Beiträge von Schwarzwaldine

    Der Sierra Designs Flex Hike 20-30 ist für mich die ultimative Wollmilchsau.

    Für 850 g bekommt man ein sehr bequemes Tragesystem was sich auch mit etwas höheren Gewichten super trägt. Ein Großteil des Rückens bleibt frei und kann schwitzen und auch die Pads sind aus diesem Honycomb Mesh welches noch recht gut atmen kann.

    Und die Rucksackgröße skaliert halt super je nachdem wieviel drin ist ohne in der Höhe zu wachsen. Die Gewichtsverteilung bleibt also sehr angenehm.

    Gefragt war ja nach der eierlegenden Wollmilchsau für Tageswanderungen ... und da dürfte bei vielen, je nach Wassersituation, das Gesamtgewicht inklusive Rucksack 850g betragen. Ich verwende hin und wieder auch den Salewa Baegdoo 28 für Tagestouren oder Sommerovernighter (wiegt auch 850g), eben, weil ich die Rückenbelüftung an manchen Tagen haben will und ich habe auch den größeren Sierra Designs Flex für ein paar Touren genutzt und da das Tragesystem und die Rückenbelüftung zu schätzen gewusst (mittlerweile aber durch einen genauso großen Rucki mit etwas weniger als der Hälfte an Gewicht ersetzt). Aber: das Gewicht vom Salewa und vom SD sind so, dass ich niemals von einer Wollmilchsau sprechen würde, auch ohne die Eier nicht und selbst außerhalb dieses Forums nicht.

    Diese ganzen Zähl- und Gehirnsachen wie alphabetisch orientierte Menüs und so helfen mir leider gar nicht, wenn die wechseljahrsbedingten Ein- und Durchschlafstörungen im heimischen Schlafzimmer zuschlagen. Was da etwas bringt, sind 20 Minuten Akkupressurmatte vor dem Schlafengehen oder ein heißes Bad. Ist nur leider beides nicht outdoor-kompatibel, deshalb ot.

    Geht es um Solotouren? Mir hilft nicht Autosuggestion, sondern Akzeptanz, dass der Schlaf insbesondere in der ersten Nacht allein im Wald nicht so tief und störungsfrei ist wie zu Hause. Ich freue mich einfach, es mal wieder in den Wald geschafft zu haben, lasse mich leicht schaukeln (der Umstieg auf oder besser gesagt in die Hängematte hat grundsätzlich die Schlaf- und Liegequalität schon deutlich verbessert), döse/schlafe zwischendurch immer wieder ein, wache aber häufiger auf. Das ist einfach so und es ist okay. Mit der Hängematte habe ich allerdings bisher nur Overnighter gemacht. Mehrtagestouren kann ich derzeit nur mit dem Fahrrad machen, da bin ich dann mit meinem Mann im Zelt und meistens auf Campingplätzen - in dem Zusammenhang ist das Einschlafen kein Thema, ich wache aber häufiger auf, weil ich mich liegepositionsbedingt umdrehen muss, die Liegequalität auf dem Boden ist im Vergleich zur Hängematte einfach deutlich schlechter.

    Edit: ach so, "zunehmendes" Alter trifft bei mir auch zu, ich sehe aber keinen Unterschied zwischen den ersten Touren und jetzt, jedenfalls nicht in Deutschland. In Norwegen, wo ich ein paar Jahre gewohnt habe, habe ich tatsächlich häufiger auch in der ersten Nacht (noch ohne Hängematte) ruhiger geschlafen (Ausnahme: in den "weißen" Nächten im Mai/Juni, weil ich die so geliebt habe und es einfach genossen habe, dass auch in Oslo nicht richtig dunkel wurde), da scheint sich das Jedermannsrecht beruhigend auf die Psyche ausgewirkt zu haben - in D träume ich auch immer wieder, entdeckt zu werden, in N war das nie der Fall.

