Ich bin auch Nutzer der TAR Xlite (in regular, ca. 366g) und habe zusätzlich immer ein Torso-langes Stück dünne Schaum-Isomatte dabei, aktuell die Gossamer Gear 1/8inch. Damit hätte ich eine Not-Isomatte dabei, falls die Luftmatte versagt und die Flickversuche erfolglos sein sollten. Ansonsten kann die Schaummatte bei sehr kaltem Boden zusätzlich unter die Xlite gelegt oder anderweitig vielfältig verwendet werden, z.B. als Sitzkissen.
Beiträge von ChristianS
-
-
Nachdem mein letzter Rucksack BlackPack V2 leider in Schweden aus dem Auto gestohlen wurde, war das nächste Projekt wieder ein neuer Rucksack. Die Zeit war also reif für einen "BlackPack V3"!
Das Grundkonzept ist das Gleiche geblieben, also ein einfacher Quarder mit Rolltop, der mit zwei CFK-Flachstäben versteift ist. Als Hauptmaterial kommt nun jedoch das krasse Venom™ zum Einsatz, also 100% gewebtes Dyneema mit schwarzer wasserdichter TPU-Beschichtung.
Die Schultergurte sind wieder aus 2 Lagen 3D-Mesh, das hat sich für mich bewährt, bessere Belüftung.
Eine Bodentasche ist auch wieder dabei.
Die Schultergurt-Taschen sind diesmal á la Palante ausgeführt, aber wieder mit Verschluss-Haken.
Das Fanny-Pack dient gleichzeitig als minimalistischer Hüftgurt, kann aber auch abgenommen und einzeln getragen werden. Für das Schnittmuster habe ich den super Pattern-Generator von Zipworks verwendet.
Zum Schluss noch das Gewicht: 420g für den Rucksack und 55g für das Fannypack samt Gurt.
Als eine kleine Neuerung habe ich an den Schultergurten noch jeweils zwei Schlaufen aus Elastikkordel eingebaut:
So ist es auf ganz simple Art möglich z.B. einen Regen-/Sonnenschirm zu befestigen:
Oder man kann seine Stöcke für kürzere Roadwalks oder Kletterpassagen einfach unter den Arm hängen:
Dazu gibt es unter den Seitentaschen noch eine Schlaufe aus Kordel, in die man die Stockenden einschiebt.
-
Der Link geht auf 404.
Hmm, Palante bietet wohl den Simple-Pack leider nicht mehr an.
-
Und hier noch ein paar Bilder von der zugehörigen Hüftgurt-Tasche:
Die Tasche alleine wiegt 32 Gramm, die Gurte zusammen 36 Gramm.
Das Ganze am Rucksack montiert
Die Gurte sind so konzipiert, dass man links und rechts die Gurte nach vorne stramm ziehen kann. Die Blitzverschlüsse sind dabei nicht direkt am Rucksack, damit man leichter dran kommt beim Einklipsen.
Und jetzt freue ich mich sehr auf die nächste Tour mit diesem Gespann!

-
Nach den Praxis-Erfahrungen meiner letzten Tour und der Inspiration der neuesten Entwicklungen auf dem UL-Rucksack-Markt (Huckepacks, Waymark, etc.) ist in mir der Wunsch nach einer Verbesserung meines vorletzten Rucksack-Projektes Blackpack gereift. Das Prinzip des simplen kompakten Quaders mit Rolltop finde ich nach wie vor super, möchte nun aber etwas robustere Materialien, eine minimale Tragestruktur in Form zweier CFK-Flachstäbe, Loadlifter und ein paar weitere Details verwenden bzw. umsetzen.
Folgendes Endergebnis ist dabei heraus gekommen:
Rucksack mit Minimal-Höhe, Hauptfach ca. 25l Volumen.
Rucksack mit Maximal-Höhe, Hauptfach ca. 35l Volumen
Bodennetztasche mit Kamsnap-Verschluss und Wasserablauf-Niete der Seitentasche
Rolltop-Faltung ala Huckepacks bzw. von derray
In die Schulter-Netztaschen passen 0,5l Flaschen, in die Seitentaschen 1,5l Flaschen oder ...
