Beiträge von DerLandstreicher

    Hatte gestern wegen ner anderen Sache Kontakt mit dem hiesigen Umweltamt. Da sich ein nettes Gespräch ergab, habe ich einfach mal zum Thema "Tenside" in der Natur nachgefragt. Er sah das vollkommen problemlos, da in der EU verkaufte Tenside alle biologisch abbaubar sein müssen. Kann man auch hier was nachlesen:

    Was bedeutet die Abbaubarkeit von Tensiden? | Verbraucherzentrale Hamburg

    Interessant fand ich sogar den Punkt, dass die Tenside recht schnell ihre Giftigkeit für Wasserorganismen verlieren, was ja immer als Hauptgrund genannt wird, Abstand zu Gewässern einzuhalten und sich nicht im Bach zu waschen.

    Er meinte, wenn man nicht gerade ne halbe Packung Waschmittel in den Bach schüttet und vielleicht ner erbsengrosse Menge Outdoorseife für die Körperpflege nimmt, wäre das dem Bach egal soolange es nicht 100 Leute gleichzeitig an einer Stelle machen.

    Ich war immer fixiert auf einen Packsack mit 5-10 l aufm Campingplatz, denn bei Wildcampen kann ich ja nicht soviel Wasser mitnehmen.

    Aber dann fiel es mir wie Schuppen aus den Haaren: wenn ich die Klamotten einzeln nacheinander wasche, brauche ich ja gar nicht soviel Wasser. Als Radfahrer ist das schwierigste Kleidungsteil die Radhose mit dem dicken Polster.

    Also mal in der Küche als Trockenübung nur 1 (in Worten "einen") Liter Wasser mit etwas Waschmittel in einen Topf geschüttet und die Radhose darin gewaschen. Hey! Es geht tatsächlich! Danach das Trikot gewaschen und im dritten Durchgang die Socken.

    Wasser ausgekippt und 1 l frisches Wasser zum Spülen hinein und alles nacheinander durchgespült. Super!

    Zum Schluss nochmal die Radhose in 1 l frisches Wasser gepackt um zu sehen, ob noch viel Dreck raus kommt, aber das Wasser war nur leicht trübe - also OK.

    So kann ich mit nur 2 l Wasser im Packsack an einem Übernachtungsplatz ohne Bach oder See meine Basiskleidung waschen.:)

    Man kann sogar 250 ml Wasser zum Kochen bringen und hat dann mit 750 l kaltem Wasser laut Mischungsrechner 1 Liter Wasser mit 35 Grad, was das Waschergebnis noch etwas verbessert.

    Zudem finde ich es schöner, meine Ausrüstung in der Apside nicht im Dreck verteilen zu müssen, sondern eine saubere Unterlage dafür zu haben.

    Naja, dreckige Schuhe auf eine saubere Unterlage zu stellen, ist jetzt nicht besonders sinnvoll.

    Bei meinem Zelt ist ne Unterlage dabei, die wie der Zeltboden aus 20D Silnylon besteht. Da ich die sowie so nicht nutzen würde, habe ich sie mal auf verschiedenen Untergründen gequält um zu sehen, was sie ab kann. Enttäuschendes Ergebnis: man hat der Unterlage die ruppinge Behandlung nicht mal angesehen. Bind echt erstaunt, was solch ein dünnes "Fuddelzeuch" alles verkraftet.

    Da meine Kröten für nen schönen Alpha Hoodie nicht reichen, suche ich nach einem einigermassen leichten Fleecepullover mit zip-neck in der Fuffzig-Euro-Klasse.

    Brauche ich für Bikepacking Touren im späten Frühling und Sommer. Für oben drüber habe ich ne Windjacke und drunter ein Polyester Schlafhemdchen. Ist für abends rumsitzen damit ich nicht so früh in den Schlafsack muss.

    Jemand einen Tip?

    Nachdem ich mit der Exped Flexmat Plus Schaummatte nicht klar kam (die Noppen tun mir weh - auch mit 4 mm Eva oben drauf), hatte ich ne 3,8 cm selbstaufblasende probiert (Nordisk Vanna 3.8).

