Beiträge von PositivDenken

    Danke auch für die Infos zum Cimarron! Meinst Du, das Half Inner passt auch hinter die Stange statt seitlich? oder ist das zu lang?

    Hm, auf die Idee bin ich noch gar nicht gekommen. Was hätte das denn für einen Vorteil? Das Cimarron ist allerdings nicht quadratisch, einen Fuß länger als breit.
    Ich kann das aber gerne mal ausprobieren, komme aber gerade von einem Overnighter und bin etwas platt. Mal schauen, wann ich dazu komme…

    Nachdem ich „Fjäll Anders“ Experimentalreise mit seinem Ultamid mitverfolgt habe, hab ich die Idee mit dem Mid im Winter wieder verworfen (andere mögen zu anderen Schlüssen kommen):

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    Mein Kumpel hatte ein Duomid auf seinem Vita Band FKT und hat es gehasst. Viel zu klein für ihn. Dabei ist er gar nicht sooo groß. Knapp über 1,80.

    Ich selber hab ein Cimarron Light und bin damit an sich ganz zufrieden. Hab es schon auf einer einfachen Wintertour benutzt und habe das auch wieder vor. Unterhalb der Baumgrenze zeltend allerdings. So richtig ins kalfjäll würde ich mich damit nicht trauen. Auch wenn ich es ganz gut ohne sag abgespannt bekomme. Denke, dass deine Vermutung da richtig liegt.
    Zipper ist ein YKK 5er, wenn das die Frage war. Gut finde ich gerade die snow flaps, die waren im Winter Gold wert. Würde ich nicht ohne wollen.
    Hab auch ein solid half inner dazu, die gibts ganz günstig auf Aliexpress und passen perfekt. Benutzt hab ich es aber noch nicht. Denke aber, dass das zu zweit rein zum schlafen durchaus gehen würde, solange man nichts gegen kuscheln hat.

    Eine kleine Anekdote hätte ich noch, welche uns vielleicht auch nochmal zurück zum Thema führt. Ich hatte hier in Schweden mal eine Weile eine LGBTQ Wandergruppe. Zum Einen musste ich mir dafür ziemlich viele Anfeindungen gefallen lassen, so nach dem Motto „Schade, dass es sowas braucht“, „bist du sicher, dass es hier in Schweden sowas braucht?“ bis hin zu Unterstellungen, ich würde damit ein ungerechtfertigt schlechtes Bild auf Schweden werfen.

    Tatsächlich war es dann aber so, dass diese Gruppe nach und nach immer mehr von hetero, cis Frauen genutzt wurde. Scheinbar hatte sich das irgendwo rumgesprochen, dass sie hier in der Gruppe vor ungewollter Anmache durch irgendwelche Typen geschützt sind. Das führte aber auch dazu, dass immer weniger LGBTQ Menschen teilgenommen haben, vermutlich weil sie sich in der Gruppe nicht mehr wiedergefunden haben. Auch eine gewisse Form von Abuse. Jedenfalls hatte ich dann auch irgendwann keine Lust mehr. Und auf die Idee, dass sie ihre eigene Gruppe nur für Frauen machen könnten, sind sie auch nicht gekommen.

    Ja, es geht letztlich darum, dass Rentierwirtschaft dort wieder möglich sein soll. Und das geht aber nicht, wenn alle fünf Minuten ein Helikopter über die Landschaft donnert. Die Tiere meiden dann entweder die Gegend oder bekommen keinen Nachwuchs mehr.

    Es geht um die Frage, wie nachhaltiger Tourismus aussehen kann. Wie „zugänglich“ eine Gegend sein muss, um für den Tourismus attraktiv zu sein. Braucht es wirklich ein Drei-Gänge Menü am Abend, wenn ich in der Natur in den Bergen bin? Deshalb wird jetzt rückgebaut. Weniger Betten, weniger Luxus.

    All das ist und war innerhalb des STF auch seit Jahrzehnten hoch umstritten. Der STF hat halt einen Arm als nicht kommerzieller Verein von Mitgliedern und einen kommerziellen, der auf Gewinnoptimierung ausgelegt ist. Und auch innerhalb des Vereins geht es um die Frage: wie zugänglich muss fjäll wirklich sein?

    Also gut, um auch dazu noch was zu sagen: Mir ging es bei meiner Entscheidung nicht darum, dass ich befürchte, mir würde konkret Gewalt angetan, sondern dass ich mich auf meiner Wanderung nicht mit Situationen psychisch belasten will, wenn ich ohnehin unter dem Eindruck eines voranschreitenden Faschismus in den USA mir sonst schon zu viele Sorgen und Gedanken mache. Das hab ich auch - denke ich - so geschrieben. Wer meint das ins Lächerliche ziehen zu müssen, tut sich selber wohl kaum einen großen Gefallen damit. Aber jeder, wie er meint.

    Ich war ohnehin in keiner guten psychischen Verfassung und wollte dann im Urlaub mir keine Gedanken machen müssen, ob ich jetzt in dieses Wirtshaus gehe oder nicht, weil ich zwar eigentlich gern gut essen würde, ich aber Gesprächsfetzen aufschnappen könnte, die mich nur wütend machen. Weil ich mich nicht bei jeder Begegnung fragen wollte, ob mein gegenüber jetzt ein „besorgter Bürger“ ist oder vielleicht doch eine ganz dufte Type.

    Ich finde es halt auch gruselig, wenn ich lese wie Personen in Ungarn von wildgewordenen, selbsternannten Hilfssheriffs aufgegriffen werden und danach abgeklopft werden, ob sie denn keine Sinti oder Rroma sind. Das mögen manche Leute einfach abschütteln oder ignorieren und sich denken „kein Problem, die meinen mich ja nicht“. Privilege my ass. Ich finde es nicht geil.

    2023 auf dem PNT wurde ich von einer Art ziviler Bürgerwehr aufgegriffen. Nachts als ich noch am Zelt aufbauen war, tauchte plötzlich ein großer Truck mit drei Typen drin auf, die mich ausgefragt haben, wer ich bin, woher ich komme, was ich hier treibe. Das wohlgemerkt auf public land, kein trespassing (das muss man ohnehin genau im Blick haben, so einem das Leben lieb ist). Auch sowas brauche ich nicht. Schon gar nicht beim Wandern.

    Wahlausgang zu gunsten der AfD

    Von der AfD war im von mir geschriebenen nie die Rede. Das ist einzig euerer Phantasie geschuldet. Von dieser Unterstellung ausgehend wird jetzt das Rad immer weitergesponnen.

    Umgekehrt seltsam so zu tun, als gäbe es sowohl in Deutschland als fast überall sonst kein Problem mit Nazis. Die AfD ist mit großer Wahrscheinlichkeit eine gesichert rechtsextreme Partei. Viele ihrer Akteure und Sympathisanten SIND waschechte Nazis. Sowohl weite Teile ihres Programms als auch propagierte Inhalte ihrer Mitglieder sind nichts anderes als menschenverachtend und demokratiefeindlich. Wohlgemerkt zentraler Aspekt einer Demokratie ist es, die physische als auch psychische Integrität ihrer Bürger zu gewährleisten. Das beinhaltet zuallererst auch und gerade Minderheiten.

    Natürlich grüßt dich wohl niemand mit dem Hitlergruss in einem Hotel. Was zu vorgerückter Stunde in einem Wirtshaus passiert, steht aber auf einem andern Blatt. Und mir ging es mit meiner Aussage nicht darum alles und jeden als Nazi zu bezeichnen, sondern um meine Angst eben in einer solchen Situation zu landen. Nazis gibt es nun mal. Und gerade da wo der EB verläuft nachweislich ziemlich viele. Das kannst du an einer Statistik zu rechtsradikalen Gewalttaten genau so ablesen wie Meinungsumfragen. Und natürlich korreliert die Häufigkeit von gewaltbereiten Nazis mit den Stimmen, die die AfD bekommt. Damit ist nicht gesagt, dass jeder der AfD wählt, ein waschechter Nazi ist. Mengenlehre, hinreichende vs notwendige Bedingung.
    Ich bin den EB schon einmal gegangen. Damals mit meinem damaligen Freund. Es ist uns zweimal passiert, dass uns eine Unterkunft verweigert wurde, weil die uns kein Doppelbett geben wollten. Von mir aus nenn es konservativ. Ich will auch nicht mit Konservativen an einem Tisch sitzen.

    Das Wahlergebnis, auf das ich mich bezogen habe, war übrigens Trump in den USA, durch welches sich eben rechtsradikale jedweder Couleur befeuert sehen. Nicht zuletzt wenn ein paar Tage später ein abgehalfterter C-Prommi mit zu viel Geld auf dem Konto sich tatsächlich ermutigt fühlt auf einer Bühne und großem Publikum einen Hitlergruß zu zeigen.

    Tut doch nicht so, als würde das alles nicht passieren. Ihr macht euch mitschuldig. Es gibt keine Toleranz für Intoleranz. Kann es nicht geben. (Mal abgesehen davon, dass das mit der Toleranz eh so eine Sache ist. Aber das ist nochmal ein anderes Thema)

    So eine Debatte fände ich in der Tat ganz hilfreich. Einfach weil es der Realität entspricht, dass wir uns über derlei Dinge Gedanken machen und manche (je nach Privilegien) auch müssen. Wir leben schließlich nicht in einem Vakuum. Es ist ein Unterschied, ob ich die politische Haltung einer Partei diskutiere oder Beweggründe, weshalb ich ein bestimmtes Gebiet lieber nicht bereise.

    (An der Stelle sei mal angemerkt, dass der EB zwar kleine, aber denkwürdige, Teile Ostdeutschlands durchstreift, aber auch durch Tschechien, Polen, Slowakei und Ungarn führt, und alles nicht gerade Gegenden sind, die für ihre liberale Haltung gefeiert werden)

    Hat aber nichts hier in meinem Reisebericht zu suchen!

