Beiträge von wilbo

    Ich mag das Design vom StratoSpire, war anfangs sogar regelrecht begeistert ob der Flächenaufteilung. Nachdem ich mir das Zelt eine Weile ausleihen durfte, legte sich die anfängliche Euphorie und wich einem etwas nüchternen Blick auf die Funktion.
    Es ist nach wie vor ein gutes Zelt. Nur haben sich leider im Starkwind die Designkanten nicht gehalten.

    Stefan (@PositivDenken@pixelfed.de) Windtest August 2024 Nordkalotttleden pixelfed.de

    (Ist nicht zu öffnen) :(

    Die Hexagonform des Zeltes bewirkt, dass der Sturm nur kleinteilige, dreieckig geformte Angriffsflächen hat

    In der Theorie hatte ich das auch angenommen. In der Praxis ziehen sich die Flächen zu einem "normalen" Firstzelt zusammen. (Abgesehen von den kleinen PitchLoc-Ecken)

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    (Den Ton würde runterregeln)

    • Hüftgurt ist King Ich suche also ein System, das bei realistischen Tourlasten wirklich sauber auf die Hüfte überträgt.

    Bei den meisten Rucksäcken mit fest montiertem Hüftgurt funktioniert eine komplette Lastübertragung leider überhaupt nicht.
    Die Gründe dafür sind vielfältig. Ich versuche einmal, meinen Kenntnisstand kurz zusammenzufassen.

    Grundsätzlich schwingt die Hüfte beim Gehen leicht mit. Viele Rucksacknutzer verzichten deshalb auf einen Hüftgurt, weil dieser die Bewegungsfreiheit nachvollziehbar einschränkt.
    Versucht man nun, die Beckenknochen in einen fest am Rucksack montierten Hüftgurt zu zwängen, wird dieser allein durch die Bewegungen zwangsläufig verrutschen. Mit der Zeit arbeitet sich der Hüftgurt immer weiter nach unten, bis die Lastverteilung wieder anteilig auf den Schultern liegt.

    Alle Tragesysteme, die halbwegs erfolgreich Lasten im Bereich von 15 bis 20 kg auf der Hüfte halten, haben eine bewegliche Verbindung vom Hüftgurt zum Rucksack.
 Damit meine ich nicht angenähte, weiche Hüftflossen. Diese funktionieren, wenn überhaupt nur bei „leichteren“ Lasten von etwa 12 bis 15 kg.

    Schaut man sich das menschliche Becken genauer an, gibt es eigentlich nur die beiden seitlichen Beckenknochen, an denen ein Hüftgurt überhaupt Halt finden kann: https://3dmodels.org/de/360-view/?id=204643
    Nun wird die Last bei den meisten Rucksäcken an der Beckenrückseite auf den Hüftgurt übertragen. Leider befindet sich genau dort, am Steiß, ein „Hohlraum“, wo das das Gewicht überhaupt keinen Halt finden kann.


    Am sinnvollsten wäre es doch, die Last dort abzulegen, wo sie gut übertragen werden kann; an den seitlichen Beckenknochen.

    Möchte man eine Traglast jenseits der 15 kg erfolgreich auf die Hüfte übertragen, ist man auf Konstruktionen angewiesen, die das leisten können. Leider sind diese, allein vom Materialaufwand natürlich schwerer ...

    Ein weiter, nicht unerheblicher Punkt ist die Lastverteilung.
    Bei normalen Rucksäcken kann man nur den unteren Bereich mit viel leichtem Raumvolumen aufzufüllen, um dann die schweren Dinge rückennah und hoch zupacken. Packmöglichkeiten oberhalb der Schultergurte sind meist begrenzt und baut man trotzdem höher auf, wird das Ganze meist instabil.
    Einzig feste Trage-Gestelle bieten die Möglichkeit die Last, von vornherein höher anzusetzen um damit näher an der Körperachse zu packen.

    VG. -wilbo-

    • Hüftgurt ist King Ich suche also ein System, das bei realistischen Tourlasten wirklich sauber auf die Hüfte überträgt.

