Moin Azes,
bei den Monokularen gilt, ebenso wie bei Binokularen: eine Austrittspupille von 2,5mm, wie bei 8x20/10x25 wird, außer bei moderaten oder sehr hellen Lichtverhältnissen, häufig als "anstrengend" wahrgenommen. Das passiert öfter bei 10x, als bei 8x. Dafür gibt es zwei Erklärungen: a) die Handunruhe des Beobachtenden; sie kommt bei der höheren Vergrößerung stärker zur Geltung und b) die physiologische, bei manchen Menschen stärker ausgeprägte Pupillenunruhe. a) kann man selbst herausfinden und beurteilen, b) sieht in der Regel nur der Optiker oder Augenarzt. Wer mit einem 5x10 glücklich wird, hat sowohl eine ruhige Hand, als auch eine ebenso ruhige Pupille. Jenseits des 40. Lebensjahres ist die Fähigkeit der Pupille, sich bis auf 2mm zu verengen, schon bei den meisten Menschen in Mitteleuropa (nur dafür gibt es Untersuchungen) nicht mehr gegeben. Die Sehfelder der besseren Monokulare unterscheiden sich von denen ihrer binokularen Pendants nicht wesentlich. Unbestritten ist, dass für die meisten Menschen binokulares Sehen als "komfortabler" beschrieben wird.
Fazit: auf ein Monokular muss man sich psychisch und physisch einstellen; unproblematischer zu nutzen als ein Binokular ist es in jedem Fall.
Zum Gebrauchtkauf eines 8x20 oder 10x25-Glases der Premiumhersteller muss der Interessent/die Interessentin erkennen können, um welche Baureihe es sich bei dem angebotenen Glas handelt. Am einfachsten ist das bei Zeiss. Es sind noch etliche Gläser im Umlauf, die weder mit der verbesserten Transmission -erkennbar am "T", noch der Phasenkorrektur "P" gekennzeichnet sind. Der Unterschied zwischen diesen Baureihen ist beim vergleichenden Durchblick sehr deutlich zu sehen. Leitz/Leica verzichtet auf derartige Kennzeichnung, da gerät der Kauf leicht zur Lotterie. Dasselbe gilt für Swarovski; da gibt es in der Vergütung merkliche Unterschiede bei den Baureihen. Das Risiko, ob das Glas tatsächlich zur eigenen Anatomie passt, ist, wie schon erwähnt, bei Binokularen höher. Hinfahren und angucken zu vereinbaren ist hier der Königsweg. Am Ende zählt aber natürlich nur, dass das Glas als komfortabel empfunden wird und Freude macht.
Mit freundlichen Grüßen,
janfalt