Ich bin die letzten vier Tage die Nordschleife des Kellerwaldsteigs gelaufen. Diverse Male bin ich abgewichen (mal auf den Urwaldsteig, mal abgebogen, mal abgekürzt, mal ne Runde extra) und komme so auf 104,66 Kilometer laut Garmin.
Tag 1: Herzhausen - Trekkingplatz Lärenberg 26km
Start am Parkplatz in Herzhausen. Also von Edersee kann man hier nicht sprechen, die Eder ist ein Flüsslein, was sich durch eine leere Wanne mäandert. Ich folge der Strecke zunächst bis Asel, man ist hauptsächlich im Wald. Die Temperatur ist gar nicht mal so hoch, aber ich schwitze trotzdem kräftig. Das Dorf wirkt irgenwie nett. Als ich den ersten Snack einwerfen möchte stelle ich fest, dass meine Kinderriegel in der Bodentasche vom Rucksack geschmolzen sind. Gar nicht so einfach, dass zu Essen. Am Ende lecke ich die Schokolade aus der Verpackung. Zum Glück sieht mich keiner.
Ich wechsele auf den Urwaldsteig, der Abschnitt ist gelobt für die Knorreichenwälder die es hier gibt. Zunächst gibt es aber die Aussicht auf die alte Aseler Brücke - deren Auftauchen immer das Symbol des niedrigen Wasserstandes gibt. Mittlerweile ist das ja eine eigene Touristenattraktion. Die Wälder hier sind echt schön, der Pfad oft schmal. Die Wegführung mag es auf und ab zu gehen. Anstregend. Es gibt eine überschaubare Zahl an Tageswanderern. Ich kürze ab über den DKV Zeltplatz und lande irgendwann in Scheid.
Die örtliche Einkaufmöglichkeit besteht aus einem Raum mit diversen Automaten. Naja - für ein paar Softdrinks und den Wasservorat reicht das ja. Dafür 24/7. Ich mache Pause am örtlichen Spielplatz. Nach Scheid gibt es den ersten Ausblick Richtung Waldeck und nun ist doch etwas von See zu erkennen. Weiter durch den Wald und durch Nieder-Werbe bis zum letzten Anstieg zum Trekkingplatz Lärenberg. Man soll hier wohl auf dem Streifen am Waldrand zelten - der ist leider abschüssig. Dafür ist die kleine Hütte und die Kompost-Toilette ok. Eine andere Wanderin ist bereits hier und kocht ihr Abendessen. Wir reden noch ein wenig und gehen gegen 21 Uhr ins Bett.