Beiträge von Bohnenbub

    Das verwendete Alpha scheint mir auf den ersten Blick und Berührung identisch zu sein. Der Peak Performance hat in XL einen ähnlichen Schnitt wie der Farpointe in L. Also auch mit viel Platz für Gebäck ;) Hatte auf etwas athletischeren Schnitt bei den Schweden gehofft und daher XL genommen. Müsste dafür allerdings vermutlich auf L gehen. Die ganze Umtauscherei werde ich den Händlern und mir nicht geben, insofern kann/werde ich zum PP Schnitt in L leider nichts sagen können.

    Meine norwegische Freundin beim Probetragen draußen ganz trocken: "Es scheint mir in Konzept und Funktion nahezu identisch mit Brynje & co Fishnet Shirts". Also dem, was in Norwegen gefühlt alle tragen, sobald sie für mehr als einen Spaziergang aus dem Haus gehen. Glaube, sie könnte da einen Punkt haben.

    🙃

    Das mag in der Tat etwas dekadent wirken, ist allerdings einer Änderung der Familiensituation / Wandertruppe geschuldet. Das 2er hat für 2 Personen bei 3 Jahreszeiten Touren eine wie ich finde perfekte Größe. Mittlerweile mit Hund und Freundin zu dritt, wird es allerdings schnell zu eng.

    Daher gibt es für 3 Jahreszeiten Touren mit alleman, also mit meiner Freundin und Hund das 4er. Das bietet auch noch Reserven, wenn es mal zu Kleinkindern und/oder zweitem Hund kommen sollte. Ich mag das 2er sehr und finde es für die Nutzung alleine oder zu zweit auch angenehmer in der Handhabung als das Größere. Aber ob ich deshalb langfristig beide behalten muss, um jeden Anwendungsfall zu optimieren; da muss ich demnächst zugegebenermaßen intensiv mit mir in den Diskurs gehen, ob das nach der (wie ich finde pragmatischen und ja auch durchaus notwendigen 😇) Erweiterung um das 4er womöglich und vielleicht tatsächlich zu dekadent wäre...

    Ich habe gerade das Ultamid 2 auf Schnee aufgebaut. Mit EXPED Downmat und Western Mountaineering Puma hat man bei 2 Personen Nutzung sowohl an Kopf- und Fußende, als auch an der von der „Mittel-Stange-abgewandten-Seite“ durchgehend Kontakt mit dem AZ. Es ist immer wieder krass zu sehen, wie fett richtige Wintersäcke bauen.


    Edit: Und das mit dem Puma meiner Freundin für <180 Personen.

    Ich sehe das ja wie du. Für mich ist nur unklar, wo genau du die Grenze ziehst. 95% ist dir im hiesigen Beispiel noch nicht genug, 100% können wir (zumindest tragbar) wie du auch sagst, nicht erreichen. Aber wo ziehst du die Linie dann, unter der es rücksichtslos/egoistisch/dumm/naiv/etc.pp. ist?

    Und mir geht es hier natürlich nicht darum eine Zahl wie 97,6% aus dir raus zu kitzeln. Mir geht es einfach nur darum, dass es irgendwo diese Grenze gibt. Und die ist nicht so leicht zu definieren – vor allem nicht universell.

    • Ich würde nie (!) meine Ausrüstung einfach nur darauf basierend planen, "dass mich schon jemand an einer nahen Hütte aufnehmen wird", wenn meine (bewusst zu leicht geplante) Ausrüstung einen normalen Sturm in Island nicht aushält. In Island sind Stürme nunmal einfach an der Tagesordnung. Wer eine sichere Hüttenunterkunft will, der sollte sie auch vorab buchen und bezahlen. Wenn man das nicht will, dann sollte man IMHO schon auch ein ausreichend sturm- (und sand-) festes Zelt mitnehmen. Alles andere ist doch einfach nur zu unserem (vermeintlichen) eigenen (gewichts-) Vorteil gedacht und verursacht den Hüttenwirten unnötigen zusätzlichen Aufwand wegen unserem Leichtgewichts‑Spleen.

