht stark spürbar sind. Jeder Fuß ist anders, beim einen klappt es, beim anderen kann dann so eine Stelle genug Auswirkung haben um Probleme zu verursachen.
Ich denke das ist aber nicht Herstellerabhängig sondern jennach Modell und auch den Füßen den Nutzers. Ich hatte diverse Marken die Probleme verursacht haben aber die genauso funktioniert haben bei anderen Modellen oder anderen Versionen eines Modells.
Mit der Zeit lernt man zu verstehen was für einen potentiell funktioniert und was nicht und man kann das dann besser einschätzen beim Anprobieren. Ganz ausgeschlossen ist ein Fehlkauf leider trotzdem nicht.
Z.B. spüre ich für mich beim Topo Ultraventure 4 bei der Anprobe, dass die Fersenform vermutlich Probleme verursachen wird, würde ich ihn denn auf eine lange Tour mitnehmen. Die Ferse weist einen kleinen Knick auf, der drückt bei mir leicht. Ich weiß, das wird auf Dauer zum Riesenproblem. Generell probier ich nach dem Credi: wenn sich nur irgendetwas auch nur minimal nicht komfortabel anfühlt, dann lass es bleiben. Das wird auf Dauer nicht besser sondern in der Regel schlimmer. Das führt bei mir dazu, dass ich eine regelrechte Diva bin, was die Schuhauswahl anbelangt. Aber ich bin ser Überzeugung, dass das System "Füße" das wichtigste Glied in der Kette des Weitwanderns sind. Wenn die Füße nicht passen, dann geht in der Regel gar nichts mehr. Ein nicht ideal passenser Rucksack kann unangenehm sein, eine Naht des TShirts kann scheuern, etc. Das ist nicht fein aber in der Regel bedingen solche Dinge keinen Tourabbruch oder können besser als bei den Füßen "gefixt" werden. Funktionierende Schuhe, Socken, Gaiters sind deshalb für mich essentiell.