... auch 2x 1l Flaschen.
Loadlifter
Hier noch ein paar Eckdaten:
- 210 DEN Nylon PU-beschichtet von ExTex
- Elastischer Netzstoff von AdventureXpert
- Voll-Mesh-Schultergurte für gute Belüftung
- Grundmaße 27x19x50cm + 25cm nutzbare Höhe bei Bedarf
- Gewicht 390g
- Abnehmbarer Hüftgurt (noch nicht fertig ) oder Hüftgurt mit "Fanny-Pack" (noch keine Fotos)
Zusätzlich habe ich mal versucht den Entstehungsprozess als "making of" Video festzuhalten:
MYOG Rucksack ultralightKleines Making-Of meines neuesten selbst genähten UL Trekking Rucksacks. Die meisten Arbeitsschritte sind dargestellt, manche kleineren Steps sind weggelasse...youtu.beEs ist der Versuch mal die gröbsten Arbeitsschritte fest zu halten. Einige Detail-Schritte habe ich weg gelassen, sonst wird das Ganze viel zu lang.
-
Ganz in Schwarz gehalten ist der Rucksack hauptsächlich vom Pa´lante Simple Pack und Waldschneider inspiriert.
Hauptmaterial ist diesmal das 90g Zeltbodennylon: Schwarz, günstig, robust. Bei meinem letzen Rucksack in der Kombination aus Zeltbodenstoff und 55g Silnylon war ich mit dem Silnylon-Anteil nicht zufrieden, dieser zog sich auf Tour in Schweden an belasteten Nähten etwas auf (Essen für 7 Tage
).Die Maße des Hauptpacks sind 28x23x80cm, also deutlich voluminöser als das Simple Pack.
Die Träger sind aus zwei Lagen 3mm 3D-Mesh nach Waldschneiders Schnittmuster, ergänzt durch Taschen aus elastischem Netzstoff, in die z.B. eine 0,5l-Flasche, Handy, Fotoapparat, Snacks etc. passen. Die Rückenlänge beträgt ca. 46cm, auf einen Hüftgurt verzichte ich.
Netzaußentasche und Gummischnürung schaffen bei Bedarf zusätzlichen Stauraum, z.B. für ein nasses Tarp, zusätzliches Essen, etc.
In der Bodennetztasche kann Regen-/Windkleidung und die Tagesverpflegung untergebracht werden.
Das Rolltop ermöglicht es bei Bedarf eine Isomatte außen zu befestigen.
Insgesamt ist der Rucksack etwas schwerer geworden als erhofft, nämlich genau 300g, wenn ich meiner Waage glauben darf. Dies führe ich auf die vielen Details wie die Träger-Netztaschen, die Gummischnürung, die Bodennetztasche, die Voll-Mesh-Träger und die mit breiten Grosgrain-Band besonders verstärkte Verbindung der Träger zum Sack zurück. Dafür bekomme ich aber einen robusten Rucksack mit vielen Unterbringungsoptionen für die Ausrüstung. Jetzt bin ich gespannt auf die Praxis...!
Kleines Erfahrungs-Update:
Auf meinem Herbst-Trip auf dem E6 durch den Harz musste sich der Rucksack in der Praxis beweisen. Und das hat er sehr gut gemacht! Beladen mit ca. 4,2kg Ausrüstung, 1,5l Wasser und ca. 3kg Essen ließ er sich sehr angenehm tragen. Die Wasserflaschen in den Seitentaschen lassen sich im Laufen gut erreichen, die Taschen an den Schulterträgern sind super praktisch. Das Volumen passt auch und Voll-Mesh-Träger sind ein Traum

Einziger Schwachpunkt: Die Bodennetztasche. Dort hatte ich neben Windjacke- und hose auch ein paar Beutel Tages-Snacks untergebracht, aber der Netzstoff ist etwas zu schwach, um die Ladung schwingungsfrei an den Boden zu drücken. Hier werde ich wohl noch Elastikband nachrüsten, denn der schnelle Zugriff auf dieses Fach beim Laufen ist top und ich möchte mich nicht nur auf die Windkleidung dort beschränken.
