Beiträge von wilbo

    Ergänzung

    Leider habe ich bei meinen Messungen feststellen müssen, dass die Wärmetauscher das Wasser nur schneller zum Kochen bringen. Der Brennstoffverbrauch ist im Vergleich zu einem normalen Topf annähernd gleich. Man kann das Mehrgewicht also nicht durch Brennstoffersparnis herausrechnen. :(

    Im Gegensatz dazu sind Töpfe mit großer Bodenfläche tatsächlich effektiver und setzen die Energie besser in die Erwärmung des Wassers um. Eigentlich muss man nur nach irgendeinem leichten Topf suchen, dessen Breite gerade noch vertretbar ist und der zum Flammenbild des Brenners passt.

    Zitat

    Am 4.4.2019 um 19:58 schrieb dasbleibtzuhause:

    Grundsätzlich finde ich Schlauchbrenner sehr praktisch, da niedrig (Umkippgefahr minimiert, besser vor Wind zu schützen, Flüssiggasbetrieb im Winter möglich etc..)

    Inzwischen habe ich ca. 10 leichte Gas-Brenner mit dünnen Vergaser-Röhren unter null getestet und alle neigten zum „pumpen“ im Betrieb. Brenner mit stärkeren Rohrdurchmessern, wie der Trangia Gasbrenner und sein China clone arbeiten bei Frost dagegen einwandfrei. Die beiden Einbaubrenner sind bedauerlicherweise etwas schwer und haben einen recht hohen Verbrauch.
    Mit Isobutan als Brennstoff kann man allerdings ohne Flüssiggas-Einspeisung noch gut unter null kochen.

    Eine außerordentlich umfangreiche Testreihe über 15 Gaskocher.

    The Best Backpacking Stoves of 2025
    We put backpacking stoves head-to-head from brands like Soto, Jetboil, MSR, and others to find the best options for your backcountry excursions.
    www.outdoorgearlab.com

    Ich schaffe mal wieder ein Thema aus »dem Blauen« hier rüber.

    Geschrieben 16. Juli 2017 (Nachbearbeitet)

    Auf der letzten Wintertour habe ich erstaunt den Gasverbrauch beim Schneeschmelzen beobachtet.
    Mein guter alter Primus / Trangia-Gasbrenner hat zwar zuverlässig und mit Power gebrannt, aber leider recht viel Gas verbraucht.

    Zwar rechnen sich Töpfe mit Wärmetauscher erst ab einer gewissen Tourenlänge, aber im Winter weitaus früher als im Sommer. Auch ist in kleinen Gruppen der Warmwasserbedarf pro Tag höher, als wenn man solo unterwegs ist. So kommt man viel eher an den „Break-even Point“ beim Gasverbrauch.

    Ich habe schon lange nach einem effektiven Gasbrenner für meinen Pico-85 gesucht. Bisher habe ich bei Bedarf den Primus-Trangia Clone eingebaut. Aber der hat ebenfalls schon unter normalen Bedingungen einen Gasverbrauch von 15 g pro Liter.

    Heute habe ich den GSI Pinnacle 4 season stove für den Pico umbauen und testen können.
    Zusammen mit dem Wärmetauscher Topf von »Fire Maple« sinkt der Verbrauch auf 10 g Gas pro Liter. Das entspräche, dem verbrauch vom MSR Reactor!

    _DSC5039.thumb.jpg.b9d3b722d60c2f6bec06095eeb60f5c5.jpg

    _DSC5032.thumb.jpg.77c38d05ae0b5f38f3fddf9f8ade6ddd.jpg

    Der Brennerkopf konzentriert die Flamme auf die Topfmitte und ist damit eher für kleinere Topfdurchmesser geeignet.

    _DSC5021.thumb.jpg.d5335fd43a62f7ce0413e3f05b93b4ba.jpg

    _DSC5013.thumb.jpg.8e9b46ea964244e2b7c2c9441a10bdf0.jpg

    _DSC4967.thumb.jpg.e2d0b56148bf48c67b4820dbce13631e.jpg

    Der Pinnacle Schlauchbrenner passt umgebaut gut in den Pico-85. Von den Proportionen sieht das viel besser aus, als mit dem dicken Trangia-Gasbrenner.


    Das Einclip-Set wiegt nun 127 g.

