Beiträge von wilbo

    Ron meinte es sei das beste Silpoly welches er finden konnte und es gab bisher wohl keine Probleme damit.

    Reißfestigkeit und Weiterreißfestigkeit sind halt zwei verschiedene Testansätze.
    Die Reißfestigkeit kann gut aussehen, aber sobald ein Schnitt in die Kante kommt, ist es was ganz anderes.

    btw. Bei meinen Tests vermeide ich einen Schnitt ins Material, sondern dehne das Loch für den Haken mit einer spitzen Ahle. Der Haken ist schön abgerundet, sodass die Hauptbelastung auf den Fasern liegt.

    Moin!

    Ich habe nie einen feuchten oder nassen Schlafsack!

    Das glaube ich gerne, wobei der Prozess von Feuchtigkeitsaufnahme in der Daune schleichend ist.
    Wenn Du die Gelegenheit hast, wiege doch einmal Dein Schlafsystem vor und nach der Nacht. (Ich mache das immer mit einer simplen Kofferwaage)
    Das würde mich im Vergleich sehr interessieren.

    Ich schlüpfe mit dem Fußteil des Schlafsacks in den Qilt. ...

    Ich habe den Sleeper Quilt (Climashield Apex) auch ausreichend groß gewählt.

    Wie viel wiegt das Schlafsystem?

    Das mit dem Taupunkt ab minus 18 Grad habe ich vermutlich nicht richtig verstanden.

    Ab minus 18 Grad reicht die Körperwärme nicht mehr aus, um die Feuchtigkeit in der Füllung im flüssigen Zustand zu halten. Das kondensierte Wasser gefriert und bleibt bei anhaltendem Frost permanent in der Füllung.

    Und jetzt bitte noch einmal mit VBL um zu schauen wie viel der Feuchtigkeit tatsächlich vom Körper kommt!

    Das ist wirklich eine gute Frage.
    Ich vermute, da sich in beiden Füllungen eine ähnliche Menge an Feuchtigkeit angesammelt hat, wird es wohl mein Kondenswasser sein.
    Die äußere Schicht war „verhältnismäßig“ trocken, also nicht komplett nass wie bei extrem hoher Luftfeuchte.

    Bei dem Zwei-Schichten-System nehme ich an, dass sich das Kondenswasser einfach auf die beiden Füllungen verteilt. Hätte man eine Daunendecke als äußere Schicht, wäre die Gewichtszunahme wahrscheinlich 50/50 %.
    Der Vorteil bei Kunstfaser ist halt, die schnellere Trocknung. Aber auch das muss gemacht werden.

    VG. -wilbo-

    Also wenn der Schlafsack im Frühling / Sommer / Herbst warm genug ist, dann nur in Unterhose oder langer Unterwäsche.

    Im Sommer wird das Teil viel zu warm sein, es sei denn wir sprechen über den hohen Norden.
    (Der Sequoia ist wirklich was ganz anderes als der Carinthia)
    In den anderen drei Jahreszeiten kann ich mir das Volumen schon für dich vorstellen.

    Beim Biwak verlierst du immer Loft durch Feuchtigkeit.
    (Bei meinem Versalite waren das gerade nach zwei Tagen 5 cm)

    Der Schlafsack ist weit geschnitten, aber du bist schlank. Dafür braucht es auch immer etwas mehr Daune, um die Luft im Sack auszugleichen.

    Zitat

    Die MF Versionen wären für ein alpines Biwak eher nicht geeignet schätze ich mal?

    Na ja, du musst halt eh was darüber legen damit nicht alles komplett nass wird. Oder direkt am Folgetag die Daune trocknen können.
    tib hat hier den GWS vor kurzem in Händen gehabt. Frag ihn nach den Details.

    ... und bin auch gerne bereit das Geld für so einen aufzubringen

    Für so ein teures Teil würde ich einen Suchauftrag bei den Kleinanzeigen einrichten.
    Die WM-Schlafsäcke sind meist in einem sehr guten Zustand und um einiges günstiger.

    VG. -wilbo-

    Verwandte Frage: Wie oft knotet ihr zwei Leinen zusammen (z.B. mit einem Schotstek), um eine längere zu kriegen?

    Gar nicht. 8o

    (sprich, ist es wahrscheinlich, dass eine Leine reißt, bevor die Heringe nachgeben?).

    Nein, das ist mit bisher nur bei Baumwollschnüren passiert.
    Vorher fliegen die Heringe, reißt der Lifter aus oder bricht die (zu dünne) Stange.

    Im oben gezeigten Anwendungsfall könnten allerdings die Schnüre durchscheuern. Daher nehme ich gerne etwas größere Durchmesser und spare mir das Dyneema.

    Ich kenne die Grüezi bags leider nicht aus eigener Erfahrung.
    Öfter kreiste der Bestellfinger, wurde aber dann doch immer von der Vernunft abgehalten.

    Wolle nimmt gerne Feuchtigkeit auf, wird im Gegenzug aber damit auch sackschwer. Das Trocknen ist langsamer als bei Kunstfaser und braucht durchgehend Wärme. Das Material ist ideal, wenn noch eine externe Wärmequelle zur Verfügung steht. (Feuerzelt)

    Mein „Problem“, mit dem Zwei-Schichten-System ist, dass die Kunstfaser gar nicht leicht genug sein kann. Ich versuche das Mehrgewicht mit einer Poncho-Funktion zu relativieren, aber am Ende ist das Gesamtpaket einfach schwerer als das einlagige System.
    Dazu kommt noch das Getüddel, die beiden Schichten zu verbinden und da möchte ich es so simpel wie möglich halten.
    Um null Grad herum ist es mir am liebsten, mit dem Daunen-Schlafsack in eine „geschlossene“ Kufa-Hülle hineinzuschlüpfen. Dann kann ich mich drehen und alles bleibt halbwegs da wo es sein soll.
    Mit einem Quilt wird alles komplizierter und von daher verwende ich dies Setup nur oberhalb des Gefrierpunkts.
    Hier fixiere ich den Kufa-Poncho an der Isomatte oberhalb der Hüfte und schlüpfe mit dem Schlafsack rein. Im zweiten Schritt schließe ich gegebenenfalls den Poncho hinter meinem Rücken. Das funktioniert inzwischen blind und ist ausreichend komfortabel.

    Beide Systeme sind durchweg mehrere 100 g schwerer als das einfache Schlafsystem. Man sollte also sehr genau den Vorteil dieser Schichtung kennen. (Daher meine Tests)

    VG. -wilbo-