Beiträge von Jan234

    Da schaut man mal einen halben Tag nicht ins Forum... ^^

    Wichtiges Thema hier, auch wenn es scheinbar allen hier schwerfällt, auch wirklich beim Thema zu bleiben ;)

    Dazu:

    Ich verstehe jeden, der irgendwo nicht hin reist weil er/sie wirklich um seine Sicherheit fürchtet, egal ob nach Berlin oder ins Erzgebirge. Das sollte nicht sein müssen.

    Ich verstehe auch, wenn man beim Wandern einfach mal nicht mit Sachen und Themen konfrontiert sein will, die einen triggern oder bei denen man sich unwohl fühlt. Geht mir genauso. Man macht sich ja jeden Tag schon seine Gedanken über den Wahnsinn in der Welt, da will man dann ja wenigstens beim Wandern ne Auszeit und sich nicht aufregen oder positionieren oder verteidigen müssen.

    Gleichzeitig ärger ich mich dann aber auch über mich selbst. Erstens, weil ich mir so ja selber schon Schranken auferlege und in interessante Ecken nicht reise. Zweitens, weil ich genau weiß, dass mir dort auch nette Begegnungen entgehen. Drittens, weil ich ja tief drin schon weiß, dass man am meisten lernt, wenn man mit anderen Meinungen konfrontiert wird.... Aber will ich das beim Wandern und Reisen?

    Möchte mal einen Faden zu "Schwimmwandern" starten, also: Schwimmen mit Gepäck. In Flüssen, in Seen, mit Übernachtung oder als Tagestour, mit Flossen und Schnorchel oder ohne, Neopren oder nicht, nur Schwimmen oder in Kombi mit Wandern, Rad, etc. Gerne UL.

    Wer hat Erfahrungen damit? Was habt ihr für Ausrüstung, Tipps und Tricks? Nette Links, Berichte etc. gerne auch hier posten :)

    Ich hab mir diesen Sommer eine Schwimmboje gekauft und bin damit ein bisschen hier in der Ostsee am Ufer entlanggeplanscht. Nur kurze Strecken bis jetzt. Schon sehr nett, all sein Zeug dabei zu haben und gleichzeitig noch eine Schwimmhilfe für den Notfall sowie Warnmarkierung für Bootfahrer.

    Das Schwimmen so im Wanderrhythmus gefällt mir schon sehr gut, und ich dachte mir, wäre eigentlich nett, das mit gehend wandern und draußen schlafen zu verbinden. Hier in Stockholm gibt es mit den Schären und dem SAT ja reichlich Möglichkeiten dazu :S

    Mit 28L Packvolumen in der Boje müsste ich im Sommer für einen Overnighter hinkommen. Problem wären die Schuhe, aber mit Barfußsandalen oder Merrell Vapor Gloves könnte alles reinpassen.

    Ein simples Tragesystem aus Gurten müsste ich mir basteln, damit ich die Boje als Rucksack tragen kann. Müsste bei geringem Gewicht ja ausreichen?

    Wer kombiniert hier zwei Quilts, zwei Schlafsäcke, oder Quilt und Schlafsack?

    Irgendjemand hatte hier mal diesen Podcast geteilt, der eine wirklich gute Intro zum Thema ist:

    Episode 71 | Sleeping Bag Layering Systems - Backpacking Light
    In this episode of the BPL Podcast, we're talk about using multi-layered sleep systems to stay warmer on multi-day trips in cold weather.
    backpackinglight.com

    Hauptgründe fürs Kombinieren:

    • Zwei dünnere Lagen sind schneller separat zu trocknen. Hat insbesondere Vorteile, wenn die äußere Schicht relativ dünn und aus Synthetik ist und eventuelle Kondensation (Stichwort Taupunkt) auffängt.
    • Man ist flexibler und kann mit den 2 Quilts einzeln oder als Kombi möglicherweise alle Temperaturbereiche im Jahr abdecken.

    Das klingt zumindest in der Theorie super. Was sind eure Erfahrungen? Unter welchen Bedingungen macht Kombinieren Sinn? Worauf sollte man achten? Was funktioniert nicht?

    Ich sehe eher nichts was gegen gegen stürmischen Wind spricht.

    Da sollte man vielleicht andere Zelte in der Gewichtsklasse vergleichen, die auch noch Trekkingstöcke brauchen.

    Ich sehe in den Videos keinerlei Schwächen beim Lofoten.

    Hm, man sieht aber doch schon, dass man die zwei langen Seiten einfach nicht so gut gespannt kriegt, wie von Gernstl erwähnt. Das ist dann schon ein Schwachpunkt bei Wind. Ob die geringe Höhe das dann wieder wettmacht ist halt die Frage!

    Ich habe mir black friday ein refurbished Kindle gegönnt. 63€, 155g und man muss sich auch nicht an Amazon binden (adbreak+koreader)

    Kannst Du das ein bisschen ausführen? Sind das extra Apps, die man sich drauf laden kann, um e-books außerhalb vom Amazon-Store zu lesen? 155 g wär ja leichter als mein Smartphone!

    Moderatoren , die e-reader-Diskussion kann gerne auch ausgelagert werden. Gibt, glaube ich, noch keinen Faden dazu.

    Im Rahmen des Möglichen hab ich wohl noch ein relativ leichtes Modell, irgendeinen alten Tolino.

