Beiträge von questor | hangloose

    Speedsterstovese hat schöne kleine Tuben, 8 und 20ml.

    8ml Empty Squeeze Tubes - speedsterstoves

    20ml Empty Squeeze Tubes - speedsterstoves

    Brexit sei Dank jetzt aber nicht mehr so einfach zu beziehen - und wirklich sauber bekommt man die mit der kleinen Öffnung halt auch kaum noch, vor allem, wenn öliges, dickflüssiges und klebriges drin war, e.g. Creme.

    Aber falls die jemand mal anderswo entdeckt...


    Prinzipiell ist mir ja wirklich lebensmittelecht, öl- und alkoholverträglich etc. ganz lieb und daher Apothekengefäße oftmals eine gute und zugleich extrem günstige erste Anlaufstelle.

    Daher meine Taktik: so wenig wie möglich mit so viel Schatten wie möglich. Heißt realistisch: super lockere, dünne Shorts ohne Liner und ein dünnes, lockeres Syntetik Hemd, das ich bei Hitze aufknöpfen kann. Bei Sonneneinstrahlung dazu den guten alten Swing Liteflex Schirm gegen Sonnenbrand, Hitzschlag und sonstige Probleme. Das erlaubt maximale Belüftung und hat sich bisher sehr bewährt.

    +1, bin vom stretchy am Körper sitzenden Merino T-Shirt mit Outdoor Research UV Armlingen auf ein extrem leichtes, luftig sitzendes Hemd gewechselt.

    Schirm, wo es geht, allerdings ist der mit bei schwierigem Gelände und bei Aufstiegen schnell lästig, was freie Hände angeht, aber auch handsfree noch bezüglich Sicht nach oben.

    Wenn der Schirm also weg muss, kommt ein luftiges Cap und ein myog Nackenschutz aus IZ Stoff zum Tragen, der entweder nur den Nacken - oder bis deutlich vorne bedeckt (und den ich "kürzlich" verloren und noch immer keinen Ersatz gemäht habe X() .

    Man merkt den Temperaturunterschied zum Schirm, der die Sonneneinstrahlung erst gar nicht so nah an die Haut lässt, aber es ist die bestmögliche Alternative.

    Sowohl Cap (OR Research Echo), als auch Hemd (Columbia featherweight) gibt es nicht mehr, adäquater Ersatz in Sachen Leichtigkeit und Luftigkeit sind mir bisher nicht bekannt. Vom Cap habe ich noch Ersatz auf Lager, vom Hemd nicht - irgendwann geht die Suche also leider von vorne los;(

    Untenrum Shorts, wobei ich den Hype um möglichst kurze Höschen nicht verstehe. Die Kniekehle darf gerne noch beschattet sein, dafür ziehe ich die Shorts auch gerne mal sehr baggy tief, wenn die Sonne lange von hinten brät. Üblicherweise die günstigen ~10€ Teile von Decathlon mit zwei Zipper Taschen, deren Name sich jede Saison ändert...

    Würde vermuten, dass deine Haltung/Bewegungsablauf mit Beckengurt und Gewicht auf der Hüfte schlicht eine andere ist.

    Wäre z.b. nicht überraschend, wenn die Hüfte und der untere Rücken etwas mehr nach hinten kommt, um das Gewicht darauf zu stützen. Andersrum ohne Hüftgurt zieht es den oberen Rücken ggf. weiter nach hinten und ähnliches.

    Und was für den einen besser, ist für den anderen je nach sonstiger Haltung, Vorschäden, muskulärer Disposition etc. schlechter.

    Und für die Galerie - mit welchem Gewicht warst Du denn unterwegs, dass zumindest für die Schultern funktioniert hat, Julia mit Hund ?

    War jetzt in Rumänien doch etwas überrascht, wie viel frische Bärenlosung sich auch weit über der Baumgrenze fand, nachdem ich mich vorab damit beruhigt hatte, dass die ja sicher unterhalb bleiben, wo sowohl Deckung, als auch Nahrungsangebot deutlich besser sind.

    Was macht man also oberhalb der Baumgrenze, wo Futter aufhängen ausfällt? Einfach irgendwo in die Landschaft legen und dann am nächsten Morgen die erwartbare Überraschung erleben, dass diverse andere Viecher sich darüber her gemacht haben?

