Beiträge von nach 3 tagen wieder da

    sollte mMn auch der Gedanke nicht zu kurz kommen wie ich das auch im Alter finanziere ohne andere damit zu belasten,

    Tja, genau das hatte ich mir überlegt, als ich vor fast 30 Jahren mit meiner Selbständigkeit anfing, allerdings aus den Motiven heraus, nicht Formulare ausfüllen und beim Staat Anträge stellen zu müssen. Zweifel, dass es Rente noch gäbe, wenn ich so weit wäre, gab es auch schon. Ich hatte damals den Sozialhilfesatz hochgerechnet und als Zielhöhe meiner privaten Rentenversicherung genommen. Der ich geglaubt hatte, dass es immer eine Überschussbeteiligung geben würde. Damit, dass die Mieten in der Zwischenzeit derartig steigen würden und dass die Umverteilung nach oben insgesamt derart drastisch zunehmen würde, hatte ich nicht gerechnet und es ist mittlerweile ziemlich klar, dass es hier nicht reichen wird: hier würde ich weiter arbeiten müssen, wenn ich nicht im Lotto gewinne oder kriminell werde.

    Sämtliche Tips, wie man "sparsam" (mit Ausnahme von UL-Gear) lebt, sind selbstverständlich realisiert: kein Auto, kleine, abseits gelegene Mietwohnung, keine "eigenen" Kinder usw. usf., 600m² Garten für 60.-- Euro Pacht im Jahr. Meine Selbständigkeit ist eine politisch korrekte und tendenziell antagonistische und inhaltlich grenzgängerische, d.h. ich mache, was ich will und finde ok, dass das andererseits 70+ Stunden pro Woche bedeutet. Dazu kommt die letzten Jahre, dass diese Selbständigkeit vom Gesetzgeber auch politisch prekarisiert wird, aber ich störe gern. Wirtschaftlich prekarisiert weil ungewollt war sie schon immer. Dazu kommt die Klimakrise, die sich im Mikroklima unseres Gartens im Wald, in dem ich 1x/Woche frühmorgens was mache und den freien Tag mit den Händen reinklotze, die letzten Jahre so auswirkt: viel zu frühe Obstblüte, die ein paar Wochen später komplett erfriert (16 Obstbäume) - bleiben Johannis- und Stachelbeeren und Kornelkirschen (und einige wenige Nashis); aber Kartoffeln und diverse Bohnen und einiges Gemüse klappen immer.

    Unsere Wanderurlaube sind kürzer geworden in den letzten Jahren. Nicht mehr 3 oder 3,5 Wochen, sondern nur noch 2. Oder nur eine, dafür häufiger und mit dem "mobilen Büro" dabei. Das immerhin ziemlich neuerdings auf ein Klapphandy mit brauchbarem OS geschrumpft ist, weil bei so kurzen Trips einigermassen absehbar ist, was anfällt. D.h.: die Prioritäten des politisch möglichst korrekten Arbeitens (nenn ich hier der Einfachheit halber mal so) und zunehmender Subsistenz durch einen Garten sind, wenn auch unausgesprochen, auch Entscheidungen gegen Langstreckenwandern. Langstreckenwandern geht vor und nach "Arbeit" (Lebensabschnitten), in einer verlängerten Adoleszenzphase mit Möglichkeiten im "informellen Sektor" oder mit Erbe oder Schweinejob oder Glück.

    Wir gucken seit ein paar Jahren nach Ländern, die vielleicht ein wenig pragmatischer aufgestellt sind und eine "Bürgerversicherung" oder "Basisversicherung" haben, in die man auch als Alter dank EU-Freizügigkeit noch reinkommt, um dann als Rentner dorthin und von dort aus zu wandern. Sieht zunehmend schwierig aus, aber jünger sterben als andere ist auch o.k., wir sind ja schon alt und bei mir könnten 40 Jahre Ketterauchen dafür sprechen. Danke aber für den Hinweis auf Schweden, PositivDenken.

