Beiträge von lampenschirm

    Anreise

    Über eine Woche bin ich nun schon in den USA. Die ersten paar Tage habe ich einen Freund in Nashville, Tennessee, besucht. Dort war es sehr gemütlich, wir haben vor allem viel gegessen und ein bisschen die Stadt und die Gegend angeschaut. Am Samstag sind wir weiter nach Memphis gefahren, Nashville hat keinen Bahnhof, daher musste ich nach Memphis. Zwei Tage haben wir Memphis angeschaut, eine ziemlich interessante Stadt mit viel Geschichte. Von dort bin ich über Nacht mit dem Zug nach Chicago gefahren, wo ich dann in einen anderen Zug nach East Glacier Village in Montana eingestiegen bin. Nach insgesamt 45 Stunden Zugfahrt bin ich dort gestern Abend angekommen. Geschlafen habe ich im Looking Glass Basecamp, das von Luna und ihrem Mann betrieben wird, einem Hostel, in dem fast alle CDT Wanderer übernachten, bevor sie loslaufen, was gar nicht schlecht ist, so habe ich nämlich schon einige andere Wanderer kennengelernt. Morgen früh geht es endgültig los, ein ein Shuttle bringt uns erst zur Ranger Station, wo wir die Permits für den Nationalpark abholen, und dann weiter zur Grenze, von wo wir auf den Continental Divide Trail aufbrechen.

    Glacier National Park

    6 Tage, 165km

    Der erste Abschnitt ist geschafft! Nach knapp 150km durch Glacier National Park bin ich wieder da, wo ich letzte Woche mit dem Zug angekommen bin. Das „Hostel“ hier ist ein sehr interessanter Ort, es richtet sich ausschließlich an CDT Wanderer, es gibt einen großen Raum, wo man auf dem Boden schlafen kann, alternativ kann man sein Zelt auf der Wiese aufbauen, Dusche, Strom, Küche, eben alles, was man als Wanderer so braucht. Das interessante sind aber v.a. die anderen Wanderer. Für mich war das ein idealer Anlaufpunkt, um in der ganzen Sache anzukommen, eine Vorstellung zu bekommen, wie das hier so funktioniert, Kontakte zu knüpfen und last-minute Infos zu bekommen.
    Vor 6 Tagen gings also los. Morgens holte ein gebuchtes Shuttle mich und 3 andere Wanderer, mit denen ich mir die Zeltplatz Buchungen für den Nationalpark geteilt habe, ab und fuhr uns die etwa 100km hoch zur Grenze. Dort machten wir Fotos am Grenzstein und dann liefen wir also los. Der erste Tag war recht kurz, nach etwa 16km waren wir schon am ersten Zeltplatz. Insgesamt waren die meisten Tage durch die notwendigen Zeltplatzbuchungen eher entspannt, oft waren wir schon am frühen Nachmittag am Ziel und konnten uns entspannen. Zwei etwas längere Tage gabs auch, mit jeweils ca. 40km, aber alles in allem ein eher gemütlicher Beginn. Wettermäßig war es drei Tage etwas regnerisch, aber abgesehen von einem Hagelsturm, der mich an einem Pass erwischt hat, nicht allzu schlimm. Die letzten drei Tage wars eher warm.
    Die Landschaft hier ist ziemlich spektakulär, schöne Berge, tolle Seen, riesige Wasserfälle, und das gleiche gilt für die Tierwelt. Ich hab immerhin schon Dickhornschafe, einen Fuchs, Bergziegen, eine (kleine) Schlange und haufenweise Murmeltiere und Pfeiffhasen gesehen, und an einem Abend hat uns ein Elch am Zeltplatz besucht. Bären allerdings (noch?) keine…
    Heute mache ich Pause, morgen gehts in die „Bob Marshall Wilderness“, der längste Abschnitt ohne Stoppmöglichkeit, etwa 280km. Ab hier kann ich nun zelten, wo ich will, d.h. zum einen werde ich mehr allein unterwegs sein, und vor allem geht nun das Rennen gegen die Zeit so richtig los – bis Anfang Oktober sollte ich möglichst durch Colorado durch sein.

    kann die Snowline Chainsen empfehlen. 240g + Packsack (40g, habs damals aber in einer zugeschnittenen PET tlasche transportiert), und dabei deutlich billiger als die Black Diamond.

    hm. Was machst du denn für Touren? Bei 9-10kg Baseweight würd ich erstmal gewaltig abspecken und dann einen passenden Rucksack suchen. Ebenso fürs Volumen, 35L sind eigentlich für viele Touren mit 6 Tagen Esden ausreichend.

