Jetzt mal ehrlich: Dieser Thread war nie dafür gedacht, in eine juristische oder sachliche Grundsatzdiskussion abzudriften.
Mir geht es nach wie vor darum, Stimmungen, Eindrücke und Gefühle einzufangen. Dabei ist es völlig unerheblich, ob diese Gefühle objektiv gerechtfertigt sind oder nicht. Denn Gefühle sind zunächst einmal da und sie beeinflussen Entscheidungen. Meine Absicht war es bewusst, diese Perspektiven wahrzunehmen, ohne sie zu bewerten oder gar abzuwerten. Deshalb habe ich ausdrücklich darum gebeten, die hier geäußerten Gedanken nicht zu kritisieren.
Warum dieser Ansatz?
Weil Entscheidungen oft leise und unbeachtet entstehen. Kaum jemand spricht offen darüber, wenn er nicht direkt danach gefragt wird. Und doch sind es häufig genau solche Faktoren wie Bauchgefühl, Halbwissen oder auch Missverständnisse, die zu einem bestimmten Entschluss führen. Auch wenn eine Information sachlich falsch sein mag, kann sie subjektiv dennoch den Ausschlag geben. Genau dieses Spannungsfeld wollte ich sichtbar machen und besser verstehen.
Und nun?
Leider habe ich den Eindruck, dass die Chance, weitere ehrliche Beiträge zu sammeln, durch die unerwünschte Diskussion erheblich geschmälert wurde. Und das ist schade. Ich kann nachvollziehen, wenn sich manche nicht mehr äußern wollen. Schließlich entsteht der Eindruck, dass ihre Worte doch wieder seziert oder in Frage gestellt werden. Wenn trotz eindeutiger Bitte im Eingangspost und wiederholter Hinweise im Verlauf manche nicht davon ablassen können, ihre eigenen Ansichten durchzusetzen, besteht die Gefahr, dass beim nächsten Reizthema wieder dieselbe Dynamik einsetzt. Damit geht leider genau das verloren, was ich mir erhofft hatte: ein Raum, in dem man offen und ohne Angst vor Kritik von innen heraus schildern kann, warum man sich für oder gegen einen Verein entschieden hat.