Hat der Flug mit Handgepäck trotz Trekkingstöcke und Heringe geklappt?
Ja, problemlos. Stöcke im Rucksack, bei Heringen bin ich ohnehin nur mit Plastik unterwegs.
Hat der Flug mit Handgepäck trotz Trekkingstöcke und Heringe geklappt?
Ja, problemlos. Stöcke im Rucksack, bei Heringen bin ich ohnehin nur mit Plastik unterwegs.
Weiter geht's, die Sonne weckt uns und es geht wieder die abwechslungsreiche Küste entlang - und immer mal etwas in's Landesinnere, das um diese Jahreszeit ebenso überraschend hübsch anzusehen ist in vollem grün und blütenfrohen Farbenspiel.
Und so laufen und laufen wir - und saugen die Landschaft auf. Immer mal wieder kommt man auch durch kleine Siedlungen oder an Straßenständen vorbei - die auf Wanderpublikum eingestellt sind.
In der Abendsonne vor Karadere nähern wir uns dem über zehn Kilometer landen Standabschnitt, über den sich ein wohl eher weniger spannender Umweg in's Landesinnere abkürzen ließe, allerdings durch Furten eines bereits auf der Karte recht breiten Flusses. Ob wir uns das heute noch antun? Ein paar Zeltplätze sind auf OSM auch hier und da verzeichnet, also los und mal gucken, wie's läuft.
Schilder weisen aus, dass der Strand wegen Schildkröten und deren Gelegen abends nicht betreten werden soll, aber nachdem selbst einige PKW im Sand munter Pirouetten drehen und Motorräder Wheelies ziehen, halten wir uns für das geringste Übel, die einheimischen Youngster winken eh ab, als wir mit Google Translate danach fragen.
Ein derart langer, breiter, schnurgerader, platter, wilder Strandabschnitt ist auch mal eine Erfahrung. Da war selbst der Fishermen's Trail nichts dagegen.
Der Sand ist recht fest, in der einbrechenden Dämmerung flüchten die Krebse immer erst viel zu kurz vor uns. Die Zeltstellen erweisen sich allerdings eher als weniger unseren Vorstellungen entsprechend - und so ziehen wir immer weiter, bis wir irgendwann in der kompletten Dunkelheit im bescheidenen Kegel der Kopflampen, die durch die Feuchtigkeit in der Luft nicht sonderlich weit reicht, vor besagtem Fluss stehen. ChatGPT bestätigte uns auf dem Weg noch, dass wir auch noch zur Unzeit der Flut angekommen sind, aber so richtig überzeugend sind auch hier die Campoptionen nicht.
Also Schuhe aus, alles empfindliche halbwegs wasserdicht im Liner verpackt, den Rucksack unter die Achseln gezogen und los.
Hmm...ganz schön tief...hier auch...ich seh nichts...ich auch nicht...
Irgendwo hatte ich gelesen, dass man relativ weit raus in's Meer waten sollte zum Furten, da sich erst dort der Sand auftürmte und es weniger tief wird.
Also forschen und füßeln wir uns Schritt für Schritt rein. Die Sicht im Lichtkegel ist in den Wellen noch schlechter - an Sicht im Wasser ist nicht zu denken - weniger angenehmes Gefühl, als noch am Strand gedacht.
Mal fühlt es sich so an, als hätte man eine geeignete Stelle gefunden, dann beim nächsten Schritt wieder nicht, es geht weiter und weiter, die Wellen schwappen unangenehm hoch und klatschen von unten schon ordentlich gegen den Rucksack, es scheint tiefer und tiefer zu werden. Wir sind kurz davor, abzubrechen, da merken wir, dass wir den Tiefpunkt überschritten zu haben scheinen, stürmen an's andere Ufer und feiern klatschnass, aber euphorisch in der Dunkelheit diesen Type2 Spaß, da tatsächlich noch durchgewatent zu sein.
Auch auf der anderen Seite geht der Strand noch ein gutes Stück weiter, bis wir am Ende an einer Strandbar eine Plattform und eine wackelige Holzpergola finden, die wie bestellt für Boden- und Hängemattenschläfer sind - und wir nach dem langen Tag ziemlich direkt wegknicken.
Kassensturz: 44km, 1570hoch, 2000 runter
Mit dieser Materie habe ich mich schon länger auseinandergesetzt.
Bist Du dabei gedanklich schon irgendwo raus gekommen?
Ich überlege auch immer wieder, ob sich in mein Hängematten/Bodentarp nicht noch irgendwie eine Kapuze einbauen ließe, das wäre multiuse-heaven!
