Ich bin ja selbst am liebsten im Fjäll unterwegs, aber noch lang kein Ausrüstungsexperte. Daher ist der Thread für mich auch hochinteressant. Das meiste ist auch sehr schlüssig, nur eine Sache verstehe ich nicht so recht: warum sehen viele das X-Mid als sehr windanfällig an, während beispielsweise das Stratospire als windstabile Lösung genannt wird? Liegt es nur an der Asymmetrie des X-Mid im Vergleich zur Symmetrie des Stratospire? Man kann das X-Mid doch entsprechend der Windrichtung aufbauen, das ist doch bei Geometrien wie der des Enan auch angeraten?!..
Erleuchtet mich bitte, bevor ich richtige Bauchschmerzen bekomme, wenn ich das nächste Mal mit meinem X-Mid ins Fjäll aufbreche![]()
Beiträge von chummer_fc
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Das Hauptproblem ist nicht das Wasser, sondern die Atemluft
Tatsächlich habe ich nie auch nur einen einzigen Atemzug per Mund in die Matte gepumpt

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Hallo zusammen,
Könntet ihr mal bitte eure Meinung dazu teilen, ob meine Matte bei der seitlichen Delaminierung schon "austauschwürdig" ist? Ich ringe mit mir, da sie erst ca. 4 Jahre alt ist..Andererseits war mir tatsächlich auf der letzten Tour nachts auf der Matte teilweise unerwartet kalt.
Danke euch!
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Es sollte mich angesichts der derzeitigen politischen Lage in Deutschland eigentlich nicht überraschen, dass hier einige Beiträge eher von rechts kommen - trotzdem verwundert es mich schon irgendwie ein wenig. Immerhin ist ein wesentlicher Bestandteil konservativer und rechter Politik heutzutage, dass sie Klima und Umwelt mit mehr oder weniger Schwung vor die Wand fahren. Und das ist ja irgendwie sehr konträr zur Naturverbundenheit, die viele hier pflegen.
Als gebürtiger Erfurter mit Handicap war ich schon viel im Osten unterwegs. Und dabei wurde ich schon einige Male angegangen/beschimpft oder respektlos behandelt. Besonders auffällig/häufig war das, als ich vor etwa 10-14 Jahren insgesamt dreimal von Berlin/Umgebung mit dem Rad an die Ostsee gefahren bin..ein Liegerad mit 3 Rädern. Ich muss sagen, das war teilweise schon sehr unangenehm und finster in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern..Und das vor 10 Jahren! Seit diesen Erfahrungen vermeide ich es, Radreisen zu unternehmen. Und obwohl man mir mein Handicap zu Fuß weniger ansieht, bewege ich mich bei Wanderungen in einigen Gebieten doch so zügig wie möglich durch die Ortschaften und mach außerhalb Pause..
Ich persönlich bin vor allem tiefgrün, aber auch links. Das wurde auch durch meine persönlichen Erfahrungen geformt. Und auch wenn ich mich als pazifistisch bezeichnen würde, stelle ich mich wo es nur geht verbal und mit Präsenz gegen die Verfehlungen und Missstände konservativer und rechter Politik. Und sorry, aber: Leute, die Menschen angreifen/ausgrenzen, die irgendwie "anders" als die "Norm" sind, kann ich einfach nicht tolerieren. Deswegen finde ich es auch unfassbar, dass Menschen die AfD wählen, aber behaupten "nicht rechts" zu sein. Wenn diese Leute auch nur minimal Intellekt hätten, würden sie das Parteiprogramm lesen und dann die Politik der AfD als das verstehen, was sie ist: rechts und zutiefst menschenverachtend. Ich kann und will sicher nichts dagegen tun, wer hier im Forum aktiv ist, jeder hat ein gutes Recht dazu. Aber durch den Thread hier hab ich jetzt zumindest einen Anhaltspunkt, mit welchen Personen ich hier zukünftig nicht (mehr) kommunizieren brauche. Danke dafür.
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ich stimme RaulDuke zu: die Modularität von Alpha als Midlayer plus Windjacke ist doch genial! Gerade wenn ich, so wie du, Bohnenbub , in Skandinavien unterwegs bin, wo Temperaturen in Ranges von Minusgraden bis +25 nicht auszuschließen sind, ist doch Modularität dein größter Freund