    _DSC4996.thumb.jpg.ddbb90844be44eee31f15f1f3680e975.jpg

    _DSC5005.thumb.jpg.a251684e88793b58ffc21fe8ad154f51.jpg

    _DSC4936.thumb.jpg.d339a790823ef1db1be2b98de41db763.jpg

    Der »Duschkopfbrenner« ist zwar relativ laut, funktioniert aber brauchbar im Flüssiggasmodus. Zusammen mit meiner billo Butanflasche brauchte es nur eine Minute vorheizen, um dann sauber Flüssiggas verbrennen zu können.

    Der GSI Pinnacle 4 season stove wiegt werksmäßig ca.160 g. es ist solide verarbeitet: Edelstahl, Messing und Kupferrohr, kein Alu!
    Das Problem von den meisten anderen »4 season stoves« sind die dünnen Vergaser-Röhrchen.
    Das Flüssiggas kommt aufgrund des geringen Durchmessers nicht ausreichend auf Temperatur. Der Verbrennungsprozess stockt, es kommt zum »pumpen« und manchmal zu kleinen Stichflammen.

    Leider schwächelt der Brenner bei Minustemperaturen wie alle anderen Kocher, mit geringem Rohrdurchmesser.
    Ich könnte mir vorstellen, dass auch ein dünnes Röhrchen funktioniert, wenn es nur genügen Strecke am Brennerkopf zum Vergasen hat.

    _DSC4979.thumb.jpg.5066b652f2dbc1841eb1ad8fe9adaa6c.jpg

    _DSC4981.thumb.jpg.8d7f381d59771a10e9106dd1e9446da4.jpg


    _DSC4971-1.thumb.jpg.f12a13ef2ae3a026b5a5becf32bfd767.jpg

    Das Knick-Blech habe ich vom China-Brenner kannibalisiert. Die Löcher im Pico haben keinen negativen Einfluss auf die Stabilität, das ist zäher Edelstahl.

    Ob das ganze sinnvoll ist, kann sich jeder selbst ausrechnen.
    Mein 1l Titan Topf wiegt 147 g. der Wärmetauscher Topf wiegt 80 g mehr.
    Wenn ich 5 g Gas pro Liter spare, müsste ich schon 16 Liter verbrauchen, um an den „Break-even Point“ zu kommen.

    Es kleckert sich halt einiges zusammen und lohnt halt nur, wenn Spiritus nicht mehr effektiv verbrennt:
    Leergewicht der Butanflasche, 95 g
    top&top Adapter, 40 g
    GSI-Brenner, 127 g

    = 262 g. das wäre gut 1/4 Liter Spiritus!

    VG. -wilbo-

    Es geht mir hauptsächlich um warme Hände bzw. Aufwärmen derselben, nicht um „Arbeitshandschuhe“. Wasserdicht sollten sie sein. Gerne Fäustlinge.

    Ohne bestimmte Produktempfehlung.
    Innenhandschuh, warm, in Reihenfolge: Fausthandschuhe, Lobster (Zweifingerhandschuhe), Fingerhandschuhe.
    Am besten wärmt mich Wolle.

    Beim Außenhandschuh, (Fäustling) ist mir schnell raus- und reinzukommen sehr wichtig. Wenn Stulpe, dann standfest, sonst wird es mir zu fummelig.
    Schlaufen, dass man die Außenhandschuhe gegebenenfalls am Handgelenk baumeln lassen kann.

    Sollte sich der Wärmetauscher in dieser Hinsicht „verlängernd“ auswirken, wäre das cool und komfortabel. (Ich finde 25% auch nicht wenig!)

    Bitte berichte, ob Deine Erwartungen erfüllt werden.

    Falls das irgendwie untergegangen ist, mir ging es auch mehr darum, *wie* das Set kocht.

    Wie hakelig ist denn das Aufsetzen des Topfes auf den Brenner. Ich könnte mir vorstellen, dass man „blind“ die Schlitze nur schwer trifft?

    Ich bin sehr gespannt, was Du später über Nutzung zu erzählen hast!

    Den Test kennst Du?

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Irgendwelche Einwände?

    Technisch gesehen keine, mich würden allerdings die Kosten interessieren. ;)

    ... verwenden für die Verstärkungen Ultra100.

    Ich würde irgendwas Reißfestes mit einseitigem Polyesterfilm nehmen und eine Klebeprobe machen. (Bei Extex Muster anfordern)

    Man sieht verhältnismäßig gut die geringe Dehnung von DCF. Dafür wurde das Material gemacht!