    Moin Tom,

    ich bin grundsätzlich ganz bei dir. Für mich liegen da ein paar spannende Fragen hinter, die pauschal vermutlich schwer zu beantworten sind:

    1. Für welches Szenario muss ich auf Wanderwegen mit Infrastruktur (abseits von Infrastruktur stellen sich die folgenden Fragen anders) vorsorgen und in der Lage sein autark damit klar zu kommen?

    • Mit dem durchschnittlichen Wetter für die Region und Jahreszeit?
    • Mit 90% der erwartbaren Bedingungen? Mit 95%?
    • Mit allen Bedingungen?

    Und wo ist dann die Grenze von "bewusst zu leicht geplante" Ausrüstung?

    Eine ähnliche Frage und Aussage steckt ja auch PositivDenken "möglichst allen Umständen" drin.

    Nur: ist es ein Notfall, wenn ich ihn durch unzureichende Ausrüstung bewusst in Kauf genommen habe? Der allgemeine(!) Rat ist, dass man selbst für eine Hüttentour ein Zelt dabeihaben muss(!), welches einem im Notfall unter möglichst allen Umständen Schutz bietet.


    Und um im einfachen Beispiel vom Laugavegur zu bleiben, dem populärsten Wanderweg auf Island, den die allermeisten hier vermutlich meinen, wenn sie von nicht-exponiertem Wandern auf Island sprechen:

    Situation 1: Ich nehme ein X-Mid mit, weil es den durchschnittlich vorherrschenden Bedingungen (Annahme 1) standhalten sollte. Leider weht es in Landmannalaugar etwas stärker, ich werde weggeblasen. Muss eine elende Nacht in der Dusche ausharren. War das "zu leicht geplant"?

    Situation 2: Ich nehme ein Hilleberg Soulo mit, weil es 95% aller Bedingungen, die vorkommen können standhalten dürfte (Annahme 2). Unglücklicherweise habe ich mir trotz einfachstem Weg blöd den Fuß verknackst, bin langsam vorwärts gekommen und muss schon in Hrafntinnusker spät das erste Camp aufschlagen. Alle Plätze mit Windschutz sind belegt und voll exponiert kommt nun auch noch ein stärkerer als 95% der Fälle erwartbarer Sturm, dem das Soulo nicht standhält. War das "zu leicht geplant"?

    Wo zieht man die Grenze? Und ich meine das wirklich nicht polemisch. Es ist auch für mich selbst immer wieder eine spannende Überlegung im Vorfeld von Touren: Optimiere ich für die wahrscheinlichen Bedingungen, oder für den Worst Case?

    Und bei der Beantwortung spielt eine Infrastruktur, die zur Not als Rettung dient, natürlich eine Rolle. Je abgelegener die Touren, desto bedingungsloser muss ich mich auf die Ausrüstung verlassen können. Aber wo liegt die Grenze? Schwierig.

    • Wo ist denn dieser so sichere "Grüngürtel" in Island? Tut mir leid, aber selbst direkt an den Zeltplätzen an der Küste gibt es doch kaum ausreichend sichere Unterstellmöglichkeiten direkt an den Zeltplätzen - zumindest nicht für die Anzahl an Wanderern und Campern mit Zelt....; Und auch auf dem Laugavegur sind doch kaum Zeltplätze ohne Sandsturm-Gefahr. Selbst wenn der Stellplatz selbst meinetwegen in wenigen (!) Fällen auf Gras ist - die Umgebung und der Untergrund sind nunmal einfach Sand bzw. Vulkanasche. Da braucht es doch nun wirklich nicht viel, um viel zu kurze und instabile UL-Heringe herauszureißen und jedes Zelt mit auch nur ein klein wenig Bodenfreiheit zum Segel im (sand- / aschegefüllten) Wind werden zu lassen.

