Das Thema Hydrolyse bespreche ich schon seit Jahren mit Tizip und Alpacka.
Hintergrund: Mein Alpacka Gnu war 2016 der Anlass, dass Alpacka die bis dahin unbegrenzte Garantie auf den Zipper auf zwei Jahre limitiert hat. Mein 2015 gekauftes Boote hatte nach nur einem Jahr eine Undichtigkeit am Reißverschluss, die ich mit einem Handelsvertreter von Tizip, den ich persönlich kenne, ausführlich besprochen habe. Ich konnte ihm glaubhaft vermitteln, dass ich selbstverständlich immer darauf geachtet habe, den Reißverschluss komplett zu trocknen, bevor ich ihn einlagere. Er hat daraufhin mein defektes Boot mit in die USA genommen und den Fall mit Sheri Tinguey, der Gründerin von Alpacka, besprochen. Auch ihr habe ich in etlichen Mailwechseln deutlich gemacht, dass ich das Boot immer ordnungsgemäß getrocknet habe. Alpacka hat den Zipper getauscht und kurz darauf die Garantie auf 2 Jahre limitiert.
Aber auch der zweite Zipper ließ bei mir nach einem Jahr wieder Luft und wurde nochmals auf Kulanz in den USA ausgetauscht. Als dieser dritte Reißverschluss ebenfalls nach einem Jahr undicht wurde, habe ich 2021 den vierten Tizip selbst eingebaut - und der hat bisher gehalten.
Vor drei Jahren habe ich auf der Outdoor-Messe in München den Tizip-Mann wiedergetroffen, der mein Boot zu Alpacka mitgenommen hatte - und der hat damals erstmals eingeräumt, dass es mit der nur einseitigen Beschichtung des Superseals ein Problem gibt, das zukünftig gelöst werden soll. Aktuell ist es so, dass der Masterseal (der dichteste, aber eben nicht der belastbarste Reißverschluss) mit einer neuen Beschichtung versehen wird, die verbessert worden sein soll.
Aber leider lässt dieses Update für den Superseal seit einem Jahr auf sich warten. Wenn es diesen neuen, verbesserten Superseal gibt, werde ich wahrscheinlich einen fünften Versuch starten, mein Boot, das ansonsten trotz vielfacher Nutzung noch top ist, dicht zu kriegen...