    Weißt Du zufällig, wie leicht genau? :PPlane demnächst eine eReader-Anschaffung und ein Referenzrahmen wär super. Wäre auch gerne unabhängig von Amazon.

    Das würde dann auch mein Luxusgegenstand werden, wobei ich noch nicht weiß, wie viel ich den auf Touren vs. zivilisationsnäheren Reisen mitnehmen würde.

    Ach ja, und mein Sitzkissen (butt pad/princess pad)! 50 Gramm, glaube ich.

    Hier in Schweden wird wohl auch etwas mehr Ausstattung zum Feuermachen dazukommen. Gibt einfach so viele nette Feuerstellen.

    Man muss echt aufpassen, dass man als ULer nicht auf die schiefe Bahn gerät und zum Bushcrafter wird... Mit einem etwas größeren Taschenmesser fängt's an 8|

    Hier meine Eindrücke zum Pioulou in Silnylon 20D nach einem Testwochenende. Wirklicher Einsatz unter schwierigeren Bedingungen im Fjäll steht noch aus, aber bis jetzt bin ich sehr zufrieden!

    Das Mid lässt sich einfach und sehr straff aufbauen. Ganz anders als mein bisheriges Gatewood Cape! Vermutlich helfen da die Catcuts, wobei ich das als nicht-Experte nur vermute.

    Empfohlen sind 125 cm Höhe, die halte ich auch ungefähr ein - mein Carbonstock ist max. 130 cm lang und ich stelle ihn etwas schräg. Etwas höher wäre zwar nett, aber auch mit meinen 191 cm kann ich ganz gut darin liegen und sitzen, ohne die Wand zu berühren.

    Sehr hilfreich beim Aufbau ist, dass man die drei hinteren Punkte mehr oder weniger auf einer Linie auslegen und dann fixieren kann - kein Abstand-Schätzen und sicher von Vorteil beim Aufbau gegen den Wind. Nettes Detail sind die unterschiedlichen Farben für die kurzen Leinen in der Mitte (blau) und an den Seiten (rot), das hilft echt wenn man müde ist und nicht viel nachdenken will.

    Ich hab die Version ohne Reißverschluss; die zwei Türen lassen sich vorne unten einklipsen. Passt gut für mich. An der Abspannleine vorne ist ein kleiner Karabiner zum Einhängen, den werde ich aber entfernen. Befestigung mit einem zusätzlichen Hering am Boden scheint mir stabiler, und kommt mit einem Titanhaken vermutlich aufs gleiche raus, gewichtsmäßig.

    Das Tarp hat fünf Sturm-Abspannpunkte mit 1.5-mm-Leinen (die Firstleine und die anderen fünf kurzen Hauptleinen - mit clam cleats - sind 3 mm). Mit denen lässt es sich wirklich sehr stabil machen. Test im Wind steht wie gesagt noch aus, aber mit den fünf Leinen + zusätzlichen Heringen werde ich mich schon mal über die Baumgrenze wagen.

    Die Sturmleinen lassen sich mit einer kleinen Schlaufe ziemlich leicht verstauen, sehr praktisch. Habe mich gefragt, ob eine durchgehende Leine ohne Knoten und Ring nicht doch stabiler wäre, aber vermutlich halten die schon einiges aus und die Heringe sind eher der Schwachpunkt.

    Der Beak über der Apsis ist gut bemessen, habe eine Tür trotz Regen nachts offen lassen können. Trotz meiner Größe komme ich auch gut rein und raus. Das nimmt mir auch etwas die Bedenken bezüglich fehlender Lüftung an der Spitze: außer bei wirklich widrigen Bedingungen lasse ich dann einfach die vorne offen.

    Die Türen haben auch jeweils zwei Gummischlaufen zum Befestigen wenn sie aufgerollt sind, super. Beim Gatewood Cape haben die sich schon bei leichtem Wind immer schnell gelöst.

    Die Aufnahme oben für den Stock ist eine Art verstärktes "Hütchen":

    Und natürlich, das Gewicht! Ohne die fünf Sturm-Abspannleinen bei mir 294 g, diese Leinen zusammen 21 g. Packsack 9 g.

    Hab auch wilbo s "Regentest" durchgeführt, sprich bei Regen im Garten aufgebaut, 3-4 Stunden gut draufregnen lassen, 10 mal gut ausschütteln, dann wiegen: 82 g Wasseraufnahme. Also fast exakt der gleiche Wert wie bei wilbos ähnlich schwerem Silnylon-Tarp! Vielleicht kann fatrat mit seiner Silpoly-Version ja auch noch einen Wert zum Vergleich beisteuern ;)

    Und die Dehnung bei Regen ist wirklich überschaubar, wenn man vorher schon gut abspannt. Etwas nachspannen oder Stock höher stellen reicht. Extra Gummilitzen werde ich nicht brauchen. Bin ganz froh, dass ich letztendlich doch die leichtere Silnylon-Variante genommen habe!

    Als Inner nehme ich mein Serenity Net Tent von Six Moon Designs. Passt ganz gut rein, aber ich werde die hinteren Schlaufen im Tarp zum Einhängen noch etwas verlängern, damit das Inner weiter vorne sitzt und noch etwas weiter von der Wand entfernt ist.

    Insgesamt sehr zufrieden mit einem super verarbeiteten Tarp! Vielleicht ist es einfach nur der unfaire Vergleich mit einem Poncho-Tarp, aber ich bin bis jetzt wirklich sehr glücklich über meine neue Behausung.