Beiträge von caficon
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ick sach ja... interessanter, lehrreicher Faden...
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Wird das in dem VBL dann nicht unheimlich feucht ? Müsste es doch eigentlich, weil Plastik=nicht atmungsaktiv.
Zu deiner Frage zum VBL: Bevor hier alles erklärt wird: Schau mal hier in unserem Wiki nach.
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Man kann von den Videos halten was man will.
Noch mal zurück zu diesem Video: Vielleicht denke ich ja falsch, aber das Nallo hätte man doch nicht mit den Türen in Richtung Wind aufgestellt, wenn man alle Tassen im Schrank hat (oder wir haben das immer falsch gemacht).
Bei dem Geodät von TNF weiß ich auch nicht so recht, ob man dem bzw. sich einen Gefallen tut, wenn man es mit dem Eingang / Vorzelt / Apsis / und insbesondere dem Extrabogen in den Wind stellt. Ich würde jetzt erst mal denken, es genau andersherum aufzubauen. Auch mit der Zeltform haben wir eine gewisse Erfahrung (auf dem einen Zeltplatz standen am Morgen nur noch unser Zelt und ein Akto). -
Meta-Exkurs*:
Ich liebe ja diesen Thread und seine Schleifen in andere Gebiete. Was hier an grundsätzlichem Wissen über Zeltkonstruktionen, Klebetechniken- und Materialien drinsteckt, wenn man sich mal die Zeit für bisher dreiundzwanzig!!! Seiten nähme, jetzt auch noch UH-Luft"gestänge" - das Ganze bisweilen präsentiert wie die Kommentare der vier Alten in Asterix auf Korsika, fantastisch! Allerdings - wer hat Zeit für dreiundzwanzig Seiten, wenn er nicht gerade Magen-Darm hat?Vielleicht wären gerade die Klebe-Exkurse etwas, was jemand fürs Wiki aufbereiten mag
?*im ursprünglichen Sinne, nicht dem von Zuckerberg gekaperten
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Als ich - vor vielen Jahren - von den Meindl Bergkloppern auf flache Schuhe und schließlich Nullsprengung (Altra LP und Merrell Trailglove) umgestellt habe, ging das über mehrere Jahre in Etappen. EDIT: das war zunächst kein Plan, sondern "passierte", weil ich mich immer nur den jeweils nächsten Schritt getraut habe.
Mir wichtig erscheinendes Element: Füße/Sehnen/Muskulatur Zeit lassen - besonders Sehnen brauchen Zeit. -
Carsten K. mein Material hieß nur Pertex Quantum und war leicht kalandriert - eher wie das hier: in einer anderen Farbe halt... Aber auch schön in fliederfarben oder türkis. Das Quantum air kenne ich nicht, hat aber eine andere Textur, wenn ich mir das so angucke (und ist schwerer)
Aber meiner Einschätzung nach (und so wurde ich damals beraten) müsste eigentlich alles mückenstacheldicht sein, was auch daunendicht ist. /ot]Hat mich in Oregon und Washington (Indian Heaven) gerettet zusammen mit eine Paramo Windjacke.
Auf dem Padjelanta Weg hätte ich es gerne schon gehabt, aber damals kannte ich das noch nicht.
Übrigens kann man jedes Loch darin prima mit Gaffa, Leuko oder so kleben... sieht dann halt ... anders... aus -
Azes Ich habe Pertex Quantum genommen. Für mich quietschrotes von Extremtextil, meinem Partner wollte ich das nicht zumuten und habe einen hellgrauen Rest erwischt. Irgendwo habe ich auch mal meine Anleitung aufgeschrieben, finde ich gerade nicht - vielleicht noch im alten Forum. Haltbarkeit: Seit 2018 habe ich 2 Hosen kaputtgespielt. Carsten K. hat hier mal was Schickes gepostet - Beitrag 2
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Mücken kommen nicht durch daunendichte Stoffe durch. Ich habe ja immer meine selber genähte Windhose dabei. Wiegt 65g, pluderig geschnitten, Gummizüge aus Shockcord in Taille und Beinabschluss. Über Laufshorts, Longjohns, normale Hosen… geht alles.