    Ich habe nirgends von einem "so sicheren" Grüngürtel gesprochen. Es ging bei der Betrachtung um die Frage der Bodenbeschaffenheit für den Heringssitz. Ein Blick auf die Satellitenbilder der Insel zeigt sehr schnell, wo es zumindest etwas Vegetation gibt, und wo gar nicht. Und da ist der Laugavegur, um bei dem Beispiel zu bleiben einfach nicht vergleichbar mit dem zentralen Hochland. Sowohl was Exposition, als auch den Halt von Heringen betrifft.

    Das heißt nicht, dass es auf dem LV überall Luxusstellplätze sind. Die 2-3 üblichen Camps nach dem Start (Alftavatn, Emstrur, Þórsmörk) sind jedoch allesamt auf verdichtetem, grasig-erdigem Boden, wenn mich die Erinnerung nicht trügt.

    Und bezüglich Heringen war die einzige Erwähnung von wilbo , der zu deutlich stärker als üblichen Modellen geraten hat – oder habe ich etwas übersehen?

    Dass man da mit Zelten ohne Innenzelt womöglich mit feinem Staub überzogen wird, ist klar. Das halte ich allerdings eher für eine Frage der Komfort-Priorisierung, als der nackten Sicherheit.

    Aus den Zelten in meinem Fundus würde ich wie bereits gesagt mit dem Windsaber losziehen, weil entlegenere Touren nach meinem Dafürhalten ein Zelt der Widerstandsklasse benötigen. Und weil es mir auf einer kurzen, einfachen Tour wie dem LV einfach egal ist, ob mein Rucksack 1 kg schwerer ist, wenn ich mir darüber einen einfachen Aufbau und entspannte Nächte ertausche.

    Ich habe den LV zwei mal zum Rauslaufen von längeren Touren genutzt. Das ist allerdings über 10 Jahre her. Wenn ich mich recht erinnere, waren wahrscheinlich 50% der Zelte dort von der Kategorie Decathlon bzw. Baumarkt. Vermutlich ist man aber selbst mit einem besseren UL Shelter windstabiler unterwegs, als 50% der dort versammelten Zelte. Das heißt nicht, dass ich es für sinnvoll halte.

    Der Hauptsensor von besseren Smartphones liegt heute zwischen 2/3'' und 1''; (...) RX100 u. ä. ist 1'' (...)

    Das ist genau der Grund, warum ich in meinem letzten Beitrag meinte: Man sollte sich darüber im Klaren sein, wofür man die dedizierte Kamera will. Rein von der Qualität her wird eine RX100 einem iPhone 16/17 Pro (und ähnlichen Modellen der Konkurrenz) in vielen Belangen sogar unterlegen sein. Für substantiell bessere Bildqualität, braucht es nach meinem Dafürhalten größere Sensoren. Auch MFT ist für mich persönlich zu dicht am Telefon, um den Gewichtsaufschlag im Outdoor Kontext lohnend zu machen.

    Fakt ist: Qualität & Flexibilität (Brennweitenbereich von Weitwinkel bis Tele + Lichtstark) & geringes Gewicht wird man nicht unter einen Hut kriegen. Egal wieviel Geld man in die Hand nimmt. An einem der Punkte muss man Abstriche machen.

    Möchte ich eine Kamera mitnehmen, um Spaß an der Nutzung des fotografischen Geräts zu haben, würde ich persönlich bei der Flexibilität die Axt ansetzen: Ich kann einfach kein 400 mm f/2.8 auf Tour mitnehmen; und vielleicht muss ich das auch einfach nicht. Wenn man stattdessen auf eine leichte, halbwegs lichtstarke Festbrennweite setzt, kann in der Beschränkung auch eine gewisse Freiheit liegen:
    Eine gebrauchte Nikon Z7 wiegt ~600 g. Dazu ein 26 mm f/2.8 Pancake für 125 g und man hat für 825 g ein sehr schön bedienbares Werkzeug mit sehr hoher Qualität in dem einen (Brennweiten-)Bereich, den es abdeckt.
    Möchte man mehr ausgeben, kann man dieses Konzept über Leica Q3 bis zur Hasselblad X2D ii 100 mit einer der leichten Festbrennweiten ausweiten. Das spielt sich alles über den Daumen gepeilt im Bereich 750-1.000 g ab.