Kleines Update zum Rucksack:
Zwischenzeitlich habe ich mir etwas von dem elastischen Netzstoff von adventurexpert besorgt. Macht einen guten, fest-elastischen Eindruck. Also habe ich schweren Herzens den Boden am Rucksack rausgetrennt und einen Neuen incl. dem besseren Netzstoff eingenäht. Was soll ich sagen: Ein Stilbruch! Dieses Grau!

Funktional aber top! Zusätzlich habe ich noch zwei Kamsnaps angebracht, so dass sich bei Bedarf die Öffnung verkleinern lässt und die Ladung sicherer verstaut ist.
-
Hallo Hocker-Interessierte!
Ich wollte mit euch das Ergebnis meines ersten Versuches teilen, einen möglichst leichten Hocker zu bauen.
Der Prototyp ist dem Konzept eines X-Chair nachempfunden:
Gewicht: 92g
Das Ding ist aus drei CFK-Zeltgestänge-Segmenten von ExTex recht niedlich und niedrig und auch keine Sitzgelegenheit für einen ganzen Abend, aber für eine kurze Pause oder abendliches Kochen ohne andere Sitzgelegenheiten ganz nett.
Anders als beim X-Chair habe ich keine komplizierten CNC oder 3D Druckteile für die Rohrenden gemacht, sondern einfach in die Zeltgestänge-Rohrenden aus Alu ein 4mm Gewinde geschnitten, dort dann kleine M4 Edelstahl Ringschrauben eingeschraubt und das ganze dann mit 1m Carbonfaserroving in Epoxidharz getränkt umwickelt. Das sichert das CFK Rohr gegen aufspalten und verstärkt gleichzeitig den Übergang zur Ringschraube.
So etwa:
-
Cooles Ding! Und - wie hat es sich geschlagen auf dem Weg?
Sehr gut eigentlich, bin bisher sehr zufrieden. Allerdings waren die Bedingungen bisher nicht besonders herausfordernd.
Ich habe nur noch einen zusätzlichen Abspannpunkt auf die große rückseitige Fläche geklebt, damit der Wind nicht so eindrücken kann und man etwas mehr seitliche Bewegungsfreiheit hat. Auf dem Ultraleicht-Trekking-Herbsttreffen bei AlphaOne mache ich davon mal ein Foto und stelle es hier rein.
-
Für alle an weiteren Details Interessierten hier noch ein paar genauere Daten aus dem CAD:
Hier das Shelter mit dem "Schlaf-Sarg" 2,2mx0,6mx0,3m, also der Raum, den ich so als Bewegungsraum benötige.
Hier die Höhe vom Eingang und vom First. Der Trekkingstock sollte also 130cm Länge haben, um ihn für mehr Platz etwas schräg einstellen zu können.
Und hier noch die Maße auf einer DCF-Bahn ausgelegt für den Zuschnitt.
-
Servus liebes Forum!
Mein letztes Projekt des Winters 23/24 ist fast fertig und kann nun mal gezeigt werden. In Anlehnung an das "Abode" von John Zahorian habe ich einen ähnlichen Shelter gebaut, der allerdings nur fünfeckig ist, daher "Pentamid"
Im Folgenden ein paar Gedanken und Infos dazu!Der Schnitt mit rechteckigem Grundriss ermöglicht erstmal einen ziemlich simplen Aufbau, man legt es auf dem Boden aus, macht die vier Ecken fest, stellt die Stange rein, dann noch vorne und hinten festziehen - fertig! Ein weiterer Vorteil ist, dass ich das Tarp fast ohne Schnitte aus einer einzigen 4,5m Bahn DCF 18g/m² schneiden konnte, nur am Beak sind zwei Dreiecke angestückelt. Alles nur mit Transferklebeband geklebt, die Kanten der Pyramide sind nochmal mit DCF-Klebeband in Richtung des Kräfteverlaufes verstärkt, um Pinholes und andere Beschädigungen zu verhindern. Dabei ist es sehr lang (2,7m) und geräumig, wiegt aber nur ca. 255g incl. Schnüre.