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Ich finde, dass Schaumstoffmatten für Seitenschläfer nicht prinzipiell ausgeschlossen werden sollten. Ich bin selber einer, und schlafe seit etwa 5000km nur auf diesen günstigen Schaumstoffmatten. Etwas anderes habe ich aber noch nie ausprobiert.
Die ersten zwei Nächte auf Tour schlafe ich auch immer schlecht, aber dann gewöhnt man sich dran. Es hilft auch das Gewicht nicht nur auf die Hüfte, sondern auf die gesamte Länge des Oberschenkels zu verteilen.
Thank you ! At least one guy left!
meine Rede Beitrag 37 -
Karajan war 3x verheiratet…
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nee🎶 man lernt nie aus ☺️ - welche?
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Das übelste, was ich mal erlebt habe, war ein Abschnitt auf dem Küstenweg in Cinque Terre, obwohl es wirklich noch so früh im Jahr war, dass man sogar in Portofino viel Platz hatte. Aber zum Glück sind die meisten Menschen ziemlich faul…
Ich habe es mir zur Regel gemacht, über die noch nicht wirklich entdeckten spektakulären Sachen nichts oder jedenfalls nichts Größeres zu schreiben. Noch nicht einmal hier; FB, Instagram etc. sowieso nicht. Das gehört zu LNT. Oder, wie es früher - in anderen Zusammenhängen hieß: Der Gentleman (ich füge hinzu: die Lady) genießt und schweigt.
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du meinst den langen von Toaks? Der polierte ist ein Gramm schwerer - 14 vs 15 g , wenn ich das richtig im Kopf habe.
Ich nehme deswegen nicht an, dass das so einfach nur mit Polieren geht.
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Ich benutze so etwas tendenziell dann im Badezimmer. Oder, falls vorhanden, auf dem Balkon.
Auf Nicht-Outdoor-Reisen haeb ich aber auch schon einfach einen Tauchsieder mitgenommen
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Kenn man an deutschen Flughäfen nicht zurück geschickt werden?
wurde in der Vergangenheit durchaus. Z.B. Musiker aus afrikanischen Ländern, dann kam die Band unvollständig an.
Ich erinnere das aus den Nuller-Jahren. Später war ich kaum noch im HDKdW.
Ich glaube, im Sport war das auch so, aber da kenne ich mich nicht aus.
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3. Abschnitt: Breckenridge bis Twin Lakes
4.8.25 Segment 8 bis Cataract Creek
Wir nehmen den ersten Bus nach Copper Mountain (umsteigen in Frisco) und wandern mit nun wieder wohlgefüllten Rucksäcken los. Lebensmittel für die nächsten 72 Meilen hatten wir, d.h. Lutz, am Vortag beim Umsteigen in Frisco gekauft – in Breck, dieser Tourismus-Hochburg, gibt es keinen einzigen Supermarkt.
Zunächst quert der Weg einige Skipisten, bevor er sich dann am Guller Creek bergwärts zunächst recht steil nach oben wendet. Nach einem Weilchen weitet das Tal sich etwas auf, und beim Rückblick sieht man wunderbar auf die Ten-Mile-Range zurück (man beachte die interessanten Namen der Berge - so geht das weiter - bis Peak 10). Sehr schön auch wieder die Landschaftsgestaltung durch die Biber. Es ist sonnig, warm, aber nicht heiß.
(mit freundlicher Erlaubnis von Peakfinder)
Weiter geht es über die Baumgrenze, Searle Pass, weiter aufwärts zum Elk Ridge, der heute unser höchster Punkt mit 12200ft, 3720m. Jetzt sind wir 12 Meilen unterwegs.
Unser erstes Murmeltier:
Ab hier geht es abwärts. Kokoma Pass, weite Blicke, auch zu großen Tagebauen mit Tailings Ponds hinunter (Schlammabsatzbecken, vermutlich recht ungesund).
Abwärts geht es; in einem Kommentar in Farout ist am Catarakt Creek auf 10000 Fuß ein schöner Zeltplatz beschrieben, und er ist auch nicht besetzt. Den Sonnenuntergang kann man durch Baumwipfel ahnen, fließend Wasser, die Reste einer Hütte. Knapp 16 Meilen und 3000ft/gut 900Höhenmeter waren es heute.
