Als Resteverwertung von meinem Zeltprojekt aus DCF eVent hatte ich mir schon vor Jahren eine Regenjacke aus diesem Material angefertigt. Leider (dummerweise) war ich damals 'besessen' vom (UL-)Gedanken, sowenig Nähte wie möglich zu produzieren und habe die sechs Teile (Ärmel, Vorderteile, Rückenteil, Kapuze) so auf die zur Verfügung stehenden Stoffreste gezeichnet, dass jedes Teil ohne Binnennaht auskommt. Dass das bei meiner Konfektionsgröße nicht ganz aufgehen konnte, habe ich mir schöngeredet - und musste dann im Ergebnis feststellen, dass die Jacke etwas zu klein ausgefallen ist. Sie spannt vorn und unter den Achseln und ist am Rücken und den Ärmeln etwas zu kurz.
Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass dieses Material so etwas wie Goldstaub ist, weil es trotz seiner erwiesenermaßen überragenden Eigenschaften nicht mehr produziert wird.
Nach langem Überlegen habe ich mich entschieden, die Jacke umzuschneidern. Dazu musste ich den Zipper raustrennen, Ärmel, Rücken und Seitenteile verlängern und Einsätze unter den Achseln anbringen.
Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. Die Jacke passt jetzt und ich muss nur noch überlegen, ob ich die aufgetrennten und neuen Nähte noch mal abdichte.
Momentan habe ich das nicht vor, weil ich mit einer 60er Nadel gearbeitet und Nylongarn mit Baumwollkern benutzt habe. Die Jacke wiegt jetzt 98g, statt vorher 80g.