    (Da sind keine Marketinganfänger am Werk.
    Die Perspektive ist so gewählt, dass nur wenig Verformung des Körpers zu erkennen ist. Direkt von der Seite wäre sicherlich mehr zu sehen gewesen. Auch wird nicht gezeigt, ab welcher Windstärke das Zelt unbewohnbar wird, geschweige denn wann und wo es zum Bruch kommt.
    Ich finde übrigens das direkte Einblenden der Daten wie im DAC-Windkanal vertrauenswürdiger. Damit ist es deutlich schwerer die Werte auf- oder abzurunden). ;)

    Ich hab auch zwei Jacken aus Naturfaser, eine aus Loden und eine aus Baumwolle (EtaProof) hat sich für den Alltag bewährt unterwegs nicht. Hauptsächlich weil es zu lange dauert um zu trocknen bzw. nicht lange genug dicht hält.

    Das Konzept Baumwolle-Jacke funktioniert gut in Kombi mit einem Regenschirm.

    Das Zeug ist robust. Leider wird das auch nie verrotten. Imo kannst da auch gleich Plastik pur verwenden.

    Wenn die Ullfrotté-Wäsche nach 30 Jahren irgendwann in Müllverbrennung kommt, hat sie zuverlässig ihren Dienst getan.
    Sozusagen, das Gegenteil von Fast-Fashion, was mMn. schon längst in Outdoorindustrie angekommen ist.

    Ich bin ja absolut nicht gegen hochwertige Kunststoffe, nur soll das Zeug eine gewisse „Stabilität“ aufweisen und sich nicht ungefragt überall verteilen.
    Mit der Verwendung von Mischgeweben setzt man ja einfach den prozentualen Anteil der Kunstfasern herunter.

    Aber ist halt schon geiler als früher.

    Die Frage ist, für welchen Preis ...

    Am nachhaltigsten ist es wohl, in Bio-Baumwolle daheim zu bleiben.

    ^^ Wohl kaum, wenn ich mir anschaue, was eine fünfköpfige Familie so an Müll produziert.

    caficon Danke!

    Zitat

    Was ist mit den ganzen Plastikflüssen?

    Da kann einem schon der Spaß am Shoppen vergehen ...
    Ab Min: 18:30

    Ist es sinnvoll aus PET (mit einem funktionierenden Recyclingprozess), unter extra Energieaufwand Einwegkleidung zu produzieren?
    Ab Min. 12:50

    Zitat

    Carsten K. Zu Loden und Baumwoll(zelten) will wohl niemand zurück.

    Das hat auch niemand verlangt.
    Vielleicht eher über Mischgewebe aus Wolle & Kunstfaser nachdenken? (Einige meiner Woolpower Unter-Hemden sind inzwischen bestimmt 25 Jahre alt).
    Oder konsequent auf Materialreinheit achten, aber meist scheitert es ja schon an der Rückführung des Recycling-Materials in den Produktionsprozess.

    Zitat

    Und was genau ist denn die mikroplastikfreie Alternative zu z.B. einem Alpha Pulli?

    Vorher ist man ja viele Jahre auch ohne Alpha Pulli ultraleicht unterwegs gewesen. (Und nicht erfroren) ;)
    Es ist doch immer die gleiche Frage, für welchen "Luxus" nehme ich Energieverschwendung und Abfallproduktion in Kauf.

    VG. -wilbo-

    Was mich Pingel allerdings wirklich nervt, ist der schrappende, hakelig-kratzige Griff, Metall knirscht auf Metall, und dann sitzt das klapperig - nicht machbar für mich, Abteilung dezente Neurodivergenz lässt grüßen.

    Das kann ich gut verstehen.
    Gerade diese Draht-Klappgriffe funktionieren bei kleinster Asymmetrie nicht mehr einwandfrei und klemmen dann immer an der gleichen Stelle. Das kann man zwar wieder zurecht dengeln, braucht dazu aber eine kleine Werkstatt. (Schraubstock, Zange, evt. kleine Lötlampe)

    VG. -wilbo-

    Wie steht es eigentlich um die Haltbarkeit der Fasern?
    Mein uralter Helly Hansen Faserpelz sieht an einigen Stellen inzwischen ziemlich löchrig aus.

    Oder machen sich noch andere Gedanken um Mikroplastik im Trinkwasser ...
    (Nicht, dass meine Mischgewebe besser wären)


    Wie steht es eigentlich um die Haltbarkeit der Fasern?
    Mein uralter Helly Hansen Faserpelz sieht an einigen Stellen inzwischen ziemlich löchrig aus.