Vorne der Eingang aus Moskitonetz 25g/m² ist mit einem Reissverschluss zu öffnen, das war mir beim Abode zu doof ohne. Das Netz am Boden ist aus 25g/m² Monofil Ripstopnylon und muss dann noch mit einem Groundsheet ergänzt werden.
Das Wohngefühl war heute beim Test schon mal sehr angenehm, ich freue mich auf die erste Tour damit! Am 1. Mai gehts auf den Hexenstieg damit, wenn alles wie geplant läuft.
Generell ist es natürlich eher ein Schönwetter-Konzept für die wärmere Jahreszeit, aber mit etwas Deckung lässt sich aber sicherlich auch mal eine stürmische und regnerische Herbstnacht gut verbringen. Ein reines Tarp hat mir einfach zu wenig Insektenschutz, da bin ich etwas empfindlich...
-
Schöner Blick auf den Pfälzer Wald.
Da gehts lang
Wir Alten können kaum noch krauchen, versuchen uns mit M&Ms wieder zu reaktivieren. Hunger habe ich komischerweise aber nicht. Leider sinds ab dem Aussichtspunkt immer noch etwa 1000m bis zum Lagerplatz, natürlich weiter bergauf. Dort irren wir dann erstmal umher, offenbar passen die Koordinaten nicht. Schließlich folgen wir dann einem WC-Symbol auf der OSM-Karte und werden endlich fündig. Völlig fertig lässt sich B. in ihre kurzerhand hingehängte Hängematte fallen, ich auf meine Isomatte. Der Zeltaufbau wird auf später verschoben. Sogar das unerträgliche Jucken wird zur Nebensache. M. macht dankenswerter Weise wieder Feuer und nach einer halben Stunde raffen wir uns auf, die Tütennahrung zuzubereiten. Hunger oder Appetit habe ich immer noch nicht, aber das Feuer und das reingezwängte Essen bringen dann doch ein paar Lebensgeister wieder. So kriegen wir noch das Zelt aufgebaut und die Zähne geputzt und fallen dann auf die Isomatten. Der Juckreiz wird wieder stärker, neue Stiche sind hinzugekommen und die Nacht wird wieder dementsprechend unruhig.
Zähneputzen im Camp Nr. 5
Blick in die Küche.
Am nächsten Morgen geht’s uns wieder ganz gut, nach dem Frühstück sind wir recht fit. Der Blick auf die Karte verrät aber, dass die Strecke zu Platz Nr. 6 wieder nur mit vielen Höhenmetern, etwa so wie am vergangenen Tag, zu erreichen ist. Das trauen wir uns aber nicht so recht zu, hinzu kommt der schlechte Schlaf durch die juckenden Stiche und der Akku vom MP3-Player ist leer… Also beschließt der Familienrat die Tour abzukürzen und zum Auto nach Dernbach zu wandern. Hätten wir noch einen Ruhetag am Platz 5 verbringen können, wäre die Entscheidung anders ausgefallen. Aber leider muss man nach einer Nacht den Platz wechseln. Wir packen unseren Kram und gehen den Weg zurück runter nach Eußerthal. Bergabgehen ätzt echt mehr als bergauf.
Morgens sieht die Welt anders aus.
Abkühlung im Bach - das tut gut!
Zwischen Eußerthal und Dernbach liegt dann nur noch ein moderater Hügel, so dass wir ohne Zwischenfälle mittags das Auto erreichen. Genau die richtige Zeit, um die Pfälzer Gastronomie zu testen! Wir finden im Ort eine sympathische Gaststätte und lassen die Tour bei lecker Wildgulasch und Spätzle ausklingen. Die eheliche Unterhaltung besteht inzwischen zu etwa 40% aus „Na, juckts? Nicht kratzen!“ Erst die Recherche daheim klärt uns darüber auf, dass wir an diesen tollen Herbstgrasmilbenlarvenstichen leiden und dass das Jucken noch so 1-2 Wochen andauern wird. Na toll!
Zurück nach Dernbach.
