Ich finde ja, das Grammatik vollkommen überschätzt wird, wenn es nur darum geht, sich im Urlaub durchzuwurschteln.
Ich habe die Erfahrung gemacht , das es viel wichtiger ist, möglichst viele Vokabeln zu pauken. ich habe im Spanischen und Französischen, ungefähr 500+X Vokabeln drauf und komme damit sehr gut klar!
Die Bildzeitung benutzt angeblich auch nur 400 verschiedene.
Die Antworten zu verstehen, ist natürlich unglaublich schwieriger, als selbst in „Español de Turko“ etwas zu fragen. (Man mag mir diese diskriminierende Floskel verzeihen, aber wenn ich sie einsetze, verstehen immer alle, das ich sehr schlecht Spanisch spreche und lachen sich kaputt)
Da kommt es darauf an, wie gebildet ein Gegenüber ist. Denn nur wer selbst mal eine Fremdsprache gelernt hat, weiß, das es nicht reicht, mehrfach den Satz zu wiederholen, sondern das man in dem Fall vielleicht eine sprachlich einfachere Umschreibung benutzt, so der Fragesteller oder Gesprächsnachbar etwas verstehen soll.
In Chile reichten diese 500 Vokabeln aus, um eine stundenlange und wahrhaft ernüchternde politische Diskussion, mit einem pensionierten Polizisten zu führen, der Pro Pinochet war.
Wenn man sich anständig unterhalten will, ist es natürlich etwas anderes. Dann kommt man um Grammatik nicht herum .
Übrigens habe ich mir mal, vor einer spontanen Türkeireise, ein paar Sätze und die gesamten Zahlen auswendig gelernt, aber da war es echt schwierig, die auch anzuwenden. Denn immer wenn ich irgendwas auf Türkisch gesagt habe, ist sofort ein anderer Kellner, Taxifahrer, Passant etc…etc… beigesprungen und hat mich auf deutsch vollgequasselt. Hahahahaha!
Mir gefällt es, wenn ich in ein Land fahre, dessen Sprache mir bisher unbekannt ist, mindestens die Zahlen und ein paar einfache Sätze, wie z.B. „haben sie ein Zimmer frei?“ , „was kostet das?“, „wo geht es zum…“, „gibt es hier…“ etc… etc…, auswendig zu lernen. Genau so habe ich 1993 in Argentinien meine ersten Spanischschritte gemacht.