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  • Gleiches Spiel wie beim 221: Erstmal Fakten. Bericht mit Fotos dann später....kleiner Disclaimer: wir haben aufgrund eines angeschlagenen Fußes zwei Etappen im Südosten und Nordwesten ausgelassen.

    Der GR 223 umrundet Menorca auf ca. 185km. Dabei geht man in weiten Teilen dicht an der Küste entlang und erwandert so am laufenden Band herrliche Buchten und Strände. Für alle, die keine starke Wasserallergie haben, würde ich die Tour daher für Mai/Juni empfehlen. Es ist dann zwar ab und an schon ordentlich heiß, aber man kann sich eben auf den meisten Etappen auch regelmäßig in wundervoll türkis-blauem Wasser abkühlen. Wir haben diese Möglichkeit sehr genossen und Taucherbrille und Schnorchel als UL-Sünde gerne in Kauf genommen.

    Anreise: Menorca verfügt über einen eigenen Flughafen in der Nähe von Mahon, kann aber auch per Fähre erreicht werden. Wir haben GR 221 auf Mallorca und GR 223 auf Menorca verbunden und sind dazu von Port Alcudia nach Ciutadella übergesetzt. Dabei ist zu beachten, dass z.B. Ballearia etc. ca. 100€ pro Person verlangen, während man bei Corsica-Ferries nur 12€ pro Nase bezahlt. Man sollte allerdings beachten, dass diese Fähre nur alle 2 Tage (?) fährt. Auf der Insel gibt es sehr günstige Busverbindungen (im Gegenteil zu Mallorca nur Bargeld), die allerdings oft nur 3x täglich verkehren. V.a. im Norden scheinen leider auch einige Buslinien eingestampft worden zu sein (man sieht noch Haltestellen, aber es finden sich keine Verbindungen mehr).

    Anspruch: Es gibt einige etwas anspruchsvollere Passagen an der felsigen Küste, der Weg ist aber nie ernsthaft ausgesetzt. Steinig ist es aber über weite Strecken, Trittsicherheit ist also durchaus erforderlich, wenn man nicht ständig umknicken will. Auch Höhenmeter sind zumindest teilweise (v.a. im Norden und Nordosten) zu überwinden.

    Schlafen: Auch hier ist das Wildcampen nicht offiziell erlaubt, man hat aber den Eindruck, dass es ein wenig entspannter zugeht. Zudem ist es gerade im Norden auch deutlich leerer als z.B. auf der größeren Nachbarinsel. Hotels usw. sind ansonsten in den Orten vorhanden gerade im Norden sind diese aber so dünn gesäht, dass man entweder relativ lange Etappen gehen muss (ü30km) oder zumindest ab und an draußen schlafen muss.

    Essen/Trinken: Auch auf Menorca ist das Leitungswasser mindestens geschmacklich meh und auch Quellen etc. sind so gut wie nicht vorhanden. Wasser muss daher fast zwangsläufig in Ortschaften eingekauft werden. Es gibt an einigen der abseits der Orte gelegenen Stränden auch kleine Gastronomien, wir haben allerdings nicht ausprobiert ob dort auch größere Wasserflaschen zu vernünftigen Preisen verkauft werden. Wenn man sich auf diese verlässt sollte man zumindest vorher sicher gehen, dass sie auch wirklich geöffnet haben. Gleiches gilt für einige der (sehr) kleinen Ortschaften, wo es je nach Saison und Wochentag unter Umständen auch mal gar nichts geben kann. Zudem gibt es oft relativ lange (Nach-) Mittagspausen. Auch hier ein Werbeblock: Im Okapi in Platges de Fornells, im Can Xavi in Mahon (leckere, große Portionen zu relativ kleinen Preisen) und im Ivette Beach Club (wow diese Terasse!) haben wir hervorragend gegessen.

    Sidequests: neben vielen, vielen herrlichen Buchten und Stränden, die nicht immer automatisch angesteuert werden, gibt es immer mal wieder Abzweigungen zu z.B. Leuchttürmen, Aussichtspunkten oder historischen Stätten. Zudem sind auch die Altstädte von Mahon und Ciutadella zu empfehlen und auch einige weitere Orte wie z.B. Binibeca (direkt am Weg) oder Fornells sind durchaus sehenswert.

    Fazit: Für uns war es die perfekte Genusswanderung um Wandern, Schwimmen und Schnorcheln zu verbinden und hat unseren zuvor eher bergigen Aufenthalt auf Mallorca perfekt abgerundet. Im Süden gibt es herrliche Buchten mit weißem Sandstrand aber auch hohe Klippen mit tollem Ausblick, im Norden wird es hügeliger und die Buchten werden abwechslungsreicher von rötlichem Sandstrand bis hin zu reinen Felsenbuchten. Wir konnten die Etappen sehr flexibel planen und dank der Busverbindungen war es auch kein Problem mal eine Etappe ausfallen zu lassen. Einzig mit den beiden recht langen Straßenpassagen nach Mahon und vor Platges de Fornells waren wir etwas unzufrieden.

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