Beiträge von wilbo

    Mit zunehmenden Alter geht der Metabolismus in den Keller. Wärmere Kleidungsschichten und dickere Schlafsysteme sind die Folge.
    In den kälteren Jahreszeiten ist zum ab-dämpfen des negativen Temperaturverlaufs die Wärmflasche eins meiner liebsten Ausrüstungsgegenstände geworden. Mit den Jahren habe ich keine Lust mehr zur Hundewache aufzustehen, nur weil ich nicht mehr warm werde.

    Inzwischen ist es schon die zweite Titanbuddel die brav ihren Dienst als Wärmflasche verrichtet. Das Set besteht zudem aus einem Überzieher aus 5 mm dicken Wollfilz. Ich hätte anfangs nicht gedacht, dass diese Filzschicht so wichtig sein wird.

    Da ich besonders im Winter mit der Wärmflasche über die Nacht kommen möchte, fülle ich immer kochendes Wasser ein. Daher war der Überzieher zuerst nur als Schutz vor den hohen Temperaturen der Metalloberfläche gedacht. Mit Zeit stelle sich heraus, dass die Stärke der Wollschicht zufällig genau richtig war, um eine konstante Temperatur von ca. 40 Grad über die Nacht abzugeben.
    Kommt es im Winter gegen 4:00 zum Temperatur-drop, hat die Flasche inzwischen soviel Wärme abgegeben, dass ich für die Restnacht den Filz abziehen kann. Das funktioniert inzwischen wie im Halbschlaf und gibt nochmal einen kuscheligen Temperaturschub bis zum Morgen.

    Morgens ist das Wasser nur noch lauwarm, aber genau richtig um einen flotten Tee zuzubereiten.

    Titan-Flasche 150 g, (Eine Edelstahl-Flasche wiegt fast das gleiche)
    Woll-Filzüberzug 70 g

    Klar ist das vom Gewicht her, eher Bushcraft- als ultraleicht Ausrüstung. Aber das System funktioniert so sicher und zuverlässig, so dass ich bis jetzt nichts besseres / leichteres für meinen speziellen Anwendungsbereich gefunden habe.

    Mit der extra Abspannung ist es möglich, den Eingang an einer Ecke zu öffnen und damit bei Schietwetter möglichst klein zu halten. Beim gestrigen Gewitter ist nur sehr wenig Regen in den Eingangsbereich gedrückt worden.
    (Aufbau bodenbündig, auf 130 cm Höhe mit Trekkingstock)

    In meiner Studienzeit habe ich mich intensiver mit der Ästhetik des Nationalismus beschäftigt. Dazu gab es eine Film-Dokumentation mit einigen Making-of-Szenen.
    Der junge Dokumentarfilmer trifft sich mit Leni Riefenstahl im Olympia Stadium Berlin und bespricht mir Ihr wie er sich die Szenen so vorstellt. Sie gehen gemeinsam ein Stück und eher nebensächlich erwähnt er, über was sie sprechen könnte während Sie gemeinsam ein Stück gehen.

    Drauf Frau Riefenstahl ziemlich barsch, "Entweder ich gehe oder ich spreche"!

    Als jemand, der auch schnell Nackenprobleme bekommt, hatte ich für mich auch mal so eine Hüfttasche getestet. Aber so fest, wie die sitzen muss, fühlte ich mich beim Gehen viel zu eingeschnürt.

    Das eine ordentliche Fixierung notwendig ist, wird leider unumgänglich sein. Daher ist der Schultergurt als Fixierung so wichtig. Er nimmt praktisch keine Last auf, verhindert aber, dass der Hüftgurt runter rutscht.

    Der Game-Changer ist allerdings den Hüftgurt um die Tasche herum zuführen. Damit hängt die gesamte Last nicht an der rückseitigen Hüftgurtaufhängung der Tasche, sondern verteilt sich flächig um den Druckpunkt herum. Die Reibung und der Kontakt ist um ein vielfaches effektiver, als bei der konservativen Tragweise.

    Hier ein Vorgängermodell, beim Aktuellen sitzt der Hüftgurt weiter unten, (ca. 2/3 zu 1/3).

