Beiträge von Grmbl

    Aber ab einer gewissen Sturmbunkeranforderung ohne Plan B muss man sich halt auch von den UL Sheltern, den TarpTents und Konsorten, verabschieden und was masiveres nehmen.

    Naja nicht zwingend. Es geht auch mit Komfortverzicht und Skills, man denke zb an ein flach wie Flunder aufgespanntes Trailstar oder sowas hier von Tipik  bodennah mit Bivy. Skills wären zb Wetterkenntnisse, Platzwahl, Heringe in schlechtem Boden improvisieren etc. Aber klar, für die meisten stimmt das schon so.

    Aber auch ohne sonderlich erfahren zu sein würde ich ein sehr flaches Shelter einem massiven Sturmbunker vorziehen, den muss man ja auch erstmal erfolgreich aufstellen und vertäuen bevor der was kann. Ich jedenfalls hab die Erfahrung gemacht dass es für mich (176cm groß) besser funktioniert dem Wind möglichst wenig Fläche zu bieten als dem Wind was stabiles entgegenzusetzen.

    Am liebsten wäre mir ein Mid, inkl. solid inner, (Echte Liegelänge für 1-85)
    Die Aufbauhöhe sollte variabel sein, damit ich das shelter bei Sturm ganz flach aufbauen könnte.
    Trekkingstock-Gestänge als A-Frame.
    Mit Falteingang, also ohne Reißverschluss.

    Da es so was meines Wissens nach nicht gibt, werde ich wohl was Entwerfen ...

    Tipik Pioulou hätte ich jetzt auch gesagt, kommt auch wilbos "Wunschliste" doch eigentlich sehr entgegen?

    Ansonsten kann ich zu Island nichts sagen, da war ich noch nie. Aber ich habe ein X-Mid Solid, das ich eigentlich fürs skandinavische Fjell gekauft habe... Dafür ist es mir schon zu windanfällig weil es einfach ein riesiger Palast ist. hab mir für den Einsatzzweck ein Notch aus silnylon geholt. Insofern würde ich vom X-Mid abraten. Wenngleich es viele in Skandinavien nutzen, aber halt mit bedacht und Hütteninfrastruktur.

    So wie ich es verstanden habe geht es um Overnighter an immer den gleichen fünf sechs Plätzen. Also Gepäck sowieso nur für eine Nacht? Da fände ich es arg übertrieben da irgendwie mit dem Auto oder meinetwegen auch Fahrrad vorzufahren um die letzten zwei Kilo Gepäck einzusparen. Ob der Rucksack jetzt drei oder fünf Kilo wiegt spielt doch keine so große Rolle oder? Im Hochsommer an trockenen Spots drei Liter Wasser würde ich aber auch überlegen ;)

    Grundsätzlich aber macht mir das Rucksack packen sowieso Spaß und Vorfreude; und das Gefühl "ich hab alles dabei, bin autark" gehört für mich auch irgendwie dazu.

    Gar nicht so einfach rauszubekommen:

    Men's Nano Air Light West. Füllung ist 40g/m² aus 93% recyceltem Polyester. 211g lt. Info.

    Die trage ich wirklich gerne. Drinnen und Draußen, aber sie wärmt (mich) bei kalten Temperaturen nicht genug.

    Wundert mich nicht, 40g/m² ist ja auch wirklich nicht viel. Ich habe eine Weste mit 60g/m² und fand die schon arg nah am reinen Windstopper.

    Wenn du wirklich so schnell frierst scheint eine Jacke schon sinnvoll, da es dann ja um den gesamten Wärmehaushalt geht. Mütze und oder Kapuze ist schon dabei? Baselayer aus Merino? Ein Buff? Vielleicht Handschuhe? Das macht bei mir einen riesen Unterschied. Ich bekomme zwar auch kalte Beine oder Hände, aber friere erst wenn die Schulterblätter kalt sind. Da habe ich aber eh den Rucksack, da wird's nicht so schnell kalt. Das ist dann eher die Folge von grundsätzlichem Auskühlen und lässt sich auch mit zb Mütze und Handschuhen etc ausgleichen.

    Tatsächlich halte ich eine Diskussion "nicht alle Rechtsextremisten sind Nazis" auch für wenig zielführend in diesem Forum und plädiere für die Verwendung des Begriffs Rechtsextremisten. Dies ja gesichert, insofern keine Verunglimpfung denn ich habe dergleichen - zum Glück - nicht über "die Menschen" im Osten gelesen.

    Ich nutze auch eine Kombination, einen cumulus LL400 + sehr dünnen Quilt von Gramxpert mit Apex 67. Hintergrund ist, dass ich tagsüber eher wenig friere, nachts umso mehr. Die Daunen- oder Kufajacke hatte ich jahrelang zu 95% nur nachts genutzt.