Klar, in der Praxis zieht man sich nie so häufig um, wie man es in der Theorie vielleicht sollte, aber Alpha 90 plus Windjacke (bei mir in M übrigens unter 200g) ist halt schon die Idealkombi, würde ich im Fjell nicht mehr missen wollen: Wenn ich weiß, dass ich einen (langen) Berg hoch muss, ziehe ich die Windjacke aus, transpiriere den Hügel hinauf und ziehe sie wieder an. Wenn das Ganze schneller gehen soll, öffne ich einfach nur den Reissverschluss der Windjacke und kann zumindest über den Bauch auslüften.
Unter einer Regenjacke ist es eh egal, da ist es immer wie in der Sauna.
Aber auf Mehrtagestouren bist du doch mit modularen Systemen immer besser bedient (zumal es wie gesagt gewichtstechnisch nicht schlechter ist) -
Mossy Earth - Youtube Kanal
Mossy Earth - WebseiteIch bin Mitglied bei Mossy Earth und kann das Ganze nur empfehlen. Neben der Tatsache, dass man sieht, was der eigene Beitrag bewirkt und unterstützt, bekommt man als Mitglied auf der App so viele zusätzliche Hintergrundinfos, Updates usw. Für mich ist es ein sehr gutes Gefühl, auf diese Weise Renaturierung zu unterstützen, während ich selbst in den letzten Jahren zu wenig Zeit hatte, mich aktiv im Umwelt- und Klimaschutz zu engagieren.
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Tipik tentes stellt das Caroux ein und ersetzt es durch eine Single-Wall Version des Pioulou:
https://tipik-tentes.fr/Caroux bzw. https://tipik-tentes.fr/Pioulou_mono
Meine nicht vorhandene Zeit und das ebenso non-existente Französisch verhindern einen Vergleich, auf Instagram heißt es aber (laut automatischer Übersetzung): "Im Vergleich zum Caroux wird es für 20 g mehr deutlich wind- und wetterfester sein"
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Ich freue mich sehr, dass du dich doch dazu entschieden hast, einen Bericht zu schreiben, trotz der Diskussionen und deiner Ansichten zum Thema Overtourism hier im Forum. Ich persönliche glaube nicht, dass Berichte hier in unserem kleinen schönen Forum den Tourismus dahingehend befeuern, dass mehr sich rücksichtslos verhaltende Menschen (LNT & so) in unsere liebsten Gegenden losziehen. Im Gegensatz dazu bin ich immer sehr dankbar, Bilder aus Fjällregionen zu sehen, die ich bisher noch nicht selbst zu Gesicht bekommen habe. Sowas hilft mir immer über den Winter

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Sehr schöne Herbstimpressionen!:)
Aber allein schon wegen den dort deutlich präsenteren Rottönen im Herbst..Es muss nicht immer Schweden sein!

....doch

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Bin etwas verwundert, dass hier noch niemand die Patagonia Terrebonne als Hose in den Ring geworfen hat. 166g in M, und die Mücken und Stechfliegen, die ich dieses Jahr in Nordschweden getroffen hab, kamen durch den Stoff nicht durch.
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Ich rede hier von viel kleineren Dimensionen, aber selbst bei meiner Tourenplanung in Lappland beschäftigt mich das Thema: Nachdem ich 2022 verletzungsbedingt am Kungsleden gescheitert bin, brennt es mir unter den Nägeln, ihn nochmal vollständig zu versuchen. Leider werden es jährlich mehr Menschen auf dem Weg, insbesondere auf den nördlichsten Abschnitten. Klar, man könnte jetzt sagen: lass die nördlichsten Abschnitte, die du schon kennst, einfach weg. Aber ich bin halt einer von denen, die ausgeschriebene Wege am liebsten vollständig laufen...also werde ich den "überlaufenen" Abschnitt wohl irgendwann möglichst spät im Jahr mit etwas längeren Tagesstrecken bestreiten, bevor es südlicher deutlich ruhiger werden sollte

