Beiträge von questor | hangloose

    Hab mir irgendwann auch mal eingebildet, dass das irgendwie praktisch, komfortabel, toll sein muss, weil ja schließlich irgendwie professionell und spezial, da muss doch was dran sein.

    Bis ich dann am eigenen Leib gemerkt habe, wie blöd es ist, das Teil aus dem Rucksack raus - und wieder rein zu würgen zum Auffüllen, nicht auf einen Blick zu wissen, wieviel Wasser noch da ist - und wie bescheiden sich so eine Blase trocknet.

    Seit ich die Einwegpfandflaschen an den Schultergurten habe, bin ich vollauf zufrieden. Ich mache zum Trinken auch keine Pausen - und Dank Platypus Beißventil an der Flasche klappen Entnahme und Trinken auch einhändig und blind.

    Bei mir hat das ultraleichte Wandern ein Stück weit auf das sonstige Reisen ausgestrahlt. Ich bin gerne mit möglichst kompaktem, leichten Gepäck unterwegs - wo immer es geht Handgepäck, auch interkomtinental. Darin wie auf dem Trail ein gut eingespieltes System an 'Ausrüstung'.

    Das möglichst leicht aufgebaute Brompton Faltrad hat irgendwie auch was von UL - und in Anbetracht dessen, wie das Reisegepäck mit dem Nachwuchs plötzlich explodiert ist, habe ich da auch schnell ein Stück UL einziehen lassen.

    Ansonsten häuft sich bei mir leider auch im Alltag zu viel Kram, der von einem Besitz ergreift und zu Ballast wird. Mit Verkaufen kommt man nur in Maßen bei der Abrüstung voran, beim Verschenken kreuzen die dubiosesten Gestalten auf - und mit einfach so entsorgen tue ich mich schwer.

    In manchen Bereichen genieße ich es aber schlicht auch, auf sehr spezielles, aber unschlagbares Werkzeug/Küchengerät etc. zurückgreifen zu können, auch, wenn es nur alle Jubeljahre mal zum Einsatz kommt.

    Hab ich ehrlich gesagt noch nicht gehört so einen Fall - aber es gibt ja schon auch extreme Fälle von Seekrankheit, Kinetose etc.

    Vielleicht testest Du tatsächlich noch mal eine ausreichend lange Hängematte - und eine Querlieger.


    Und darüber hinaus - warum die Hängematte so wenig verbreitet ist - da gibt es wahrscheinlich wie so oft nicht den einen Grund.

    Zunächst gibt es hierzulande einfach keine Kultur des hammock campings. Damit ist es einfach unwahrscheinlich, dass man drauf aufmerksam wird.

    Und damit einhergehend gibt es dann auch wenig brauchbare Ausrüstung.

    Nicht zuletzt deshalb ist das Klischee der Hängematte die zu kurze Banane oder die Netz-Stabhängematte. Und in beiden kann man sich dann richtigerweise kaum vorstellen, entspannt zu schlafen.

    Wie vorhin schon unter Breaze's gearlist geschrieben - bei mir war das auch ziemlicher Zufall - und ich hätte nicht erwartet, dass das tatsächlich so angenehm sein könnte.

    Dazu kommt natürlich noch für viele hier, die länger unterwegs sind, dass man sich eben auf Dauer nicht drauf verlassen kann, immer Bäume zu finden. Da gab bei mir dann auch erst die Querlieger mit Isomatte den Ausschlag. Mit der Zeit merkt man dann aber, wie oft sich doch noch unerwartet was zum Hängen findet - oder wie da noch mal eine zweite Luft aktiviert wird, um noch weiter durchzuziehen mit der Aussicht auf eine angenehme Nacht in der Matte.

    Tatsächlich schlafe ich oft immer noch nicht besonders gut,

    Schöne, komfortable Liste in der Tat :thumbup:

    Wenn ich das so lese - hast Du schon mal verschiedene Hängematten probiert? Einfach mal bei einem Treffen testen ansonsten. Ich hätte auch nie gedacht, dass das mein Ding sein könnte - aber besser habe ich auf Tour noch nie geschlafen.

    Und mit einer leichten Crosshammock kämst Du ziemlich gewichtsneutral, wenn nicht sogar leichter weg - und ne breite Isomatte hast Du auch schon.

    P.s. wie man im Hängemattenforum sofort mit Adleraugen bemerkt hat - einen Ort, an dem auch Hängematten dazu passen könnten, haben wir in der Forenstruktur hier noch nicht. Aber mal sehen, ob sich der Bedarf ergibt:thumbup: