Ich versuche mich gerade an Tschechisch, weil ich dort mehrmals im Monat bin. Notwendig wäre es nicht, aber die Höflichkeit gebietet es schon irgendwie.
Ich nutze Duolingo, bin damit aber nicht so richtig zufrieden. Das Prinzip verfängt nur zu Beginn. Sobald es etwas komplexer wird, hätte ich schon gern mal irgendwelche Bildungsregeln erklärt, statt das nur learning-by-doing-mäßig zu behandeln.
Außerdem würde ich gern auch einen Fokus vorgeben können. Ich bin letztlich als Tourist unterwegs, dafür wären Zahlen, Orts- und Richtungsbegriffe interessant, aber nicht, dass die Frau meines Bruders 3 verheiratete Schwestern hat, oder was weiß ich. Wahrscheinlich muss ich mich da nach etwas anderem umsehen. Tschechisch wird natürlich nicht mit Deutsch als Ausgangssparache angeboten. Dabei fällt auf, wie unpräzise Englisch ist.
Tschechisch ist für mich die erste slawische Sprache, es ist auf jeden Fall interessant, wie stark anders das Vokabular ist. In der Schule hatte ich als zweite Fremdsprache französisch (nur wenig gelernt, alles weg, ärgert mich heute), da hatte ich mit Deutsch und Englisch einen deutlich besseren Zugang. In dem Dreieck Deutsch-Englisch-Französisch gibt es massenhaft Eselsbrücken, die mir nach Osten wirklich fehlen.
Skandi-Kauderwelsch verstehe ich als Mensch mit Platt-Hintergrund, gemischt mit Englisch und ein paar Aufenthalten ebendort fast von allein. Das ist schon witzig. Meine Freundin lernt Norwegisch mit Duolingo, beim Hörverstehen komme ich da durchaus mit. Infotafeln, Werbetexte auf Lebensmitteln und sowas kann ich ganz gut erraten, egal ob Dänisch, Schwedisch, oder Norwegisch. Sprechen kann ich natürlich nichts.