    Es bleibt ja aber nicht lange so heiß, ich zumindest mache mir meine Wärmflaschen, wenn ich am Kochen bin und das ist einige Zeit vor dem Zeitpunkt, bevor ich in den Schlafsack krieche. Ich hätte vielleicht noch die Situation dazu schildern sollen, denn kochendes Wasser für die Wärmeflasche gibt es nur, wenn ich das mit dem Hobo im Feuerbetrieb machen kann, und das ist dann auch der Fall, dass es richtig kocht, alles andere wäre Brennstoffvergeudung. Mit dem Hobo koche ich aber wiederum nur an geeigneten Stellen, sei es im Steinkreis in der Nähe meiner Lieblings-Abhängestelle oder auf einem Grillplatz im Umkreis.

    Platypus-Faltflaschen halten ebenfalls heißes/kochendes Wasser aus, hatte ich auch schon als Wärmflaschen benutzt - bis ich übers blaue Forum mal zwei Titanflaschen erwerben konnte, seitdem dienen die diesem Zweck. Grund: siehe schrenz , ist auch eine Kopfsache.

    In Norwegen hatte ich für Tageswanderungen gerne eine große Hüfttasche von Osprey (Talon 8 ) dabei. Mit zwei Flaschenhaltern, großem (10-15l) und Schnürgummi, um z.B. den Poncho noch außen drauf zu schnallen, und noch zwei Hüftgurttaschen für den Kleinkram hat da gut was reingepasst.

    Nur für den Pico 239 plus Topf war sie zu klein, wenn also unterwegs Kaffee gekocht oder gegrillt werden sollte, war ein Rucksack die erste Wahl.

    Zur Overlock: Obacht, als alleinige Maschine kommt man mit der nicht weit. Einfache Sachen wie T-Shirts oder Schlupfhosen können komplett an der Overlock genäht werden, wenn man den Saum als Rollsaum näht. Aber sobald auch nur eine Naht abgesteppt werden soll, ist die Ovi am Ende, die kann halt nur an Kanten nähen. Möchte sie aber trotzdem nicht wissen - aber falls der Platz nur für eine Maschine reicht, dann eher eine normale Nähmaschine. Alpha ist nicht verkehrt als Einstieg, die Zotteln verzeihen viel.

    schwyzi : der Nomadic dürfte der Nachfolger vom Bushbuddy UL sein - Aussehen und Gewicht stimmen jedenfalls überein.

    Das Rußproblem löse ich für mich, indem ich einen Toaks 1l nur für die Hobos habe - der wird nicht sauber gemacht, sondern verschwindet im Packbeutel, mit BB drin. Einzig, dass der Topfinnenraum nicht mehr oder nur sehr bedingt nutzbar ist, stört mich etwas.

    Wenn es die Bedingungen zulassen, dann nutze ich die Hobos sehr gerne als Holzverbrenner (sonst hätte die Pyromanenseele ja nix davon). Beim Pico 239 idz das Starten auch mit feuchtem Holz kein Thema, beim kleinen und erst recht beim Bushbuddy ist etwas schwieriger. Im Schwarzwald gibt es eigentlich immer Tannen/Fichten mit abgestorbenen Ästen am Baum, die auch in längeren Regenperioden trocken genug bleiben - und um die notwendige Starttemperatur zu bekommen, verwende ich als Anzündhilfe beim Bushbuddy gerne einen halben Esbitwürfel, dann funzt das ganze zuverlässig und ohne Streich-Abholzerei auf Anhieb und es entwickelt sich genügend Hitze, um auch feuchteres Holz verheizen zu können.

    Hier kommt, wenn die Bedingungen stimmen, entweder der kleine Picogrill oder der Bushbuddy Ul zum Einsatz. Aus der Vor-Ul-Zeit habe ich auch noch den großen Pico und der war unterm Strich am häufigsten im Einsatz, da ich zu dieser Zeit noch in Norwegen gelebt habe und der Betrieb wesentlich unproblematischer war.

    Ich bin eine leidenschaftliche Pyromanin und mag sogar den Rauchgeruch und schleppe von daher das Mehrgewicht gerne. Da ich in den letzten Jahren nur Overnighter machen konnte, amortisiert sich das Gewicht gegenüber Spiritus auch nicht, insbesondere, da ich fürs Frühstück meistens doch noch einen Dosenkocher und ein paar Milliliter Spiritus mitnehme.