    Meine verlängerte Adoleszenzphase hatte ich noch in der verschwindenden sozial-liberalen Ära der 80er Jahre gehabt und war bis deutlich in die Baseballschlägerjahre hinein fast 30 Semester lang "Student". Die Zeit für den Erwerb aller notwendigen "Scheine" plus Examen waren etwa sechs Semester und der Alltag sah ansonsten ähnlich informell aus wie oben bei RaulDuke ohne Uni: viel freie Zeit, die ich nacht-, kultur- und politaktiv verschwendete. Von Langstreckenwandern / Weitwandern habe ich erst viel später gehört. Man reiste und liess die Dinge auf sich zukommen. Ich trampte so ca. dreimal im Jahr von Westberlin zur Fähre nach UK und fuhr oft weiter nach Schottland, Geld für den Hinweg reichte im Prinzip. Selten arbeitete ich mal 3 oder 4 Wochen am Stück, um dann irgendwie in die äussersten Ecken Europas zu kommen. Zum ersten Mal mit einem Passagierflugzeug geflogen bin ich mit über 30.

    Ich hatte schon immer ein Interesse an Bergen, aber Wanderungen ergaben sich meist nur zufällig, schon unterwegs. Mein Interesse war auf Städte (durch die ich selbstverständlich von einem Ende zum anderen zu Fuss schlenkerte), Kneipen, Konzerte, Häuser fokussiert - bis ich anfing zu arbeiten, da erst wurde die freie Zeit zum "Urlaub" und "Wandern" eigensinnige Realisierung von Zweckrationalität und Entfernung von Zweckrationalität (einschliesslich doch mal "richtig" Bergsteigen zu lernen).

    Ich lese den Thread hier als Soziologie des Wanderns, einen Schrei nach Autonomie (und "Natur"?).

    Wirklich geplant habe ich mein Leben nie und keine Tour je. Mit "guter Sparquote" kann man mich jagen.

    Bin ganz zufrieden ausser mit der politischen Entwicklung der Welt.

    was glaubst ab wann man den frühestens im Jahr gehen kann, wenn man die Grödel zuhause lassen möchte?

    Ich glaub nix und würde mich an den Angaben zu den Etappen im Link orientieren (wohl "Mai bis ..." bei den T2-Etappen im nicht-hohen Gelände). Ausserdem Bergwetter, Hüttenöffnungszeiten, ggf. Winterräume und Alternativen (im Friaul einige "Ricoveros" bzw. Biwaks*, die immer offen sind), Schlenker-Bedürfnisse, Passhöhen. Wir sind ja regelmässig nur nach-saisonal unterwegs und Januar, März, Juni manchmal so wochenweise.


    Edit: mapy habe ich als ziemlich gut in Erinnerung für "dort". Habe bei bergwelten gerade mal 4 Ricoveros/Biwaks/unbewartete Hütten in Schlenkerweite gesucht, in denen wir waren ... und dort nicht gefunden. Auch die zwei Foresterias nicht.

    Nach der letzten Hochsommertour in der Ecke haben wir uns geschworen - nie wieder vor September...

    dito, eher ab Mitte September.


    wegen Juliana:

    Julius-Kugy-Dreiländerweg in 30 Etappen - Bergwelten
    Getragen vom Geist des Alpinisten Dr. Julius Kugy, begleitet von den Bergen der Freundschaft, umwandert man auf diesem großartigen…
    www.bergwelten.com

    Ich würde mich von T3 nicht schrecken lassen. Die Etappen erscheinen mir teilweise schlicht zu lang (müsste man halt sehr früh los jeweils; ich würde eher splitten und variieren, siehe Links bei den Etappen). Und gerade der leichtere Teil 13-23 scheint mir einigermassen abseitig, da würde ich relativ am wenigstens Bergtourismus erwarten. Kenne den Trail nicht, aber die Gegenden mehr oder weniger.

    I.ü. auch: karnischer Höhenweg, Via Alpina.

    Schnee und Schneematsch:

    nachdem meine über 15 Jahre alten leichten Puma-Stiefelchen neulich beidseitig Sohlenbruch am Ballen über die ganze Schuhbreite hatten:

    Graninge Chelsea - 538 Gr in 46 (voll alltags- und spaziertauglich, schick auch für eher "formale" Gelegenheiten, bei denen wenigstens die Schuhe Eindruck machen sollen).

    Salomon Outcast TC irgendwas - 468 Gr in 46 (spaziertauglich, winterwandertauglich, für Schneeschuhe mir zu soft, und: sehr eng geschnitten).