5.8.25 Tennessee Pass, Segment 9 bis Porcupine LakesNoch immer stehen wir jeden Tag um 5 Uhr auf, da benötigt man inzwischen die Taschenlampe. Es ist immer so um 5 Grad frisch - plus-minus 2Grad. Müsli, Kaffee und viel Tee, die Luft ist meistens so trocken, dass es keinen Kondens auf oder im Zelt gibt, sofern man unter Bäumen aufgebaut hat.
Heute geht es erst einmal abwärts zu einer Hochebene, dort überqueren wir unseren kleinen Cataract Creek – von den cataracts kann man aber praktisch nichts sehen. Auf dieser Hochebene war einst das Camp Hale. Hier wurde Anfang der 1940er die wohl ziemlich berühmte 10th Mountain Division aufgebaut und trainiert, die im 2. Weltkrieg in den Alpen gekämpft hat. Bis auf ein paar Betonreste ist von dem Camp nichts mehr zu sehen.
Wir laufen weiter und verpassen die letzte bei Farout verzeichnete Wasserstelle. Jedenfalls die letzte, die Wasser führt, wie wir an der ausgetrockneten feststellen. Wir fragen eine entgegen kommende Trailrunnerin, ob sie irgendwo Wasser gesehen habe. Hat sie nicht – aber sie bietet an, wenn sie am Auto am Tennessee Pass ankommt, eine Gallon Wasser für uns zu hinterlassen. Das sind nur noch dreieinhalb Meilen - Klasse!
Bis dahin sehen wir noch ein Moose mit zwei Jungtieren, laufen irgendwann auf einer langweiligen alten Bahntrasse und sehen die Reste zweier Kohlenmeiler.
Und da ist es, unser Wasser: Trail magic!
Die leere Plastikflasche können wir auch gleich einem Mann mitgeben, der sich dort die Memorials anschaut für die 10th Mountain Division und die Norwegian Division.
Von hier aus hitchen viele nach Leadville zum resupply, und weil es eine coole Stadt sein soll; wir wandern weiter und kommen in die nächste wilderness: Die Holy Cross Wilderness. Irgendwann vor langer Zeit ist hier mal jemand im Frühjahr gewandert und hat an einer Felswand ein großes Kreuz gesehen, wohl Schnee in Felsspalten. Daher der Name.
Beim Weiterwandern sehen wir voraus zu den ersten fourteeners, (Berge, die über 14000ft /4267m hoch sind). In Colorado gibt es sehr viele davon. Einige von ihnen liegen so dicht am Trail, dass man sie mit ein wenig Mehraufwand ersteigen könnte. Für mich bleibt das aber Konjunktiv: könnte.Gegen frühen Abend treffen wir „Chef“, sie zeigt uns gute Zeltplätze – aber ich möchte noch zu den Porcupine Lakes hoch. Aufstiege am Abend sind zwar immer die steilsten, doch diese Seen fand ich 2018 schon so schön. Ein junges, fröhliches Pärchen überholt uns, offensichtlich sind sie überhaupt nicht außer Atem. Ja, sie wollen auch noch zum Lake – es stellt sich aber heraus: zum Turquoise Lake einige Meilen weiter. Ich sei doch diese Ultra-Marathon- Frau, oder? Nee, bin ich beim besten Willen nicht. Oh, ich sähe ihr aber so ähnlich!
An den Porcupine Lakes sind wir ganz allein, genießen ein unglaubliches Farbenspiel und baden lieber nicht – hier gibt es viele leeches, Blutegel.
Heute waren es wieder einmal 16,5 Meilen und ungefähr 2600ft/800m; wir übernachten auf 11450ft/fast 3500m.6.8.2025 Wandern ins 10.Segment mit Pferdeäpfeln
Nach einem wunderschönen Sonnenaufgang, den ich versuche einzufangen, brechen wir auf.