    Auch von mir vielen Dank - wir werden jetzt Ende Oktober mal ein Stück rein schnuppern, Einstieg in den Ausläufern Liguriens (Passo Cento Croci).
    Wenn ich hier mal so reinfragen darf - wie war es denn mit Zecken auf dem SI?
    Und - hast Du verlässliche gpx tracks irgendwo auch länger zusammenhängend gefunden? auf der vasentiero Seite gibt's die ja nur Etappenweise - und die CAI-Seite ist ein besonders unübersichtliches Exemplar, über deren nur auf dem Papier existenten Englisch-Modus wir mal besser nicht sprechen ^^

    Danke

    Ich würde auch eher sagen, das PU ist das Problem gewesen. Das altert schneller als eine Sil-Schicht.

    Die Frage ist dann also eher, wie hochwertig die Beschichtung ausgeführt ist, als wie schwer der Trägerstoff ist.

    Klar, kann man auch einen minderwertigen Trägerstoff erwischen, aber auch hier ist gar nicht so sehr die Materialstärke der bestimmende Faktor, was Alterung angeht würde ich meinen.

    Vielleicht hat hier jemand tiefergehende Vergleiche angestellt, was die Güte der Beschichtung ist Alterung angeht? Da würde ich am ehesten Mal in Richtung Dr.Fabric aka wilbo schielen?

    Zumindest, was das Verkleben angeht, gab's da doch mal eine Versuchsreihe zur Beschichtung.

    Und was die Gummikordeln angeht, da hab ich kürzlich auch bei SMD erstaunlich kurze Lebenszeit gehabt. Das ist eher eine Frage der Hochwertigkeit der innenliegenden Gummilitze. Sowas wird zugekauft nehme ich an, dass man da mal Mist erwischt, kann ich mir schon vorstellen. Aber das geht ja zumindest wirklich einfach selbst zu wechseln, wenn die Enden geschraubt und nicht gepresst sind.

    Jetzt steck ich nix mehr in den Mund, was aus dem Wald kommt... :saint:

    Besorgte Obelixstimme: "aber so ein kleines Wildschwein in Ehren...

    Heute nur ein kleiner - um im Asterix Bild zu bleiben - Stapel Parasol-Helme, bei Omorotschka im Revier gejagt - und die paar Steinis und Maronen der kleinen Mitsammlerin überlassen

    Und speaking of Doppelgänger - ein Paar Gruppen hab ich stehen lassen, da der Ring doch arg fest war...

    Trollkids Windjacken, Unterschiede der Modelle auch den Hersteller auf Nachfrage unklar

    Kids Sira Jacket | desert | 152 | 525-815-152
    Modisch und vielseitig einsetzbar: Die KIDS SIRA JACKET darf im Sommer auf keiner Tour und keinem Ausflug fehlen. Die extrem leichte Jacke ist absolut…
    trollkids.com
    Kids Fjell Running Jacket | bright green | 140 | 909-304-140
    Einfach zu verstauende Windjacke,aus extrem leichtem, atmungsaktiven dünnen Rip-Stop-Gewebe, das gerne von Läufern und Bergwanderen als Schutz gegen…
    trollkids.com


    Nur noch gebraucht: JAKO-O Daunenanzug mit Armen und Beinen und Kapuze als Schlafsack für kleines Geld. Nur bis Gr 92 glaub ich - und gibt's auch mit Kufa, Vorsicht.

    Uh - Schilder weirdness, da kann ich mit!

    *Triggerwarnung geschmacklose P-incorrectness

    China - nischt darf man mehr! Ein Hoch auf die liberale Demokratie!


    No sexy posing


    Nix Sodomie


    Und mit großem Gemächt hat man da bekanntlich auch nichts verloren


    Der UL-Gedanke ist da auch noch nicht so gaaanz angekommen...


    Wobei - sobald es da tröpfelt, sieht's da so aus - durchaus alles recht leicht


    Aber wenn fünf Minuten später die Mülltonnen damit überquellen, hat man davon wahrscheinlich gleich mehrere Sets dabei, damit egalisiert sich das wieder.


    Und don't get me started mit Indien - da werden sogar unverdächtige Minderheiten wie Hornisten diskriminiert! Volle Solidarität:!:

    Mal nachgefragt - wer in der Regel nichts mehr an Klamotten hat, ist mit seinem Schlafsetup auch auf längeren Touren derart am Limit, dass bereits bei Normaltemperatur und darüber für die Tour alles nachts getragen werden muss?

