Beiträge von whr

    Naja, die Intention wird doch klar aus den Fragen:

    Je mehr und je nähere Verwandte in den USA leben, desto Verdächtiger bist Du, illegal in das "greatest country on earth" einwandern zu wollen. - Meinen die jedenfalls. ;)

    Kommentare in Fettschrift eingefügt.

    Ich habe ein Rainbow mit Rooster und Seamsealing bei Tarptent (USA) am 30.11. für 313 € bestellt und zusätzlich 42 € Zoll/Steuern an DHL Express gezahlt.

    Und wie funktioniert das, wenn alleine die Einfuhr-Umsatzsteuer 19% (59,47 EUR) beträgt, dazu Zoll (bei einem Zelt) und Abwicklungsgebühr bei DHL Express? - Oder rechnest Du netto, weil gewerblicher Käufer?

    Geostationäre Satelliten sind „ziemlich weit“ weg von der Erde (höhere Umlaufbahn) und daher ist es quasi egal, in welcher Schlucht Du im Umkreis von mehreren hundert Kilometern liegst, denn aus Deiner Perspektive sind die Satelliten de facto über Dir.

    Oh nein, das ist nicht so. Weit weg sind sie schon, aber um geostationär zu sein, muss die Umlaufbahn/Position oberhalb des Äquators liegen. "Über Dir" ist natürlich ein ziemlich unscharfer Begriff - am Äquator sind es 90°, hier in der Gegend beträgt der Erhebungswinkel etwa 35°, und je weiter nördlich, desto flacher. Wenn die Schlucht einigermaßen steil ist: niente. Auch im Wald ist die Dämpfung durch Bäume erheblich größer, weil mehr davon im Weg sind. Spätestens an den Polen sind geostationäre Satelliten "unter Dir" (unterhalb des Horizonts).

    So ganz wenige sind das nicht; entweder dort verboten, oder USA verbieten die Einfuhr der Geräte (Embargo).

    Die USA verbieten die Einfuhr von Iridium Geräten? Sicher?

    Die USA verbieten die Einfuhr von Iridium-Geräten in bestimmte Länder. Ohne jetzt nachzuschauen, bin ich ziemlich sicher, dass aus obiger Liste Afghanistan, teilweise Ukraine (Luhansk, Donezk, Saporischschja und die Halbinsel Krim), Kuba, Iran, Nordkorea, Syrien und Russland zu den Ländern gehören, die das Embargo trifft. Bei anderen (sicher bin ich bei Indien) verbieten die Staaten selbst Einfuhr und Betrieb.

    Edit: Link https://support.garmin.com/de-DE/?faq=Dq3CEPZjfRAhtToGD4Yrz9

    Iridium ist zwar besser als das von Apple verwendete Globalstar und hat technisch weltweite Abdeckung, aber administrative Grenzen gibt es dafür auch.

    Liste der verbotenen Länder:
    Afghanistan, teilweise Ukraine (Luhansk, Donezk, Saporischschja und die Halbinsel Krim), Kuba, Georgien (SMS), Indien, Iran, Nordkorea, Myanmar, Sudan, Syrien, Thailand, Vietnam, China, Russland.

    So ganz wenige sind das nicht; entweder dort verboten, oder USA verbieten die Einfuhr der Geräte (Embargo). Aus Indien sind Beschlagnahmen bei der Einreise bekannt. Anderswo gibt es unklare Bestimmungen, Marokko z. B. erlaubt die Einfuhr von GPS-Empfängern, verbietet aber Satellitentelefone und Funkgeräte.

    In absehbarer Zukunft hat sich das Thema erledigt mit Starlinks Direct-to-Cell. Ich hatte dieses Jahr auf dem PCT ziemlich häufig das Sat-Symbol im Telefon, das mir einen Notruf darüber ermöglicht hätte, einfach per 4G, so wie über alle Mobiltelefonnetze (Notrufe gehen immer über alle Netze). 911 wählen und telefonieren, fertig.

