Beiträge von Jan234

    Danke schon mal euch!

    Toray Airtastic ist so luftdicht, dass es sich nur schwer packen lässt. Meine Variante des Stoffs bläht sich beim Stopfen auf wie ein Ballon.

    Das hab ich auch an anderer Stelle gelesen. Andersherum gesehen sollte das ja aber auch bessere Isolation bedeuten, wenn das Material so effektiv die Luftzirkulation unterbindet?

    Bist du denn sicher mit dem "Pertex Quantum PRO"? Das wird beim "Progressif" verwendet. Das ist ja eine wasserdichte Membran.

    Ich stelle aber fest, dass das Pertex gar nicht so toll wasserabweisend ist.

    Das Pertex Quantum Pro ist meines Wissens einfach die DWR-behandelte Version, aber keine Membran. Sprich wasserabweisend, aber nicht wasserdicht. Ich hab eine Winterjacke von Rab mit Quantum Pro als Außenstoff und bin bis jetzt ganz zufrieden mit der DWR. Muss halt wohl nach einer Weile gewaschen werden (mit dem richtigen Mittel), damit die Funktion erhalten bleibt.

    Bei Cumulus ist, wenn ich das richtig sehe, nur das Quantum 29 g/m ohne DWR; die schwereren Versionen sind alle Quantum Pro.

    Für die Innenseite braucht man ja eh keine DWR. Man sollte bei Quilts auch vermutlich nicht die Seiten hin- und herwechseln, denn Schweiß setzt auf jeden Fall die DWR-Wirkung herab. Ich glaube auch, dass die DWR bei direktem Kontakt mit dem feuchten Außenzelt wenig bis gar nichts bringt, sondern eher gegen Tropfen.

    Allgemeine Frage: Lässt sich g/m2 eigentlich direkt in Denier-Stärke umrechnen? Würde den Vergleich zwischen verschiedenen Herstellern etwas vereinfachen...

    Ich beäuge grade die Cumulus-Quilts.

    Da gibt es beim Außenstoff die Wahl zwischen Toray Airtastic (19 g/m2) – inzwischen deren Standard – und verschiedenen Ausführungen von Pertex Quantum (29 g/m2 und schwerer).

    Laut Kundenservice gibt es für die Pertex-Stoffe inzwischen auch PFAS-freie DWR; für Toray soll das später im Jahr folgen.

    Toray würde schon einige Gramm einsparen. Allerdings mache ich mir Sorgen, wie robust und daunendicht das dann dauerhaft ist. In diesem Reddit-Faden etwa gibt es gemischte Erfahrungen.

    Hat jemand von euch Erfahrungen oder hilfreiche Infos zur Robustheit von Toray?

    Danke alle schon mal.

    Einer der Vorteile, den mir wohl auch erhoffe, ist "einfach auf den Boden schmeißen können, ohne Anspannen und anderes Gedöns".

    Die genannten Bug Bivys sind ja im Prinzip nichts anderes als ein normales Inner (das ich schon habe), aber halt mit weniger Platz.

    Ich würde im Allgemeinen mein Mesh-Inner verwenden, wenn warm und Insekten. "Bivy" oder Badewanne dann, wenn kalt und keine Insekten. Da bräuchte ich dann auch kein Netz.

    Welche Stoffe hattest du beim Bivi denn obenrum schon getestet?

    Bisher hab ich nur den MSR e-bivy getestet. Der hat obenrum 15D-Nylon mit DWR. Im Prinzip schon atmungsaktiv, aber am Fußende geht's eigentlich nie ohne Kondensation.

    Jetzt denke ich mir grade, vielleicht sollte ich ja doch erst mal mal mit leicht Abspannen experimentieren, um etwas mehr Belüftung zu haben... :/ Der Bivy hat keine richtigen Abspannpunkte, aber kann ich sicher improvisieren.

    Aber wie soll das mit Tau oder Regen aussehen?

    Ich würde das hauptsächlich unter einem Tarp verwenden.

    Als Lösung ohne Abspannen stelle ich mir was entweder aus etwas steifen Material vor wo die Wände von selbst aufrecht blieben. Oder so eine Art umgedrehte Kopfhaube ;) Also weiches Material mit einer Art Gummizug/Kordel obenrum, das das Ding am Platz hält. Aber dann wird's vermutlich gleich schwerer.

    Ich habe seit ein paar Jahren immer mal wieder ein bisschen mit einem Bivy experimentiert - hab den MSR e-bivy.

    Was mir sehr gefällt:

    - alle Sachen zusammen, nichts rutscht seitlich in den Dreck

    - Schutz gegen Luftzug und Spritzwasser von der Seite

    Was mir aber gar nicht gefällt, ist die Sache mit der Kondensation...

    Jetzt dachte ich mir, ein Mittelding aus Groundsheet und Bivy wäre ja eine Art Badewanne mit seitlich vielleicht 20-25 cm hohen Wänden. Schützt von der Seite, hält mein Zeug zusammen, bleibt aber von oben gut belüftet.

    Hat jemand mit sowas mal herumgespielt? Zu kaufen gibt's das wohl nicht. Woraus könnte man sich das einfach (ohne Nähmaschine) basteln? Tyvek?