    Würde ich ja unter stupid light verbuchen... Kälteeinbrüche oder höhere Nächte werden dann durchgewandert oder mit Liegestütze verbracht? Das glaub ich nicht, also was hab ich verpasst?

    Viel hab ich auch nicht übrig, aber ich plane eher so, dass ich im Quilt durch Klamotten noch Reserve hätte und z.b. den Alpha Pulli, der idR. mein Wärmeteil ist, Windjacke, zweites Paar Socken o.ä. normalerweise nicht an habe, sondern erst, wenn es weiter runter geht. Auch im Regenmantel schlafe ich selten - und wenn nicht feucht, sind da ja auch noch die Klamotten vom Tag zur Not.

    Dementsprechend: Ein rechteckiges, kleines Wäschenetz von Rossmann (13g) ist tagsüber Packbeutel und nachts Kopfkissen. Wenn überhaupt dabei - und nicht am Kopf, ist der Buff noch eine nette Hülle, muss aber nicht.

    In der Hängematte kann ich aber, wenn mal nichts mehr übrig ist, auch ganz gut ohne schlafen, daher passt dass meistens ein Kissen haben Prinzip für mich.


    Ganz anderer Ansatz - aus Interesse - packt noch jemand der Bodenbrüter die Schuhspitzen unter das Kopfteil oder ist auch das dem Reifeprozess Luxus gewichen? :S

    Als ich des Nächtens mal wach werde und die Schlafmaske von den Augen schiebe, wird klar, dass die Scheinwerfer wohl durchballern, der morgen bringt Gewissheit. Aber wahrscheinlich stört das sonst einfach niemanden im fetten Zelt oder Camper.

    Der See sieht nebelig frisch aus, wir machen uns noch kurz auf zu einem Kaffee im Ort und dann weiter, ein Stück die Straße lang bis zum Abzweig auf den Trail.

    Die Straße ist weder hübsch, noch sonderlich sicher zu Fuß mangels Weitsicht. Wir halten beim Laufen den Daumen raus - und wie so oft hält die abgefuckteste Karre, während alle anderen uns krampfhaft ignorieren und vorbei brausen.

    Zwei Straßenarbeiter machen uns Platz in der Kiste voller schmierigem, staubigem Werkzeug und neben uns mit bis zum Abzweig, dazu ein bisschen Konversation mit Händen und Füßen.

    Nach dem Abstieg zum See folgt der Aufstieg in die nächste Berggegend. Dabei geht es heute zunächst ein ganzes Stück die Neretva entlang. So etwas wie die Lebensader des Landes - und der, in den man auch von der emblematischen Brücke in Mostar springt. https://de.m.wikipedia.org/wiki/Neretva

    Wirklich hübsch, je höher wir können, desto tiefer liegt sie in ihrer Schlucht, bis wir nur noch den Canyon wahrnehmen. Es wird gebadet - und partiell Wildwasser geraftet.

    Umso bitterer die Meldung, die ich dieser Tage las:
    "Riesiger Müllteppich treibt nach Hochwasser im bosnischen Neretva-Tal" =O

    Folgen für Adria in Kroatien?: Riesiger Müllteppich treibt nach Hochwasser im bosnischen Neretva-Tal
    Neun Tage nach der Hochwasser-Katastrophe in Bosnien-Herzegowina hält ein Staudamm den Müll davon ab, weiter flussabwärts zu schwimmen. Nun könnte dieser…
    www.tagesspiegel.de

    Direkt etwas erfrischen und waschen und dann weiter hinauf

    Es folgt ein knackiger Anstieg, die Bäume werden weniger - und die Sonne sengt.

    Dann eine weile eher gelatsche - und so langsam die Suche nach Wasser. Die ersten Quellen erweisen sich als leer - und so landen wir an einer aufgestauten Quelle, die die einzig verlässliche wir und breit sein wird. Wir hatten davon schon in einem Tourbericht gelesen, schöpfend halb im Loch zu hängen entbehrt trotzdem nicht einer gewissen Komik.