    PLBs haben ja auch einen deutlich anderen Zweck, primär für die See- und Luftnotrettung entwickelt und eben nur für den (harten) Notfallgebrauch. Kein Rückkanal, um bei kleineren Zwischenfällen spezifische Hilfe anzufordern.

    InReach ist ein Zweiwege-Kommunikationsgerät mit vielen Komfortfunktionen und auch der Notrufmöglichkeit.

    Zu den Preisen: PLB zahlst Du alles auf einmal mit dem Gerätekauf für die Gerätelebensdauer. InReach den Gerätepreis (und die gibt es auch gebraucht deutlich günstiger) plus die monatliche/jährliche Service Fee, je nachdem, was Du willst. Insofern ist ein Vergleich schwierig. Genügt die PLB-Funktionalität und wird diese intensiv genutzt, sind PLBs bezüglich TCO über die 5-7-jährige Nutzungsdauer günstiger.

    Warenwert 100 USD, Versand 37,x, ergibt 37,40 € Gebühr - davon sind 22,52 € Ust und den Rest kriegt DHL, inklusive Ust auf die Dienstleistung Gebührenerhebung ... :/

    Das ist dann DHL Express (der Kurierdienst), nicht das, was wir hier in DE als DHL (Post) kennen.

    Die 22,52 EUR EUSt gehören zu einem Warenwert von 118,52 EUR und die wiederum passen zu den 137,x USD. DHL Express will dann 12,50 EUR netto für die Bearbeitung. Da die eher B2B tätig sind, haben sie halt glatte Nettopreise.

    Mittlerweile ist das auch echt einfach. Früher musste man persönlich zum Zoll, das war schon recht nervig. In der großen Stadt ging es ja noch, von Heimatort aus war es mal eben ne halbe Stunde im Auto (one way ohne Stau). Mit ÖPNV wäre es bestimmt ein halber Tag der nur dafür drauf ginge.

    So lange das Ganze über Fedex/UPS/DHL Express läuft, kein Problem - da kostet dann halt der Versand deutlich mehr, insbesondere, wenn es nicht mehr UL ist, aber die kümmern sich komplett um die Zollabwicklung, und das funktioniert normalerweise auch. War aber früher nicht anders. Aber wehe, wenn es der Postweg ist. Früher war das easy, die haben das zum Binnenzollamt weitergeleitet, ich habe vorsorglich schon mal die Nummer der Warengruppe rausgesucht, die immer gerne akzeptiert wurde, bin da vorbeigefahren, wir haben das Paket gemeinsam aufgemacht und inspiziert, dann noch 20-30 min warten auf den Papierkrieg, Zoll+Steuer bar bezahlen und dafür eine in Schönschrift handgeschriebene Quittung entgegennehmen.

    Heute: die selbe Benachrichtigung der Post mit einem veralteten (unzutreffenden) Anmeldeformular. Sehr knappe Lagerfrist. Kommunikation mit dem Zollamt nur per e-mail. Ab 150 EUR wird eine volle ATLAS-Zollanmeldung erforderlich (viel Spaß dabei, etwa auf dem Niveau eines US-Visumsantrags), drunter gibt es ein vereinfachtes Verfahren. Jeder Fehler darin führt dazu, dass das Zollamt eine Neuanmeldung verlangt. Zwei Tage nach der Abgabe einer korrekten Zollanmeldung kommt dann der Bescheid (meist halt 19% EUSt, und das war's), den Betrag musst Du dann überweisen, nach weiteren zwei Tagen kommt dann die Nachricht, dass Du es abholen kannst. Statt dessen kannst Du es Dir auch kostenpflichtig zuschicken lassen.

    Die 150 EUR-Grenze soll ab nächstem Jahr entfallen.

    Ergänzung: mein letzter US-Import war mein jetziger Rucksack, lief über einen der Kurierdienste, und hat aus irgendwelchen Gründen fast 3 Wochen gedauert nur für die Zollabwicklung (Versand 3 Tage).