Lecker Pfälzer Essen
Fazit:
- Allen hat es eigentlich Spaß gemacht, meine Frau kann sich nun auch längere Touren vorstellen (z.B. den E6)
- Nur Laufen ist für Kinder langweilig, besonders als Einzelkind. Stimmt die Motivation, z.B. durch einen MP3-Player, sind ungeahnte Leistungen möglich
- Das Gewicht muss weiter reduziert werden, besonders an Zelt und Schlafsäcken, aber auch am eigenen Bauch
- Herbstgrasmilbenlarven sind die Pest. Ein echter Spaßkiller. Unsere Hosen waren mit Nobite behandelt, die Haut mit Autan, hat alles nix gebracht. Und Azaron hilft nicht gegen das Jucken. So bald werde ich mich nicht wieder unüberlegt auf eine Wiese setzen…
- Nur eine Handykamera dabei zu haben, ist auch irgendwie doof
-
Trekking Camp Nr. 4
Outdoor-Küche
Schöner Relaxen geht kaum...
Etwas gerädert machen wir uns am nächsten Tag auf die längste Etappe unserer Tour in Angriff zu nehmen. Es fängt schon schlecht an, wir starten in die falsche Richtung. Als der erwartete Abzweig lange nicht auftaucht, erkenne ich mit Blick auf die Handykarte den Fehler. Unter viel Gefluche und Geschimpfe kehren wir um, zurück berghoch, und schlagen dann den richtigen Weg ein. Aber der Weg bleibt schwierig, das Tal will uns nicht so recht auf die andere Seite queren lassen. Hohes verwachsenes Gras, versteckte Löcher, Bremsen und Mücken. Hier lernen wir die einzige Zecke der Tour auf B.s Rucksack kurz kennen, sie macht schnell den Abflug. Erst mittags erreichen wir dann Rinnthal, nur 25% der Strecke sind geschafft.
Versteckter Abzweig in Rinnthal nach Eußerthal
Türmchenbauen am Wegesrand
Schweres Gerät im Wald
Es ist wieder schwül warm, die Laune ist besonders bei M. am Boden und wir erheben dann doch keine Einwände, als er sich mit dem MP3-Player verstöpselt und irgendwas hört. Wohl irgendwas Lustiges, er lacht zwischendurch immer mal wieder. Weiter geht’s also nach Eußerthal, was viele Höhenmeter bergauf bedeutet. Ohne zu Murren und mit gelegentlichem Lachen lässt uns Junior am Berg stehen. Wir stapfen schwitzend und schnaufend hinterher, der Weg und die Landschaft sind echt schön. Nach einer gefühlten Ewigkeit sind wir endlich in Eußerthal, machen am Orteingang erstmal auf einer Steinmauer an einem Bach Pause und überlegen, ob wir nicht lieber die nahe gelegene Pension aufsuchen wollen. Nicht lange und ein Anwohner, der seine Biomülltonne kurz am Bach ausspült, verköstigt uns kurzerhand mit Weißwein- und Traubenschorle. Das zischt!!! Das Gespräch ist super nett und nach den obligatorischen Fragen nach dem Vorher und Wohin bekommen wir die Auskunft: „Zum Trekkingplatz? Ach, das ist nicht mehr weit, nur so ein, zwei Kilometer.“ Das schaffen wir!
Tolle Verköstigung in Eußerthal
Also auf, M. ist mit MP3-Player nicht totzukriegen, wir suchen den Einstieg zum Aufstieg zum Trekkingplatz Nr. 5. Am Ortsende finden wir den auch recht einfach, es geht steil nach oben, bestimmt 200-300 Höhenmeter. Uff. Im Schneckentempo schleppen wir uns mit frisch gefüllten Wasservorräten den Berg hoch. Oben gibt’s kein Wasser. M. wartet immer mal wieder auf uns, hat sonst aber ein sagenhaftes Tempo drauf. Unser Kampfspruch lautet ab nun: „Lieber hoch als runter“ und wird mehrmals laut in den Wald gerufen. Mit der Zeit merke ich aber, wie ich über mein Limit gehen muss, bei B. ist es genauso. Schweigsam kämpfen wir uns hoch und werden schließlich mit einer fantastischen Aussicht belohnt.