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: Gefriergetrockneter Gouda
meine kamen (auch) heute an. Geschmacklich ist es vergleichbar mit überbackenem Käsebrötchen vom Bäcker. Ich mag´s. Ist sicher die Frage, wofür man sie eingeplant hatte...als würzige Komponente ist meinem geplanten Trail-Kartoffelbrei werden sie aber sicher ne gute Figur machen

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GirlOnTrail das hast du sehr schön formuliert

Hinzufügen möchte ich aber noch, dass wir das ja nicht nur freiwillig machen, tatsächlich sind es zumindest für mich die Momente des größten Glücks.
Menschen, die wie wir denken wird es schon immer gegeben haben. Nur hat es früher vielleicht das Überleben gesichert/vereinfacht, während wir es machen, um händeringend dem bequemen Umfeld zu entfliehen. Paradoxer Luxus, dieses Wandern
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Während des Lesens hab ich immer gedacht "nett, dass er den Senior mitnimmt", bei dem Satz ist mir aufgefallen, dass dein Vater mutmaßlich ungefähr mein Alter hat 😂.
Wenn du 30 Jahre älter als ich bist..

Ich denke, ich zähle eindeutig zu den jüngeren Semestern hier im Forum..wäre eigentlich mal interessant, den Altersschnitt zu erfahren


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Danke für die Tipps fürs Furten:)
Dass ich da an der allgemeinen Vorgehensweise was ändern sollte, ist mir natürlich auch schon in den Sinn gekommen, aber einen so konträren Ansatz, wie du ihn vertrittst kam mir noch nicht in den Sinn😅
Dexshell Bamboo kenn ich noch nicht, kannst du die empfehlen?:)
Die Idee dünnerer Membransocken ist mir nämlich auch erst im Nachhinein gekommen, da werde ich sicher nachlegen -
Ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob ich dich missverstehe oder du mich😅
Ich bin ein sehr ehrgeiziger Mensch der obendrein sehr gern Dinge plant und die dann bestmöglich umsetzt. Dementsprechend sehe ich den Plan einer Wanderung als gescheitert an, wenn ich ihn nach 2 Tagen über den Haufen werfen muss. Die Gründe dafür sind, wie dargelegt, die unsichere Furtenlage und die Verlangsamung gewesen, die aus der Kombination Wetter + meine körperlichen Voraussetzungen resultiert.
Das exkludiert ausdrücklich die Schmerzen, die ja erst später aufgetreten sind.
Wie auch im Bericht angeschnitten kam auch das Learning an, dass 15 km/Tag nicht überall und unter allen Umständen möglich sind, das weiß ich für das nächste Mal.
Und nun ein wenig off-topic: Ich bin relativ sicher, du hast das nicht so gemeint, aber ich finde den Satz " Soo schlimm scheint deine "versehrtheit" nich zu sein" echt daneben.
Das mit der "Versehrtheit" ist bei mir eine mehrschichtige Sache. Muskuläre Leistung oder eben in Teilen auch Leistungsausfall sind ein Symptom meiner Beeinträchtigung, nicht die Ursache. Nun kann man Muskulatur natürlich auch versuchen aufzubauen, wofür ich sehr viel Zeit investiere. Wenn jetzt also in der Eifel, wo das Wandern technisch überhaupt nicht anspruchsvoll ist, an einigen Tagen (über 10-12h) 35km laufen konnte (was mich damals tatsächlich auch komplett überrascht hat), dann ist das nur ein Zeichen dafür, dass mein Training bestimmter Muskelgruppen wirkt.
Wenn ich aber im Fjäll allgemein und insbesondere weglos mit ganz anderen Bewegungsmustern und Belastungen auf Sehnen, Gelenke, Muskeln, Knorpel usw. konfrontiert bin, ist mein Körper eben deutlich multidimensionaler ge- oder überfordert. Und ich weiß nicht, ob du den Versehrtenthread im Vorfeld nochmal überflogen hast, aber zu meiner Beeinträchtigung gehören eben auch Gleichgewichtsstörungen und eine Einschränkung der Feinmotorik. Was mich insbesondere in Blockfeldern und Furten stark beeinträchtigt.
Dementsprechend sind Wanderungen in Deutschland und Lappland eben ein himmelweiter Unterschied und das Urteil "so schlimm kann deine Beeinträchtigung nicht sein" unangebracht (wobei ich solche Aussagen tbh generell nicht treffen würde, damit begibst du dich bei jedem Menschen mit jeglicher Beeinträchtigung auf dünnes Eis) -
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Kruzifix, den Geartalk vergessen