    Klar kriege ich damit nicht den Adler als Wildlife Photo des Jahres fotografiert...aber muss ich das auf Tour?

    Oska 's letzter Punkt enthält noch einen wichtigen Aspekt: Solid Inner sind im Vergleich sehr warm. Wenn es draußen zieht und du vom Tag ausgekühlt bist, empfinde ich es als Balsam für Körper und Seele das Innenzelt zuzuziehen und in einem völlig windstillen Kokon zu sein.

    Ein Solid Inner ist mir in (Nord)Skandinavien im Hochsommer zuweilen zu warm. Wenn da die Mitternachtssonne drauf brät und kein Wind weht, wird es schnell zu warm. Auf Island hatte ich die Situation noch nie, da war ich immer sehr froh die Elemente aussperren zu können.

    Ich glaube bei solchen Überlegungen gilt es sich die Frage zu stellen, ob man für bessere Qualität / mehr Freistellungsmöglichkeiten etc auf eine größere Kamera schielt, oder ob es eine Frage der Haptik, der Abkehr vom Smartphone Dauergebrauch, dem Gefühl ein Werkzeug in der Hand zu halten etc ist, die den Wunsch nach einer dezidierten Kamera begründet.

    OK, ein Windsaber also. Das sind nochmal Welten zum Enan oder so.

    Wie ich schrieb: Je nach Route und Gegend, wo man unterwegs ist, halte ich sowas entweder für klug oder für unnötig (aber komfortabel). Auf Laugavegur und Co ist das sicher nicht nötig, weil du dort im Fall der Fälle in kurzen Abständen Sicherheitsinfrastruktur hast – wie spaßig das am Ende ist, wenn man wirklich drauf angewiesen ist, steht auf einem anderen Blatt.

    Zudem kann man bei 2-3-4 tägigen Wanderungen wie Laugavegur das Wetter vor Abmarsch zumindest grob einschätzen. Man muss ja nicht sehenden Auges in eine Front reinlaufen.

    Bei so kurzen Touren wäre mir widerum das eine Kilo extra, mit dem ich mir Sorgenfreiheit und Komfort erkaufe, auch reichlich egal, weil der Rucksack ohnehin leicht ist. Aber das ist persönliche Präferenz.

    Eine Pyramide wäre also keine gute Wahl, ein Firstzelt dann wohl auch nicht.

    Wie ich schon vorhin schrieb: Wenn du primär im grünen Gürtel unterwegs bist (Laugavegur und co), und bereit bist mit den Nachteilen wie teils nervigerem Aufbau, womöglich Sand im Zelt (auf Laugavegur beides eher weniger) etc. klar zu kommen, geht das natürlich.


    DCF altert ja doch deutlich schneller, bei einigen sogar im Schrank hab ich gelesen.

    In einem Forum haben Durston und Tarptent letztens in seltener Einigkeit von 150-200 Nächten Nutzung geschrieben. Scheinbar altert das DCF insbesondere durchs wiederholte Verpacken und ein Stück weit durch starken Zug an den Abspannpunkten. Und ich meine, dass Wilbo auch mal etwas von Alterung im Schrank erwähnte, kenne dazu aber keine weiteren Aussagen. Meine steile These: Ich glaube, dass die meisten Wanderer aus Optimierungswunsch, dem Reiz am Neuen etc. schon lange bevor das Material sich dem Ende entgegen neigt, bereits etwas Neues gekauft/getauscht haben. Wenn wir mal 2 Wochen Wanderurlaub pro Jahr nehmen, sind das etwa 12 Nächte pro Jahr. Dann wären wir bei 10 bis 16 Jahren Nutzungsdauer. Mutmaßliche Alterung im Schrank außen vor gelassen.