Abgesehen von einer Traverse mit toller Aussicht folgt eine relativ unspektakuläre Wanderung. Während einer Nüsschen-und Riegel-Pause haben wir einmal kurz Netz und schaffen es, uns ein Zimmer im Historic Inn in Twin Lakes zu buchen (juhuu! Letztes Mal war er ausgebucht). Für ziemlich viele Dollars, 169 plus tax, aber immerhin mit Frühstücksbuffet. Hier überholt uns auch eine Gruppe von Reitern – Reiterinnen bis auf den Führer, dazu einige Packpferde. Von nun an gibt es andauernd frische Pferdeäpfel auf dem Weg. Am Timberline Lake Trailhead (bis hierher wollte das junge Pärchen gestern noch laufen!) kommen wir in das 10. Segment und in die nächste wilderness, die Mount Massive Wilderness; es geht ebenso unspektakulär angenehm weiter (bis auf die Pferdeäpfel). Hier ist tatsächlich Betrieb: Peak baggers, unser Weg führt zum Aufstieg zum Mount Massive, einem der fourteener. Am Willow Creek finden wir in der Dämmerung eine nette camp site, nicht weit von dem horse camp entfernt. Im Logbuch verzeichnet sind: Zelten am South Willow Creek auf 11000ft, geschafft haben wir knapp 16einhalb Meilen und 3300 ft/ rund 1000 Höhenmeter.
7.8.2025 Auf nach Twin Lakes!
Nach drei Meilen erreichen wir den Mt Massive Trailhead, hier parkt man, wenn man den Mt Massive erklimmen möchte, oder auch den Mt Elbert. Wollen wir nicht – wir gehen weiter, durch einen wunderschönen Aspen-Hain,
an den Lilly Ponds vorbei, an denen die Biber mal wieder ganze Arbeit leisten - Aspen scheinen ihre Leibspeise zu sein -
erblicken endlich die Twin Lakes
und erwischen bald darauf auch den Abzweig, der fast direkt in den Ort führt. Unser Zimmer können wir noch nicht beziehen, aber wenigstens die Rucksäcke drinnen abstellen; es gibt food trucks (einer hat ganz viele Aufkleber, jetzt hat er noch einen mehr),
und wir gucken uns den Ort an, checken schon mal den legendären conveniance store, der auch eine wohl gefüllte Hiker box hat (man kann sich auch Pakete hierher schicken lassen, und was dann zu viel in den Paketen ist, landet halt darin. So gut, wie der Laden ausgestattet ist, weiß ich jedoch nicht, warum man das tun sollte, solange man nicht z.B. Zöliakie hat).
Es gibt einen weiteren Laden mit Spezialitäten – auch da kaufen wir ein, und einen Stand mit superreifen Pfirsichen.
Und VW-Busse mit anständigem Kaffee
Wir beziehen unser entzückendes Zimmerchen (das angeblich mal von einer "Lady of the night" - so steht es da angeschrieben - bewirtschaftet wurde) und waschen alle Sachen mit der Hand durch – Waschmaschinen gibt es hier für uns nirgendwo.
Wir erfahren: der Historic Inn steht zum Verkauf; das Restaurant, es hat einen guten Ruf gehabt, ist bereits geschlossen. So essen wir am Abend „pie“ genannte Pizza aus dem food truck - und Salat.
Was nirgendwo verzeichnet ist, kein farout Kommentar weist darauf hin, und auch andere Hiker erfahren es erst hier per Mundpropaganda: Im Garten des anderen Spezialitätenladens dürfen Hiker in der Dämmerung ihre Zelte aufschlagen!Heute haben wir 10 Meilen zurückgelegt, überwiegend bergab.
Ein letzter Wettercheck: Die Voraussagen sind grandios – keine Gewitter in Sicht! Wir werden morgen die spektakuläre hohe Variante nehmen – die Collegiate West!
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2. Abschnitt: Bailey bis Breckenridge
31.7.25 Zero day!
Häufig werden in solchen Berichten die town stops übergangen – vielleicht, weil sie off topic erscheinen. Ich stehe dazu, ich brauche sie, mag sie, genieße sie. Bailey ist eine gut Wahl dafür. Man hätte vom Kenosha Pass auch in die andere Richtung, nach Fairplay hitchen können (im nahe gelegenen Jefferson gibt es nix mehr) – ich kannte aber Bailey schon vom letzten Mal und hatte es schön gefunden. Der Hostel-Bereich in der Two Bridges Lodge ist empfehlenswert, jedoch nicht groß. Ich denke, in der Saison (wir sind spät dran) sollte man ein Bett vorbestellen. Aber man kann auch draußen zelten und Waschmaschine, Küche und Dusche drin nutzen, das ist auch preisgünstiger.
