Beiträge von exULgäuer

    mit einem Rucki ohne Hüftgurt und Frame sinkt auch automatische das Basisgewicht ganz erheblich.

    Zu welchem Preis?

    Die relative Gewichtsersparnis sinkt mit der Größe der Säcke. Meine Frau hat einen Montane Ultratour 22 mit integrierten Rückenpolstern und Hüfttragesystem. Wiegt 540g. Sagen wir, ohne das Tragesystem kämen wir auf die Hälfte dieser Masse. Das wären 270g Ersparnis. Relative 50% sind absolut (nur) 270g.

    Derartige Größen werden erst relevant, wenn man schon ziemlich weit fortgeschritten ist in der eigenen UL-Entwicklung, gerade am Rucksack, der ja als einer der letzten Ausrüstungsgegenstände bearbeitet werden sollte.

    Die nächste Stufe der Entwicklung ist dann, dass man sich wieder weniger ums Gewicht schert... ;)

    Ich finde an diesem Faden ja besonders spannend, dass Gewicht auf der Hüfte überhaupt als einschränkend betrachtet wird. Ohne Hüfttragesystem fühlen sich einige hier befreit. Ob das jetzt exklusiv an dem Tragesystem bzw. dem Weglassen dessen liegt, oder in Kombination mit allgemein deutlicher Reduzierung des Tragegewichts einhergeht, wäre noch zu erörtern.

    Was mich hier ein wenig getriggert hat, ist die scheinbare Betrachtungsweise, dass ohne Hüftgurt quasi die höhere Stufe erreicht wurde. Damit ist man ohne Hüftgurt besser im UL, so wie ganz ohne Tragegestell ja viel besser ist als mit.

    (Ich schildere einen Eindruck. Muss man nicht wortwörtlich nehmen und vielleicht stimmt es auch nicht, aber ich habe diesen Eindruck.)

    Die Betrachtungsweise scheint zu sein, dass man nur das Baseweight runter bekommen muss und dann ist es selbstverständlich, dass man ohne Hüftgurt viel besser unterwegs ist. Ein Hüftgurt ist damit eigentlich völlig unsinnig. Du bist nur nicht UL genug.

    Ich finde es gut, dass ich hier nicht allein die Diversität herstellen muss. Die Einen mögen die Hüfte frei haben, die anderen lieber die Schultern.

    Ich möchte noch anmerken, dass das Baseweight ja auch nur ein Teil ist vom Tragegewicht. Damit allein kommt man ja auch nicht weit. Und wenn ich jetzt nur noch sonstige Mittel dazu nehme, habe ich damit lediglich den Selbstzweck der Wanderung erfüllt. Sobald man noch etwas anderes vollbringen will oder muss, benötigt es dafür in der Regel Ausrüstung. Ein Sherpa trägt Ausrüstung. Da kommt er nicht drum rum. Soldaten müssen haufenweise Gerät mit sich tragen, ansonsten sind sie wirkungslos. Forstarbeiter brauchen ihre Werkzeuge. Wenn man diese konventionelle Betrachtungen zu Tragegewichten nicht ausblendet, sind Tragesysteme kein Tabu sondern für viele einfach eine massive "Erleichterung" im Umgang mit Lasten. "Erleichterung" vs. UL im puristischen Sinne.

    Genauer genommen ist es "die leichtest mögliche Ausrüstung um den notwendigen Zweck zu erfüllen", woraus sich bei den US-Trails historisch die 10lbs Grenze als üblicher Wert ergeben hat.

    Was ist der "notwendige Zweck"? Den Trail zu laufen? Was muss man dazu tun? Strecke machen? Alles andere ist optional.

    Hat ein UL-Gepäck irgend einen höheren Zweck als den Träger seine Strecke machen zu lassen?

    Die Motivation warum sich jemand dazu entscheidet UL unterwegs zu sein, sind vemutlich so vielfältig wie die Gründe für das Wandern selbst.

    Ist am Bushcraftlagerfeuerkessel sitzen ein "UL-Zweck"?

    Es ging / mir ging es um den Unterschied (im Mindset) von Bushcraftern und UL-Trekking. Bushcrafter haben idR einen völlig andere Zielsetzung von ihrer Freizeitgestaltung als UL-Trekker, die einen Trail durchlaufen wollen. Der Bushcrafter will im Wald sein, der Trekker will durch den Wald laufen. Besser könnte ich diesen Unterschied nicht in einem Satz zusammenfassen.

    Zum einen ist das ein schönes Beispiel für die von DL1JPH angeführte "Tatsachendarstellung" deiner Einzelmeinung. Du bist nicht "man", also jeder.

    Ist meine Aussage falsch und wenn ja, was genau daran?

