exULgäuer - Dich will ja genauso wenig jemand bekehren.
Aaaber - zum einen missverstehst Du an einigen Stellen etwas, e.g. Micha's Aussage zum Rucksackgewicht
Ein relativ niedriges Rucksackgewicht ist die Vorraussetzung, also hohe Motivation den Pack leicht zu bekommen/ halten
Damit ist natürlich das pack weight insgesamt gemeint, nicht nur das Tragegefäß.
Was Du dann hier dementsprechend als Strohmann zuerst unterstellst - um es dann zu kritisieren, geht folglich komplett in's Leere
Wenn man herkömmliche 3 kg Rucksäcke als Basis des Vergleichs zieht vielleicht.
Wie gesagt, mir scheint, hier wird exklusiv von großen Trekkingrucksäcken mit 3 kg Eigengewicht ausgegangen und leichtere Alternativen ausgeblendet. Wenn man sich das Vergleichsobjekt schlimm genug zeichnet, gewinnt man natürlich immer deutlich. Der "Wahrheit" kommt man damit aber nicht unbedingt näher.
Die hast Du eingeführt. Mehrfach ausgeführt hier im Thread - vor - und nach Deinem Beitrag sind für uns eben genau die um - und bei 1kg - Rucksäcke bereits das "Vergleichsobjekt", dass "schlimm genug" ist.
Vorher:
Wo landet man im Minimum, wenn man wirklich das Gewicht auf die Hüfte übertragen will? Ich würde mal behaupten, bei mehr als dem doppelten, eher dreifachen?!
Nachher:
Auch der Unterschied von einem 900g Gestellrucksack zu einem leichten rahmenlosen Pack sind nun mal ohne Probleme 600-700g - in meinen Augen eine massive Gewichtsersparnis!
Und dann nach dem Strohmann, es würde nach oben ein Extrem angenommen, dass allerdings Du in den Raum gestellt hast - auch noch auf der anderen Seite die durchaus ernstgemeinten Vergleichsobjekte als "extrem", "fernab" und was nicht abzutun, ist goalpost shifting par excellence und "der Wahrheit" nun wirklich nicht zuträglich, da diskutierst Du mit Dir selbst in bester no true Scotsman Manier.
300g für einen Rucksack sind das Extrem. Weniger geht nicht mehr. Den als Maßstab herzunehmen ist ähnlich fernab, wie sich am anderen Ende auf "ultraschwere Trekking-Monstersäcke" bzw. Lastenkraxen einzuschießen.
Denn - believe it or not - uns ist nicht gerade einfach nur langweilig und wir "schießen" uns nicht krampfhaft auf irgendeinen "realitätsfernen" texas sharpshooter edge case ein, um "die Wahrheit" zu pachten und irgendeine Diskussion "zu gewinnen".
Da das anscheinend aus Deiner Perspektive so unvorstellbar ist, dass es zu derartigen Missverständnissen kommt und es also wohl explizit noch mal gesagt werden muss: Das sind die Rucksäcke, mit denen die, die hier schreiben tatsächlich und ziemlich ausschließlich unterwegs sind - seit vielen Jahren und über weite Distanzen. Das ist der absolut ernstgemeinte Maßstab, der hier dementsprechend bierernst angelegt wird - und woraus sich eine durchaus beachtliche Gewichtsdifferenz ergibt, auch ohne irgendwelche Rucksäcke gegenüberstellen zu müssen, die mehrere Kilo wiegen.
Voraussetzung ist - auch um das noch mal zu sagen - eben, dass das Systemgewicht, auf das Du ja im folgenden absetzen möchtest, so weit reduziert ist, dass mehr nicht nötig ist - damit es sich - wie nun hier bereits von mehreren beschrieben - für sie angenehm laufen lässt.
Das abzutun ist wenig förderlich - genauso, wie auch Dir niemand Deine eigenen Vorlieben in Abrede stellen würde - sondern allenfalls noch mal hinterfragt wurde, ob Du es denn schon probiert hast - mit entsprechendem Rucksack und passendem Gewicht.
Mit entsprechendem Rucksack anscheinend nicht, denn mit einem Rucksack mit deutlich kürzerem Rücken etc. der nicht auf einen Beckengurt ausgelegt ist, läuft es sich eben doch noch mal etwas anders als mit einem mit zum Beckengurt passend langem Rücken, der dann aber mit offenem Beckengurt durch die Hüfte in Bewegung viel zu viel in Bewegung gerät. Und - was nun "halbe Ladung" bei Dir heißt, wissen wir auch nicht, insofern ist es schwierig, Deine Erfahrung damit zu beurteilen. Aber müssen wir auch nicht - denn diese hin- und her Diskussion warum das für jemanden aber nichts ist, führt zu nichts und die will hier auch niemand führen.
Damit ist eigentlich alles gesagt, hoffentlich dann auch bald von allen - denn sonst driftet das in Diskussionsspiralen, in denen es wirklich nur noch wenig um den eigentlichen Inhalt geht - aber wie man sie trotzdem allzu oft beobachtet.
Denn auch niemand muss hier von einem Beckengurt überzeugt werden. So ziemlich jeder dürfte aus UH-Zeiten dort her kommen, es ist die Norm - und die meisten Rucksäcke haben einen.
Aber genau deshalb hinterfragt man derartiges nunmal oftmals nicht. Und genau dafür ist der Anstoß und das Plädoyer hier da. Und dafür sollte man, wenn man UL ernst meint, dankbar sein - eine Idee, eine andere Perspektive, die einem Möglichkeiten eröffnen könnte, auf die man ggf. selbst noch nicht gekommen ist.
Ob man das dann selbst annimmt oder nicht, ob man es ausprobiert - oder so überzeugt ist von der eigenen Perspektive, dass man es direkt abtut - das ist alles einem selbst überlassen. Das es möglich ist - dass es ggf. Vorteile bietet - oder keine nennenswerten Nachteile, ist ja in dem Moment durch diejenigen, die das in der Praxis so leben belegt. Eine Argumentation dagegen erübrigt sich also. Öffentlich rechtfertigen, warum das für einen selbst nichts ist - oder kategorisch unmöglich und ganz doll schlimm ist, ist ein wenig hilfreicher reflex. Das muss man allenfalls vor sich selbst und mit dem Selbstbild ausmachen, dass da manchmal etwas angekratzt erscheint, dass da so ein Rechtfertigungsdruck erzeugt wird.
Folgt man der UL-Philosophie wird es doch gerade dort interessant - und ein Innehalten und sich selbst hinterfragen, warum das so ist wäre gerade hier angebracht, um ggf. mal wieder die eigene Schere im Kopf und die eigenen Überzeugungen anzugehen.