    Letztes Jahr (1330 Meilen) 4x Permit Check, alle High Sierra, 2x Inyo NF, 2x Yosemite NP.

    Dieses Jahr (850 Meilen) Null; und auch durch 2 NPs und mehrere Wildernis Areas, alle permit-pflichtig.

    Edit: ich war jetzt doch mal neugierig. Auf meiner diesjährigen PCT section bin ich u. a. durch Lassen Volcanic NP und Crater Lake NP gelaufen. Auf deren Webseiten habe ich gerade nachgeschaut: für Fußgänger werden dort je 15$ Eintritt verlangt. - Hat irgendjemand schon mal von irgendeinem PCT-Hiker gehört, der auf seinem Weg durch irgendeinem NP Eintrit bezahlt hat?

    Tatsächlich geht es doch in dem Dekret (jedenfalls gemäß der oben angegebenen Quelle) gar nicht um den Eintritt an sich, sondern nur um eine zusätzliche Ausländer-Strafgebühr bei ausgewählten Parks und für den Jahrespass. Was soll sich da an der aktuellen Praxis ändern?

    Backcountry Permit (bei recreation.gov normalerweise 6$ Verwaltungsgebühr und 5$ pro Person in einer Gruppe) und NP-Eintrittsgebühr haben nichts miteinander zu tun.

    Nein, m. W. hat noch nie ein Long Distance Hiker NP-Eintritt bezahlt. Aus Yosemite bin ich (nach dem nobo-JMT) schon mit dem Bus rausgefahren, auch da wollte niemand was sehen.

    Selbst an den Einfallstraßen von Yosemite werden bisher die Eintrittsgebühren nur tagsüber (bei Ein- oder Ausfahrt) erhoben (sie sind aber immer offen).

    Die Budgetkürzungen hat man schon in diesem Jahr deutlich bemerkt, Crater Lake NP hatte nur noch eine Art Notbetrieb mit geöffneten Visitor Centers, aber permanent geschlossenem Backoffice. Wer ein Permit wollte, konnte/musste es sich selbst ausstellen. Am Visitor Center hatten sie keine Information über die Schneesituation, weil schlicht kein Personal da war, um mal zu schauen. Wer soll da kassieren?:)

    Das Video ist ganz unterhaltsam. Ein Urgestein. :)

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    Unterhaltsam vielleicht schon. Ernst nehmen kann ich es nicht, wenn er den Brenner jedesmal ganz aufdreht, unter gleichen Bedingungen für den gleichen Topf einmal 1,5 min braucht bis zum Kochen und dabei 5 g verbraucht haben will, und bei der Wiederholung 2 min und 10 g Verbrauch. Und dann halt den Mittelwert 7,5 g verwendet....

    Hinweis zum minimal möglichen Verbrauch: Man braucht etwa 1,16 mWh/g*K zum Erwärmen von Wasser. Um 500 ml um 90K zu erwärmen, also etwa 46 Wh. Butan hat einen Heizwert von 12,7 Wh/g und einen Brennwert von 13,7 Wh/g.

    Wenn ich die gesamte Wärmeenergie des Brenners nutzen könnte (Heizwert), bräuchte ich 3,6 g Gas. Nur wenn ich außerdem den im Abgas enthaltenen Wasserdampf (Verbrennungsprodukt) auch noch kondensiere, kann ich auf 3,35 g Gas reduzieren. In der Realität sind wir davon ein gutes Stück entfernt - das entweichende warme Abgas, die Wärmeabgabe des Topfes an die Umgebung, das anfängliche Aufheizen von Brenner und Topf und die Verdampfungsenergie (Blasenbildung) kommen dazu. Ein gewisser Ausgleich wird sein, dass das "kochende" Wasser dann doch keine 100 °C hat.

    Deshalb mein Angebot:

    Wenn Du auf 3,5 g kommst, geb ich ein Bier aus!

    Wer misst, misst Mist. :)