Steiler Aufstieg mit Hindernissen.
Eußerthal von oben.
-
Das stille Örtchen.
Am nächsten Morgen dann der erste Gruß von den Herbstgrasmilben. B.: „Reichst du mal den Azaronstift rüber, ich habe hier am Arm ganz viele Mückenstiche“. Merkwürdig, denn dank Autan, einem praktisch mückenfreien Lagerplatz und mückendichtem Innenzelt waren Mückenstiche sehr unwarscheinlich. Egal, Aufbruch nach Morgentoilette, Frühstück, Lager abbauen und Packen zum Platz Nr. 4. Wir kommen spät los, haben aber auch nicht viele Kilometer vor uns. Dafür viele Höhenmeter, wie sich bald rausstellt.
Immer schön nach oben...
Über einen Berg mit vielen Felsformationen, Ruinen und Burgen (u.a. Burg Trifels) ging es wieder runter nach Annweiler, wo wir noch Wasser eingekauft, die Pfälzer Sandsteinarchitektur bewundert haben und dann, wie kann es anders sein, Berg hoch zum nächsten Trekkingplatz liefen.
Coole Sandsteinfelsen.
Burg Trifels, diesmal deutlich näher.
Puh!
Impression aus Annweiler.
Weiter über Stock und Stein
Es war dann etwa 18 Uhr, als wir k.o. bei schwüler Wärme den Platz gefunden haben. Diesmal recht steil am Waldhang gelegen, aber mit ebenen Bereichen für die Zelte. B. hängt erstmal ihre Hängematte in die Bäume und entspannt ihren schmerzenden Rücken, während M. sich ums Feuer kümmert. Ich darf mich mal wieder ums Zelt kümmern, dann gehen M. und ich die angeblich in der Nähe befindliche Quelle suchen. Hierfür haben wir leider keine Koordinaten und so suchen wir erstmal in der falschen Richtung. Dann in der anderen möglichen Richtung, auch nix. Mist. Aber dann schlägt sich M. am Rande einer Kuhweide in die Büsche und siehe da, er hatte den richtigen Riecher. Eine kleine Quelle zwischen großen Steinen am Berghang hinter dem Zaun der Kuhweide. Keinen Meter unterhalb der Quelle waren dann auch schon die Ausscheidungen der Kühe zu bewundern… Das Befüllen unserer Platypus war zwischen den Steinen recht schwierig, dann machten uns zurück bergauf zum Lagerplatz. Inzwischen hatte ich auch an mir diese komischen „Mückenstiche“ entdeckt, die besonders bei Wärme und Berührung furchtbar zu Jucken begannen. Die meisten rund um die Handgelenke, sogar auf den Handinnenflächen. DAS können also definitiv keine Mückenstiche sein. Hmm, Azaron drauf, warten, bringt gar nix! Die Nacht war dann die Hölle, dieses Jucken! B. und ich hatten Mühe Schlaf zu finden, nur M. hatte diese juckenden Stiche nicht.
-
Anfang Juli 2015 war es nun soweit: Ich, meine Frau B. und mein Sohn M. (10 Jahre) brachen zu einer kurzen Trekkingtour im Pfälzer Wald auf. Meine Gelegenheit die beiden an meiner Begeisterung für UL-Trekking teilhaben zu lassen und vielleicht auch ebenfalls anzustecken. In den Vor-Eltern-Tagen hatte ich zusammen mit B. viele Urlaube mit Radreisen und Zelten verbracht und nun wollten wir uns als Familie an das Experiment Trekking wagen. Leider bin ich literarisch nicht sehr begabt, möchte mich aber dennoch an einem kleinen Reisebericht versuchen.