Ich hatte im Laufe des letzten Jahres eine Menge neuer Ausrüstung gekauft. Das meiste wurde schon erprobt, nur eben noch nicht in Lappland. Was das Neue betrifft, war ich zufrieden mit: ZPacks Arc Haul, XMid Pro1, Neve Gear Feathertail Quilt, Exped Schnozzl, die allseits beliebte Budget-Windjacke von Decathlon, Liod Brezza & Sukoi, Lixada Regenrock, Patagonia Terrebone, Montbell Plasma 1000 Puffy, Garmin inreach mini 2, Zeiss Monokular 5x10
Falls jemand zu einem Stück ein paar Worte mehr hören möchte, sagt einfach Bescheid
Unzufrieden war ich mit wenigen, aber teils wichtigen Sachen. Dass sich die Liner-Handschuhe von Decathlon schon am zweiten Tag in Wohlgefallen aufgelöst haben war zwar ärgerlich, aber keine Katastrophe, werde ich mir wohl was hochwertigeres suchen.
Mit dem Fizan compact, den ich dabei hatte, kam ich leider nicht klar, so sehr ich mir gegenteiliges wünschen würde: Den hab ich teilweise aus motorischen Gründen nicht fest genug zugedreht bekommen, und es gab mehrere Tage, an denen nicht mal mein Vater ihn lockergedreht bekommen hat. Ich werde mir also den leichtesten Stock mit Hebelverschluss suchen müssen (wer ne Ahnung hat, gerne her damit
)
Das größte Problem waren aber die Schuhe, sowohl Watschuhe als auch Stiefel. Die Watsandalen (Xero Aqua Cloud) haben sich dadurch disqualifiziert, dass der eine in der ersten komplizierteren Furt flöten gegangen ist. Ich werde hier definitiv als schwerere Lösung irgendwelche Sneaker mit Mesh kaufen, die fest am Fuß sitzen. Und die ich auch dann nutzen kann, sollten meine Achillessehnen in Zukunft wieder streiken.
Das größere der beiden Probleme sind aber die Stiefel. Ich brauche leider wegen eines sehr instabilen Sprunggelenks und grob unterschiedlicher Füße(u.a. 3 Größen Unterschied) Schuhe , die über die Knöchel reichen. Wie im Bericht dargelegt, haben meine neuen, extra fürs Fjäll angefertigten Stiefel komplett versagt. Ich hab schon mit meinem Schuster telefoniert, wir schauen uns das nochmal an. Aber seine handwerklichen Fähigkeiten haben im Vergleich zu industriellen Fertigungsprozessen, mit denen frei verkäufliche Schuhe gefertigt werden halt Grenzen. Insgeheim hoffe ich ja, Trailrunner-Verschnitte die über die Knöchel reichen tragen zu können, aber ich vermute, dass mir das nicht genügend Stabilität gibt. Was die Schuh-Frage betrifft, bin ich entsprechend momentan ein wenig ratlos.