Beiträge von RaulDuke

    Mein lieber NewEraCamper

    Zu aller erst, lass dich aber bitte nicht abhalten, hier weiterhin mitzulesen oder auch Fragen zu stellen, wenn sie denn passen.

    Du willst ja auch Wandern gehen, wie du eingangs schreibst. Spätestens, wenn du über zwei Tage wandern gehst, mit Zelt, ist dieses Forum der „heiße Scheiß“, denn ob du ein 2Kg Zelt mitschleppst, oder ein 150g Tarp, um jetzt mal in Extremen zu Schreiben, macht schon einen riesigen Unterschied. 150g ist natürlich ultraminimalistisch, aber ein 1 Personen Zelt, um die 500-600g ist hier tatsächlich gängig.

    Wenn du dann noch einen Rucksack unter 1Kg Gewicht benutzt und Isomatte und Schlafsack, bzw Quilt, dann kannst du alleine in diesem Bereich schon mehrere Kilos Gewicht einsparen.

    Gewicht einsparen heißt bei vielen hier, schneller weiter zu kommen, bei mir einfach, bequemer von a nach b.

    Lass dich also nicht abschrecken bitte, von den recht harschen Antworten hier! Manchmal braucht eine Frage, oder auch 3 Fragen, einfach eine klare Antwort.

    Aber schon dein Nickname lässt ja vermuten, das es dir jetzt vornehmlich ums Campen geht.

    In diesem Forum geht es aber nicht ums Campen, sondern ums Trecking, Hicking oder Wandern, name it, as you wish!

    Das Zelten ist nur mittel zum Zweck, da man ja, auf mehrtägigen Touren irgendwo schlafen muss.

    Natürlich gibt es auch unter uns Leute, die einen Helinox Chair mitschleppen oder gar einen Tisch, so wie der, den Kollege schwyzi mal gebastelt hat, aus alten Wahlplakaten. Finde ihn hier leider nicht mehr. Und natürlich ist mir klar, das dieser Tisch, nicht der Fragestellung entspricht, bevor wieder irgendwer hier herumunkt, die Antwort würde das Thema verfehlen. Einen Tisch, mit allen vier Beinen, die einzeln in der Länge verstellbar sind, kann ich mir in UL einfach nicht vorstellen.

    Aber deine Fragen, beziehen sich auf Dinge, da kannst du nicht ernsthaft darauf hoffen , die in diesem Forum beantwortet zu bekommen.

    Hier geht es um absoluten Minimalismus! Unser Credo Nr1 ist weg lassen, denn das spart am meisten Gewicht, bei niedrigstem Preis.

    Also ohne Tisch und Stühle, mit nur einer Garnitur Wechselklamotten, dem leichtest möglichen Equipment zu wandern. Es gibt ja sogar eine Fraktion hier, die keinen Kocher mitnimmt, und nur kaltes Zeug ißt, auf dem Trail, weil das nochmal mehrere 100g Einsparen kann. Zu letzteren gehöre ich nicht, da ich morgens einfach 2 Tassen heißen Kaffee brauche um den Tag auch genießen zu können.

    Aber du siehst jetzt hoffentlich, was mit Minimalismus gemeint ist.

    Einen Diebstahlschutz, egal ob auf nem Campingplatz, oder am Strand, mitzuschleppen, widerspricht dem Minimalismus Gedanke. Wie soll so etwas denn ultraleicht zu machen sein? Außer das Portmonee im Sand zu vergraben, oder auf dem Campingplatz, je nach Untergrund, unter dem Zelt vergraben, fällt mir da nix ein.

    Aber, „don’t Pack your Fears“, wie wir hier immer wieder sagen.

    Wenn hier jemand auf den Campingplatz geht, dann hat er sein Portmonee und sein Handy, am Körper, egal ob er Einkaufen oder Duschen geht.

    Powerbank und evtl noch ein E-Book Reader, sind irgendwo im hinteren Bereich des Zeltes verbuddelt, so das jemand dchon komplett ins Zelt kriechen muss um da zu Suchen.

    Was anderes als diese aufgezählten „Wertsachen“ fallen mir gerade nicht ein, die ich mit auf den Trail nehmen würde. Außer natürlich das ganze, teilweise sündhaft teure Equipment, wie DCF Zelt, Rucksack, Quilt und UL Luftmatratze. Das kann man auf einem Campingplatz nicht schützen. „Gott“vertrauen, oder der Glaube an das gute im Menschen, sind da hilfreich.