    Dann wird die Landschaft ever zur langsamer ansteigenden Hochebene, Felder und Schafe prägen das Bild

    Die Schäfer, die dort oben in den Sommermonaten leben, pflegen äußerst üppige Selbstversorgergärten - da läuft nicht nur den Schafen am Zaun das Wasser im Munde zusammen:S

    Sodann ein Stück uriger Buchenwald, wie immer unmöglich im Bild festzuhalten

    Und dann eine gigantische Hochebene zur Linken, gefällig hügelig, mit Steinmauern und schaffen fast etwas Irland Flair, würde der Abgrund der Schlucht zur Rechten nicht stets daran erinnern, dass man sich auf fast 1500m befindet.

    ... Und die Ruinen daran, dass es Bosnien mit seiner Geschichte ist...

    Wir treffen einen Schäfer fortgeschrittenen Alters, 'unterhalten' uns etwas. Er schenkt uns noch etwas Wasser und zieht weiter. Schuhwerk sind dicke Wollsocken in Slipper artigen Gummiüberschuhen - interessant. Der pinke, vermutlich ausrangierte Rucksack der Enkelin ist noch weit zu sehen.

    Dann ein beeindruckend alter Friedhof mit der wohl besten Aussicht ever - und dann immer weiter - Hochebene links, Schlucht rechts - in fantastischer Abendsonne - wir können uns gar nicht satt sehen von dieser Kulisse

    Irgendwann grübeln wir, ob die gefälligen, kleinen Senken eigentlich kleine Krater sein könnten? Herausgefunden haben wir es nicht.

    Das höchstgelegene, dauerhaft bewohnte Dorf, Lukomir - und ein paar umliegende Weiler sind können näher, die Lagersuche beginnt - und irgendwann kann Tib mich der immer noch weiter muss, um eine vielleiiicht noch bessere Stelle zu finden endlich bremsen und wir schlagen auf.

    Der Tag war nicht ohne - vor allem der Anstieg auf die Hochebene - die Sonne erbarmungslos - und die Klamotten sind voller Salz. Wir sind platt - Tib dämmert es später, dass ihm die Sonne wohl ein bisschen einen mitgegeben hat - ich bin dann wohl nur Dank Schirm verschont geblieben.

    Dementsprechend werden die Sterne und die Aussicht auf die andere Seite der Schlucht aus der Hängematte auch nur noch im Augenwinkel des Einschlafens genossen - beeindruckend war die Sicht jedoch.

    Weiter geht's in's Prenj.
    Nachdem wir in Ravna Wasser aufgefüllt hatten, kam das unvermeidliche, wenn man sich im Tal befindet und der Aufzug kaputt ist ^^

    Über 1600hm verteilt auf stramme 7km - immer auf dem Bergrücken hinauf - man gönnt sich ja sonst nichts.

    Einerseits verfluchten wir den eine ganze Weile lang ziemlich zugewucherten Trail voller morgendlicher Spinnennetze - andererseits - ohne den Schatten der Bäume hätte das ganze bei mehr und mehr praller Sonne noch mal deutlich weniger Spaß gemacht als ohnehin schon.

    Dementsprechend reichte es zwischen dem vormittäglichen Geschufte ohne weitere Vorkommnisse oder auch nur Ausblicke auch gerade mal für ein einziges Foto.

    An der verschlossenen Hütte (Schlüssel Versteck wird wohl bei Anruf - und wir auch immer man eine Gebühr entrichtet - verraten) machten wir Pause und füllten nur so halb überzeugt unser Wasser am Regenwassersammeltank auf, über den dir meisten Hütten im Wasserarmen Karst der Region verfügen. Meistens ließ es sich jedoch vermeiden, auf diese für uns eher Fallback Lösung zurückzugreifen - und vertragen haben wir das Wasser auch durchweg.

    Irgendwann stand plötzlich eine einsame Wanderin vor uns, die aus der anderen Richtung kam - und auch als deutsche - und bis zur Grenze nach Montenegro als einzige VD Wanderin entpuppte.

    Ein bisschen Austausch über das zu Erwartende in beiden Richtungen - und dann ging es auch schon weiter zum spannenden Teil des Aufstiegs - in die Hochebene des Prenj.

    Wirklich spektakuläre, weite Landschaft in der Nachmittagssonne - und wieder einmal völlig einsam. Zudem wieder ganz anders als noch im Blidinje.

