Meine ersten autarken Mehrtagestouren waren einerseits faszinierend schöne Erlebnisse und andererseits habe ich auch ziemlich gelitten. Der Kontrast zu früher wurde mir vor Kurzem wieder bewusst, als ich mit Freunden unterwegs war, deren Rucksäcke doch konventionell schwer waren. Für mich waren die sechs Tage Genuss in Reinform, denn es hat mir an nichts gefehlt und ich habe nicht im Ansatz irgendwie gelitten. Den anderen ging es ähnlich, nur kamen sie an ihre körperlichen Grenzen bzw. hatten Schmerzen (Schulter, Hüfte, Knie). Am letzten Tag meinte ich im Scherz: "Gebt mir eure Essensreste, ich bleibe noch." Genussorientierung bei fehlender Leidensfähigkeit ist für mich ein wichtiger Grund
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Ebenso wichtig ist mir, dass ich durch die Reduzierung meines persönlichen Ausrüstungsgewicht Dinge für meine Mitgehenden tragen kann und es so überhaupt erst möglich ist, mit Menschen die ich gern habe unterwegs zu sein.
Und ich finde es auch total faszinierend, dass man alles tragen kann, was man zum guten Leben braucht, ohne das Gefühl zu haben langfristig zu ermüden.
Statt "Oh ist das schön, aber ich kann nicht mehr" ist es gerade eher "Wow ist das schön, ich will nicht dass die Tour zu Ende geht".