    Nur sind sie für mich nicht das Maß für UL. Wenn ich Trekking mache, will ich mich in der Natur aufhalten, diese wahrnehmen, genießen. UL ermöglicht mir das, sonst könnte ich nicht einen Wanderweg gehen.

    Für Dich! Jetzt formuliere mal eine allgemein gültige Definition von UL-Trekking! Es geht ja nicht immer nur um uns als einzelnes Individuum. Gerade wenn man Dinge analysiert und mit anderen darüber redet, muss man dies eher allgemein tun. Das mache ich sehr gerne. Die Ergebnisse teile ich gerne mit. Nur meine eigenen Vorlieben zu verkünden fände ich unzureichend. Eine pauschale Haftungsauschlusserklärung "Das ist aber nur meine persönliche Meinung" halte ich dabei für reichlich überflüssig. Ich spreche hier nur in meinem Namen und nicht in einer Funktion als Sprecher einer Institution oder was auch immer. Das muss oder sollte man also nicht mit da rein dichten.

    Wenn Du es doch schon weißt und eigentlich E-Bikes abgeneigt bist, dann wäre es doch respektvoll, die Meinung zurück zu halten, wenn es nicht explizit um das Für und Wider von E-Bikes geht, oder du nicht gerade unter Meinungsdiarrhoe leidest ;)

    Jetzt dreh Deine Aussage mal um! Wenn jemand schon weiß, dass E-Bikes ein Reizthema sind, wäre es doch respektvoll das Thema zurück zu halten, wenn irgend möglich, oder?

    Wer ist jetzt Ei und wer die Henne?

    Bringt nur unnötig Stimmung rein und vermiest vielleicht anderen etwas.

    Was jetzt? E-Bikes oder solche, die das nicht mögen? Ich würde das Thema lieber hier raus lassen. Wir können das dann erneut grundsätzlich diskutieren, wenn es mal E-Rucksäcke gibt. :)

    Es ist die Verantwortung des Senders dafür zu sorgen, dass der Empfänger es richtig versteht. Nicht anders herum ;)

    Ich habe nur sehr bedingt Einfluss auf den Empfang der Botschaft und deren Interpretation. Ich tue mir auch schwer, alle Varianten des Missverstehens auszuschließen, vor allem, da ich mir die meisten davon überhaupt nicht erst vorstellen kann. Deswegen empfiehlt es sich auch als Empfänger aktiv an guter und wertschätzender Kommunikation mitzuarbeiten. ;)

    Ich bezog mich darauf, dass du wiederholt deine Meinung als Tatsache hingestellt hast, während es bereits wissenschaftliche Aufarbeitung zum Thema gibt, die dir wiederspricht. Und ja, in Kombination mit deinem Schreibstil kommt das bei mir als stark (vor-)urteilend an.

    Meine Meinung ist tatsächlich meine Meinung. Meine Aussagen sind idR recht deutlich formuliert, aber da der Mensch gerne interpretiert und auf sich selbst bezieht, trifft man mit klar wertenden Aussagen gerne wen.

    Von welcher Aussage und welcher wissenschaftlicher Aufarbeitung reden wir überhaupt? Wo habe ich Dich persönlich verurteilt? Ich weiß es wirklich nicht. Ich habe keinen persönlichen Beef mit Dir. Ich kenne Dich praktisch gar nicht. Dein Urteil von mir über Dich entstammt also eher Deinem eigenen Befinden und nicht meinem.

    Wunderbares Beispiel dafür, wie der übliche Zank in Foren so los geht. Einer ist dabei immer "der Böse" und das ist natürlich immer "der Andere". "Man selbst" ist natürlich frei jeglicher Verantwortung. "Der Andere" solle gefälligst mal ordentlich kommunizieren! ;)

    dass vielen nicht primär um Strecke machen geht

    Wenn ich UL-Trekking, so wie es im Namen dieses Forums hier auftaucht, charakterisieren müsste, wäre das aber genau diese Charakterisierung. Es geht primär darum Strecke zu machen. Der Teil mit dem Biwakieren wird entsprechend auf das Notwendige minimiert. Genau das ist Kern der ganzen Thematik UL-Trekking.

    Wie gesagt, ich fahre kein E-Bike. Aber mal rein angenommen, ich täte es und ich würde gerne irgendwo disktutieren, welche Teile an einem E-Bike man am besten absägen kann, um Gewicht zu sparen oder welche Akkuzellen das beste wH/g-Verhältnis haben. Wo sollte ich das deiner Meinung nach tun?

    Du willst etwas zur E-Bike-Technik diskutieren, dann würde ich dazu raten das in einem Forum zum Thema E-Bike-Technik zu tun. Du kannst das natürlich auch in allgemeinen Radforen versuchen, aber damit wirst Du Reaktionen und Dynamiken auslösen.