    Ich schließe mich Mr.Tidy an und empfehle den Süden Frankreichs.

    Bin im Mai, in Teilen, die Runde um den Mont Ventoux gelaufen.

    Gestartet in Monieux, über Brantes, Sault, Montbrun les Bains, und Brantes. Von da bin ich vom ursprünglichen Plan abgewichen und bin nordwärts, auf dem GR9 gewandert.

    Hier ein paar Klimaeckdaten für Oktober, aus dem Netz.

    Buis les Baronnies Tags 17 Nachts 7

    Malaucene Tags 18 Nachts 9

    Brantes Tags 19 Nachts 7

    Monieux Tags 15 Nachts 7

    Das ist nur ein Vorschlag, die Strecke, die ich gelaufen bin, wäre viel zu kurz. Aber du könntest ja einfach weiter laufen.

    Das Foto zeigt den Topo Guide für die Tour du Mont Ventoux. Die geht aussen rum, nicht oben rüber. Das wäre im Oktober schon ziemlich kalt, da oben. Die Topoguides gibt es nur auf französisch. Ich spreche mehr oder weniger, KEIN französisch, aber mit Hilfe des Internets, ist es kein Problem. Top zum Planen. Mitschleppen würde ich das Dingen nicht.

    Die zweite Tour, die in dem Topo Guide beschrieben wird, durch die Dentelles de Montmirail, ist auch wunderschön, auch wenn ich sie nicht komplett kenne. Bin da vor 13 Jahren mal auf ner Tageswanderung gewesen. Liegt auch relativ niedrig.

    Also einfach erst die Tour rund um den Berg und danach durch die Dentelles. Dürfte um die 14 Tage ergeben, je nachdem, wie weit du so pro Tag kommst.

    Könntest mit der Bahn nach Avignon fahren und von da mit der Bahn nach Carpentras. Von da fahren Busse, zu mehreren möglichen Startpunkten, von beiden Wanderungen.

    Ich weise auf meinen Reisebericht in der Rubrik „Reiseberichte“ hin, „7 Tage Provence“.

    Des Weiteren empfehle ich dir meine 9 Teile „Wandern in der Provence…“ auf Instagram.

    HUMBAHUMBATÄTÄRÄ auf Instagram
    TEIL 1, 2. Teil. WANDERN IN DER PROVENCE! HIKKING IN THE PROVENCE! Ich...
    www.instagram.com

    Das ist der Link zum ersten Teil.

    Du kannst aber auch noch weiter südlich wandern gehen, denn Frankreich ist komplett durchzogen, von zig Fernwanderwegen.

    In Frankreich darfst du im Gebirge sogar in Naturschutzgebieten für eine Nacht „Wild Campen“ vorausgesetzt, du baust dein Zelt erst zum Sonnenuntergang auf und zum Sonnenaufgang wieder ab.

    Des weiteren kann ich dir den Cami de Ronda empfehlen, an der Costa Brava. Das müsste auch noch passen, mit Plusgraden des Nachts.

    Weiter südlich liegt noch der Fernwanderweg „Gran Senda de Malaga“. Der ist viel länger, als 14 Tage und teilweise, aufgrund von der Höhe, schon grenzwertig, von der Temperatur, im Oktober, aber du könntest dir ja einfach ein Teilstück heraus suchen…

    Was ich ja nicht verstehen kann (ich muss auch nicht alles verstehen), wie man 4 Kilometer Umweg in Kauf nimmt, um Wasser zu kaufen, wenn man, wie du ja beschrieben hast, durch ein Wohngebiet kommt.

    Spätestens beim dritten oder vierten Haus ist jemand zu hause.

    Klingeln, freundlich fragen, ob sie einem das Wasser auffüllen können und fertig.

    Habe noch nicht einmal erlebt, das ich unfreundlich behandelt worden bin, oder gar das Auffüllen abgelehnt worden wäre.

    Einen halben Kilometer, ok, aber 4?

    Sevenfifty   Azes

    Ich habe als Trinkbecher den 220ml Titanbecher von Evernew.

    Da schütte ich beide Tüten unten rein und gieße dann mit siedendem Wasser auf.

    Als ich noch 2cl Arlamilch Packungen durch die Gegend trug, habe ich es genau so gemacht. Pulver und Milch in den Becher und mit Wasser auffüllen.

    Natürlich nur bis ca 0,5cm unterhalb des Becherrandes.

    (Für die Schwarztrinker, eine doppelte Portion Blaek Darkroast, mit der Wassermenge von einem, ist natürlich der Hammer)