Beiträge von whr

    Ich gebe zu, das war ein allgemeiner Disclaimer und nicht auf diese spezielle Situation bezogen. Die Temperatur der Aluplatte kann ich so praktisch gar nicht messen, sie absorbiert und strahlt ja so gut wie nicht - sondern wirkt eben als Spiegel. Wenn ich daran eine Messung machen wollte, z. B. die Oberflächentemperatur einer technischen Baugruppe im Betrieb mit einer Aluminiumoberfläche, muss ich die vorher mit einem geeigneten Material beschichten. - Viele Materialien sind aber nicht so weit von einem schwarzen Strahler weg, sowohl meine Hand als auch die Zimmerdecke, so dass die Temperaturangabe mit dem Default-Wert des Emissionskoeffizienten (0,97) einigermaßen passt.

    Es gibt ja einige Textilien, die für bestimmte Wellenlängen der IR-Strahlung durchlässig sind. (Sonst würden Luftkammer-Matten mit Silberfolie ja nicht funktionieren).

    Ich bin nicht sicher, ob ich den letzten Satz richtig verstanden habe; habe aber den Eindruck, dass Du da eine falsche Vorstellung hast. Es ist nicht erforderlich, dass eine isolierte Luftkammermatte IR-transparent ist - angesichts der Dicke des Gewebes würde ich das nicht erwarten.

    Funktion: Du liegst auf der Oberseite, und per Wärmeleitung heizt Du das Gewebe der Matte auf, so dass dieses nahezu die gleiche Temperatur erreicht wie Du. Dann strahlt die Oberseite der Matte durch die IR-transparente Luft Wärme nach unten ab. Das gleiche passiert auf der Unterseite mit dem Boden, der Wärme nach oben abstrahlt (denn 0° C sind immer noch 273 K); aber eben weniger. Die Differenz macht den unerwünschten Wärmetransport von oben nach unten aus. 20°C Differenz bei üblichen Temperaturen um 300 K bedeutet etwa 1/4 Unterschied in der Wärmestrahlung, 1- (T_kalt/T_warm)^4. Den Absolutwert kannst Du mit dem Stefan-Boltzmann-Gesetz berechnen, 300 K Oberflächentemperatur ergeben etwa 460 W/m^2, Du verlierst bei 20° Temperaturdifferenz zur nächsten IR-absorbierenden Fläche also gut 100 W/m^2 durch Wärmestrahlung - Mit der Alufolie irgendwo dazwischen im Luftraum kannst Du den Strahlungsaustausch blockieren, die Wärmestrahlung wird in den jeweiligen Teilraum reflektiert.

    Und hier das Ergebnis des kurzen Versuchs.

    Aufbau: Alublech (weil glatt) auf dem Boden eines Raumes mit ca. 19°C Raumtemperatur; zur Hälfte mit Polsterfolie bedeckt; und meine Hand:

    So sieht das bei sichtbarem Licht aus. - Und so im Wärmebild:

    Das ist natürlich nur qualitativ, für eine präzise Messung von Temperaturen müssten die Emissionskoeffizienten der verschiedenen Materialien verwendet werden.

    Was man sehen kann: Erwartungsgemäß reflektiert die Aluplatte die Wärme meiner Hand sehr gut. Außerhalb meiner Hand und deren Spiegelbild sieht man die ca. 19°C der reflektierten Decke des Raumes. Da, wo die Polsterfolie (die selbst 19° Umgebungstemperatur hat) darüberliegt, wird sehr viel weniger reflektiert, weil beim zweimaligen Durchgang durch die Polsterfolie der größere Teil der Wärmestrahlung absorbiert wird. Aber es gibt einen klaren Effekt, der Wärmeverlust durch Strahlung dürfte sich um etwa 1/3 reduzieren.

    Ich versuche gerade, mein Halbwissen über die FIR-Transmissionseigenschaften diverser Kunststoffe aufzubessern, und muss feststellen, dass es doch komplizierter ist als ursprünglich gedacht.

    Planänderung: ich habe ja eine Wärmebildkamera und gerade mal damit, mit Alufolie und Bubblefolie gespielt.

    Also müsste eine Unterlage aus einer Schichtung, Silberfolie / Bubbel-Folie / Silberfolie den Hintern besser warm halten als reine Bubbel-Folie?

    Ja, die Bubblefolie ist im fraglichen Wellenlängenbereich semitransparent, so dass die reflektierende Aluschicht drunter etwas bringt.

    Ich habe gerade eben im Kühlhaus eine kurze Sitzprobe bei Minus 16 Grad gemacht. Da hatte ich nicht im Geringsten das Gefühl, dass durch die Rettungsdecke am Hintern irgendwas warm wurde.