    Salewa Mountain Trainer für Schneeschuhwanderungen und Winter-Bergwandern sind auch noch da, seit Langem, ungewogen. Haben den Vorteil integrierter Gamaschen.


    Edit: der Salomon heisst leider Outblast, nicht Outcast.

    Hm, ich kann mir vorstellen, dass das Ding nur nervt: wiegt den ganzen Tag 3 Kilo und runter rutscht es nicht richtig (zu grosse Gleitfläche), ist ausserdem zu klein für eine erwachsene Person und auf einem etwas glatteren oder gar vereisten Weg wird es schlecht zu steuern sein.

    Will sagen: probier es halt aus. Am Ende sind nur Schneeschuhe eine sinvolle Alternative zum Skifahren-Lernen. Schwitzen bergauf oder im tieferen Schnee lässt sich so oder so nicht wirklich vermeiden. Und bergab auf Schneeschuhen ist dann halt ein grösstes Vergnügen in Pulver und ohne Gestrüpp drunter.

    Und Schlittenfahren lass ich sein, seitdem ich mal in der Schweiz Rosies spiegelglatten Speedway runtergeschlittelt bin. Irgendwann hatte ich ein dermassenes Tempo drauf, dass ich trotz Bergstiefeln nichts mehr bremsen und kaum noch lenken konnte, nur mich bei den immer grösser werdenden Jumps festhalten konnte. Bei meinem letzten bin ich dann mit dem Steissbein auf eine Rohrstange vom Schlitten geknallt. Mehrere Monate heftige Schmerzen beim Sitzen waren die Folge. Wenigstens habe ich niemand über den Haufen gefahren.

    Edit: der Alpenflitzer Supreme war da eben noch nicht, als ich mein Beitrag schrub. Sieht zumindest besser aus als das Teil von Dec. Vielleicht Figeln mit Sitz? Also son 1-Ski-Schlitten mit Sitz? Sowas in der Art: https://www.etsy.com/de/listing/165…venture-laufrad, selber aus 2 Ski vom Sperrmüll gebaut?

    editedit: natürlich MYOG: https://de.pinterest.com/steffi75491856/schlitten/ 8o

    editeditedit usw: folding sledge: https://de.pinterest.com/pin/378302437470720324/ (und Kicksledge mit Stuhl)

    Zettel

    die Zettel-Infos gips auch easy im Netz:P. Mich interessiert ob Kondens und so. Hattest Du es schon mal im Regen stehen? Sind ja so anscheinend so ähnliche Materialien kombiniert wie MH EV 2 und EV3, die bekannt dafür waren, dass es quasi reinregnet egal wieviel Nahtdichter man draufschmiert. Und zweite Frage wäre: Sturmbunker ja oder eher wannabe? Vielleicht is ja noch zu früh für Antworten, aber das wären die wichtigen Fragen...

    Was ist denn mit dem Camping in Schierke?

    Der war doch "früher" immer ein bester Ausgangspunkt für alle und alles, um mal ordentlich Minusgrade zu testen (und früh und spät auf dem Brocken abzuhängen oder nach hier und da zu laufen, mit und ohne LL-Ski oder Schneeschuhen)?

    Ich meine, irgendwann etwas von Pächterwechsel gelesen zu haben und muss zugeben, seit 2014 nicht mehr dagewesen zu sein. Weiterhin ganzen Winter offen?

    Das Buch von Emilie Demant Hatt gibt es auch auf Englisch und es ist eins von zwei Büchern, die ich doppelt habe. Liegt hier dekorativ im Büro und harrt der Benutzung, kann ich Dir auch schicken wenn Du magst. "Postkolonial" nicht im Sinne der Riege der raunenden Antisemit:innen von Superpromi bis Semipromiprof, sondern "Augenhöhe". Also eher Clastres, Gesellschaften ohne Staat, Staatsfeinde, Fanon, Camus. Literatur der reisenden (reichen) Frauen. Siehe auch Eugenie Goldstein, Bessans - La vie dans un village de Maurienne.

    Beim Grenz-zickzack inmitten Résistance und Resistenza drauf gestossen.

    Augenhöhe - zu dem, was ist (denen, die sind). Rhythmus Landschaft, Wetter, (unterwegs ja und aus mitgebrachten Gründen oft zuletzt, auch:) Leuten.

