Wenn man beim Zusammenstecken und Auseinandernehmen die Segmente durch den Zug vom Gummi zusammenschnippen lässt, knallt die dünne Cabonwandung des Elements ohne eingesetzte Hülse immer auf auf die gegenüberliegende Stelle. Dabei kann es zu Abplatzern kommen, welche sich dann weiter aufziehen. Habe das gelöst, indem die Enden mit einem dünnen Streifen Isolierband umklebt wurden.
Sowas passiert halt, wenn man ein Gestänge mit Gummischüren verbindet. Jeder, der einmal eine Kuppel mit Handschuhen aufgebaut hat, weiß eine halbwegs stramme Verbindung über die Gummischnur zu schätzen.
Derartige „Behelfs-Möglichkeiten“, um das Design anwendungsfreundlicher zu gestalten, finde ich ja immer spannend. Aber eigentlich sollte ein funktionelles Design vom Hersteller kommen.
Wenn solche Konstruktions- und Produktionsfehler nicht vom Designer im Vorfeld durch eigene Tests oder kompetente Beratung gelöst werden, ist das für mich ein mangelhaftes Produkt. Eigentlich ist man bei diesem Zelt immer noch in einem (fortgeschrittenem) Prototyp-Stadium.
Seit einigen Jahren ist es offensichtlich üblich, während der Testphase schon die erste Charge zu produzieren und bei der Weiterentwicklung die Kunden mit einzubinden.
Scheinbar ist dieses Konzept erfolgreich, da sich durch „gutes“ Marketing vieles zurechtbiegen lässt und bestenfalls am Ende ein brauchbares Produkt herauskommt.
VG. -wilbo-