    Update zum Tropic Comfort Hoody von Patagonia aus Modal: Hab den in Spätsommer getestet, bin aber leider, anders als Simplymad , nicht so begeistert. Das Tragegefühl ist ähnlich wie Baumwolle, und leider trocknet der Stoff auch eher langsam. Dadurch kühlt man dann abends oder in Pausen doch leicht aus. Ich schwitze aber auch leicht und viel, für andere mag das besser funktionieren. Gerichtsentwicklung ist noch in Rahmen, aber schon stärker als bei Merino.

    Werde wohl dieses Jahr doch mal einen Merino-Hoody testen.

    Welche Ausrüstung und Kniffe/Tricks habt ihr erst durchs UL-Trekking entdeckt und dann in den Alltag eingebaut?

    Bei mir war es der Viskose-Waschlappen als Handtuch fürs Schwimmbad: Mini Packmaß und Gewicht, trocknet schnell und geruchsfrei auch im Büro, müffelt dadurch kaum, umweltfreundlicher als Mikrofaser. Taugt leider nur bedingt als Saunahandtuch :D

    Nicht ganz sicher, ob das hier der richtige Faden ist, aber ich will auch keinen eigenen aufmachen:

    Was haltet ihr von Recco-Reflektoren - also nicht für den Einsatz bei Lawinen, sondern beim Wandern? Bringen natürlich nur was, wenn Such-Helikopter in der Gegend überhaupt Recco-Systeme benutzen, aber nach schneller Suche (bitte berichtigen wenn falsch) scheint das in immer mehr europäischen Ländern der Fall zu sein, etwa Italien und Schweden.

    Mit 10 g für so einen Reflektor auch im UL-Bereich verkraftbar. Kann natürlich PLB, inReach, gut sichtbare Kleidung etc. nicht ersetzen, aber so als zusätzliche Vorkehrung?

    Ich experimentiere grade mit Citronensäure-Lösung.

    Update: Hat leider den Härtetest einiger sozial stressiger Wochen mit vielen Meetings letztes Jahr nicht bestanden 8o Bin jetzt zurück bei Handdesinfektionsgel als Deo, im Alltag und bei An-/Abfahrt zu/von Touren. Funktioniert gut.

    Es scheint noch keinen Sammelfaden für Regenhosen zu geben, also starte ich den mal.

    Als ich vor etwa eineinhalb Jahren ne neue Regenhose suchte, gab es keine, die sowohl PFAS-frei (mir wichtig) als auch ultraleicht (~100 g oder leichter) ist.

    Inzwischen gibt's wohl mindestens zwei Optionen (beide nicht billig):

    • Rab Phantom Pants - 84 g in M. Nicht sicher, seit wann die PFAS-frei ist, aber nun ist sie's. Von kai gibt's nen Erfahrungsbericht hier, womöglich von der Vorgängerversion. Scheint aktuell die leichteste Option auf dem Markt zu sein.
    • Montbell Super Dry-Tec Pants - 129 g (M, L? - mir nicht klar). Mit Knöchel-Reißverschlüssen - könnte ich drauf verzichten. Hab die Montbell Peak Shell (Regenjacke) aus dem gleichen Material und bin sehr zufrieden bis jetzt.

    Ein leichter Nicht-Wegwerf-Poncho wiegt unter 200g. So Wegwerf-Müll zu verwenden, wo es nicht sein muss, halte ich für verwerflich.

    Ich glaube nicht, dass "langlebig ist besser für die Umwelt als kurzlebig" als Formel immer aufgeht.

    Ein Einweg-Poncho ist ja erstmal deshalb leichter, weil viel weniger Material drin steckt (40 g versus 200 g, als grobe Größenordnung). Er hat auch weniger "Features" aus potenziell unterschiedlichen Materialien (Nähte, Versiegelungen, Kordeln etc.), was wiederum weniger Energie und Transport bedeutet. So ein Einweg-Poncho ist ja nicht anderes als eine bessere Plastiktüte, fügt sich damit besser in existierende Produktions- und Recycling-Prozesse ein.

    Im Detail hängt's wohl von der genauen Nutzungs-Art und -Häufigkeit ab. Müsste mal jemand ne dezidierte Ökobilanz-Analyse aufstellen :)

    Meine Vermutung ist aber, dass einfache Teile aus simplen Materialien oft besser abschneiden, auch wenn sie nicht so lange halten.

    Mit Ponchos hatte ich eigentlich abgeschlossen, das Geflatter war nicht so meins.

    Jetzt bin ich aber immer wieder über Einweg-Ponchos gestolpert, die gibt's ja fast überall. Und in Allgemeinen <50 g.

    Da dachte ich mir: Bei warmen Temperaturen und wenn man eher seltene Schauer als langanhaltenden Regen erwartet, könnte das ja vielleicht doch die Regenjacke ersetzen, insbesondere wenn auch ne Windjacke dabei ist. Z.B. in Mittelmeer-Gegenden.

    Ich bin mir sicher, die Dinger halten mehr als nur eine Nutzung aus, wie ja auch eine stinknormale Plastiktüte. Löcher müsste man auch ganz gut kleben können. Und nach einer Tour kann man sie ja dann ersetzen.

    Ist jemand mit Einweg-Poncho unterwegs? Unter welchen Bedingungen?

    extremspaziergaenger , hab ich das richtig gesehen, dass Du bei Deinem Ost-Thru so einen dabei hattest?

    ...Nur der Vollständigkeit halber auch noch der Verweis zum ausführlicheren Faden zu Regenkleidung:

    Gernstl
    5. November 2025 um 11:23