Beiträge von Jan234

    Ich habe seit ein paar Jahren immer mal wieder ein bisschen mit einem Bivy experimentiert - hab den MSR e-bivy.

    Was mir sehr gefällt:

    - alle Sachen zusammen, nichts rutscht seitlich in den Dreck

    - Schutz gegen Luftzug und Spritzwasser von der Seite

    Was mir aber gar nicht gefällt, ist die Sache mit der Kondensation...

    Jetzt dachte ich mir, ein Mittelding aus Groundsheet und Bivy wäre ja eine Art Badewanne mit seitlich vielleicht 20-25 cm hohen Wänden. Schützt von der Seite, hält mein Zeug zusammen, bleibt aber von oben gut belüftet.

    Hat jemand mit sowas mal herumgespielt? Zu kaufen gibt's das wohl nicht. Woraus könnte man sich das einfach (ohne Nähmaschine) basteln? Tyvek?

    Update zum Tropic Comfort Hoody von Patagonia aus Modal: Hab den in Spätsommer getestet, bin aber leider, anders als Simplymad , nicht so begeistert. Das Tragegefühl ist ähnlich wie Baumwolle, und leider trocknet der Stoff auch eher langsam. Dadurch kühlt man dann abends oder in Pausen doch leicht aus. Ich schwitze aber auch leicht und viel, für andere mag das besser funktionieren. Gerichtsentwicklung ist noch in Rahmen, aber schon stärker als bei Merino.

    Werde wohl dieses Jahr doch mal einen Merino-Hoody testen.

    Welche Ausrüstung und Kniffe/Tricks habt ihr erst durchs UL-Trekking entdeckt und dann in den Alltag eingebaut?

    Bei mir war es der Viskose-Waschlappen als Handtuch fürs Schwimmbad: Mini Packmaß und Gewicht, trocknet schnell und geruchsfrei auch im Büro, müffelt dadurch kaum, umweltfreundlicher als Mikrofaser. Taugt leider nur bedingt als Saunahandtuch :D

    Nicht ganz sicher, ob das hier der richtige Faden ist, aber ich will auch keinen eigenen aufmachen:

    Was haltet ihr von Recco-Reflektoren - also nicht für den Einsatz bei Lawinen, sondern beim Wandern? Bringen natürlich nur was, wenn Such-Helikopter in der Gegend überhaupt Recco-Systeme benutzen, aber nach schneller Suche (bitte berichtigen wenn falsch) scheint das in immer mehr europäischen Ländern der Fall zu sein, etwa Italien und Schweden.

    Mit 10 g für so einen Reflektor auch im UL-Bereich verkraftbar. Kann natürlich PLB, inReach, gut sichtbare Kleidung etc. nicht ersetzen, aber so als zusätzliche Vorkehrung?

    Ich experimentiere grade mit Citronensäure-Lösung.

    Update: Hat leider den Härtetest einiger sozial stressiger Wochen mit vielen Meetings letztes Jahr nicht bestanden 8o Bin jetzt zurück bei Handdesinfektionsgel als Deo, im Alltag und bei An-/Abfahrt zu/von Touren. Funktioniert gut.

    Es scheint noch keinen Sammelfaden für Regenhosen zu geben, also starte ich den mal.

    Als ich vor etwa eineinhalb Jahren ne neue Regenhose suchte, gab es keine, die sowohl PFAS-frei (mir wichtig) als auch ultraleicht (~100 g oder leichter) ist.

    Inzwischen gibt's wohl mindestens zwei Optionen (beide nicht billig):

    • Rab Phantom Pants - 84 g in M. Nicht sicher, seit wann die PFAS-frei ist, aber nun ist sie's. Von kai gibt's nen Erfahrungsbericht hier, womöglich von der Vorgängerversion. Scheint aktuell die leichteste Option auf dem Markt zu sein.
    • Montbell Super Dry-Tec Pants - 129 g (M, L? - mir nicht klar). Mit Knöchel-Reißverschlüssen - könnte ich drauf verzichten. Hab die Montbell Peak Shell (Regenjacke) aus dem gleichen Material und bin sehr zufrieden bis jetzt.

