Anno 2023, als dieses wunderschöne Forum noch einem fernen Hauch von Gedankenverwindungen glich, beschloss ich, mich endlich mal mit der Messung meiner eigenen Energiegeber & -nehmer zu beschäftigen, um für Wander- und Radtouren den Bedarf etwas realistischer planen zu können. Als Testobjekte traten damals die Nitecore NB10000 (Gen1, gekauft 2021) gegen die etwas schwerere Anker PowerCore II 10000 (gekauft 2018) an. Mein gefährliches Halbwissen beruht komplett auf Reddit, Google & Co. - mit Physik (und auch Mathe) habe ich im Alltag wenig am Hut; das als Disclaimer vorneweg, falls jemand eine wissenschaftliche Arbeit erwartet. ![]()
Ich ging immer davon aus, dass Powerbanks nach etlichen Jahren der Lagerung (egal ob 'artgerecht' oder tiefentladen) und entsprechender Alterung der Li-Ion-Akkus (Anker) und Li-Po-Akkus (Nitecore) reif für die Tonne sind - oder zumindest die Kapazität jährlich um 5 % oder mehr einbricht. Bevor ich aber wieder dem Shopping-Wahn und GAS-Syndrom verfalle (soll ab und zu vorkommen), wollte ich es genau wissen. Jetzt, im Jahr 2026 - exakt drei Jahre nach dem ersten Test - habe ich das identische Setup wiederholt: ein USB-Tester und ein Lastmodul, um konstante 1A zu ziehen.
Betont werden sollte, dass beide Geräte nicht im täglichen Einsatz waren. Die Anker lag oft lange im Schrank, die Nitecore kam primär auf Reisen mit. Bei Powerbanks mit über 300 Ladezyklen sähen die Werte sicher anders aus.
Anbei die Ergebnisse in tabellarischer Ansicht für die "Nerds":
Das Mess-Fazit in kurz:
Obwohl die Anker PowerCore schon 8 Jahre auf dem Buckel hat und lange ungenutzt blieb, hat sie gegenüber 2023 sage und schreibe nur 0,06 % Verlust in der Effizienz erlitten. Die Nitecore hingegen musste ~3,4 % einbüßen. Abgesehen davon, dass sie öfter im Einsatz war, setzt Nitecore auf hochgezüchtete Li-Po-Pouch-Zellen: diese sind zwar gewichtsoptimiert (hallo UL!), altern aber bauartbedingt etwas schneller als die robusten Rundzellen der alten Anker-Generation.
Nochmals zur Nitecore: wie man auch andernorts oft lesen kann, liefert sie fantastische Realwerte und weicht kaum von den Leistungsversprechen des Herstellers ab. In Sachen Effizienz pro Gramm bleibt sie aktuell noch der (UL) Goldstandard.
Mein Resümee:
Das genaue Hinschauen bei der verbauten Technik lohnt sich ebenso wie die Investition von ca. 15-20 EUR in simples Mess-Equipment - besonders vor wochenlangen Touren. Die Anker war für mich eine riesige Überraschung: auch wenn sie langsamer lädt als moderne Modelle, ist sie noch absolut 'trailtauglich' und weit davon entfernt, auf der Deponie zu landen. Nachhaltiger ist die Sache natürlich obendrein, aber darauf wollte ich jetzt gar nicht zwingend plädieren.
Bonus Fotos: Anker Powecore nach völliger Entleerung:
... und die Nitecore als ihr der Saft ausging:
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