dermuthige Ende August Anfang September war früher jahrelang unsere Tourenzeit, auch in Jotunheimen. Es wird halt nasser im September. Was ich von Tourenenden erinnere: Fanarökken (Schreibweise weiss ich jetzt nicht) dicke Eisfahnen an den Wegweisern und Schildern und Untergrund weiss aber fest und unproblematisch gehbar, auch frühen Nachmittag deutlich unter Null und windig. Zelten in Turtagro kein Problem. Glittertind war glattgefroren und brauchte gute Spikes. Grödel zu leihen gabs in der Hütte, deshalb hin und zurück gelaufen. Leuten aus der Gegenrichtung die Grödel mitgeben wäre auch gegangen.
In Skogadalsboen waren wir mal die letzten Gäste der Saison. Hütte weil: paar Tage Regen. Wirt brauchte Tips für Autokauf in D (wo er paar Tage später hinwollte und sich was Konkretes gehobenster Sportwagenklasse ausgeguckt hatte) und ich brauchte Kippen. Konnte nur rechtliche/ethnologische Hinweise geben und er fand dafür nach beharrlichem Durchsuchen der Hütte ... Mentholkippen.
Man braucht also nicht mehr Zeug als im Sommer ("Sommer-im-Gebirge"), hat whrschl. mehr Regen zum Hüttenschluss hin, sollte keinesfalls die Handschuhe vergessen. Die unbewirtschafteten Hütten haben weiter auf (Schlüssel...). Man kann meist bestens daneben zelten (und bis 18 Uhr Küche benutzen, dann nur "Tagesbesucher").
In einer der DNT-Apps war dieses Jahr verzeichnet, dass ein Weg gesperrt war wg Bröckel und auf der Online-Karte war er schon nicht mehr verzeichnet (Skogadalen - Hytta Pa Bandet). Für Hurrungane wird aktuell Helm empfohlen (z.B. für ziemlich alles übern Kamm ins Skogadalen ausser Turtagro - Fanarökken weil das nicht übern Kamm ist). Klimawandelbedingter Gletscherschwund (also vermehrt Spalten) und Bröckel sind auch in Norwegen. Und yr warnt bei jedem etwas ergiebigereren Regen vor Erdrutschen und Debris (auch noch den Tag nachm Regen). Debris kann auch schon mal kleintransportergrosser Kullerfels sein. Betrifft einen auf den roten Wegen von ut no allermeist nicht.
ut no zeigt Hangneigungen an (wenn man das anklickt).
Iwo auf der DNT-Seite gibts auch noch ne Liste, wann die Sommerbrücken abgebaut werden. In Jotunheimen sind das vermutlich aber fast:-) alles Ganzjahrsbrücken mittlerweile.
Ich erinnere nicht, dass wir uns damals je einen Kopf gemacht hätten wegen Brücken, Regen, Bröckel, Schnee.
Nach Hüttenschluss kommt der Winter. Möglicherweise genauso schnell oder schneller wie der Sommer kam. Aber reizvoll.