    Schmerzen "nur" noch an der Schulter, aber die 50 cm sind mir als Seitenschläfer einfach zu schmal. Ich muss ständig drauf achten ob ich noch drauf liege und schlafe deshalb schlecht.

    Ich brauche also etwas mehr Dicke (aber nicht zuviel, sonst "Wasserbett") und mehr Breite.

    Habe jetzt die 5 cm Sea to Summit ultralight insulated - und zwar in der roten "womens" Version, weil ich die maximale Breite nicht oben, sondern als Seitenschläfer im Kniebereich brauche. Die Farbe ist seltsam, "Kondom des Grauens"^^.

    2x in den Sack gepustet und schon war sie voll. Schon mal klasse.

    Wenn man sie mit den Händen knetet, kistert sie etwas - liegt man drauf und dreht sich, ist sie ruhig.

    Ab in die Heia. Schönes Liegegefühl. Nach ein paar Stunden aufgewacht - immer noch schönes Liegegefühl. Man liegt angenehm tief und stabil und spürbar warm von unten.

    Ich denke, ich habe meine Matte gefunden!

    Habe gerade gesehen, dass Extremtextil auch 1,5 mm Neopren verkauft. Ich weiss, dass es pro Quadratmeter doppelt so schwer ist wie EVA 4 mm, aber beim Bikepacking kommt es mir eher auf geringes Packvolumen als auf geringstes Gewicht an.

    Mich interessiert ein Stück 50x100 cm als Antirutschunterlage unter die Luftmatte, die auch etwas Durchstichschutz bietet und auf der ich mich tagsüber bei einer Pause auch mal auf kalten Boden setzen kann.

    Kann Neopren das leisten?

    Die leichtesten Matten haben 20D Nylon. Also wie bei meinem Leichtzelt. Beim Zelt hätte ich da keine Bedenken, aber für ne Matte kommt mir das doch sehr Zerbrechlich vor.

    Hatte vor 20 Jahren eine der ersten Thermarests mit satten 900 Gramm regular 2,5 cm Dicke. Die ist trotz ruppiger Behandlung nie kaputt gegangen.

    Ab welcher Denier Garnstärke würdet ihr ne Isomatte mit der man sich auch mal ohne Unterlage auf ner Wiese herumfläzen möchte, kaufen?

    Fürs Protokoll:

    Habe mir jetzt ein Naturehike Tagar 1 für schlappe EUR 109,- gekauft. Habe beim Begutachten echt gestaunt, dass ich nichts zu bemängeln habe. Steht gut, schöne Farbe, gute Kopffreiheit mit meinen 1,90 m. Länge passt knapp und sie haben echt migedacht und am Fuss- und Kopfende jeweils zwei Dreiecke aus Moskitonetz so eingenähnt, dass man mit dem Schlafsack nicht an das evtl. kondensnasse Aussenzelt kommt. Zeltstoff 700 g, Gestänge 280 g, komme ich mit Heringen unter 1.100 g hin. Super!

    Auch wenn man dann cool ist: ich kann auf der Exped Flexmat Plus einfach nicht schlafen - auch mit 4 mm EVA drauf nicht. Im Outdoorladen ne 6 cm Luftmatte probegelegen und drauf seekrank geworden. Dann glatt erstaunt, dass ich auf so einer als überholt geglaubten 2,5 mm selbstaufblasenden Matte richtig gut liegen konnte.

    Habe mir dann ne Nordisk Vanna 3,8 cm gekauft. Hat 570 g und ich bin darauf beim Probeliegen gleich nach 10 Minuten erst mal weggeratzt. Passt!

    Für Bikepacker könnte noch bikerouter.de interessant sein.

    Nutze ich auch zur Planung meiner Radtouren. Wobei ich mir vorwiegend die Strecken selbst zusammenklicke. Dem automatischen Routing muss man schon auf die Finger schauen. Manchmal ist das so verliebt in eine stark befahrene Bundesstrasse, dass es sich auch durch Umschaltung auf ein anderes Profil nicht davon abbringen lässt.

    Und ein Routingprogramm weiss nicht, wo es schön ist. Ich dagegen (meistens) schon.