    Gedanke ist also folgender: der Ponchoquilt wiegt nur wenig mehr als die puffy, erfüllt dafür die hauptsächliche Aufgabe, Wärme nachts, ungleich besser. Zumal mir der Cumulus bis in den leichten Minusbereich ausreicht und dann bei Minusgraden der Quilt den Taupunkt sinnvoll verschiebt. Letzteres ist aber leider bei mir Theorie, schon lange keine Touren mit passenden Temperaturen mehr gemacht.

    Ob dir da die 3mm EVA hilft? Mir ist das mal passiert und musste zwei Nächte auf der EVA schlafen. Die Hölle, ich war wie gerädert. Meine Tour ließ sich so jedenfalls nicht noch retten.

    Hatte ne zeitlang evazote+Fensterscheibenmatte+ Uberlite. Die Kombi der ersten beiden ist für Touren 3jahreszeiten in d für mich durchaus ok. Und im Fjell geht's darum halbwegs unbeschadet bis zur nächsten Hütte/Bushaltestelle/Laden zu kommen. Wenn's schon mit evazote übel war, kannst du ja vielleicht erahnen wie es ohne gewesen wäre... Ich würde in dem Fall meine evazote (180x50) gedoppelt als 8mm Torsomatte nehmen und Füße auf Rucksack, leere Luftmatte etc. Damit kann ich schon auch im Fjell ein paar Stunden schlafen. Hatte den Fall auch tatsächlich, Uberlite eben X/

    Ich möchte nochmal gern die Nutzung als Wickelrock für den Notfall hervorheben - das hat mir im letzten Winter mal den Hintern gerettet, sozusagen. Ich hatte die Dauer meines Tagesausflugs und die Kälte unterschätzt und die falsche Hose gewählt. Die 3mm-Matte auf Torso-Länge um die Mitte gewickelt und unter den Hüftgurt geklemmt hat spürbar die Körperwärme gehalten.

    Gar nicht mal Notfall, hab das quasi schon als Kleidungsstück eingeplant um abends noch bissl in die Landschaft zu schauen. Im norwegischen Fjell hab ich mir die um den Oberkörper gewickelt, Regenjacke drüber. Kuschelig warm. Ersetzt quasi die puffy die ich eh nur für abends draußen sitzen bräuchte.

    Wiederum Notfall: hatte einmal unerwartet Hagel, da ist die evazote der perfekte Schutz.

    Ich wähle danach sogar die Luftmatte aus, also die evazote ist gesetzt und dann kann man bei der Luftmatte dünneres leichteres Material wählen und auch beim rwert "sparen". Und sowieso: niemals würde ich einen Jahresurlaub und eine seltene Tourmöglichkeit alleinig dem Glück einer dichten/ nicht delaminierten Luftmatte anvertrauen!

    Bei mir gibt es einen klaren Favoriten, bedingt durch die Umstände. Es war vor einigen Jahren meine erste richtige Tour, mit einem Freund 10 Tage durch die Hardangervidda. Durch familiäre Gründe musste mein Wanderkumpan nach einer Woche kurzfristig in Garen Richtung Geilo aussteigen und so kam es zu meiner ersten Tour alleine. Drei Tage bis Finse. Ich wählte die östliche Route um bloß keinen Stress zu haben. Ich war trotzdem einigermaßen aufgeregt, wie das wohl klappt, so ganz alleine! Ich bin dann viel zu schnell vorankommen, sodass auf einmal nur noch ~16 km für zwei Tage übrig waren. Also habe ich mir auf der Karte einen irgendwie beliebigen See abseits der Route ausgeguckt und als Ziel festgelegt. Und dann war da dieser perfekte Platz:



    Traumhaft am See, trotzdem windgeschützt, kleine improvisierte Feuerstelle. Entgegen aller Befürchtungen, da alleine Angst zu haben, habe ich mich richtig wohl gefühlt und wunderbar geschlafen. Der nächste Morgen belohnte mich mit strahlendem Sonnenschein und Windstille... perfektes Badewetter! Ich hatte ja Zeit, also gleich zweimal gebadet und die Sonne genossen. Das Wetter hielt die drei Tage bis Finse. 8)

    Seither weiß ich dass meine Ängste an deutsche Bedingungen geknüpft sind, konkret Verbote und Hunde. Ohne diese beiden bin ich auch alleine tiefenentspannt 😉

    Das ist aber auch nur ein X-Mid. Da sind ja nicht mal Stangen dabei ^^ Und das Material hat wilbos Reißtest nicht wirklich bestanden.