    Tragesysteme die wirklich die Last zu 90% auf der Hüfte halten, (und nicht nach einer halben Stunde runter rutschen) sind in D Mangelware.

    Das Tragesystem vom Triton machte auf mich einen soliden Eindruck. Mit Gewicht habe ich es allerdings nicht getestet.
    Vom Volumen wäre der Rucki auch unterhalb von 60 l im Hauptfach.

    Was hervorragend funktioniert sind Vintage Außengestelle, wie der Gyro von Fjällräven und alte Kraxen von JanSport und NorthFace. Allerdings liegen nur die Tragesysteme ohne Packsack schon bei ungefähr 1,5 kg.

    VG. -wilbo-

    Beim Mittelteil fehlt mir (zwischen den beiden "Knotenpunkten") (ohne die Schnüre durchzuschneiden) irgendwie die Fantasie. ;)

    Mir ebenfalls!

    Firejumper21 Ich weiß gar nicht welche Materialstärke aktuell beim X-Dome-1 verwendet wird.
    Der Gedanke hinter der Pe-Beschichtung war ja, das Material damit weniger zu schwächen als mit einer Pu-Beschichtung.
    Wenn gleichzeitig das Gewebe dünner wird, ist dies der Reißfestigkeit am Ende auch nicht dienlich.

    Die viel wichtigere Frage für uns Gewichts-Fetischisten wäre doch: Ist das denn leichter? 🫠

    ^^

    Ich werde noch ein Polymorph-Tent mit Stangentasche für mich bauen. Dann kann ich ja mal die Gewichtsdifferenz mitteilen.
    (Obwohl mir +/- 15 g total wumpe sind, wenn sich die Spitze mit der Stangentasche schneller bauen lässt. Ich bin ja mit meinen Fertigungszeiten jenseits von gut und böse).

    Moin,
    Das Polymorph-Tent für Julius ist fertig geworden. (320 g)
    Ich bin gespannt, welche Aufbauformen sich, als am wichtigsten herauskristallisieren werden.
    (Die Fotos sind alle mit Aufbauhöhe 125 cm gemacht).

    An der Seitenansicht sieht man schön die Symmetrie der einzelnen Bauelemente.
    Das freut das Designerherz.

    Zu dem Öffnen und Schließen werde ich nochmal eine extra Fotoserie machen müssen.
    Bei meinen Baumwoll-Tarps habe ich den Tunneleingang wie hier aufgestellt und zum Verschließen nur die Abspannung an der Trekkingstockspitze gelöst.
    Zum Öffnen musste ich dann nur noch den Trekkingstock wieder aufstellen.

    Die Hinterkante hat einen Extra-Streifen bekommen, damit die Rückseite winddicht abschließt.
    Seit einiger Zeit verwende ich an meinen Tarps einen Farbcode bei den Schnüren.
    Die hinteren Eck-Schnüre sind z.B. Gelb, damit man selbst in der Dämmerung, schnell die wichtigsten Fixpunkte erkennt.

    Der Falteingang kann links- oder rechtsbündig geschlossen werden. Dafür muss in der Mitte ein Hering nicht zwingend gesetzt werden. Man könnte den Abspannpunkt mit einer zusätzlichen Schnur auch zur anderen Ecke hin fixieren.

    Die Mittelnaht vom Überdach ist eine Französische, die aber zusammen mit einem Tape sehr solide wird.

    Die Spitze war in der Fertigung zeitaufwendiger als man meint.
    Das Gurtband als Fixierirrung funktioniert hervorragend, ist aber ein zusätzlicher Produktionsschritt im Vergleich zu einer Stangentasche.

    Der Gedanke hinter der Gurtband-Fixierung ist, dass man damit die Stange in zwei Aufbaurichtungen vor dem Herausrutschen schützen kann. Wenn man dies Feature allerdings nicht nutzt, ist eine Stangentasche im Produktionsaufwand geringer.

    VG. -wilbo-