Anreise und Einstieg
So weit, so geräuschlos. Flug mit kleinem Handgepäck, Einreise, Bus zum Hotel nahe Busbahnhof für die Weiterfahrt am nächsten - alles so wie problemlos. ppil gar Verspätung und so laufen wir uns auf dem Weg in's Hotel köfte futternd in die Arme - im Halbdunkel erst auf den spannenden Rucksack - und dann das bekannte Gesicht fokussiert ![]()
Die truly-UL-Hotelslipper kommen noch mit in's Gepäck
Morgens direkt auf dem Weg zum Bus mit Börek versorgt - uns dünkt, das könnte eine ziemliche Völlerei werden hier - und wird es partiell auch. Das morgendliche Antalya auf dem Weg macht direkt Laune auf Land und Leute.
In Fethiye einkaufen - und dann weiter mit dem Dolmus nach Ölüdeniz - noch mal den Adana-Ayran-Pegel nach justieren und dann ab auf den Trail. Während das Hotel wirklich günstig war, sind es die Schlemmerei und der Einkauf absolut nicht. Inflationsbereinigt hohe Preise für Importwaren hatte ich erwartet, die Preise für heimische Güter überraschen. Wie funktioniert das bei Durchschnittseinkommen von <500€?
Ehe wir vollgefressen in die Gänge kommen und am Trailhead stehen, ist es nach 15 Uhr, die Sonne brummt ordentlich. Fast Übersehen wir das angegebene brandneu installierte Schild hinter Baugerät, fotogen ist es so nicht nicht, aber immerhin.
Einige eher erschöpft und selbst auf ihrem letzten Metern noch immer gequält dreinblickende Gruppenwanderungsteilnehmer stolpern uns mit ihren gigantomanen Rückschein entgegen. Ein Anblick, der sich die Tour über nicht wirklich ändern wird.
Der Trail bolzt direkt mit eyecandy Küstenblicken ohne Ende.
Die Abendsonne tut ihr übriges zum Kitsch.
Das zieht vorwärts - und so laufen wir bis zum Sonnenuntergang (~20:00) immerhin noch 16km und 1k hm raus, suchen uns einen szenischen Lagerplatz mit Ausblick für Hängematte und Tarp (vorher nachher Bild) -
und machen zufrieden und neugierig auf mehr einen Haken an den Resttag1.
Und der mit Abstand ungeduldigste Leser
Hail the edit button ![]()
Ende April ergab sich relativ kurzfristig ein knappes Zeitfenster von nicht ganz zehn Tagen - und nach abgleichen der Trail-Bucketlists mit ppil war relativ schnell klar, dass es für unsere Tendenz zu Wärme und einigermaßen gut erreichbar der Lykische Weg werden sollte.
2016 war das guidebook schon geordert, als es mich stattdessen noch kurzfristiger nach Japan spülte - nun also nach fast zehn Jahren ein neuerlicher Anlauf.
Interessanterweise fanden sich in der UL Bubble in all den Jahren kaum noch Erfahrungsberichte, der Hype, den ich ab 2014 mit erscheinen des Führers im Hinterkopf hatte, schien abgeebbt. Ob der Weg noch taugt - oder sich inzwischen durch Bettenburgen schlängelt? Ein bisschen misstrauisch machte mich das schon.
Planung wie so oft eher grobkörnig. Reise gebucht (Sun express, eher zufällig gefunden, von den meisten Suchmaschinen nicht mit abgedeckt), bisschen reingelesen, welche Abschnitte man sich ggf. sparen kann, denn die 540km werden es wohl in der Zeit nicht komplett werden, SIM Karte besorgt, erste Nacht in Antalya und Bus mech Fethiye gebucht, der Rest wird sich finden.![]()
Wie's der Zufall wollte, marodierte Barbarix kurz vor uns die Strecke lang - und konnte mir ein paar gute Hinweise geben - und mir die Sorge vor einem nicht mehr ganz so spannenden Weg nehmen, danke dafür!
Auch das aktuelle paar MT.King2 ist gerade wieder nach ziemlich genau 600 eher gerölligen Kilometern durch.
Profil weggeraspelt bis auf die Zwischensohle, das sogar schon deutlich früher. Die Dämpfung sieht vorne auch schon übel aus - und der Oberstoff ist wieder an der gleichen Stelle offen, wenn auch noch nicht so drastisch, aber da reicht ja dann ein Mal etwas rutschen.
Durch den flachen Wald kann man sie sicher noch spazieren tragen, mehr aber auch nicht.
Mein letztes Paar gehortete Mit King sind auch gerade durch. Die frühere Generation mit vibram Sohle hält etwas besser, das paar hier hat immerhin knapp 800km absolviert (knapp 400 Lykischer Weg, knapp 400 Westalpen).