    Was die von Nelson ausgelöste Diskussion angeht, denke ich, dass hier noch ganz andere Mechanismen am Werk sind. Ich bin mit zwei Narzissten als Eltern groß geworden. Ich erkenne einen Narzissten, wenn ich ihn sehe. Ein Narzisst kann gar nicht anders, als alles Gesagte auf sich zu beziehen. Kommt es zum Streit, ist tendenziell alles ein Angriff auf seine persönliche Integrität. Er ist unfähig auf Gesagtes einzugehen und Argumente in ihrem tatsächlichen Umfang zu erfassen. Die eigene, verzerrte Wahrnehmung steht da dem reel Artikulierten scheinbar unüberwindbar im Wege. Gleichzeitig vermag er es nicht auch nur einen einzigen kohärenten, logisch klar durchstrukturierten Gedanken zu formulieren, auf den man als Gesprächspartner sinnvoll eingehen könnte. Der Ergebnis ist in aller Regel aussichtslose Frustration auf beiden Seiten.

    Wer nicht das „Glück“ hatte unter solchen Umständen groß zu werden, der braucht sich nur das vermeintlich erratische Gebaren eines gewissen Präsidenten auf der anderen Seite des Atlantiks anschauen.

    Am Tisch in den Hostals saßen häufig 5-6 verschiedene Nationen, alle reden Englisch, nur die Deutschen nicht.

    Ich verstehe das nicht. Selbst ein Hauptschüler hat 5 Jahre Englisch in der Schule…

    Die Deutschen haben dass Pech, dass ihr Fernsehen sprachlich synchronisiert und nicht mit Untertitel versehen ist. Eigentlich alle Nationen in denen man gut Englisch spricht haben das nicht oder kaum, sh zB Skandinavien

    Glaube, da steckt noch mehr dahinter. Und selbst das strikte Synchronisieren muss ja irgendwo seinen Ursprung haben. Jedenfalls ist es mir sowohl in Skandinavien als auch Spanien schon oft passiert, dass man von meist älteren Herren direkt und ohne Umschweife auf deutsch angesprochen wird. Ganz so als wäre das die Landessprache.

    Man mag sich zwar in seiner Opferrolle gefallen - ein strukturelles Merkmal des Faschismus übrigens -, das macht aus Behauptungen aber noch lange keine Fakten. In dem Moment aber, wo man mir Falschbehauptungen unterschiebt, wird es in der Tat unerträglich.

    Wer aus meiner Aussage herausliest, ich würde „die Menschen im Osten verunglimpfen“, leidet entweder unter einer gehörigen Leseschwäche (verzeihbar, dann bitte nochmal langsam und ohne Voreingenommenheit lesen!) oder agiert bewusst mit diffamierenden, bösartigen Unterstellungen.

    Letzteres ebenfalls wieder eine zentrale Eigenschaft von Menschen, denen ich auf meinen Wanderungen nicht begegnen möchte.

    PS: Warum ich es sein soll, der die Spaltung der Gesellschaft vorantreibt, wenn ich als schwuler Mann nicht mit Nazis an einem Tisch sitzen will, bleibt dein Geheimnis. Man würde sich doch zu erst einmal fragen müssen, warum nicht diejenigen, die nicht müde werden zu betonen, wen sie alles loswerden wollen, sobald sie an der Macht sind, die sind, die die Gesellschaft spalten? Einfach mal im Handumdrehen die Dinge auf den Kopf stellen und dann seine empörte Haltung zelebrieren. Ich bin es leid!

    Wäre wirklich die Frage, was mit „high end“ gemeint ist. Ich habe einen Katabatic mit 900fp (US Standard) und einen WM Nanolite (850fp US Standard), beide über 120 Nächte auf dem Buckel und sehen beide noch aus wie neu (loftmäßig).

    Ich wasche sie regelmäßig und werfe sie auch ab und an mal so in den Trockner, wenn es mal wieder ein feuchterer Kurz-Trip war.

    niemals würde ich einen Jahresurlaub und eine seltene Tourmöglichkeit alleinig dem Glück einer dichten/ nicht delaminierten Luftmatte anvertrauen!

    Ob dir da die 3mm EVA hilft? Mir ist das mal passiert und musste zwei Nächte auf der EVA schlafen. Die Hölle, ich war wie gerädert. Meine Tour ließ sich so jedenfalls nicht noch retten.

    Bisschen OT aber ich nutze die EVA für meine Beine in der Hängematte, da ich keinen UQ mit voller Länge habe (im Sommer).

    Auf dem Vita Band hatte ich einen Winterschlafsack (Komfort -10) und einen Synthetic-Quilt dabei (+5), den ich drüber gelegt hab, wenn‘s kalt war. Hat super geklappt, genau wie du beschrieben hast. Das meiste(?) an Kondens blieb im Quilt und der war einfach und schnell (in den Hütten) wieder trocken zu kriegen. Außerdem hab ich ihn bei längeren Pausen als Decke benutzt. Ferner wenn ich mal drinnen geschlafen hab, wo geheizt war.

    Nachteil ist natürlich mehr Packmass und Gewicht, als wenn man gleich einen wärmeren Schlafsack nehmen würde.