Beiträge von Eskapist

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    Equipment-Versuch mit Duplex am Mt. Rainier

    Das erinnert mich an eines meiner Himalaya-Camps letzten Sommer mit dem Duplex Lite^^

    ca. 4.300 Meter, auf dem Weg zum Kang La (direkter Übergang von Zanskar nach Himachal über die Greater Himalayan Range)

    Ich hab in Ladakh damit regelmäßig über 5.000 Meter gezeltet. Nicht genau gemessen, wie stark der Wind war. Aber wenn es da zieht, ist das meist doch ganz ordentlich. Ich war selbst erstaunt, wie gut das Zelt das wegsteckt. Es ist natürlich trotzdem ziemlich luftig:)

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    Manali hat halt bei mir grad eine Fluchtbewegung in andere Täler ausgelöst.

    Haha^^ Ich fand Manali eigentlich ganz cool. War aber auch nicht direkt im Ort, sondern bisschen oberhalb. Für mich war's auf jeden Fall ne gute Base, man kann da sooo viele Wanderungen/Treks in der Umgebung machen, das ist schon genial. Dharamsala mit den ganzen Esos und Israeli-Kiffern fand ich etwas anstrengender:)

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    Schwierig, wollte ich machen, habe aber aufgegeben. Habe in Indien selbst knapp 1.5 Jahre gelebt und dort meine Frau kennengelernt.

    Zwischen den Wildtieren (die meisten Pfade sind auch Wildpfade), der nicht immer ganz okayen Sicherheitslage (die auch seeeeeeehr schnell eskalieren kann - und damit meine ich nicht nur Pakistan/Indien) ist einfach auch keine Wanderinfrastruktur vorhanden. Karten gibt es nur sehr spärlich und in miserabler Qualität. Nur schon zu wissen wo es überhaupt einen Trail gibt (ausser eventuell den ganz grossen) ist schon eine Herausforderung. Ich hab da so ein Buch für Trails von Himachal Pradesh, da gibt es nur Skizzen in der Art von "An dem Dorf dann links den Bach x lang und dann hinter der dritten Hütte rechts geht der Pfad zum Pass hoch". Da die Planungszeit bis April recht kurz ist, sehe ich da eher schwarz (ausser Du hast da grad Top Ressourcen die mir unbekannt sind, dann unbedingt teilen !)

    Ohne jetzt zu weit vom Thema dieses Thread abzuschweifen, aber ich war letztes Jahr 5 Monate in Indien, davon ca. 3 Monate in Himachal und habe da sehr viele Treks gemacht. Das geht schon, auch wenn es bei weitem nicht die Infrastruktur von Nepal hat. Aber es gibt inzwischen schon ein paar bekanntere Touren wo man auch andere Leute trifft, gerade rund um Manali und Dharamsala. Zelt und Proviant ist für Treks auf jeden Fall sinnvoll. Die besten Karten sind von der Survey of India, also noch aus der Zeit des Empires (1:50.000, kann man sich auf der offiziellen Webseite umsonst runterladen und z.B. in QGIS importieren).

    Ich habe aber hauptsächlich OSM benutzt. Da ist relativ viel eingetragen, die Wege sind meistens okay, teilweise aber ziemlich grenzwertig. Verlaufen/Weg verlieren ist auf jeden Fall immer eine Option^^ Ich hab einmal im Wald einen Leoparden in meiner Nähe gehört und es gibt viele Bären, vor Tieren sollte man keine Angst haben:) Anonsten sind gerade in Himachal unglaublich viele Hirten in den Bergen und die sind superfreundlich - Tee habe ich immer bekommen, teilweise haben die mir sogar Essen und frische Schafsmilch geschenkt.

    Viele gute Ideen gibt's auf der Webseite von Peter van Geit. Der bietet auch Kurse in Manali an (jeweils Frühjahr/Herbst) - habe ich letzten Mai gemacht, extrem coole Erfahrung:)

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    Sonst gibt es noch den Eskapist, aber ich finde seinen hiesigen handle nicht.

    Ich war hier noch gar nicht angemeldet, wusste auch überhaupt nicht, dass es ein neues Ultraleicht-Trekking-Forum gibt:)

    Jedenfalls, zum Thema:

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    Gibt es jüngste Erfahrungen zu dem Thema Guidepflicht? Eigentlich soll man ja einen haben, aber da ich wie immer solo unterwegs sein werde passt das für mich nicht.

    Einen Guide braucht man nur für die schon bisher beschränkten "restricted areas" (Manaslu, Upper Mustang etc.) In der Annapurna Conservation Area (ACA) interessiert es niemanden, ob man alleine oder sonstwie unterwegs ist. Ich habe vor ein paar Tagen gehört, dass es wohl Pläne gibt, dass die TIMS-Checkpoints von TAAN (dem Trekking-Verband) wieder neu besetzt werden sollen. Ich schätze aber da wird in der nächsten Zeit nicht viel passieren, da ja demnächst Wahlen in Nepal sind.

    Von dem, was ich in den letzten 2 Jahren in Nepal gesehen habe, bin ich mir inzwischen auch nicht sicher, ob die Guidepflicht in absehbarer Zeit überhaupt kommt. Es ist wahrscheinlich nicht 100% ausgeschlossen, aber da ist sehr viel lokaler Widerstand. Gerade von den Lodge-Besitzer und den Village Committees und die haben auch schon einiges mitzureden. ACA ist ja z.B. eine Selbstverwaltungszone. Das geht gar nicht so einfach, dass da jemand von außen kommt und neue Vorschriften erlässt. Da müssten wenn überhaupt noch sehr viele Leute davon überzeugt werden, dass das wirklich im Interesse von allen ist und nicht nur von den organisierten Agenturen.

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    Wenn ich das richtig gelesen habe scheint Oktober Monsumzeit zu sein. Mit welchen Temperaturen kann man so in den Höhen rechnen?

    Ich hatte letzten Herbst bis Mitte Oktober Regenschauer und die locals haben auch alle gemeint, dass der Monsun in den letzten Jahren 2-3 Wochen länger dauert, also so bis 3. Oktoberwoche. Das war vor allem im Süden des Annapurna-Hauptkamms nervig, weil es auch ohne Regen ab 10:00 Uhr total bewölkt war. Manang waren Ende Oktober nachts schon leichte Minusgrade. Ich hab aber ein paar mal gecampt (-10° Quilt) und es war okay.

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    Ist wildcamping möglich und erlaubt?

    Ja ist kein Problem, aber auf dem maintrail des Annapurna Circuit macht's nicht so viel Sinn. Da gibt es zu viel Lodges und Dörfer. Das ist dann Camping neben der Straße oder im besten Fall im Garten von der Lodge^^

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    Da ich im besten Szenario 3 Monate Zeit habe, was lohnt sich da noch in der Ecke anzuschauen?

    Buthan wurde ja schon erwähnt, ist halt komplett reguliert, da geht nix ohne Guide. Tibet genau so. Eine Option wäre noch Sikkim, das grenzt direkt im Osten an. War ich letzten Herbst am Überlegen, bin dann aber doch nach Pokhara. Da kann man's natürlich auch sehr gut aushalten - schön warm bis Mitte Dezember und viele Möglichkeiten für Tageswanderungen und Kurztreks.