    Oder machen sich noch andere Gedanken um Mikroplastik im Trinkwasser ...

    Alle Klamotten werden dünner mit der Zeit. Und die Fasern bleiben irgendwo.

    Im UL- Bereich ist die Halbwertszeit der Materialien wohl noch kürzer.

    Aber "Mikroplastik" kommt wohl ganz woanders viel mehr in die Natur.


    Der Hauptanteil kommt von andern »Rückständen«.
    Aber ...

    Zitat

    Nach einer Studie der IUCN von 2017 werden nur zwei Prozent des als solches in die Ozeane eingetragenen Mikroplastiks durch Aktivitäten auf See verursacht, der überwiegende Teil (98 %) durch Aktivitäten an Land. Der größte Teil dieser Partikel stammt aus dem Waschen von synthetischen Textilien (35 %) ...

    Zitat

    Im Abwasser von Waschmaschinen finden sich bis zu 1900 Faserteilchen pro Waschgang.[27][28] Eine Untersuchung des österreichischen Umweltbundesamts von Polyesterblusen ergab, hochgerechnet auf die österreichischen Haushalte, dass dort durch die Kleidung rund 126 Tonnen Mikroplastik ins Abwasser gelangt.[29] Weltweit sind es schätzungsweise rund eine halbe Million Tonnen.[30] 2020 zeigte sich in einer Untersuchung, dass beim Trocknen von Textilien in Wäschetrocknern Mikroplastik über die Abluft in die Umwelt abgegeben wird.[31] Mikroplastik von Kunstfaserkleidern gelangt nicht nur beim Waschen selbst, sondern hauptsächlich beim Tragen (etwa 3 mal mehr als beim Waschen) in die Umwelt.[32][33][34] Die künstlichen Fasern von Outdoor-Bekleidung lassen sich in erheblichen Mengen in der Natur nachweisen und sind in manchen Gebieten, wie im Eis des Forni-Gletschers, als Hauptursache der Verschmutzung bekannt.[35]

    Mikroplastik – Wikipedia
    de.wikipedia.org

    Warum, nur um einen 25 bis 45 % leichteren Pulli zu haben?
    Ich denke, es gäbe genug Möglichkeiten an anderer Stelle Gewicht zu sparen.

    VG. -wilbo-



    Ob die Zahlen so stimmen?

    Was ist mit den ganzen Plastikflüssen? Siehe dazu auch die neue Reportage zu Decathlon

    Umweltreportage über Decathlon: Wie nachhaltig produziert Decathlon wirklich?
    Sherif Rizkallah zeigt Textilproduktion in Bangladesch. Decathlon bewirbt Recycling und CO2-Reduktion. Wie nachhaltig produziert Decathlon wirklich?
    www.zdf.de

    Das Thema ist nicht von der Hand zu weisen, gerade bei solchen flauschigen Textilien.

    Grundsätzlich gehe ich aber auch davon aus, dass der größte Teil des Mikroplastik wieder gebunden wird.

    Zu Loden und Baumwoll(zelten) will wohl niemand zurück.

    Persönlich sehe ich die paar Teile unkritisch. Die größeren Probleme sehe ich bei vielen Produkten der "Ersten Welt" in Ländern der "Dritten Welt" - wo oft Recycling und Müllabfuhr unbekannt sind. Beginnen tut es schon in Spanien.


    Warum, nur um einen 25 bis 45 % leichteren Pulli zu haben?
    Ich denke, es gäbe genug Möglichkeiten an anderer Stelle Gewicht zu sparen.

    Ich finde das löblich, aber halt am Ist Zustand von UL völlig vorbei. Prozentual zum Gewicht ist der ganz große Anteil von meinem (eurem?) Gear alleine deswegen aus Kunststoff, damit die Natur es unterwegs nicht zerlegt und was neues draus baut. Und was genau ist denn die mikroplastikfreie Alternative zu zB einem Alpha Pulli?

    Vielleicht wäre eine Alternative im Alltag darauf zu achten 100% plastikfrei unterwegs zu sein - was echt schwierig geworden ist. Das ist ja die Krux - alle labern von Mikroplastik und sogar mein Bioladen versucht mir Klamotten mit 30% recyceltem Kunststoff anzudrehen. 🤪 Es ist kaum noch möglich Baumwollsocken ohne Polyester zu kaufen. Usw

    Aber vielleicht wäre Microplastik ein Thema für einen anderen Thread... 😅🤓😇