Beiträge von Steintanz

    Wenn sich im Topf versehentlich ein Hohlraum unter dem Schnee bildet, könnte es sein, dass der Topfboden überhitzt, bevor sich Wasser unten ansammelt und wieder kühlend wirkt. Daher wäre ich gerade bei dünnem Alu vorsichtig, dass der Schnee eben nicht "frei hängend" in den Topf gestopft wird, sondern eher nach und nach zugegeben wird.

    Ein größeres Volumen macht das Schmelzen etwas einfacher, weil Schnee ja enorm zusammensackt beim Schmelzen. Ist das Metall robust und der Topf groß, kann man vollstopfen, zusammenpressen und erstmal auf dem Kocher sich selbst überlassen, bis man dann mal nachfüllt.

    wozu der Magnet

    [ Damit hängt man auch gerne sein Messer ans Ohrläppchen. Es wird zum Schmuck, die Gewichte-Tabelle frohlockt. Fortgeschrittene lassen sich ein Loch stechen und drehen den Korkenzieher hinein, wodurch auch noch das Magnetgewicht entfällt. - Ähnlichkeiten mit anderweitigen Diskussionen sind rein zufällig beabsichtigt :o) ] Der UL-Scanner hat diesen Post als ultraleichtsinnige Trivialität erkannt. Seien Sie vorsichtig oder fragen Sie Ihre Großmutter.

    Pumpeffekt: durch Gehbewegung wird Luft rausgedrückt und reingesaugt in den Schuh über die Öffnung, wo man drinsteht; ggf. besondere offenporige Schäume usw. zur Unterstützung des Effekts. Meindl z.B. hat das mal in einigen Modellen beworben ("Meindl Air").

    Diffusion über GTX-Membran hinweg geht m.E. in Schuhen durchaus, solange der Außenstoff nicht durchnässt ist und die Temperaturen nicht zu hoch sind. Bei Nässe ist Wetout weniger stark fühlbar in Schuhen, ich denke auch, weil dort dieser spezielle, ich sage mal, Mikrofleece-Stoff auf der Innenseite (meist weißlich-grau) wie eine Art dünner "Pumpliner" (vgl. Paramo-Technik) wirkt und zudem die Socken viel abpuffern. In Jacken hat man diesen Innenstoff nicht, soweit ich weiß und trägt ggf. ja nur ein dünnes Shirt unter der Regenjacke. Die Füße sind außerdem feuchteres Klima meist gewöhnt und es fällt nicht so schnell unangenehm auf wie etwa am Oberkörper..

    Weiterer Vorteil von VBL-Kleidung: Man trägt, sofern man sie tagsüber an hat, nicht das Gewicht eines VBL-Sacks ohne Nutzen spazieren.

    Besonders minimalistisch wäre, die gleichen diffusionsdichten Teile

    • tags unter Null als VBL
    • tags über Null als Regenschicht
    • nachts als VBL-Anzug.

    Hat das jemand schon praktiziert, gerade z.B. bei Fjelltouren im Frühjahr, wo es von einem Tag auf den nächsten von -10 auf +5 springen kann und der Regen einsetzt?

    Bei Trailrunnern evtl. die üblichen Gaiters mit simpler Stoffröhre verlängern, aus dünnem Nylon, Quantum o.ä.

    Bei Schuhen mit Absatz, wenn man Riemen unter Sohle tragen kann, würde ich das so machen, wie die üblichen Wandergamaschen zum Kaufen. Luxe Outdoor hatte früher welche aus leichtem Zelt- Material.

    Oder einfach weite Läufer-Beinlinge bzw. Kniestrümpfe überziehen.

    Vorteile des Anzugs: Kleidung, die man drüber trägt, bleibt ebenfalls trocken. D.h. man kann Puffy etc. dauerhaft ins Schlafsetup einbauen oder/ und den VBL auch tagsüber tragen. Und man verwickelt sich nachts nicht im VBL-Sack.

    An den Füßen kommt man bei wirklich kalten Winter-Mehrtagetouren ohne Trockenmöglichkeiten kaum an VBL-Socken vorbei.

    GTX in Stiefeln finde ich gut, sobald/sofern Trailrunner (ohne Membran) nicht mehr in Frage kommen. Dort bevorzuge ich reine Synthetik-Stiefel, also ohne Lederanteile. Trocken würde ich den erzielten Effekt aber nicht nennen wollen, eher trockener und v.a. wärmer als ohne, wenn es außen nass und kalt ist.

    Messer? Messer? Ich sehe da keine Messer ... das ist ein Messer: https://www.hkgt.de/shop/messer/mo…chermesser.html

    Hervorragend als UL-Kurzmachete/Leuku geeignet, so man sowas will (ca. 183g, 21,5cm Klinge).