    Bitte sag mir, dass ich dich falsch verstehe.

    Du verstehst mich falsch.

    Fahrräder dürfen diskutiert werden, da du dich dafür interessierst. Fragen zu E-Bikes, Fotoausrüstung oder Aquarellmalerei mit echtem Ultraleicht-Bezug aber nicht, weil dich das nicht interessiert?

    Ich stelle keine Forenregeln auf. Ich äußere meine persönliche Meinung. Wenn hier wer im allgemeinen Teil anfängt über E-Bikes zu reden, dann könnte es mich verleiten dazu meine Meinung zu äußern. Die könnte manchen nicht gefallen. Ich hab damit kein Problem. Erfahrungsgemäß regen sich andere da weitaus mehr auf.

    haben einige Leute sicherlich genauso über mich geurteilt, wie du es hier tust.

    Ich habe gar nicht über Dich geurteilt.

    Es ist ein wenig das Grundproblem der Forenkommunikation, dass sehr viele Leute alles gleich persönlich nehmen. Pro-Tipp: Muss man nicht.

    RaulDuke Genuss UL fällt unter besser schöner. Ich habe da also gar nix vergessen.

    Hier und dort darf gerne Gepäck diskutiert werden, beim Gefährt möchte ich lieber verschont bleiben. Fahrräder sind da eine Ausnahme, da ich mich für selbige interessiere. Daraus resultiert aber eine gewisse Abneigung gegenüber der elektrischen Variante. Man verschone mich mit dieser und ich verschone meine Umwelt mit meiner Meinung dazu. Simpler Handel.

    immer mehr ULaner zu sehen, die sich bei Lagerfeuer-Romantik, Wildgulasch aus dem riesigen Hordentopf usw sehr wohlzufühlen schienen...

    Diese beiden Spielarten sind halt jeweils mit ganz anderer Zielsetzung zu betrachten. Die Bushcrafter wollen "Trapper spielen" und mehr "im Wald sein". UL macht man, weil man besser,schneller,schöner Strecke machen will. In der Wildnis aufhalten inkl. Übernachtung ist da lediglich Mittel zum Zweck. Außerdem, Lagerfeuergulaschromantik zieht sowieso bei jedem. Wer das nicht mag, sollte seine Menschlichkeit hinterfragen.

    Wenn ich auf einer hypethischen Tour mit dem E-Bike UL-Prinzipien anwenden will, warum soll ich das nicht im UL-Forum diskutieren?

    Gepäck und UL-Prinzipien kann man wunderbar diskutieren, ohne das böse E-Wort zu verwenden. Es gibt kein "E" in "UL"...

    ist es nicht komplett irrelevant, ob eine UL-Lösung für ein normales Fahrrad oder ein E-Bike ist? Oder für ein Motorrad? Einen Minicamper? Wohnmobil? Daheim fest installiert?

    Das Gepäck ist relevant und kann unabhängig von den meisten Umständen diskutiert werden. Deswegen sollte man das nach Möglichkeit nicht breit treten bis komplett raus lassen, ganz besonders nicht wenn es um E-Bikes geht. Das ist nochmal ein besonderes Reizthema.

    Weder Motorrad, Minicamper noch Wohnmobil und E-Bike ...was schon irgendwie in diese Reihe passt... gehen irgendwie mit UL und der zugrunde liegenden Philosophie konform, sondern eher voll konträr.

    Sollte eigentlich offensichtlich sein...

    Da ich auch eine der Personen bin, die in diesem Thread geschrieben haben

    Ich habe mich nicht nur auf den einen Faden bezogen, sondern meinen Eindruck beim Blick auf die Liste der neuesten Aktivitäten beschrieben. Das E-Bike-Thema ist halt nochmal extra herausgestochen.

    Also vielleicht mal den Blickwinkel erweitern ;)

    Beim Thema E-Bike habe ich einen scharfen Blickwinkel und der ist ziemlich stabil. Den will ich jetzt aber gar nicht zu breit treten.

    Ich sehe den Widerspruch zwischen E-Bike und UL auch nicht unbedingt.

    Akku und Motor sind quasi das Gegenteil von Weglassen.

    im Falle von E-Bikes oft auch ein gesundheitliches Thema.

    Es gibt Gründe so eine technische Vorrichtung zu nutzen, bei vielen ist es halt schlicht die eigene Bequemlichkeit. Das allein wäre nicht problematisch, wenn damit nicht auch viele Leute jetzt in Bereichen negativ auffallen würden, an denen sie ohne diese Gerät gar nicht erst erreichen würden. Anwesende wie immer ausgeschlossen und eigentlich ist das ja weit off topic.