Früh war schon klar: So UL wird die Aktion nicht. Für einige Tage Versuchswandern wollte und konnte ich nicht für alle drei eine komplette UL-Ausstattung anschaffen. Würde das Trekking bei Frau und Kind nicht auf Gegenliebe stoßen, wäre das eine große Fehlinvestition gewesen. So war erstmal das 3,2kg Zelt gesetzt, auch die schweren Schlafsäcke von Frau und Kind mussten mit. Daraus folgte, dass auch die MYOG-UL-Rucksäcke daheim bleiben würden und mein Exos58 sowie der alte Trekkingrucksack meiner Frau Dienst tun würden. Mein Sohn nahm einfach seinen 800g-Deuter-Rucksack mit 20l Fassungsvermögen. Soweit so Kompromiss. Beim Rest der Ausstattung versuchte ich aber die UL-Prinzipien anzuwenden und so wurde für jeden ein leichtes Kleidungsset mit Hilfe von Decathlon ergänzt. Die Küche wurde auf Freezerbag-Kochen reduziert und auch der Rest vom Ausstattungsgeraffel wie Isomatten, Badbeutel, etc. wurden im Vorfeld soweit möglich reduziert. Meine Gewichtsparbemühungen riefen bei meiner Frau unverständliches Kopfschütteln hervor und die am Ende beim Packen von ihr herbeigeholten Gegenstände kontakarierten meine Bemühungen etwas: Schwere Brillen-Cases, Ledergeldbörse, Hängematte, usw. Dabei müsste sie nach ihrem Bandscheibenvorfall und den kaputten Bändern rund um die Sprunggelenke besonders großes Interesse am Gewichtsparen haben... So kamen am Ende recht schwere, aber noch gut tragbare Packs zusammen. Gewogen habe ich sie lieber nicht
Am 3.7. gings dann also los. Wir hatten uns vier der Trekkingplätze im Pfälzer Wald gebucht und eine grobe Route überlegt. Schön kurze Etappen, weil ich die Höhenmeter schwer einschätzen konnte und Junior nicht überfordern wollte. Mich natürlich auch nicht, mit dem schweren Rucksack plus 10kg Bürospeck zu viel auf den Rippen. Wir stellten das Auto am frühen Nachmittag in Dernbach ab und machten uns Richtung Annweiler zum Platz Nr. 3 auf.
Los geht´s!
Wanderer werden in dieser Gegend kritisch beäugt

Die Höhenunterschiede waren für uns Flachlandtiroler nicht ohne und ich war froh, die Etappenlänge sehr kurz gewählt zu haben. Viele Wege waren Bach-artig ausgespült oder matschig, die vorangegangenen starken Regenfälle in Süddeutschland waren noch deutlich zu spüren.
MATSCH!
Und wegen der reichlich vorhandenen Mücken mussten wir nach wenigen Kilometern eine Autan-Pause einlegen.
Praktischer Flaschenhalter, auch für Pausen.
Burg Trifels ist in der Ferne schon erkennbar.
Auf erstmal unspektakulären Wegen ging es dann nach und durch Annweiler. Dann eine kleine Futterpause im Gras, bevor es in den Anstieg zum Platz 3 ging. Das Essen war lecker, die Pause schön, aber vermutlich hier haben wir uns mit einer unheimlich unangenehmen Insektengattung „infiziert“, die in Norddeutschland nicht so verbreitet ist: Herbstgrasmilbenlarven. Sie blieben lange unentdeckt, doch später mehr dazu.
Mampf.
Schließlich fanden wir dank GPS im Handy den versteckten Platz ganz gut und so begann für M. nach dem langweiligen Rumgelatsche der spannende Teil des Tages: Lagerfeuer machen! B. und M. sammelten erstmal Holz im Wald, bevor es dazu zu dunkel wurde. Ich baute das Zelt auf und holte dann Wasser aus dem nahe gelegenen Bächlein. Der Platz ist schön am Rande eines länglichen Tales gelegen, großzügig bemessen und hat zwei Feuerstellen. Sobald dann das Feuer brannte, gab es Freezerbag-Fertignahrung. Das für den Abend gewählte Gulasch mit Kartoffelbrei war sogar recht lecker

-
Hier warte ich den heftigsten Regen kurz ab.
Es klart wieder auf und über der Staumauer in der Ferne ist ein kleiner Regenbogen zu erkennen.