    Sonst mag ich auch noch das Leatherman SQUIRT PS4 mit seinen 56g, völlig irre, aber das leichteste mir bekannte Tool mit tauglicher Zange, die ich tatsächlich schon mal brauchte, als eine Steckverbindung-Innenhülse der Zeltstange ins Rohr rutschte und wieder herausgezogen werden musste. Sekundenkleber dran und hält bis heute besser als zuvor.

    AUSRÜSTUNG – BACKCOUNTRY-SKI

    Guter Link oben für dieses Thema.

    Der bereits genannte Fischer E99 ist ein sehr beliebter Fjell-/Wanderski. Ich habe die breiteren Fischer S-Bound 98 Crown, da ich gerne noch den Telemarkschwung mal lernen möchte; zum reinen Gehen und um gerade oder im Schneepflug abzufahren sind die eher unnötig breit, würde ich sagen. Kurze Felle habe ich dafür, aber noch nicht benutzt, da es für die Hügel der Schwäbischen Alb mit den Schuppen wunderbar reicht.

    Alternativ finde ich Kurzski (1-1,3m Länge, z.B. Hagan Off Limits) auch interessant, wenn es auch durchs Unterholz oder über sehr verwinkelte Pfade gehen sollte. Sofern man welche mit abziehbaren Fellen nimmt, lässt sich damit - je nach Können - auch auf schmalsten Waldwege o.ä. abfahren oder gar runterwedeln.

    Wander-/Kurzski mit eingeklebten Fellabschnitten (z.B. von OAC) werden auf der obigen Website auch ausprobiert. Ergebnis: Eher nicht, außer es ist flach und lockerer Schnee. Kurzski mit Schuppen sind mir aktuell keine bekannt.

    Backcountry-/Fjellski kann man auch schuppenlos, also zum Wachsen kriegen, aber das ist mir zu kompliziert; Vielnutzer scheinen aber tendenziell schuppenlos zu bevorzugen.

    Spannendes Thema, also los: Ich war bisher bei Regenjacken mit keiner Membrantechnologie zufrieden von diversen Herstellern und aus diversen chem. Grundmaterialien auf diversen Trägerstoffen, egal ob die Membran lose eingehängt, 2-, 3- oder 2,5-lagig verarbeitet war. [Ausnahme Outdry, wo die Beschichtung/Membran außen liegt; davon bin ich bisher begeistert, da null Durchnässung und null wet-out.] Es war ansonsten jedes Mal der wet-out-Effekt, der m.E. angesichts des Preises nicht aktzeptabel war, sobald man in echten, langen Regen kam und dann die DWR des Außenstoffes gerade im Schulter-/Nackenbereich aufgab. Daher habe ich mir oft gewünscht, es gäbe Membranjacken, bei denen der Schulter- und Kapuzenbereich aus diffusionsdichtem (nicht-atmungsaktivem) Stoff gemacht ist. - Es sei aber auch gesagt, dass es gewisse Dauerbrenner von Membran-Jacken gibt, die seit vielen Jahren etliche Fans und zufriedene Dauernutzer haben, die nichts Anderes nehmen wollten.

    Interessanterweise fand ich Windstoppermembranen noch am überzeugendsten, auch gegen Regen, weil auch da irgendwann Wasser durchging, aber die Atmungsaktivität beim Tragen nach dem Regen sonst eben sehr hoch war. (Montbell verarbeitet in seiner Versalite-Jacke ebenfalls Windstopper aus eben diesem Grund, nehme ich zumindest an; und dennoch verzichtet der Hersteller hier nicht auf lange Seiten-RVs.)

    Gegenüber diffusionsdichten Stoffen, gerade solchen, die kein Wasser aufnehmen und mit reichlich Lüftungsmöglichkeiten sinnvoll zu Jacken verarbeitet werden (z.B. wie bei Timmermade, z.B. Sil-Nylon, Sil-Poly oder DCF) oder auch gegenüber dem pile&pertex-Prinzip bzw. dessen "regenfester" Abwandlung in Paramo-Kleidung werden Membranjacken (mit Trägerstoff außen) allzu oft als Goldstandard von der breiten Masse der Outdoor-Nutzer gesehen, würde ich sagen; ich vermute mangels Überblick, Erfahrung oder geringer Popularität der alternativen Regenjacken-Techniken (abgesehen von Ponchos aus Sil-Nylon, die sieht man etwas öfter).

    Bei Regenhosen hatte ich hingegen nie groß etwas zu bemängeln, egal welche Membranen und Hersteller es waren. Am ehesten störte mich dort, wenn der Trägerstoff langsam trocknet, wet-out war aber kein echtes Problem. - Allerdings komme ich mit einer Sil-Nylon-Regenhose auch ohne Diffusion gut zurecht und dieses Material nimmt sehr, sehr wenig Wasser auf; und unter ca. 8°C bevorzuge ich aufgrund Tragekomfort die Kombination aus Fleece- und Lauf-Wanderhose anstelle einer Regenhose, solange es nicht stundelang kübelt.