Der Tag verging mit echt lecker chinesisch essen, lecker Eis, lecker Obst und Gemüse, lecker Nüsschen für Streifenhörnchen,
weiteren Gewittern und viel, viel Schlaf. Ach ja: und Hikerbox checken. Die manchmal etwas skurril ist – wir haben dieses Gericht nicht eingesteckt, wir hatten ja auch noch genug.
1.8.25 Segment 6: Über den Georgia Pass zur Middle Fork Swan River
Segment 6 ist das längste des ganzen Trails: 33 Meilen, zwei Tage, und dann sind wir in Breckenridge. Wir haben dort bereits von Bailey aus ein ziemlich herabgesetztes Appartement gebucht. 2018 war ich im Hostel gewesen – für Alleinreisende ist das erheblich günstiger, während es für 2 Personen oft kaum einen Preisvorteil gibt, zwei Bunkbetten zu nehmen, wenn man ein bisschen sucht.
Wir stehen sehr früh auf, gepackt haben wir bereits am Abend, und hitchen wieder hoch zum Kenosha Pass, der genau auf 10000ft Höhe liegt. Unser Weg führt uns zunächst zum westlich gelegenen Campground, wo wir uns an einen Tisch setzen und frühstücken. Ich lese die Kommentare auf FarOut – auf dem Campground muss es einen legendären Trailangel geben, Smurf. Dort gehe ich noch vorbei, schenke ihm einen unserer Aufkleber und bekomme ein Äpfelchen. Den angebotenen Kaffee lehne ich dankend ab. Wir wollen schnell nach oben über den Georgia Pass wegen der Gewitter.
Knapp 12 Meilen sind es bis dahin, den Pass werden wir bei 11876ft /3620m erreichen, und damit ungeschützt über der Baumgrenze. Wir gönnen uns Rückblicke und genießen es, wieder unterwegs zu sein. Auch dafür sind Zero Days etwas Feines.Fun fact: Heute laufen wir überhaupt nicht nach Süden, nur nach Westen – und sogar nach Norden!
Just als wir oben ins fast Freie kommen, ballen sich die Wolken zusammen. Binnen Minuten wird es bedenklich dunkel, wir bauen in Windeseile bei zunehmenden Windböen in einer geschützt liegenden niedrigen Baumgruppe mein Zeltchen auf. Keine Sekunde zu früh schlüpfen wir hinein und warten den Hagel ab. Bald ist der Himmel wieder blau und wir wandern weiter. Übrigens sind wir ab jetzt auch auf dem Continental Divide Trail – und überqueren erstmals die Hauptwasserscheide. Ein bewegender Moment.
Beim Abstieg passe ich irgendwann einen Moment nicht auf und verdrehe mir mal wieder mein Fußgelenk. Ich hinke weiter, bergab ist es echt blöd. Noch blöder ist, dass ich keine elastische Binde mitgenommen habe! Anfängerfehler.
Als wir von zwei jungen Hikern (wir haben sie schon vorher getroffen) überholt werden, spreche ich sie an, und Robin zaubert aus ihrem Rucksack eine blaue selbsthaftende Binde. Richtig klasse das Ding! Ich werde sie die ganze nächste Woche tagsüber tragen!
So erreichen wir zwar langsamer, aber: immerhin!, unser planmäßiges Ziel, den Middle Fork Swan River nach etwa 16 Meilen – Höhenmeter habe ich vergessen, aber die Zelte bauen wir auf knapp 10000ft auf (toller Name übrigens für ein Flüsschen – man weiß gleich, dass es auch eine rechte und eine linke Zinke geben muss und wie es nach dem Zusammenfluss heißen wird).2.8.25 nach Breckenridge auf direktem Wege
Am nächsten Morgen sagt der Knöchel Aua!, und wir beschließen, die alte Strecke auf der Tiger Road unten am Swan River zu nehmen. (Gut, wenn man nicht nur FarOut hat!) Das spart sowohl Meilen als auch viel Auf und Ab. Die Strecke ist nicht immer schön, aber interessant: Biber, Goldgräber und -wäscher haben das Tal umgestaltet – in sehr unterschiedlicher Weise. Biber verwandeln Täler in grüne Teichlandschaften (hier mit Biberburg),
Goldwaschen führt dazu, dass sämtlicher Sand abgetragen wird und nur die großen Steine zurückbleiben,
und wenn man den halben Berg durchlöchert, muss der Abraum ja irgendwo bleiben - eben vor dem Loch:
Nach sechs Meilen hat mein Fuß (und deswegen auch ich) die Nase voll, wir halten mal wieder den Daumen raus, das zweite Auto nimmt uns mit bis nach Breck hinein.