Herbstliches Stilleben am Wegesrand.
Eine weitere kleinere Staustufe.
Die obere Staustufe ist sehr gut gefüllt.
Zeit für die Nachtruhe.
Frühstück!
Hier ist das Wasser der Oker stark bräunlich.
Da musste ich zum Glück nicht entlang.
Mal wieder so eine Harzer Waldautobahn.
Am Ende dieses Abschnittes breche ich die Tour ab und lasse ich mich von meiner Frau abholen, da ein starker Orkan angekündigt wurde, den ich nicht im Harz erleben wollte. Leider ein etwas abruptes Ende meiner Tour, die gerne noch ein paar Tage hätte weitergehen können.
Vielen Dank an alle, die bis hierhin gelesen haben

Ende
-
Die bei Kletterern beliebte Marienwand.
Vielfältige Blicke auf verschiedene Teilgewässer der Oker.
Der letzte Abschnitt zur Okertalsperre verläuft entlang der Straße.
Pausenmöglichkeit an der Okertalsperre, die ich für einen heißen Kakao und ein Stück Kuchen nutze.
Südlich der Mauer.
Nördlich der Mauer. Trotz des nassen Sommers und Herbstes 2017 nicht gerade voll.
Hej, endlich wieder Regen!
to be continued
-
Weiter gehts über typische Harzer Waldautobahnen Richtung Okertal.
Päuschen an der Halleschen Höhe.
Der Weg wird endlich wieder reizvoll.
Im Okertal fließt Wasser auf vielfältige Weise gen Tal.
Aussichts-Felsen im Tal. Etwas störend ist nur die stark befahrene Strasse, die man selten sieht, aber ständig hört.
Herbstfarben.
to be continued
-
Endlich mal ein Pfad in einem Waldstück. Jedoch schwierig zu laufen, da der Pfad durch den Regen in eine glibschige Schlammrinne verwandelt wurde.
Eine Propaganda-Tafel der industrialisierten Landwirtschaft.
Trockene Pause in einer Waldhütte vor Wolfenbüttel.
Später in Wolfenbüttel kommt endlich mal wieder die Sonne raus.
Kleiner Sprung nach Goslar. Sehr feine Altstadt. Und das Wetter ist auch ganz passabel.
Vergängliche Blumenpracht im Oktober.
Der neue Rucksack braucht ne Pause. Er hat die Bewährungsprobe erfolgreich bestanden.
Mittagessen to go.
to be continued
-
Ein paar freie Tage im Herbst wollte ich unbedingt für einen Kurztrip nutzen, am Besten ohne große motorisierte Reiseaktivitäten. So verließ ich also eines schönen Morgens im Oktober das Haus mit gepacktem Rucksack in Richtung E6, der durch meinen Wohnort verläuft.
Im Folgenden weniger ein richtiger Reisebericht als viel mehr eine lückenhafte Handybilder-Dokumentation

Los ging es morgens mit einem schönen Sonnenaufgang, aber es zogen schon dunkle Wolken auf.
Der Weg ist versperrt... Zum Glück nur ein paar Minuten.
Schon gehts los mit Regen, das graue Dämmerlicht macht das Fotografieren schwierig.
Ab diesem Autobahn-Tunnel folgt leider weniger reizvolle Landschaft.
Hier soll eigentlich der Weg langführen. Naja, man kämpft sich durch.
Wegen des Dauerregens verwandeln sich viele Wegabschnitte in Matsch-Bahnen.
Eine wunderschöne Agrar-Autobahn. Immerhin kein Matsch.
to be continued
-
Der Beak ist beim Plex solo deutlich weiter heruntergezogen, und es hat noch die alte Tür mit dem Überlapp - die neuen Exemplare werden wie das Bonfus mit Reißverschluss geschlossen.
Die aktuellen Plex solo Modelle auf der Zpacks-Website haben immernoch den "Überlapp-Verschluss"
Finde ich auch sehr gut, da Reissverschlüsse gerne mal Ärger machen und etwas mehr wiegen. Ab dem Duplex aufwärts gibt es auch Varianten mit Reissverschluss.