    Mir gehts ähnlich wie wilbo : die Karte gibt so viel mehr her... Wobei ich ja immer noch Anschlusskarten über Anschlusskarten brauche und die Karte(n) meist erst vor Ort besorge.

    Trotzdem haben sich bei mir einige Wanderführer angesammelt. Vornehmlich aus 2 Verlagen: rotpunkt und westalpen.wordpress (Sabine Bade und Wolfram Mikuteit). rotpunkt eher zum "Nacharbeiten". Die lasse ich mir immer gerne schenken (warte gerade auf die für April angekündigten Schmuggellandschaften). Gucke ich immer wieder gerne rein als erste Orientierung fürs Nachbartal der vorletzten Tour und ... es ist dann doch immer zu wenig und ein Spezial-Buch, gerne in einer Sprache, die ich nicht kann oder sonst zu hoch für mich, findet sich regelmässig gen Ende der Tour; Beispiele, so ungefähr: Chappaz, Die wilde Würde einer verlorenen Talschaft, die jedes Baseweight überschreitende Encyclopedia of Snow, Ice and Glaciers, aktuell eine populärwissenschaftliche Monografie aka Bildband über Schafe, Hånnlamb – De behornade gotländska utegångsfåren). Der einzige Wanderführer, den ich jemals auch unterwegs mit dabei hatte: westalpen.wordpress, Tour des Glaciers de la Vanoise. Zwar schon älteren Datums, aber quasi perfekt. Da ich beruflich Korrektur lese (auch das), finde ich eine gute Vorlage immer eine gute Orientierung. Mehr kann ich hier nicht sagen.

    Grundsätzlich reicht mir ein kurzer Bericht oder ein Foto aus einem Forum als Inspiration. Oder irgendeine Info, z.B. Wahlergebnis der AVS im Piemont. Gern abseitig.

    Long time classic und die letzen 13 Jahre immer wieder reingeguckt: Partisanenpfade im Piemont. Aber nie dabeigehabt.

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    oder auch "das ist alles seit Jahrtausenden der Lebens- und Kulturraum der indigenen Samen, deren Land systematisch für Ressourcen, aus rassistischen Gründen und zu Zwecken der Erholung bzw. des Tourismus ausgebeutet wird, und daher sollte man nochmal extra umsichtig sein".

    Da wäre mir eine gute, komprimierte Literaturliste lieb. Als Beispiel, mitgebracht aus Nord-Norwegen, fehlen noch die Hinweise auf die Museen in Tromsö (zu den Themen a. Sami und b. Arktiserforschung):

    "

    Keine Reise ohne Nachbereitung durch ein wirklich gutes Buch.
    Emilie Demant Hatt, With The Lapps in The Mountains - A Woman Among The Sami, 1907-1908 (1913/2013). 
    Auf Dänisch hier: https://archive.org/details/medlapperneihj00dema
    gesellschaft und landschaft im übergang. kann man auch als praktische ethik des zeltens und der comfort-zone lesen. 
    im vorwort der printausgabe ist überzeugend erklärt, warum die sami sami heissen. weshalb es für mich auch nicht mehr lappland heissen kann.

    nach musealem text die höhepunkte des nationbuilding (uni tromsö).
    (1) und (2): würden wir krieg gegen die norweger führen müssen, war ein verworfener gegenstand von erörterung gewesen, als gegen die zerstörung des alta-tales gekämpft wurde.
    (3) tradition und avantgarde in eins gesetzt, outdoorpraxis auf der höhe metropolitaner cultural studies (wäre meine erwartung). wie auch immer. die richtige reihenfolge scheint mir: 1) rumlaufen, 2) museum gucken, 3) buch lesen, 4) festival gucken. uns hielts schönwetter auf der insel.

    Home | Riddu Riđđu
    http://www.markomeannu.no/wp/front/"

    ps: und noch mal eine genauer-stellung: "Wie letztes Jahr fangen wir da an, wo andere Deutsche alles kaputt gemacht haben. Guernica 2014. Hammerfest 2015. Deutsche Besetzung und Zerstörung, Evakuierung und Höhlenleben im Winter sind noch ganz präsent, für die Einheimischen gibts kein Fiskefestival ohne gemeinsame Wanderung zu einer Höhle (SW-Soroya). 