    Das erste Minengebiet - sowohl mit Schild, als auch in OSM verzeichnet. Wir fanden allerdings kein zweites Schild, was den Anfang des Feldes am anderen Ende ankündigte, aber wir kamen ja zum Glück aus der 'richtigen' Richtung :D=O

    Gen Abend wurden die Campstellen wieder rarer - die ersten Quellen, die endlich wieder verzeichnet waren, waren allesamt trocken - also weiter zur nächsten Hütte mit Quelle.

    Kurz vor der Hütte war ein alternatives Wegstück mit Nachdruck verblockt - das war dann schon eindrücklicher als das Schildchen, das eher danach klang, aus könne man Minen dort eben nicht ganz zu 100% ausschließen.

    Auch die Quelle unterhalb der nächsten Hütte tröpfelte nur noch minimal, es blieb abermals nur der Regentank der Hütte - diesmal wenigstens isoliert und im Boden versenkt und nicht in der prallen Sonne wie mittags.

    Die Hütte war von ein paar älteren Herren aus der Gegend belegt, die von hier aus wohl ein paar Gipfeltouren machten.

    Kommunikation mit translate, Händen und Füßen mühselig - und so richtig einladend, uns zu sich herein zu bitten waren sie nicht, also machten wir draußen Quartier.

    Schmunzelnd musste ich an die Schilderungen der Wanderin von mittags zurück denken, wir hilfsbereit doch alle wären - selbst Essen gab sie uns noch mit, weil sie viel zu viel von anderen auf dieser Hütte hier mitgegeben bekommen hatte. Ob es sich wohl um die selben Herren handelte?

    Es war lange nicht so frisch wie die Nacht zuvor, obwohl die Nacht klar war, aber die Hütte lag etwas erhöht und die Feuchtigkeit sammelte sich wohl unten bei der Quelle. Aufbauen, kochen Sterne gucken - und dann ab in die Hängematte.

    Die Nacht blieb deutlich wärmer, was eindeutig der leicht erhöhten Lage zuzurechnen war, wie wir alsbald erfahren, als ein noch sichtlich vom einer kalten, feuchten Nacht gezeichneter, etwas älter nicht ganz so wanderaffiner, etwas gemütlicher Partner und kurz danach die wanderbegeisterte, drahtige, weibliche Gegenstück zu uns aufsteigen, deren Nacht des Morgens daher verfrüht endete.

    Wir frühstücken und packen im Multitasking Modus und können so - mit Wasser aus dem Regentank für mehr oder minder den ganzen Tag bepackt noch im Schatten der Gipfel den ersten Anstieg machen.

    Ich weiß gar nicht mehr, woran es lag, aber so richtig auf 100% war der Akku bei uns beiden nicht. Wir entscheiden uns gegen die extra Runde über das steile Gipfel Dreigestirn Otis (2097), Zelena Glava (2115) und Botini (2115) als uns am Pass die Sonne mit bereits ordentlich Kraft begrüßt. Der lange Abstieg bis zum boracko See, über 35km und 2000m runter, zum Großteil Baum- und schattenlos und ohne zuverlässige Quellen auf einem weiten Teil der Strecke wird noch fordernd genug.

    Der Gipfelschlenker - auch vom Lager aus beeindruckend genug

    Wir entscheiden uns abweichend von der VD Etappe für eine andere, direkterr Route über den Glavica, den uns auch das Paar vom morgen empfohlen hatte.

    Gut zwei Drittel lang genießen wir weiter die Landschaft des Prenj, bis er das letzte Stück etwas schotterig, serpentinig gen Zivilisation geht.

    Als der boracko See am Nachmittag aus der Höhe zum Greifen nah scheint, wähnen wir uns schon alsbald im kühlen Nass, etwas entspannen, Energie tanken - und den halben, dort verzeichneten Laden leer kaufen. Zumindest, was Eis und kühle Getränke angeht.

    Aber wie so oft täuscht der Anblick über die noch beträchtliche Höhe hinweg, der Weg schlägt noch etliche Bolten um den halben See herum - und zuguterletzt ist der letzte Abstieg zum See wie im gpx Track verzeichnet in der Böschung zunächst nicht einmal findbar.

    Vermutlich nehmen viele, die der VD folgen schon im Südwesten den Abstieg zum See und sparen sich die Runde im Uhrzeigersinn bis zum Nordosten.
    Da die Alternative, einer viel (und schnell) befahrenen Art Bundesstraße zu folgen ebenso unbehaglich erscheint, suchen wir noch eine Weile weiter - und finden schließlich einen alten Pfad, der traumhaft mit allem zugewuchert ist, was dornt und brennt ||


    Es zieht sich, es nervt, es peinigt - die tiefstehende Nachmittagssonne brät uns einseitig - aber irgendwann sind wir deutlich zerschundener als erwartet endlich unten.