    Das Material vom X-Mid hat wilbo soweit ich weiß noch am Stück vorliegen, das Zerreißen steht noch aus meine ich? Ich glaube du verwechselst das mit dem 15d vom x-dome, das ein ziemlicher low Performer war :D

    Hm, man sieht aber doch schon, dass man die zwei langen Seiten einfach nicht so gut gespannt kriegt, wie von Gernstl erwähnt. Das ist dann schon ein Schwachpunkt bei Wind. Ob die geringe Höhe das dann wieder wettmacht ist halt die Frage!

    Zur geringen Höhe bin ich der Meinung: ja! War mit einem Stealth 1 in Skandinavien unterwegs, das ja auch seitlich keine relevante Stabilisierung hat. Aber der flache Aufbau macht da einiges wieder wett. Ich hab immer irgendwie noch eine Mulde oder größeren Stein oder leichte Kuppe gefunden, die so einer Flunder als Windschutz taugt. Eine kleine und möglichst niedrige Zeltfläche halte ich für absolut entscheidend. Und da ist das Lofoten definitiv gut dabei ;)

    Wie allerdings die Nähte bei dem 7d Stöffchen einen längeren Sturm überstehen würde mir schon Sorgen machen. Ein Freund hat sich im Abverkauf eins geholt, leider noch nicht anschauen können wie die Details verarbeitet sind.

    Meine ganze Hoffnung geht ansonsten inzwischen auf Aluula V98 und ich bin gespannt, wie sich das Material im Laufe des Jahres im Härtetest schlägt.

    Da immer mehr Hersteller Rucksäcke aus Aluula im Programm haben und dies auch hier im Forum immer mehr Beachtung bekommt: wie sind denn deine Erfahrungen damit im ersten Jahr Capere, ist es schon möglich ein Fazit zu ziehen, Stichwort Härtetest?

    Ein Schelm, wer bei dem Design an Yamamountaingear denkt. ;) Aber es scheint auf den ersten Blick deutlich höher zu sein.

    Meinst du das Swiftline? Sehe es näher an einem Xmid oder auch Cirriform, aber auch da nur entfernt. Tatsächlich eine ziemlich feine Idee, eher eine Kreuzung aus Stealth und High route. Hauptvorteil der geringe Platzbedarf bei Seiteneinstieg.

    Swiftline ist mit 127cm sogar höher angegeben als das Protrek mit 120. Beim Swiftline ist da aber ordentlich luftig, für Sturm dennoch die Möglichkeit es deutlich niedriger aufzubauen. Und da sehe ich den Nachteil des hohen Aufbaus mit steilen Wänden beim Protrek, aber insgesamt finde ich das einen gelungenen Entwurf. Nur der Aufbau dieser "Offset" Zelte ist mir übermüdet, im dunkeln bei Regen irgendwie zu wenig intuitiv. Das mag ich so an Pyramide oder a-frame.

    Also ich habe kein Problem damit, wenn der Thread gelöscht wird.

    Mach jetzt nicht diesen! Vorschläge "braucht's das überhaupt, geht das nicht ohne - oder wenigstens in DCF" sind ja bei UL quasi Grundsatz und meinem Empfinden nach noch lange kein Diss ;) Sorry falls es bei dir so ankam.

    Ich habe auch noch eine Schublade voll mit Systemklingen, bei denen kein Griff dazu passt.

    Hab jetzt ne ganze Weile überlegt was wohl eine Systemklingel ist und warum es schwer sein soll die irgendwie am Lenker festzumachen.

    Als Bartträger hatte ich wirklich keine Ahnung, dass Rasieren quasi auch als Hobby taugt, gefällt mir! Nur der Einsatz von DCF erscheint mir noch zu sparsam!

    oh schade -gilt das nur für die Vorgängerversion, oder generell für die MT900?

    Keine Ahnung, nach der Erfahrung hab ich mir welche von Raidlight als Ersatz geholt. Kann ja aber sein dass du mit deinem Exemplar mehr Glück hast. Hatte meins vor locker 6 Jahren gekauft, damals für 12€. Optisch jedoch identisch mit dem von dir genannten (Auslauf-) Modell. Nachdem hier im Faden so viele gute Erfahrungen mit den MT500 gemacht haben würde ich die wählen.

    war heute beim decathlon (München) - die MT900, das Vorgängermodell (roter Rand + statt Gummi innen/ Band zum "Festzurren außen) - ist im Abverkauf für 15 € (ok 14,99 ;) - also wer noch welche braucht.

    Mit denen hab ich schlechte Erfahrung gemacht. Die waren nach zwei Stunden durchnässt und nach einer Woche hatten sie richtige Löcher. Ich klettere nicht und wir waren im Sommer in Jotunheimen unterwegs. Es hat extrem viel geregnet und die Handschuhe waren ein ziemliches Problem.