    Basisgewicht ist 7,5 kg ohne Rucksack und real gerechnet was im Rucksack ist.
    Ich weiss, dass viele Leute ihre Klamotten in m rechnen obwohl sie XL tragen etc.
    Ich hab auch Sciherheitssachen dabei wie zweites Handy etc. für längere Touren, und ich glaube auch dass sich da noch mal 1 kg reduzieren ließe oder meinetwegen auch 2-3 kg weniger, aber beim Gesamtgewicht für dne Rucksack lande ich damit vermutlich noch nicht in einer anderen Kategorie, solange ich an manchen Tagen 6kg Essen plus 2-3 Liter Wasser in der Tüte habe. Aber das ist OT, lass uns bitte hier im Thread nicht zu sehr abschweifen, gerne kann ich meine Packliste irgendwo posten.

    ich hab auch XL ubd meist ein BW von 3,5-4kg, wenn nicht was spezielles wie Bärensachen oder Pickel / Grödel dazukommen.

    Die Sache ist halt, dass sowohl dein BW als auch die Anforderungen zum Rucksack mit UL nicht wirklich was zu tun haben. Und wie York richtigerweise anmerkt, mit so nem Riesenteil ist klar, was du vorhast, v.a. wenn da noch ne ZLite außen dranhängt…

    irgendwann hat sich mal ein Faden gelöst, aber nicht entlamg der Verstärkungen,, irgdnwie mittendrin, den hab ich, clever wie ich bin, gezogen… hab dann etwa 20cm oder so Soinnakertape drauf, das hat funktioniert. Ob die Verstärkungen nötig waren, weiß ich nicht, jedenfalls hat es gehalten :) ein oder zwei kleine Pinholes, da hab ich deine DCF Patches draufgemacht. Ansonsten war nichts, es hat auch einige Mala draufgehagelt, ohne das was passiert ist. Icn will bei Gelegenheit noch ein CDT Gear Review machen, da schreib ich dann mehr dazu. Wenn du Fragen hast, du hast ja meine Daten :) War insgesamt jedenfalls sehr zufrieden, hat für mich wunderbar gepasst.

    Hallo zusammen,

    wir möchten einen Wechsel im Moderatorenteam verkünden: Snuggelz hat sich entschieden, seine Tätigkeit niederzulegen. Ganz herzlichen Dank für dein Engagement, insbesondere auch beim Organisieren und Aufbauen dieses Forums und des Teams :)

    Als neuen Moderator heißen wir fatrat ganz herzlich willkommen und freuen uns auf die Zusammenarbeit.

    Ich habe 2024 sowohl in Glacier NP als auch in Yellowstone NP Ranger getroffen, die Permits kontrolliert haben. Im Park drin, an den Campsites. Rocky Mountain National Park hab ich den Cutoff genommen und keine Ranger gesehen.

    Ohne Permit würde ich nicht in den Parks pennen.

    Für Glacier gibts eine Blaupause, wie man ohne Permit durchkommt, indem man jede Nacht rausläuft. Für Yellowstone nicht.

    https://share.google/dicTYuqxo93a9XCrA

    Trump hat Fußgänger explizit erwähnt. Denke, die Gebühr wird im nächsten Jahr auch für Thru Hiker fällig. Wahrscheinlich so, wie von Lampenschirm beschrieben über recreation.gov

    ich hab dieses Jahr nur einmal in Yellowstone eine Rangerin getroffen, die kontrolliert hat, in Glacier gar nicht. Hing wahrscheinlich mit den DOGE bedingten Kürzungen zusammen, oder wie sich ein CDTler ausgedrückt hat: "die verbliebenen Ranger sind wahrscheinlich damit beschäftigt, Touristen von Selfies mit Bisons abzuhalten". Aber verlassen würd ich mich da nicht drauf, auch wenn ich Leute kenn, die per Stealth Camping durchgekommen sind. Abgesehen davon: die aktuelle Gebühr fällt insbesondere im Verhältnis zum Gesamtbudget nicjt ins Gewicht, und man bekommt ja auch was dafür, Campsites Wanderinfrastruktur und generell die Aufrechterhaltung der Parks, die man ja auch grade als Wanderer umterstützen sollte. Insofern find ichs auch nicht unangemessen, da einen relativ geringen Beitrag zu leisten.

    ach, ich hab in Yellowstone außer um Old Faithful rum (vllt. auf 5km Strecke?) kaum Leute getroffen. Ist wie in den Alpen: je nachdem, wo du in den Parks bist, ist knallevoll oder halt fast nix los.