    Je nachdem was man auf Island vor hat, würde ich da noch mal eine Trennlinie sehen zu Skandinavien. Im skandinavischen Fjäll findet man in aller Regel sehr gutes Terrain zum Aufschlagen des Zeltes. Sowohl was die Bodenbeschaffenheit anbelangt, als auch in den meisten Fällen (wenngleich es natürlich manchmal etwas Sucherei bedarf) die Möglichkeit hinter irgendeinem Wall, Block o.ä. zumindest etwas Windschutz zu finden.

    Im Hochland von Island gibt es nur wenig Vegetation und der Boden ist meiner Erinnerung nach oftmals recht bröselig-sandig. Nicht wirklich ideal für soliden Herings-Sitz. Zudem gibt es dort Gegenden, wo Kilometerweit einfach gar nichts ist, was als Windschutz dienen könnte.

    Ich bin in Skandinavien sehr gerne mit einem Mid unterwegs (Ultamid 2 & 4) – auf Island würde ich persönlich gen etwas Schielen, was ein dichtes Innenzelt hat und nicht ganz so auf perfekten Herings-Sitz angewiesen ist, wie ein Pyramide.

    Ich selber war dort zuletzt (auch schon 10 Jahre her) mit einem HB Soulo unterwegs. Je nachdem was du vor hast, kann sowas eine gute Wahl sein, oder viel zu schwer. Mittlerweile habe ich für solche Zwecke ein Slingfin Windsaber – aber das brauchts wirklich nur bei exponierten Routen, wo man sich voll auf die Behausung verlassen können muss.

    Wenn du die Einbogen-Tunnel wie das Enan in Betracht ziehst, könntest du dir auch das Tarptent Scarp 1 anschauen, oder da du eine klassische Kuppel in Betracht ziehst wie das Soar evtl auch das Tarptent ArcDome 1.

    Wenn du auf Island "im Grünen" bleibst, und in der Nähe von Infrastruktur, dann sehe ich es wie Wilbo: Mit genügend soliden Heringen wird das derzeitige Zelt schon etwas aushalten. Es mag weniger bequem sein aber womöglich trotzdem reichen.

    Danke dir!

    Sehr entspannt mit der Hurtigrute von Honningsvag auf Mageroya bis Bodø. Etwas nördlich von Bodø begann dann der Reiseabschnitt zu Fuß bis Alta.

    Die Räder und der Trailer sind als Fracht bis Bergen gefahren und wurden dort von der Familie in Empfang genommen. Absolut unkompliziert und günstig.

    Ein paar Eindrücke des zweiten Jahres unserer Norwegen Durchquerung sind gerade bei Nikon erschienen. Über die Finnmarksvidda auf Ski, mit Fahrrad zum Nordkap und zu Fuß in Nordnorwegen. Schaut gerne mal rein, wenn ihr mögt :)

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    WonderBär naja, jenseits der wenigen Trails wirds schnell kompliziert (Geothermik, Wasser, Orientierung, Sturm). Frag mal Bohnenbub und andere, die nicht nur bißchen abseitig schlenkern, sondern längere Touren machen.

    Ahoi!

    Ich durfte bislang zwei größere Touren auf Island machen. Beide empfand ich als sehr bereichernd. Beides ist auch schon länger her:

    Mit BernieHH von Skaftafell über den Skeidarajökul zum Grenalon und auf und am Südrand des Vatnajökull entlang (von wo aus ich leider gen Süden aussteigen musste, weil der Dritte im Bunde überfordert war). Bernd ist dann alleine weiter zum Westrand Vatnajökull und von dort nach Süden. Bei ODS gibt es von BernieHH einen Bericht dazu. Ich kann gerne in den kommenden Tagen mal in den Archiven nach eigenen Fotos wühlen.