    Damit wird die Last so gut vom Hüftgurt aufgenommen, dass mir manchmal der Schultergurt zu locker sitzt und über die Schulter rutscht.

    Das Problem ist: Oft funktioniert er gut, aber wenn er nicht funktioniert, dann muss ich ihn tragen (z. B. umgefallene Bäume, Treppen, Einkaufen). Und das Tragen ist ja ein großes Problem.

    Hm,
    ich glaube nicht, dass es eine alleinige Lösung für solch ein Problem gibt.
    Hast Du denn das ganze Gepäck auf dem Wagen gehabt oder mit Deinen Hüftgurt-Taschen kombiniert?

    Wenn nur ein Teil Deines Gepäcks auf den Wagen muss, könnte eine V-Konstruktion mit nur einem Rad eine Möglichkeit sein ...

    Ich hatte da an mein Haversack "Tragesystem" gedacht. Da trägt die Schulter ca. 10 % vom Gewicht der Tasche.
    Neulich hatte ich das Set einmal gewogen und war ebenfalls mit 3,5 kg dabei. Daher die Frage ...

    Ich würde die TPU-Schicht weitgehend abkratzen und eine neue Beschichtung mit Sikaflex aufstreichen / aufspachteln.

    wilbo
    13. Dezember 2024 um 07:59

    In meiner Jugend bin ich meist zwangsläufig alleine gewandert, da alle meine Kumpels entweder keine Zeit oder keine Lust hatten.
    Unterwegs habe ich die Entscheidungsfreiheit jedoch sehr genossen und keine Probleme mit dem Alleinsein gehabt. Obwohl ich viele Wochen durch wenig erschlossene Gebiete gezogen bin, fühlte ich mich nie Einsam. Rückblickend war mir diese Zeit für meine persönliche Entwicklung sehr wichtig.

    Zu unseren Berliner Zeiten war ich fast immer mit meiner Freundin im Faltboot unterwegs. Jeder im eigenen Kahn und im eigenen Tempo. Wenn einer schneller sein wollte wurde halt ein Treffpunkt ausgemacht.
    Charakterlich sind wir beide glücklicherweise grundverschieden, (Ich würde nicht mit mir zusammen wohnen wollen).
    Dennoch gibt es in den wesentlichen Ansichten über die Welt und das Leben, große Überschneidungen.

    Neulich war ich seit langem mal wieder mit einigen Kumpels wandern und erstaunt, wie sehr mir in der Gruppe die spontane Entscheidungsfreiheit fehlte. Auch muss ich beim Laufen nicht permanent Quatschen, sondern bin lieber bei mir und in der Landschaft.

    ("Entweder ich gehe oder ich spreche", Leni Riefenstahl)

    Man kann den Körper trainieren, auf den Kalt-Wasser-Schock zu reagieren, ...

    Ich habe mich im Kajak im Winter mehrfach mit dem Kopf ins 4 Grad kalte Wasser gleiten lassen.
    Ohne Kapuze und Nasenklammer ist selbst beim 10 Mal der stechende Schmerz im Gehörgang und in den Nebenhöhlen gleichbleibend. Der einzige Vorteil den mir die Übung brachte war, dass ich wusste was kommt.

    Hat nicht direkt mit Packrafting zu tun, ist m.M.n. aber für alle wichtig, die auf Großgewässern unterwegs sind.

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    Im Sinne des "ultraleicht Gedankens" ist das Shelter für eine Person viel zu groß. Zum Paddeln allerdings genau richtig. :S
    Ich kann den ganzen Krempel unterm Dach lagern und habe noch genügend platz um im Trockenen (mit Aussicht!) zu Kochen.
    Mit einer kompletten Paddel-Länge aufgebaut, kann ich mich sogar stehend in den Trocki tüddeln.

    Wenn ich die Veranda mit drei Paddelhälften abspanne, wird der Falter bei Regen überdacht beladen. Das ist sehr komfortabel, habe es mir schon lange gewünscht aber bisher nie so gut umgesetzt bekommen.

    Ich kann Christian Wagner gar nicht genug danken.

    <3