Wie praktisch alle Städte hier war Beckenridge auch eine Minenstadt, die jedoch - anders als andere Städte hier – nicht geschrumpft oder aufgegeben ist, sondern absolut touristisch ist. Hauptsaison ist hier Skisaison, was angeblich auch an drei Norwegern liegt:
Entsprechend viele Unterkünfte gibt es, davon etliche zu – jetzt - erschwinglichen Preisen. In der Nähe der Stadt (also da, wo der Bodenwert hoch ist) ist man dabei, das Tal wieder schön zu machen, und in Breckenridge ist das ganz wundervoll gelungen, finde ich auf dem Weg in unsere Unterkunft. Auch jetzt ist die Stadt voller Touristen. Wir kommen an einem Aufsteller und der Leichtbau-Konzerthalle vorbei: Heute Abend Konzert.
Wir gucken uns an. Lutz besorgt Karten, es gibt nur noch erste Reihe rechts vor den Kontrabässen, und wir verwandeln uns flugs von Hikern in Kulturtouristen. Was soll ich sagen: Es lohnt sich. Dirigent ist Michael Stern (Sohn von Isaac, einer der Geiger des 20.Jh), das junge Orchester spielt sehr gut und blitzsauber. Prokofiev 1.Sinfonie, Barber (was?), Beethoven 7. , den vierten Komponisten habe ich vergessen, klang aber auch interessant.
3.8.25 Slackpacken nach Copper Mountain (Lutz), Touri-Fußschon-Programm (Cafi)
In dieser Region gibt es einen kostenlosen Bus-Shuttle-Service, der Breck, Frisco und Copper Mountain miteinander verbindet. Dies machen sich viele Hiker zunutze, um das Segment 7 mit leerem Rucksack zu wandern: Bus bis zum Trail (Gold Hill Trailhead), knapp 900 Höhenmeter hoch auf 3650m, die 10-Mile-Range zwischen Peak 5 und 6 überqueren, in das Ski Resort Copper Mountain absteigen und mit dem Shuttlebus zurück in die Unterkunft und zum Rucksackinhalt.
Ich verzichte diesmal darauf, die Strecke (wunderschön!!!) habe ich ja schon 2018 gemacht, und Lutz läuft allein:
Ich hingegen kühle meinen Fuß, trinke Tee, kaufe mir ein Sonnenschutzwanderhemd und entsorge das alte, lande auf dem Trollstigen (hä?)
und lerne wieder etwas aus der (vergangenen) Eisenbahn-Zeit.
Auch diesen Schneefräsenzug hatte ich schon in den Grüßen vom Trail gepostet (auch so etwas für freie Tage...)
Ja, man tut hier was für uns Touristen.
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Danke für die Vorschusslorbeeren - ein so langer Reisebericht ist ein Novum für mich.
WonderBär ja, da gibt es tatsächlich eine rote Linie, und nach der kann man auch wandern. Selbst wenn es nicht die allerneueste Routenführung sein sollte, sollte das auch kein Problem darstellen, dieser Linie zu folgen.
Es gibt aber nirgendwo einen einfachen GPS-Track, downloadbar, um ihn in die Karte der Wahl zu integrieren (nicht mein Hobby, Lutz macht so was gern - ich greife lieber bequem auf FarOut zurück). Lutz hat sich dann Vorhandenes zusammengesucht, zusammengefügt und in - ich glaube - Map Out geladen. So hatten wir dann mehrere Quellen, die eine imperial, der andere metrisch (nicht, dass Farout nicht auch metrisch gekonnt hätte, wollte ich aber nicht), nicht immer identisch - auch so geht der Gesprächsstoff nicht aus.Mia im Zelt oh wie schön! ich freue mich für dich!