    Natürlich nicht. Damit die Blockierung von Wärmestrahlung einen Einfluß auf den Wärmetransport hat, müssen die letzte IR-absorbierend/emittierende Schicht vor und die nächste nach der Rettungsdecke/Aluschicht (deutlich) unterschiedliche Temperatur haben. Was hier so gut wie nicht der Fall ist; wegen des nahe Null liegenden Wärmewiderstands (für Wärmeleitung) der Rettungsdecke werden der Boden, die Rettungsdecke und die Außenseite Deiner Hose nahezu die gleiche Temperatur haben. Zwischen Zeltboden und Isomatte wäre das nicht viel anders.

    Zum durchaus berechtigten Einwand von WonderBär: ja, wir betrachten die Isomatten von außen als reinen Wärmeleiter mit einem bestimmten Wärmewiderstand, auch wenn innen verschiedene Transportmechanismen eine Rolle spielen - bei einer Schaummatte wohl tatsächlich hauptsächlich Wärmeleitung, bei einer isolierten Luftmatte irgendeine Kombination aus Wärmeleitung und Konvektion, da die Strahlung durch innere Alufolie(n) unterdrückt wird. So wird dann auch gemessen: mit beidseitigem Kontakt zu einem guten Wärmeleiter.

    Das spiegelt allerdings die reale Situation nur teilweise wider; nehmen wir z. B. so eine Klymit-Skelettmatte, dann ist nicht gut definiert, was in den Kammern dazwischen passiert. Da könnte ich mir durchaus vorstellen, dass eine Rettungsdecke drunter (weil praktischer als drüber, für die Funktion egal) mit Aluschicht zur isolierenden Luft hin den Wärmeverlust reduziert. Obwohl der R-Wert der Rettungsdecke nahe Null ist und sie die Wärmeleitung vom Körper über die Luft in den Zeltboden nicht verändert; aber den Austausch von Wärmestrahlung. Bei den alu-beschichteten Schaummatten habe ich dagegen Zweifel; da liegen wir bzw. unsere Kleidung ziemlich formschlüssig drauf, so dass sich keine nennenswerte Temperaturdifferenz zwischen der Mattenoberfläche und der unserer Kleidung einstellt.

    Nicht zuletzt kann eine Rettungsdecke in der Sonne vor Überhitzung schützen.

    Du hast drei parallel existierende Mechanismen des Wärmetransports (Wärmeverlusts in Deinem Versuchsaufbau):

    • Wärmeleitung, vor allem bei Festkörper und Flüssigkeiten
    • Wärmetransport durch Stofftransport (Konvektion - ohne die obige Diskussion darüber neu eröffnen zu wollen), vor allem bei Flüssigkeiten und Gasen
    • Wärmestrahlung durch IR-transparente Medien, insbesondere die Atmosphäre (oder Vakuum)

    Der "R-Wert" beschreibt eben nur den Widerstand gegen Wärmeleitung. Wenn ich Konvektion oder Strahlung durch eine Rettungsdecke blockiere, ändert sich an der Wärmeleitung nichts.

    Natürlich wird der gesamte Wärmeverlust geringer, wenn Strahlung oder Konvektion eine Rolle spielen und ich eine Membran mit Reflexionsschicht (Rettungsdecke) anbringe. Aber eben nur dann. Und wieviel, hängt ganz individuell von der Situation ab.

    Aber nochmal zur Rettungsdecke:
    Nach wie vor würde ich eigentlich gerne all diesen Foren-Gerüchten mit ein paar ordentlichen Werten begegnen. Und ja, das ginge auch bei Rettungsdecke, bei der angeblich 90 % oder so reflektiert wird. Der R-Wert müsste einfach immer ein vielfaches des bestehenden R-Wertes ohne Rettungsfolie sein.

    Du bringst Dinge durcheinander, die nichts miteinander zu tun haben. Der "R-Wert" = Wärmewiderstand beschreibt die Wärmeleitung. Darauf hat die Alubeschichtung keinen Einfluß (Alu ist einer der besten Wärmeleiter). Die Rettungsdecke ist für Wärmeleitung eine dünne Mylar-Folie, sonst nichts.

    "Reflexion" beschreibt das Verhalten bei Wärmestrahlung.

    Wärmeleitung: Energietransport (-verlust) proportional zur Temperaturdifferenz.
    Wärmestrahlung: Energietransport (-verlust) proportional zur Differenz der vierten Potenz der Temperaturen (und zwar absolute, also in Kelvin).