    Ein leichter Nicht-Wegwerf-Poncho wiegt unter 200g. So Wegwerf-Müll zu verwenden, wo es nicht sein muss, halte ich für verwerflich.

    Ich glaube nicht, dass "langlebig ist besser für die Umwelt als kurzlebig" als Formel immer aufgeht.

    Ein Einweg-Poncho ist ja erstmal deshalb leichter, weil viel weniger Material drin steckt (40 g versus 200 g, als grobe Größenordnung). Er hat auch weniger "Features" aus potenziell unterschiedlichen Materialien (Nähte, Versiegelungen, Kordeln etc.), was wiederum weniger Energie und Transport bedeutet. So ein Einweg-Poncho ist ja nicht anderes als eine bessere Plastiktüte, fügt sich damit besser in existierende Produktions- und Recycling-Prozesse ein.

    Im Detail hängt's wohl von der genauen Nutzungs-Art und -Häufigkeit ab. Müsste mal jemand ne dezidierte Ökobilanz-Analyse aufstellen :)

    Meine Vermutung ist aber, dass einfache Teile aus simplen Materialien oft besser abschneiden, auch wenn sie nicht so lange halten.

    Mit Ponchos hatte ich eigentlich abgeschlossen, das Geflatter war nicht so meins.

    Jetzt bin ich aber immer wieder über Einweg-Ponchos gestolpert, die gibt's ja fast überall. Und in Allgemeinen <50 g.

    Da dachte ich mir: Bei warmen Temperaturen und wenn man eher seltene Schauer als langanhaltenden Regen erwartet, könnte das ja vielleicht doch die Regenjacke ersetzen, insbesondere wenn auch ne Windjacke dabei ist. Z.B. in Mittelmeer-Gegenden.

    Ich bin mir sicher, die Dinger halten mehr als nur eine Nutzung aus, wie ja auch eine stinknormale Plastiktüte. Löcher müsste man auch ganz gut kleben können. Und nach einer Tour kann man sie ja dann ersetzen.

    Ist jemand mit Einweg-Poncho unterwegs? Unter welchen Bedingungen?

    extremspaziergaenger , hab ich das richtig gesehen, dass Du bei Deinem Ost-Thru so einen dabei hattest?

    ...Nur der Vollständigkeit halber auch noch der Verweis zum ausführlicheren Faden zu Regenkleidung:

    Gernstl
    5. November 2025 um 11:23

    Es gibt aber auch Möglichkeiten für kollektives Handeln. Da sehe ich besonders die Internet-Orte (beim CDT FarOut, Facebook- und Reddit-Gruppe) als wichtig.

    Das ist vielleicht ein guter Ansatzpunkt. Ich persönlich bin ja eher gerne für mich und offline beim Wandern. Aber ich sehe jetzt schon eher den Vorteil einer Online-Community, gerade auf langen Wegen. Man ist eben nicht allein. Wenn sich wirklich jemand unsicher fühlt, kann man kann sich helfen. Für den EB gibt's das ja wohl auch ein bisschen, wenn ich mich richtig an das Buch von Rebecca Salentin erinnere?

    Welche Message senden wir mit unserem Trip - auch ungewollt? Klar unterstützen wir auf Touren meistens vor Allem lokale Geschäfte in entlegenen Regionen. Aber ist es OK, den Lykischen Weg in der Türkei Erdogans zu wandern? Oder in den USA unter Trump? Oder den EB durch Orbans Ungarn?

    Das hat mich auch schon beschäftigt. Wie schon gesagt, im Zweifel um die eigene Sicherheit würde ich kein Risiko eingehen. Aber überall gibt es eben auch die Leute, die offen und tolerant sind, und für diese Begegnungen, denke ich, lohnt es sich. Etwas mehr Verantwortung hat man vielleicht, wenn man auf sozialen Medien unterwegs ist und auch Reichweite hat. Da sollte man sich schon überlegen, welche Dinge man wie kommentiert, finde ich - und vielleicht eben auch nicht nur die tollen Erlebnisse teilen, sondern auch die befremdlichen. Gerade auch wenn man merkt, dass man selber da einfach durch gewisse Privilegien gut durchkommt.