Beiträge von Boogada42

    Anreisen war Flug nach Teneriffa Süd. Eigentlich hatte ich genug Zeit um zum Hafen zu laufen. Bin auch tatsächlich zu Fuß los, aber irgendwann gab es wirklich nur noch die Option an der Hauptverkehrsstraße zu gehen und da hatte ich keinen Bock drauf. Bin dann mit dem Bus weiter.

    Fähre war undramatisch. Man setzt sich hin. Es gibt WiFi. Zurück das gleiche.

    Ich hatte damals gar kein Wasser aus natürlichen Quellen. Bei La Caleta konnte man Duschen. Aber mein Stand ist von 2019, keine Ahnung wie das aktuell ist. Sonst alles Wasser gekauft. Gerade der Süden war extrem trocken und ich wurde sehr durstig, obwohl die Temperatur gar nicht mal soo heiß war.

    Ich bin letzten August/September von Flensburg aus den Gendarmstien (3.5 Tage), Alsstien (zu 90%) (1,5 Tage), Alssundstien (1 Tag), sowie auf der Insel Ærø den Kyststien (1 Tag) und Øhavsstien (1 Tag) gelaufen. Es war sehr schön. Hatte auch super Glück mit dem Wetter - nur einen Tag Regen, meist sehr moderate Temperaturen.

    Was hat mit gut gefallen?

    • Es war sehr friedlich. Nicht nur ruhig, sondern friedlich. Mehrfach stand ich morgens an der Küste und habe einfach nur genossen, dass da nichts ist. Der Trail ist oft sehr unaufgeregt. Es gibt wenig Highlights, also dramatische Orte oder so. Aber dafür hat man auch nie nie nie Stress.
    • Die Möglichkeit der Zeltplätze und Shelter, die Wasserstellen - das ist alles super. Gibt auch regelmäßig Toiletten. Dazu auch noch die kommerziellen Campingplätze (nur 1x) - man kann eigentlich immer die Etappenlänge frei anpassen. Warum gibt es sowas quasi nicht in D?
    • Infrastruktur: Jedes kleine Dorf hat auch einen ordentlichen Supermarkt, Beschilderung ist gut (beim Gendarmstien noch am besten), ich habe in 10 Tagen keine einzige Dänische Krone in der Hand gehabt, geht alles mit Karte/Handy.
    • Man kommt mit Deutsch durch. Auch wenn ich dann meist Englisch nutze.
    • Zwischendurch mal Busse genutzt, Bezahlung mit Nahverkehrs-App war ebenfalls super.
    • Klima war super. War sogar zwischendurch Schwimmen.
    • Quasi keinen Ärger mit Viechern gehabt, weder Zecken noch Mücken. Kann ich mir selbst nicht erklären. Ærø war allerdings voll mit Spinnen. 

    Was war nicht soo prickelnd?

    • Dass es zivilisationsnah ist, war ja klar. Habe auch mit Asphalt nicht das riesige Problem - aber es gab doch ein paar Abschnitte wo es sehr viel Straße war. Am schlimmsten war der Kyststien, aber das gabs mehrfach. Würde daher beim nächsten Mal bequemere (dämpfende) Schuhe mitnehmen.
    • Einige Abschnitte direkt am Strand waren ebenfalls fürchterlich zu laufen. Wenn da nur unförmige Steine sind und man das über lange Abschnitte hat - war kein Fan.
    • Beim Gendarmstien musste ich einmal durchs Wasser (geht vielleicht bei Ebbe?), beim Alssundstien war es schon fast schlimm als man irgendwann einfach durch die Ostsee musste, irgendwann habe ich überwachsene Klippen erklommen weil man einfach nicht weiter gekommen ist. Das mit dem durchs Gebüsch vor dem Wasser fliehen passierte sogar zweimal!!

    Bin auf den Geschmack gekommen. War sicher nicht das letzte Mal Dänemark.

    Ganz ehrlich geben sich die meisten Airlines nix. Zumindest nicht bei den innereuropäischen Flügen. Die operieren alle doch sehr sehr ähnlich.

    Bei Ryanair kostet mittlerweile das kleine Aufgabegepäck (10KG, das sollte bei UL ja reichen) weniger als das Gepäckstück mit ins Flugzeug zu nehmen. Wenn man ohnehin was aufgibt (wegen Stöcken, Heringen, Messer usw...) dann kann man da ein paar € sparen.

    Manchmal kann es sich lohnen nach anderen Flughäfen zu schauen, kann deutlich bessere Verbindungen geben. Hängt natürlich stark davon ab, was so in Reichweite ist und wie die Anbindung ist.

    Sich nicht scheuen ggf. zwei einzelne Flüge zu buchen statt einmal Hin- und Rückflug mit der selben Airline. Kann u.U. günstiger sein. Das gilt natürlich auch in Verbindung mit unterschiedlichen Flughäfen. z.B. hin von Köln, zurück nach Düsseldorf.

    Es lohnt sich teilweise mehr zu zahlen für die Verbindung die eine bessere Uhrzeit hat. 50€ billiger nutzt einem nix, wenn man dafür ein 100€ Hotel mehr braucht oder es einem den ganzen Tag kostet.

    Treadlitegear wird nach und nach abgewickelt.

    Nachricht auf Facebook:


    Palma hat Decathlon (klein in der Stadt, groß im Industriegebiet), kleinere Outdoorläden gibt es dort ebenfalls. Ich meine mich noch an einen in einer anderen Stadt zu erinnern - vielleicht täuscht mich meine Erinnerung aber auch.

    Wasser und Verpflegung: Man kommt eigentlich täglich durch irgendein Dorf, da ist in der Regel irgendein Shop oder Bar/Restaurant. Allerdings gibt es schon Abschnitte die länger sein können, wo die Versorgung schwierig sein kann. Zwischen Sant Elm und Estellencs ist eigentlich nur Ses Fontanelles - und da muss man als Gast gebucht sein, sonst scheucht einen der Besitzer vom Gelände. Zu den Gästen ist er auch nur wenig freundlicher - es sei denn Du hast die teuren Zimmer gebucht, dann darfst Du sogar warm Duschen und bekommst das Wlan Passwort. Natürliche Wasserquellen - würde ich mich nicht drauf verlassen, gerade im Sommer. Wenns geregnet hat, kann das natürlich immer anders aussehen.

    Von Deia nach Port de Soller haben wir die Küstenroute genommen - oft als Piratenweg betitelt - das war schön.

    Ich habe auch gehört es wird empfohlen von LLuc nach Polenca die Route über den Puig Tomir zu nehmen - habe ich selbst aber nicht gemacht.

    Den Abschnitt Polenca - Port de Polenca kann man sich sparen.

    Sehr schöne Insel - Mai/Juni ist aber wahrscheinlich viel zu heiß. Ich mag aber eh keine Hitze.

    Wobei das ja auch das bestmögliche Szenario ist: Alles ist solide abgespannt, alle extra Leinen angebracht, Trekkingstöcke zur Unterstützung. Man weiß genau aus welcher Richtung der Wind kommt. Der Boden ist fest. Man kann alles fertig machen, bevor der Test beginnt.

    Trotzdem: gutes Ergebnis.

    Bleibt die Frage was DU für cool findest? Küstenwanderungen sind im April bestimmt möglich, hohe Berge werden noch Schnee haben. Und wie lang soll es sein? Was ist really long? Muss es genau EIN Trail sein - oder kombiniert man sich einfach so lange was kürzeres zusammen, bis man genug KM zusammen hat?