    Anonyme Preisangabe online mit sales tax ginge gar nicht, da die von Bundesstaat zu Bundesstaat, teilweise county zu county und Stadt zu Stadt variiert. Bei Online-Kauf bezahlst Du die sales tax, sofern der Versender eine Niederlassung im gleichen Staat hat wie Deine Lieferadresse, oder in diesem Staat einen bestimmten Mindestumsatz macht. Ist also schwer vorhersehbar und kann sich von Jahr zu Jahr ändern. Bei US-weiten Ketten wie amazon, eBay oder REI immer. Der Steuersatz variiert zwischen 0% (z. B. Oregon) und knapp 10% (z. B. Kalifornien oder Washington). Lebensmittel sind steuerfrei.

    Was zunächst völlig irre klingt, hat seinen Grund in der viel ausgeprägteren föderalen Struktur der USA. Die sales tax ist eine reine state tax, der Bund bekommt nichts davon. Deshalb kann ein Bundesstaat eigentlich auch nicht einen Verkäufer in einem anderen Bundesstaat zwingen, für ihn Steuern einzunehmen (die abweichende Regel mit dem Mindestumsatz ist noch relativ neu).

    Der Unterschied zum privaten Auslandskauf innerhalb der EU ist, dass in USA immer der Bundesstaat des Käufers die sales tax fordert, in der EU das Land des Verkäufers die Mehrwertsteuer; auch hier aber mit der Einschränkung, dass ab einem gewissen Mindestumsatz im Käuferland der Verkäufer für und an dieses die MWSt abführen muss. Wenn Du Dein Zelt bei einem kleineren Laden in Schweden kaufst, zahlst Du 25% MWSt, die in Schweden bleiben. Kaufst Du es bei einem französischen Konzern mit "Dec" am Anfang, zahlst Du 19% MWSt, die in DE bleibt.

    Visums-Verweigerungen und -Widerrufe, die (z.B. und hier insbesondere) auf Zuschreibungen von Staatsfeindlichkeit beruhen, gab es, soweit wiederum "normal", auch lange vor Trump schon immer mal wieder (und selten). Sie sind -hier wie dort- einfach zu realisieren, stehen -hier wie dort- im Ermessen auch der Einreisekontrollbehörden und es gibt in der Situation der Einreiseverweigerung erstmal kein unmittelbar realisierbares Rechtsmittel.

    Unmittelbar realisierbar nicht, aber hier kann man dagegen vor dem Verwaltungsgericht klagen. Dort nicht.

    Schon - Dein Visum/Visumersatz kann ohne Begründung/Anfechtung widerrufen werden. Aber Du kannst nicht strafrechtlich belangt werden, wenn Du einen Polizisten einen Trottel nennst.

    Edit: nur ein Beispiel, um den Unterschied zu DE zu verdeutlichen. Nichts gegen die Polizei.

    Der erste Verfassungszusatz ist von 1791 und war stark durch Religionsfreiheit motiviert. Aber natürlich wird er durch Gerichtsurteile fortlaufend interpretiert, und das mag sich im Laufe der Zeit ändern. Nicht alles ist dadurch gedeckt, Aufrufe zu Aufruhr (6. 1. ?) z. B. nicht. Verbrennen der Flagge schon, wenn auch umstritten. - Aber im privaten Umfeld - Bürger gegen Bürger - geht die Meinungsfreiheit sehr weit.

    Nur dass Recht haben und Recht bekommen immer zwei verschiedene Dinge sind.

    Wieso, was meint Ihr, was ist falsch? Abgesehen von der merkwürdigen Formatierung sowie des etwas ungelenken Satzbaus. Wenn „das Zelten“ substantivisch gemeint ist, ist die Großschreibung ja korrekt, falls diese moniert ist.

    "Ablagern ... sowie Zelten SIND untersagt." Der Plural wäre bei dieser Reihenfolge zumindest die gebräuchlichere Version. Mit IST drängt sich die Interpretation des Ablagerns von Zelten auf.

    Abgesehen von dem fehlenden Leerzeichen vor "Schutt" und dem zu hoch gesetzten Komma danach.

    Dieser Teil verläuft außerhalb des Nationalparks; naturgemäß kann ich nicht selbst darüber urteilen, wie schön oder nicht. Und ja, da ich langsam unterwegs bin, war es auch eine Zeitfrage.

    Le Bourg-d'Oisans natürlich, sorry für den Typo.


    Refuge de Vallonpierre

    Ich kann den GR54 auch nur empfehlen, das war meine Tour 2020. Ich bin nach der rentrée des classes ab Anfang September gestartet, dann ist es recht ruhig und nicht mehr so heiß wie im August. Die refuges habe ich damals (cov**) nur von außen gesehen. Die Etappe von Bourg d'Oisin nach La Grave habe ich per Bus zurückgelegt; gezeltet oft bei den refuges.