Beiträge von schrenz

    Wie bist du denn mit dem Helly Hansen Lifa zufrieden gewesen im Vergleich zu Liod? Passen die Größen?

    Liod trägt sich nach meinem Gefühl etwas angenehmer als HH, die Webart fühlt sich angenehmer auf der Haut an, aber das ist natürlich sehr subjektiv.

    Das Größenraster von Liod ist m.E. zumindest beim Shirt sehr mitteleuropäisch, nicht sehr italienisch 😁 (normale Größe), bei der Hose hab ich aufgrund der Länge und des weniger stretchigen Stoffs eine Größe größer genommen. In beiden Fällen hab ich mich an den Rat von Xtrym gehalten, was goldrichtig war.

    WonderBär , wie im letzten Absatz geschrieben, ich hab nichts bemerkt und insbesonders das T-Shirt hat wirklich gelitten, aber das ganze ist anscheinend auch extrem individuell.

    Vorteil Polypropylen ist zumindest, dass man es schnell auch mal durchwaschen kann.

    Insgesamt bin ich auf Touren kein großer Fan von Merino, mal abgesehen von Socken in Mischgewebe und vielleicht Kleinkram wie Mützen, wenn der Kram einmal nass wird bekommt man ihn unter Umständen kaum noch trocken.

    Ich gehöre jetzt auch zum Team Liod, nachdem ich vorher schon gute Erfahrungen mit Helly Hansen Lifa gemacht hatte. Entgegen meinen Gewohnheiten hatten die Klamotten gleich auf einer langen Tour (4 Wochen CH) Premiere, normalerweise teste ich gerne vorher auf Wochendtouren, aber die Sachen haben sich wunderbar bewährt:

    T-Shirt Liod Kunge, gibt's absolut nix dran zu meckern, trägt sich gut, superschnell wieder trocken, wird wohl mein neuer Standard.

    Hose/ Long tight Liod Abete, Schlafhose und Wärmehose im Camp, wunderbar warm und auch immer trocken. Wäre auch die Laufhose bei kälteren Temperaturen gewesen, was aber nicht nötig war. Kommt auch auf die Standardpackliste. Einziger Kritikpunkt: Ein Zugband mit Kordelstopper oder Gummizug im Bund wäre nicht schlecht, besonders nachdem ich ein paar Kilo verloren hatte hing sie etwas auf Halbmast, mal schauen ob ich da was einziehen kann.

    Socken Liod Legnone, hauptsächlich als Schlaf- und Campsocken, da schließe ich mich exULgäuer an, zum Laufen finde ich sie etwas glatt und als Schlafsocken zwar superleicht, noch nicht mal die Hälfte der Woolpower Alternative, allerdings auch etwas frisch, da werde ich mich noch etwas umschauen.

    Fazit: Für mich insgesamt die bislang besten Klamotten auf längeren Touren, insbesonders was das Jonglieren mit Nässe angeht, in Kombi mit Polartec Alpha (so denn meine Sachen fertig werden 😄) wohl hoffentlich optimal. Kratzen oder Geruch hab ich keine Probleme mit gehabt, im Gegenteil, das T-Shirt wurde tagelang durchgeschwitzt und machte einen recht geruchsneutralen Eindruck.

    Ich behaupte, alle die damit zufrieden sind hatten bisher einfach nur Glück ^^

    Ich weiß nicht, meine haben tausende km runter, darunter vierstellig Alpen, so kacke können die nicht sein.

    Skurrilerweise hab ich noch viel stabilere Lekis, die meist zuhause bleiben.

    So, jetzt hat's doch einen meiner Fizans dahingerafft, im Wallis eigentlich relativ unspektakulär auf einer nassen Felsplatte auf den Hintern gefallen und dabei hat sich wohl der Stock verkeilt und das Mittelsegment ist mit einem richtigen Knall zerbrochen. Erfreulicherweise konnte ich die Trümmer wenigstens noch so zusammen stecken, dass sie als Heckstange für das Stealth funktionieren.

    Das Zutrauen ist jetzt schon etwas erschüttert, ich hab zwar noch einen Ersatzstock (vor Jahren mal einen in Belgien verloren), so dass es für ein Paar reicht, aber ich tendiere fast dazu im Hochgebirge die stabileren Lekis einzusetzen.

    so langsam bekomme ich das Gefühl die Materie doch immer besser zu durchdringen. Das hilft um über Lösungswege nachzudenken

    Nichts für ungut, aber irgendwie ist der ganze Thread sehr theoretisierend. An deiner Stelle würde ich mir mal einen Biwaksack besorgen (Leihen oder auf dem Gebrauchtmarkt und wenn es ein Militärteil ist, die Carinthias der Bw sind nicht schlecht, nur schwer) und einfach mal rausgehen, vielleicht siehst du die Sache nach einem Regenwochenende in so einer Tüte völlig anders.

    Völlig unironisch gemeint, eigentlich genauso wichtig für leave no trace: Infrastruktur.

    Obiges Dixie steht in der Schweiz auf der TdMB mitten im Wald, WC sind üppig ausgeschildert und in fast jedem Ort. In Frankreich kommt mir das oft noch extremer vor, öffentliche WC gibt's in jedem Nest mit 10 Häusern (irgendwann frag ich mal Arte Karambolage nach den historischen Hintergründen), auch Wandererklos hab ich dort schon an den seltsamsten Orten gesehen. Da ist es oft kaum notwendig in der Wildnis sein Glück zu finden.

    Deutschland hat da definitiv noch Nachholbedarf.

    Der Gedanke wieder über Tarp Setups nachzudenken widerstrebt mir aktuell. Das ist mir noch zu viel Aufbau/Gefummel für zu wenig extra Vorteil

    Ich hab gerade mal beim Aufbau meines Zelts auf die Uhr geschaut, für das Außenzelt des Stealth mit allen Heringen brauche ich ungefähr drei Minuten, entspricht ungefähr einem Tarp in Bauform Dackelgarage, nur mal so zur Einordnung des Aufwands.

    . Als bestimmt allerdümmster User habe ich es bei so einer Gelegenheit schon mal geschafft, mir mit der Pumpe (der damals kleinsten von flextail) die Fingerkuppe blutig zu schneiden.

    Jetzt rätsel ich wirklich, das ist doch alles Kunststoff und keine einzige scharfe Kante 😳.

    Mir hat sich meine Pumpe im Rucksack von selber angeschaltet, trotz doppelclick

    Also normalerweise reicht Doppelclick?

    Was aktuelles: Ich hab schon bei der Recherche im Vorfeld erkannt, dass keine SAC Hütte auf meiner Strecke Hunde aufnimmt. Warum ich Idiot einen Hüttenschlafsack eingepackt habe wird mir immer ein Rätsel bleiben.

    Noch was aus dem Bereich Vorbeugung: Ich hab grundsätzlich zwei grundverschiedene Paar Socken dabei (in meinem Fall Darn Tough und Dynafit), die ich immer mal durch wechsle, so sind Nähte nicht immer an der gleichen Stelle.