    Mit Gerald Klamer war ich, wenn ich mich recht erinnere, so um die 370 km unterwegs mit dem Ziel die drei großen Eiskappen zu verbinden; vom Langjökull über Hofsjökull zum Vatnajökull und dann die Tungna ein Stück weit mit Packraft gen Landmannalaugar/Südküste. https://www.sidetracked.com/fine-lines-iceland/
    (der Ton des Artikels ist etwas laut)

    Mein Kumpel hatte ein Duomid auf seinem Vita Band FKT und hat es gehasst. Viel zu klein für ihn.

    Überrascht mich, komme mit MLD Cricket/Solomid XL auch mit Wintersetup gut klar🤔

    Das hängt vermutlich sehr von der Definition von Winter und Lokalität ab? In geschützten Lagen und gemäßigten Temperaturen, klar. Mit einem -30°C Schlafsack wäre das Solomid auch ohne mich quasi schon bis zur Decke gefüllt, sagt mir die Erinnerung – und hätte definitiv immer und ständig Kontakt mit dem feuchten Zelt. Es ist allerdings schon lange her, dass ich damit unterwegs war – und immer nur mit 3 JZ Ausrüstung.

    Mein Ultamid 4 wiegt mit allem Klimbim wie du es beschreibst etwa 800g weniger als mein Nallo 3 Äquivalent von Barents

    Wieviel wiegt denn Dein Setup mit Klimbim?

    Ultamid 4

    • Shelter (Spruce Green, im Packsack): 741 g
    • Full Insert (im Packsack): 814 g
    • Carbon Stange: 300 g
    • 12x Heringe: 183 g

    Summe ~1.700 bis 2.000 g je nachdem ob mit oder ohne dedizierter Stange.
    In der Praxis würde ich keine Packsäcke mitnehmen, war jetzt aber zu faul die separat zu wiegen. Vermute 60g oder so wird man noch abziehen können.


    Barents 3 P Tunnel (Ähnlich Nallo 3 ohne GT-Apsis)

    • Innenzelt + Außenzelt + Sack: 1.940 g
    • Gestänge 2x DAC 10.25 mm: 450 g
    • 14x Heringe: 214 g

    Summe: 2.600 g


    Also 600 g bis 900 g Differenz, je nachdem, ob dedizierte Stange mitgenommen wird, oder nicht. Ein Unterschied, gewiss, aber durch zwei oder drei Leute geteilt auch nicht riesig. Wenn man in Gegenden unterwegs ist, wo man das Full Insert und die Stange beim Ultamid 4 Setup weglassen kann, wird die Differenz natürlich schnell größer. Dann sind wir bei 1.7 kg Gewichtsunterschied.

    Ich persönlich sehe die jeweilige Entscheidung eher unter dem Aspekt, welche Unterkunft für die Art von Unternehmung mehr Spaß macht und konzeptionell besser passt. Beides tolle Lösungen für in meinem Fall 2 Personen mit recht großem Hund. Bei kurzen Trips zu zweit mit Hund reicht uns auch ein Ultamid 2. Das wird bei längerer Tourdauer mit Hund allerdings irgendwann etwas unnötig eng. Ohne Hund ist ein Ultamid 2 für uns die perfekte Größe.

    Mit beiden würde ich allerdings nicht in den skandinavischen Winter im offenen Fjell ziehen, wenn man nicht gerade auf einem Trail mit Hütteninfrastruktur unterwegs ist. Daher sind diese Einschätzungen auch für den 3 JZ Einsatz.

    Und von Hot Tents habe ich 0,0 Ahnung. Insofern dies nur als neutrale Zahlen :)

    Ich bin großer Freund von Mids - aber ob sie einem gut aufgebauten Nallo ebenbürtig oder gar überlegen sind, würde ich zumindest bei den großen Mids mal mit einem Fragezeichen versehen wollen.
    Mein Ultamid 4 wiegt mit allem Klimbim wie du es beschreibst etwa 800g weniger als mein Nallo 3 Äquivalent von Barents (ohne GT Apsis - die stört mich im Sommer nur).
    Was ich an einem Mid liebe ist die Ästhetik, Eleganz und Einfachheit.