Damit wäre ein echtes Monomaterial-Produkt machbar.
Und damit passiert dann was?
Ohne entsprechenden Gesamtprozess („Cradle to Cradle“) ist sowas - tschuldigung - Marketing Bullsh*t und Augenwischerei.
Die spannende Frage beim Recycling ist: Was will ich erreichen?
Energie/CO2 sparen oder Rohstoffe zurück gewinnen? Letzteres ist insbesondere bei Metallen, seltenen Erden etc. sinnvoll. Bei Kunststoffen wird der Prozess - also einsammeln, trennen, aufarbeiten - schnell so Energieintensiv, dass es sich nicht lohnt.
Die wenigsten Kunststoffe lassen sich in der Praxis sinnvoll recyceln, wenn man von thermischer Verwertung aka Müllverbrennung absieht. Also quasi als Heizöl - gerne aus nachwachsenden Rohstoffen - mit vorheriger Nutzung als Kunststoff, woraus dann Strom und Wärme gewonnen wird.
Das Problem startet bei fehlender Möglichkeit solche „sortenreinen“ Kunststoffe dem Recycling überhaupt sinnvoll zuzuführen. (Sortieren, Sammelstellen, etc.)
Es endet bei den Additiven, die einem Kunststoffprodukt erst die gewünschten Eigenschaften geben und Verunreinigungen, die in Summe die Nutzbarkeit der recycelten Ware stark einschränken.
Bei Massenware wie Pfandflaschen mag sowas noch halbwegs sinnvoll umzusetzen sein. Bei Rucksäcken, Kleidung etc. -> Never ever.