Der Lykische weg war zwar auch geröllig, aber noch im Rahmen, was den Schuh ggf. A etwas geschont hat, die Westalpen haben ihn dagegen im Zeitraffer zersägt. In Sachen grip und Halt im Schuh hatte er durchaus auch schon gen 6-700 hätte in Rente gehen können. ![]()
Das übliche Bild. Sohle weg bis auf die Zwischensohle, wenn auch nicht ganz so arg. Von Profil nicht mehr viel zu sehen. Dazu das übliche Loch an der äußeren Knickstelle - und neu bei diesem Modell - ein sich völlig ablösender Zehenschutz, ohne den der Schuh selbst nur unzureichend vernäht und geschlossen ist - das letzte Drittel war eher ein wide Option selbstgemacht...![]()
...und mal an die Olympus Olympioniken: hat sich vom 5er auf den 6er groß was getan?
Die Sohle scheint identisch und war ja auch beim 5er schon vibram?
Danke
Die Ventilart müsste jemand anderes verifizieren, aber falls es ein einfaches Boston ist, ist da auch im 3D Druck Bereich vieles möglich, von kurios bis hilfreich ![]()
Nur mal auf die Schnelle gesucht:
https://www.stlfinder.com/model/dyson-adapter-for-mrs-packraft-fyOoCzda/5133697
Wie man bei letzterem Link lesen kann, ist das mit der Einheitlichkeit wohl selbst bei Boston valves so eine Sache...
ZitatUnfortunately not all valve manufacturers make their threads exactly the same, so while it is very close to 7/8-14 UNF, it is incompatible. Thread pitch is exactly the same but diameter is off by almost 2mm.
Klappt ohne Probleme.
Habe auch lediglich Zugriff auf Drucker.
Was ich auch noch gedruckt habe:
Adapter für exped schnozzle bag auf tar winglock, für TPU
Hier noch ein paar Dinge, die ich mir mal gebookmarked hatte:
Leinenspanner aus dem Hängemattenbereich
https://makerworld.com/en/models/141180-tarp-line-ridgeline-cord-tensioner-fleaz#profileId-1685033
Adapter, um Wanderstöcke für eine Brückenhängematte zu nutzen
Der Alpacka Ventil Adapter auf flextail tiny pump war meine ich einer meiner ersten Drucke überhaupt ![]()
Bei meiner Nitecore NU25 war die Halterung am filigranen Steg gebrochen. Kleben hielt so mäßig, existierende 3D Druckmodelle für die Lampe waren alle nicht so richtig, was ich brauchte, und somit ist hierfür eines meiner ersten 3D Modelle in Tinkercad entstanden.
Gar nicht so schwierig, wenn man sich traut.
Habt ihr auch eigene Modelle im UL Bereich, die ihr teilen mögt - oder links zu frei nutzbaren, die ihr nützlich findet?
Lasst uns hier mal sammeln!![]()
Ich habe lange Senz im Alltag gekauft, aber mir sind nun schon trotz eher mäßiger Beanspruchung an so vielen Schirmen (Mini und Mini Automatic) die Gelenke gebrochen, dass ich da nur noch wenig Vertrauen habe...
Wie 'läuft's' denn mit den LP 9+ inzwischen, nachdem noch mal ein paar Monate in's Land gezogen sind?
Sohle scheint ja besser zu halten - wie ist's mit dem Obermaterial? Ich hab üblicherweise nach 4-600km auch langsam die ersten Löcher an den Knickstellen...
Mein letztes paar gehortete MtKing sind dann jetzt erwartbar durch und es muss Ersatz her.
Wenn die Sonne von vorne kommt hilft die Sonnenbrille (25g!! ohne case!) auch nicht mehr viel und sie bleibt tatsächlich zunehmend zu Haus
Obacht, eine Sonnenbrille mit UV Schutz ist nicht unwichtig!
Wir hatten zwei Tage auch enormen Wind, aber da war Sonne dann auch nicht das Problem. weggeflogen ist er mir dank Kinnband nicht.
Stromfahrer hat ja einen dünnen, flexiblen Carbonstab um die Krempe gesäumt. Das macht's stabiler, geht aber natürlich auf Kosten der Packbarkeit.
Besser als der Schirm ist es so ist so allemal, da reicht ja hier und da schon rund Böe oder drehender Wind. Und leichter handlen lässt sich eine flatternde Krempe auch als ein umklappender Schirm.
Würde einem luftigeren Hut noch mal eine Chance geben.
Gibt wieder ein neues Modell, FH2542 aber kaum Infos, bis auf angeblich 42l, auf der Homepage ist es auch noch nicht.
Edit: Hier gibt's mehr Infos
890g - so viel wird man da kaum abschneiden können, dass das interessant wird schätze ich...