    Von Norden, an noch erstaunlich wenig sanierten Häusern, dafür erfreulich viel Obstbäumen vorbei, kommen wir an den nördlichen der zwei Campingplätze am Ostufer.

    Wir genehmigen uns am Eingang und Mini Kiosk, der kaum noch in Betrieb scheint (aber sich als der einzige auf OSM verzeichnete Laden entpuppt, auf den wir zum resupply gebaut hatten) beim netten Platzwart direkt ein Eis. Eher zufällig dadurch zahlen wir nicht direkt für einen Platz, sondern schlendern mit dem Eis erst einmal über den Platz, im zu schauen, ob sich ein Fleckchen - und vielleicht sogar ein Hangplätzchen findet. Der Platzwart meinte zwar, es ist jede Menge Platz, schließlich sind gerade alle nach dem Wochenende abgereist, aber irgendwie obsiegt wohl mein 'checking, just in case' Drang.

    Beim ersten Dauer-Camper, der direkt vor seinem Caravan ein recht großes, offenes Feuer brennen hat, schauen wir uns noch kurz gegenseitig an. Andere Länder... Dauercamper haben bestimmt Narrenfreiheit...

    Aber kaum ein paar Schritte weiter, geht es munter so weiter. Feuer hier, irgendwelche riesenhobos da, improvisierte Grills dort. Der eigene Nachwuchs sitzt im Kinderwagen im vollen Dunst des eigenen Ofenrohrs, campiert wird dicht an dicht - nicht bis an, nein, bis auf den Stand. Nicht nur beim Feuer herrscht ein reger Wettstreit, auch Musik schallt aus jedem einzelnen Autoradio. Blendet man den Umstand aus, dass sie Gefährte motorisiert sind (was schwer ist, schließlich laufen genügend Motoren) - und der überall herumliegende, sofern nicht verbrannte Müll eindeutig von unserer heutigen Zivilisation kündet, muss sich so ein Wikingerlager angefühlt haben.

    Völlig klar - wir ziehen weiter zum anderen Campingplatz - fester als jetzt kann man Daumen kaum drücken, dass der eine bessere Option ist. Links der See - rechts steigt das Tal steil an - und weiter kommen wir heute beim besten Willen nicht mehr großartig.

    Als wir dort ankommen, können wir unseren Augen kaum trauen. Weitläufig, kaum Leute, direkt am Strand ein paar Tische und eine Bar, aus den Lautsprechern säuselt entspanntes easy listening :huh:.
    Kneif mich! Die Fata Morgana der Campingplätze ist echt!

    Wir rätseln noch eine Weile, was in aller Welt einen absichtlich auf den anderen Campingplatz treiben könnte, die nette Betreiberin rollt auch nur die Augen, wie wir berichten, von dort zu kommen.

    Ein Sprung in den hübschen See (die Rauschschwaden vom ersten Platz sind auch aus der Ferne über den See noch sichtbar), kühle drinks - eine echte Dusche - Sachen öffentlich durchspülen, WLAN - paradiesisch. Dann geht's auf in Richtung Restaurant und weiterem Laden, der in bester Tante Emma Manier alles (oder eher wenig, aber ausreichend) bereit hält, was wir für die nächsten Tage benötigen.

    Oh - und die Sichtung eines echten Yugo! https://de.m.wikipedia.org/wiki/Zastava_Yugo

    Das Essen im Cafe und Restaurant (ja, es wird auch am späten Abend noch reichlich Kaffee im Cafe verzehrt) ist unerwartet gut, tib läuft mit der Speisekarte amok, wir sind seelig.

    Wieder am Campingplatz angekommen fällt uns auf, dass die LED Scheinwerfer, die unsere Ecke beleuchten noch immer an sind, weit und breit aber niemand der Betreiber mehr.

    Die eine Stimme im Kopf sagt, die werden bestimmt irgendwann automatisch aus gehen. Die andere improvisiert aus den Nylonsocken-Schultergurttaschen schon mal eine Schlafbrille - und so dämmern wir bald in einen herrlich festen Schlaf.