    Mein Eindruck ist, dass da mehr oder minder krampfhaft versucht wird, wieder Leben herzustellen. Im Moment posten eigentlich nur Mods oder ganz neue User.

    E-Bikes und UL...ich tue mir schwer diese zwei Dinge unter einen Hut zu denken. Das ist ungefähr so wie UL-SUVing. Eine philosophische Grundsatzdiskussion dazu wäre eigentlich genau meins...aber muss auch nicht sein.

    eine übersichtliche Schaltung

    Ich verstehe nicht, was das bedeuten soll.

    Entfaltung bedeutet wie viel Meter vorwärts rollt ein Laufrad bei genau einer Umdrehung der Kurbel. Je niedriger dieser Wert, des leichter ist der Gang, desto eher kann man Gewicht den Berg hoch treten. Je höher der Wert, desto mehr Geschwindigkeit kann man potenziell erzeugen.

    Eine MTB-Schaltung hat weniger als 1,5, während eine typische Gravelschaltung erst bei mehr als 2 startet.

    https://ritzelrechner.de/?GR=DERS&KB=32&RZ=10,12,14,16,18,21,24,28,33,39,45,51&UF=2309&TF=90&SL=2.6&UN=KMH&DV=development&GR2=DERS&KB2=30,46&RZ2=11,13,15,17,19,21,23,25,27,30,34&UF2=2309

    Das sagt Dir jetzt vielleicht alles nix, aber mit einer Entfaltung von 2,0 oder mehr kann man leicht am Berg abstinken. Das MTB hört dann bei 7,4 auf, was bedeutet, dass "nur" bis so 40 km/h gehen. (Tatsächlich geht schon etwas mehr.) Gravelbikes können da dann noch ein gutes Stück drauflegen.

    Ich weiß nicht, was Du brauchst oder willst. Im Zweifel wird eine MTB-Schaltung bzw. entsprechende Bandbreiten die bessere Wahl sein bei Zusatzgewicht und kein Drang zu höheren Geschwindigkeiten.

    Gravelbikes lassen sich u.U. mit MTB-Komponenten umrüsten.

    Das kann teuer werden, weil nur manche Sachen zueinander kompatibel sind. Deswegen besser gleich richtig kaufen.

    Unzumutbarkeit vom Rad im Zug

    Verstehe ich nicht. Ist die Radmitnahme bei Euch so schlecht, oder wie?

    Ich scheue nur dahingehend Alurahmen.

    Musst Du nicht scheuen. Die sind durchaus robust.

    Wenn Du ein Rad in Aussicht hast, dass Dir gefällt, dann nimm das! Das Gefallen ist ein massiver Faktor. Surly ist auch quasi Spezialist für Bikepacking. Wird nicht so falsch sein.

    Meine Fragen haben eigentlich mehr auf Schaltungsbandbreite und die gewünschte Sitzposition abgezielt. Dahingehend habe ich keine wirklich Erkenntnis gewonnen. Muss ich aber auch nicht. Ich empfehle grundsätzlich auf ausreichend niedrige Gänge (geringe Entfaltung, d.h. leichter zu treten) zu achten. Bergauf mit Gewicht trifft einen deutlich härter als bergab nicht mehr mittreten zu können. Im Zweifel rate ich auch grundsätzlich zu den dickeren Reifen. Für die Meisten überwiegen deren Vorteile.

    Als absoluter Neustarter im Bikepacking stehe ich vor einem riesigen Komplex, was die Wahl des richtigen Fahrrads anbelangt.

    Was für Fahrräder bist Du denn schon gefahren bzw. fährst Du? Willst Du eher gemütlich durch die Landschaft kurbeln oder könnte da Ehrgeiz zu höheren Geschwindigkeiten drängen? Welche Steigungen (% und hm) möchtest bzw. musst Du bewältigen?

    Die Fragen zielen auf Sitzhaltung und Schaltungsbandreite ab. Ich glaube, das sind die entscheidendsten Kriterien für die initiale Auswahl und vorher will ich keine Empfehlungen aussprechen.

    Umfrage ist erstellt und im Startpost hinzugefügt!

    Gerne teilnehmen ☺️✌️

    Die Auswahlmöglichkeiten sind etwas unsystematisch und decken z.B. meine Situation nicht ab. Ich nutze tatsächlich auch ein Pack ohne Hüftgurt, bevorzuge aber Gurte grundsätzlich, auch bei geringeren Gewichten. Die Wahlmöglichkeiten müssten eher so sein:

    • niemals Gurt
    • eher kein Gurt
    • neutral
    • eher mit Gurt
    • immer Gurt
    • Sonstiges