    Fundación Museo de la Paz de Gernika
    El Museo de la Paz de Gernika es un museo temático dedicado a la cultura de la paz y los derechos humanos. Aborda también la temática histórica de la ciudad,…
    www.museodelapaz.org

    http://www.kystmuseene.no/index.php?cat=107297 "

    ps/soroya: "Akkarfjord...Refugium des Eigensinns, fast schottisch (Isle of Rhum). Hat ein komfortables Hostel mit besonderem Selbstverwaltungsmodell (100.-- NK mit eigenem Schlafsack). Die meisten Dorfbewohner hängen da mit story an der Wand. Ne Turisthytta ist am Gamvikvatnet (da kann man mit Matte aufm Boden übernachten, kostenlos).
    Ein Dieter eines alternativen Reiseunternehmens war da oben am Ziele-scouten, ausser Schafen werden auch zwei Dromedare gehalten. Seufz. Wahrscheinlich die nördlichsten der Welt."

    soroya pa langs, 120 km: https://de.wikiloc.com/routen-wandern/across-soroya-3330881"

    Kommt auf das sonstige Setup an

    Ja, eben. Ich meine den Anzug oben auch nicht böse, sondern auch den kann man tatsächlich mal ausprobieren. Azes : Scheint mir aber, dass Du Dich ein bißchen zu sehr in Daune verguckt hast. Wenn das so sein soll, würde ich nach was gucken, was eine eher "robuste" Aussenschicht über der Daune hat und dann landet man bei eher billig eben schwer.

    Grundsätzlich: ich würde eher zwei leichte Jacken miteinander kombinieren. Oder doch auf die omm Barrage schielen (250 regulär), mit der ich aber nicht durchs Gebüsch streifen wollte (ja: Kufa...). Für 250 rum sollte es auch noch gut isolierte Gore-Jacken der einen oder anderen bekannten Outdoormarke (aus UK) geben, doppelt so schwer wie die Barrage und bis richtig kalt nutzbar ohne dass man sich zu nassschwitzt in Bewegung, auch um die Null rum so. Daune als äussere Schicht in Nasskalt ist schnell doof und sofern nicht "dünnste" Daune als mittlere Schicht in Bewegung auch.

    Wenns nur ums Rumsitzen geht: war nicht "Quilt!" die propagierte UL-Multiuse-Lösung? (und falls nicht mehr, warum eigentlich nicht mehr?)

    Wenns nur ums Rumsitzen und Gewicht und gut Wärme geht: Plasma 1000 von montbell und Wind/Nässeschutz bzw. die andere Jacke obendrüber. Preislich noch im Rahmen, wenn man mit phd und so vergleicht.

    Wenns auch um In-Bewegung geht: 120er Merino als unterste Schicht mal ausprobieren? (das langärmelige, eng! geschnittenene Teil von ortovox bringt mehr Wärme als ne leichte Weste), plus Deine sonstige Zwiebelung plus Kufa-Weste. Irgendwas Haglöfs, ähnliches Gewicht wie die Plasma 1000 gibts immer. Vom Schnitt her geht die bei mir unter und über der leichten Jacke, in der ich so rumwandere (Herbst, nicht Winter).

    Hatte mal ne Daunen-Weste von phd. Habe die nur im Winter zum Rauchen vor der Hütte angehabt und zuhause, so ähnlich wie outdoorrama, nach Verweigerung der Sanierung mehrere Jahre ohne Heizung gewohnt.

    Bei der äusseren Schicht finde ich den Windschutz gegen das Auskühlen fast wichtiger als die Menge an Isolierungsmaterial. Deshalb hat die uralte mountain-equipment (schwerstes Gore aussen, Iso innen) nen neuen RV bekommen. Leider ist der Stoff an paar Stellen bald durch. Ideal zum Rumsitzen und -stehen im Winter auch bei deutlichem Minus plus Windchill und in Bewegung ok weil relativ weit aber Handy in der Brusttasche braucht ne Tüte drumrum weil sonst zügig nassgeschwitzt. Davon ab ist Feuchtigkeit in der Jacke kein Thema, auch bei Bewegung. Langlauf geht halt nicht.